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Ein Jahr Busunglück Münchberg: Kritik an Sicherheitstechnik | BR24

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Kaum Konsequenzen nach Busunfall

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Ein Jahr Busunglück Münchberg: Kritik an Sicherheitstechnik

Ein Jahr nach dem verheerenden Busunfall von Münchberg kritisiert der ADAC mangelnde Konsequenzen in der Sicherheitstechnik. Auf der Autobahn A9 bei Münchberg starben damals 18 Menschen, 30 wurden teils schwer verletzt.

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Ein automatisches Notbremssystem hätte den Unfall auf der A9 am 3. Juli 2017 möglicherweise verhindern können - wenn es denn eingebaut gewesen wäre, so der ADAC. Aber hier hat sich die Rechtslage laut dem Automobilklub seitdem nicht geändert. Nur neue Busse und LKW müssen solch ein System haben. Es muss die Geschwindigkeit zudem lediglich um 10 Stundenkilometer verringern, ab November um 20 Stundenkilometer.

Auf null bremsen wäre möglich

ADAC-Sprecherin Melanie Mikulla kritisiert: "Das reicht natürlich bei weitem nicht aus, denn ob Sie mit 80 oder mit 70 km/h in ein Stauende fahren, das Ergebnis bleibt das Gleiche." Dabei haben Tests des ADAC ergeben, dass durchaus Systeme verfügbar sind, die den Bus oder LKW im Notfall auf null herunterbremsen. Auch dass Fahrer das Notbremssystem permanent abschalten können, kritisiert der ADAC. Hier hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) inzwischen Abhilfe versprochen. Demnächst will er das Abschalten von Notbremsassistenten verbieten.

Gaffer sind weiterhin ein Problem

Dass Gaffer wie bei dem Busunfall in Münchberg Stau verursachen, ist auch ein Jahr nach dem Unglück noch gang und gäbe, klagt die oberfränkische Polizei. Allerdings sind in der Autobahnmeisterei Münchberg inzwischen als Pilotversuch mobile Sichtschutzwände stationiert. Diese helfen gegen die Sensationslust im Smartphone-Zeitalter. "Wenn diese Sichtschutzwände stehen, läuft der Verkehr in der Tat flüssiger", sagte Polizeisprecher Jürgen Stadter dem Bayerischen Rundfunk.

Bei dem Busunglück am 3. Juli 2017 war ein Reisebus aus Sachsen auf der A9 bei Münchberg am Stauende auf einen Lkw aufgefahren und vollständig ausgebrannt. 18 Menschen starben, 30 wurden zum Teil schwer verletzt.