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Neues Jugendprojekt in München gestartet

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Gegen Antisemitismus und Rassismus

München ist längst eine Multikulti-Stadt. Fast jeder Zweite hat Migrationshintergrund. Die neue Jugendinitiative "YouthBridge" will den Dialog zwischen Religionen und Kulturen fördern. Von Nabila Abdel Aziz

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Juden, Christen, Muslime und Jesiden – gemeinsam gegen Das ist das Ziel des neuen Bildungsprojekts in München. Die Initiative der Janusz Korczak Akademie bringt 40 junge Menschen für ein zweijährige Programm zusammen. Sie lernen zum Beispiel professionell mit umzugehen, absolvieren Praktika und treffen Münchner Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Wirtschaft. Am wichtigsten ist aber der Austausch der Teilnehmer untereinander: , sie sind hier geboren oder erst vor kurzem nach Deutschland gekommen. Manche mussten aus ihrer Heimat fliehen. Für einige ist es die erste Möglichkeit sich intensiv mit Jugendlichen aus anderen Kulturen und Religionen auszutauschen.

Brücken bauen

Im Zentrum des Projekts steht die Idee, Brücken zwischen Menschen zu bauen. Die jugendlichen Teilnehmer finden das wichtig – weil sie selbst Erfahrungen mit Rassismus gemacht haben oder sich Sorgen um das politische Klima in Deutschland machen. "Wir sollten uns zusammen darauf einstellen, dass jetzt viele neue Menschen, viele neue Kulturen und Religionen zusammengekommen sind. Einfach die anderen tolerieren, respektieren und kennenlernen" sagt die 17-Jährige Teilnehmerin Patricia Jelušić, die kroatische Wurzeln hat.

In New York kam es zu offenen religiösen Konflikten – das möchte Youthbridge in München verhindern

"YouthBridge" gibt es schon seit 20 Jahren in. Dort wurde das Projekt gegründet, nachdem es in der Stadt zu ethnisch und religiös begründeten Konflikten kam. Das soll in München verhindert werden, sagt Eva Haller, Initiatorin des Projekts und Präsidentin der Korczak Akademie. "YouthBridge" möchte menschenfeindlichen Vorbehalten jeder Art entgegentreten – egal ob es sich um Rassismus gegenüber Einwanderern oder antisemitische Einstellungen mancher arabischer Geflüchteter handelt. Die Teilnehmer sollen sich als Multiplikatoren für ein tolerantes und offenes München stark machen – und im Anschluss an das Programm eigene Projekte verwirklichen.

Von
  • Alexandra Späth
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