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Diskussion um Höllental-Brücke im Frankenwald | BR24

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    Diskussion um Höllental-Brücke im Frankenwald

    Die Pläne für die weltweit längste Fußgänger-Brücke im Frankenwald sorgen seit Wochen für Diskussionen. Nun geht es in die Detail-Planung und dabei sollen auch die Bürger mitsprechen.

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    Das oberfränkische Lichtenberg ist der geplante Ausgangs-Punkt für die weltweit größte freigespannte Fußgängerbrücke mit 720 Metern Länge über das Höllental. Das Projekt mit Gesamtkosten von schätzungsweise zwölf Millionen Euro soll generell den Tourismus im Frankenwald ankurbeln, so der Hofer Landrat Oliver Bär (CSU). Die Staatsregierung hat bereits im Sommer Zuschüsse für das Projekt in Aussicht gestellt . Am Mittwochabend um 19.30 Uhr ist im Lichtenberger Freizeitzentrum nun eine große Infoveranstaltung der Auftakt des "Bürgerdialogs".

    Befürchtungen der Kritiker

    Auch der Bund Naturschutz hält die Brücken-Pläne durchaus für sinnvoll – allerdings nicht rund um das Naturschutzgebiet Höllental. Bei bis zu 6.000 Besuchern täglich würden die Anwohner von Lichtenberg, Hölle und Issigau überrollt werden, so die Befürchtungen der Kritiker.

    Die Höllental-Brücke wäre die mit Abstand längste freigespannte Fußgängerbrücke der Welt. Aktuelle Rekordhalter gibt es in Österreich ("Highline179" - 406 Meter), in Sotschi in Russland (440 Meter) und im Harz mit der gerade fertiggestellte Rappboden-Talsperre (450 Meter). Landrat Bär betonte, dass es bei dem Projekt nicht in erster Linie um weitere Rekord gehe, sondern darum, Lust auf Urlaub im Frankenwald zu machen.

    200.000 Besucher erwartet

    Nach ersten Schätzungen erwartet man rund 200.000 Besucher pro Jahr. Um die Besucherströme möglichst schonend für Natur und Anwohner zu kanalisieren, soll der bestehende Parkplatz am Badesee von Lichtenberg ausgebaut werden. Vorbei an verschiedenen Erlebnisstationen führt der Weg dann mitten durch Lichtenberg zur Burgruine. Außerdem könnten Buslinien an naheliegenden Bahnhöfen ausgebaut werden. Für die beiden Hängebrücken sind bislang rund 8,5 Millionen Euro veranschlagt, für ein Infozentrum und den Parkplatz-Ausbau 3,6 Millionen Euro.