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Wäsche aufhängen im Winter Warum Frosttrocknen eine gute Idee ist

Draußen herrschen Minusgrade und Sie haben Wäsche gewaschen? Dann nichts wie raus damit, denn das Frosttrocknen hat einige Vorteile.

Stand: 14.10.2019

In einem schneebedeckten Garten hängt Wollwäsche an einer Wäscheleine. | Bild: mauritius-images

Im Sommer eine Selbstverständlichkeit, im Winter nicht üblich. Selten sieht man im Winter Wäsche zum Trocknen in den Gärten oder auf Balkons hängen. Warum eigentlich? Schon unsere Großmütter hingen ihre Wäsche bei frostigen Temperaturen nach draußen. Mit Recht. Denn das Frosttrocknen dauert zwar etwas länger, ist aber durchaus Energie sparender, so Rosemarie Weber, Landesvorsitzende vom Berufsverband der Haushaltsführenden, Bayern.

Warum trocknet Wäsche auch bei Kälte?

Der Grund für das Trocknen bei eisigen Temperaturen ist ein physikalischer Vorgang aus der Thermodynamik, genannt Sublimation. Die Sublimation beschreibt den Prozess des direkten Übergangs eines Stoffes von einem festen in einen gasförmigen Aggregatzustand und das, ohne sich dabei zu verflüssigen. Das bedeutet für das Frosttrocknen: Die nasse Wäsche gefriert, um dann direkt zu trocknen.

Was sind die Vorteile des Frosttrocknens?

Zu beachten ist, dass die Wäsche besser trocknet je trockener und kälter die Luft ist. Bei Regen oder Schneefall funktioniert das Trocknen also leider nicht.

Zudem muss man sich in Geduld üben. Wenn Sie die Wäsche im gefrorenen Zustand wieder abhängen oder in warmen Räumen weiter trocknen lassen wollen, dann taut die Wäsche auf und wird wieder nass. Der Trockenvorgang dauert dann länger. Auch kann die gefrorene Wäsche beschädigt werden, vor allem wenn es sich um feines Material, wie zum Beispiel Seide oder Spitze, handelt. Wer sich also für das Frosttrocknen entscheidet, der sollte auf die Sublimation vertrauen und der Wäsche etwas Zeit geben.

"Bei -1 Grad kann es auch schnell wärmer werden. Ab -5 Grad funktioniert das Frosttrocknen."

Rosemarie Weber, Landesvorsitzende des DHB - Netzwerk Haushalt, Bayern

Schimmelrisiko beim Wäsche trocknen?

Wer seine Wäsche im Winter draußen trocknen lässt, der beugt auch etwaiger Schimmelbildung in der Wohnung oder im Haus vor. Wer keinen Dachboden, Heizungskeller oder ein großes Bad hat, der muss seine Wäsche in den Wohnräumen trocknen lassen, was im Winter zu einem Schimmelrisiko führen kann.

Die Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen ist meist höher, als auf Dachböden oder in Heizungskellern, wo Wäsche in Häusern am besten trocknet. In einem Korb mit nasser Wäsche befinden sich circa zwei Liter Wasser. Dieses Wasser wird beim Trocknungsvorgang an die Luft abgegeben. Somit erhöht sich die Luftfeuchtigkeit in Räumen, in denen Wäsche getrocknet wird, sehr. Wer jetzt nicht zwischenlüftet und für einen Luftaustausch sorgt, der erhöht das Schimmelrisiko im Raum.

Wäsche in der Wohnung trocknen - was muss ich beachten?

Rosemarie Weber rät dazu, die Wäsche in einem warmen Raum aufzuhängen und immer wieder zu lüften. Dabei gerne die Heizung runterdrehen und zwischen fünf und zehn Minuten das Fenster öffnen. Ideal wäre es quer zu lüften, das bedeutet, wenn vorhanden ein gegenüberliegendes Fenster zu öffnen. Sollten das keine Optionen sein, dann achten sie unbedingt darauf, das die Tür zum Raum, in dem die aufgehängte Wäsche steht, geschlossen ist. Sonst wabert die feuchte Luft durch die Wohnung und gelangt in Räume, wie dem Schlafzimmer, wo die feuchte Luft das Schimmelrisiko erhöhen kann.

Wäsche aufhängen, was ist zu beachten?

Die Wäschestücke sollten nicht zu nah bei einander hängen. Streifen Sie sie glatt vor dem Aufhängen und verwenden Sie Wäscheklammern.

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Frosttrocknen: So geht's! Draußen herrschen Minusgrade und Sie haben frischgewaschene Wäsche? Dann nichts wie raus damit, denn das Frosttrocknen hat einige Vorteile. Sehen Sie selbst ❄️Gepostet von BAYERN 1 am Donnerstag, 3. Januar 2019

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