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Kräutersuppe Rezept für eine Gründonnerstagssuppe

Die Neun-Kräutersuppe am Gründonnerstag ist christliche Tradition. Eigentlich kommt das erste Frühlings-Grün in diese Suppe hinein. Wenn in der Natur noch nicht viel zu finden, hilft unser abgewandeltes Kräutersuppen-Rezept.

Stand: 04.03.2020

Eine Schüssel mit Kräutersuppe steht auf einer Steinplatte. | Bild: Mauritius Images

Schon die alten Germanen sollen zu ihrem Frühlingsfest eine Neunkräutersuppe aus dem ersten Frühlingsgrün der Natur serviert haben. Die grünen Kräuter reinigen nach dem Winter den Körper und erneuern die Lebensenergie. Die Christen übernahmen die Tradition der Kultsuppe und interpretierten die Suppe um: Die zum Teil bitteren Kräuter sollen an das Leiden Christi erinnern. Die Kräutersuppe kommt am Gründonnerstag vielerorts als Fastenspeise auf den Tisch.

Gründonnerstagssuppe christliche Tradition

In eine Gründonnerstagssuppe gehören traditionell neun Wildkräuter: das erste Grün, das sich in der Natur findet. Zum Beispiel Brennessel, Giersch, Spitzwegerich, Löwenzahn, Vogelmiere, Taubnessel, Gänseblümchen, Petersilie, Wegerich, Scharbockskraut, Schafgarbe, Brunnenkresse, Gundelrebe, auch Gundermann genannt. Der Vorteil von Wildkräutern: Sie enthalten mehr Mineralstoffe und Vitamine als kultivierte Küchenkräuter. Aber wenn die Natur noch nicht so viel hergibt, müssen wir uns anders behelfen und die Wildkräuter durch Küchenkräuter ersetzen, die es im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt zu kaufen gibt.

Kräutersuppe - Zutaten:

Sprießt im Garten noch nicht viel, müssen wir für unsere Kräutersuppe am Gründonnerstag auf Küchenkräuter zurückgreifen.

100 g frischer Spinat/Babyspinat
120 g gemischte Kräuter - zum Beispiel Rucola (Menge je nach gewünschter Bitterkeit), Petersilie, Kerbel, Dill, Basilikum, Bärlauch, Kresse, Schnittlauch
1 kleine Zwiebel
1 Zehe Knoblauch
1 Liter kalte Gemüsebrühe
1 EL Butter oder Pflanzenöl
200 ml Sahne
Salz, Pfeffer, geriebene Muskatnuss

Kräutersuppe Zubereitung

Spinat putzen, kräftigere Stiele abknipsen, waschen. Zwei Minuten in kochendem Salzwasser blanchieren. Abgießen, abkühlen lassen. Spinat ausdrücken und hacken. Zwiebel würfeln, Knoblauch in feine Scheiben schneiden.

Butter oder Öl in den Topf geben. Zwiebeln anbraten, Knoblauch kurze Zeit später dazugeben. Mit der Brühe aufgießen, bei milder Hitze köcheln lassen. In dieser Zeit die Kräuter waschen, trocken tupfen und fein wiegen. Die Sahne zufügen, 5 Minuten köcheln lassen.

Die gehackten Kräuter und den Spinat hinzufügen, kurz erwärmen - nicht mehr kochen. Die Suppe mit dem Stabmixer pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Zügig servieren.

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