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Ermittler rollen Vermissten-Fall "Andrea König" wieder auf | BR24

© Polizei

Fahndungsbild Andrea Kunz

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    Ermittler rollen Vermissten-Fall "Andrea König" wieder auf

    Im Fall der seit 2008 spurlos verschwundenen Andrea Beate Kunz aus Frankfurt erhoffen sich die Ermittler neue Hinweise. Der sogenannte "Cold Case" ist auch nach neun Jahren noch offen und wird jetzt Thema in "Aktenzeichen XY ungelöst".

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    Der Fall wird am Mittwoch (28.02.2018) in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ungelöst" aufgegriffen, wo Kriminalhauptkommissar Michael Zull von der Kripo Hanau über den aktuellen Stand der Ermittlungen berichtet. Die damals 47 Jahre alte Frau ging nach den Ermittlungen in Bad Orb (Main-Kinzig-Kreis, Hessen) unter dem Pseudonym "Andrea König" der Prostitution nach. Zuvor hatte sie sich von Anfang 2005 bis Ende 2006 in Biebergemünd (ebenfalls Main-Kinzig-Kreis) aufgehalten.

    Letzter Kunde wird als Zeuge gesucht

    Am Freitag, 05.12.2008, dem Vorabend des Nikolaustags, sollte sie angeblich von einem Kunden aus dem Raum Schlüchtern zu einem dortigen Hausbesuch abgeholt werden. Ob sie dort jemals ankam oder ob die Fahrt woanders hinging, ist bis heute unklar. Der Mann wurde damals auf 30 bis 40 Jahre geschätzt und dürfte heute entsprechend älter sein. Nach den bisherigen Erkenntnissen soll er von Beruf "Sohn" gewesen sein. Die Kripo Hanau bringt ihn deswegen mit einem eher wohlhabenden Elternhaus in Verbindung, in dem es eine Sauna und ein eigenes Schwimmbad gegeben haben soll. Umso wichtiger ist für die Beamten, dass sich dieser letzte Kunde, der für die Ermittler als wichtiger Zeuge gilt, jetzt meldet.

    War das Opfer am Hahnenkamm bei Alzenau?

    Frau Kunz soll diesen Kunden bereits aus ihrer Zeit in Biebergemünd gekannt haben. Bekannt ist bislang, dass die Vermisste zuletzt am Tag ihres Verschwindens abends gegen 22.00 Uhr bei ihrem Ehemann anrief und ihm von Schwierigkeiten berichtete. Zu diesem Zeitpunkt dürfte sich die 47-Jährige im Bereich des Hahnenkamms in der Nähe von Alzenau aufgehalten haben. Was die Frankfurterin in die hessisch-bayerische Grenzregion führte, die etwa 50 Kilometer von Schlüchtern entfernt liegt, konnte bis heute nicht aufgeklärt werden. Schon bald nach ihrem Verschwinden gingen die Ermittler davon aus, dass Kunz einem Verbrechen zum Opfer gefallen sein könnte. Eine umfangreiche Suche von hessischen und bayerischen Polizeieinheiten, bei denen auch Hundestaffeln und ein Hubschrauber eingesetzt wurden, brachte keinen Erfolg.

    Neues Leben an einem anderen Ort?

    Neben der Möglichkeit eines Verbrechens gab es in der Folgezeit auch immer wieder Gerüchte, dass Kunz womöglich an einem anderen Ort ein neues Leben begonnen haben könnte.

    Andrea Kunz wäre heute 57 Jahre alt, ist etwa 1,65 Meter groß und hatte zum Zeitpunkt ihres Verschwindens eine schlanke Gestalt und altersgemäßes Aussehen. Sie trug damals schulterlanges, gelocktes schwarzes Haar mit roten Strähnen und sprach Frankfurter Dialekt. Am linken Unterarm hatte sie eine markante Tätowierung in Form eines stilisierten Kreuzes mit Strahlenkranz. Zuletzt war Kunz mit einer Bluejeans und einer schwarzen Winter-Langjacke aus synthetischem Material bekleidet. Das Innenfutter dieser Jacke war schwarz/braun gemustert.

    Staatsanwalt und Kripo in Hanau fragen nun:

    • Wer hat Andrea Kunz am Abend des 05.12.2018 im Raum Schlüchtern oder im Bereich des Hahnenkamms gesehen?
    • Wen hat Andrea Kunz an diesem Abend im Raum Schlüchtern besucht?
    • Wer kann sagen, in wessen Begleitung die Gesuchte war?
    • Wer kann Hinweise darauf geben, wo sich Andrea Kunz möglicherweise heute aufhält?