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Kostenlos Geld abheben Vorsicht, Gebühren! Wann Geld abheben Sie etwas kosten kann

Geld abheben am Automaten - bei einer fremden Bank kostet das, klar. Aber wenn Sie Pech haben, kann Ihnen das auch bei Ihrer Hausbank passieren. Warum das sein kann - und wie Sie diese Kosten vermeiden können.

Stand: 03.12.2019

Kostenlos Bargeld | Bild: colourbox.com

Dass wir Gebühren für die Kontoführung bezahlen müssen und auch zur Kasse gebeten werden, wenn wir bei Geldautomaten von anderen Banken Geld abheben - daran sind wir längst gewöhnt. Was aber doch viele überraschen dürfte: Es gibt Banken, die an bestimmten Tagen und zu bestimmten Uhrzeiten von ihren eigenen Kunden Gebühren verlangen, wenn diese mit ihrer sogenannten Debitkarte (früher: ec-Karte) am eigenen Geldautomat Geld abheben. Das Internetportal biallo ist bei einem Leistungsvergleich von Kreditinstituten auf diese ungewöhnlichen Kosten bei einigen Banken gestoßen.

Welche Banken verlangen Abhebungsgebühren von ihren eigenen Kunden?

Selbst bei ihrer eigenen Bank werden Kunden möglicherweise beim Geldabheben am Automaten zur Kasse gebeten.

Bevor Sie jetzt gleich Ihre Kontoauszüge durchwühlen: Nur sehr wenige Banken erheben solche Gebühren, darunter keine Privatbank: "Bei den deutschen Privatbanken ist kein derartiger Fall bekannt", erklärt Bankenverband-Pressesprecherin Sylvie Ernoult. Bei den Sparkassen und Genossenschaftsbanken, wie etwa den Volks- und Raiffeisenbanken, gibt es nach Angaben von biallo einzelne Kreditinstitute, die ab einer bestimmten Anzahl von Geldabhebungen Gebühren verlangen - oder wenn der Kunde zu bestimmten Zeiten Bargeld am Automaten ziehen will. Wie etwa die Volks- und Raiffeisenbank Passau: 

Sie berechnet nach eigenen Angaben "für Bargeldauszahlungen an eigenen Geldautomaten (…) von Mo.-Fr. zwischen 8.00 und 17.00 Uhr keine Buchungsposten" - sehr wohl aber offenbar außerhalb der genannten Geschäftszeiten, also früh morgens, abends und am Wochenende: 35 Cent pro Auszahlung.

Wie kann ich feststellen, ob meine Bank Gebühren fürs Geldabheben verlangt?

Die Festsetzung der Gebühren bei den Genossenschaftsbanken "ist eigenständige Geschäftspolitik der jeweiligen Bank", erklärt Dr. Gerald Schneider, Pressesprecher des Genossenschaftsverbands Bayern. Welche Genossenschaftsbank wofür welche Gebühren erhebt, ist also nicht einheitlich geregelt. Sie müssen sich daher bei Ihrer Bank erkundigen.

Für alle Kreditinstitute gesetzlich vorgeschrieben ist, dass sie bei der Einführung neuer Gebühren ihre Kunden aktiv informieren müssen. Wenn Sie diese Mitteilungen nicht mehr finden können, suchen Sie auf der Homepage Ihrer Bank nach Stichworten wie "Entgeltinformationen", "Preise" oder "Entgeltinformation gemäß Zahlungskontengesetz (ZKG)". Dort müssen diese Informationen verfügbar sein.

Kostenlos Geld abheben - so geht's:

1. Im Supermarkt abheben

In vielen Supermärkten können Kunden ab einem bestimmten Rechnungsbetrag (meist um die zehn Euro) kostenlos Bargeld abheben. An der Kasse nennt der Kunde dem Kassierer oder der Kassiererin den Wunschbetrag (bis zu 200 Euro) und kann dann mit ec-Karte und PIN Bargeld abheben. Wer ohnehin einen Großeinkauf macht, spart sich so den Weg zur Bank - und die Gebühr. Den Service bieten viele große Supermarktketten wie Rewe, Penny, Netto, Lidl, Aldi Süd und einige Edeka-Märkte an, außerdem auch toom-Baumärkte.

2. Beim Tanken

Nicht für alle, aber für viele Kunden gibt es auch an einigen Tankstellen kostenlos Bargeld - anders als im Supermarkt auch ohne einen Mindesteinkaufswert. Ganz ohne Gebühr geht das an Shell-Tankstellen für Kunden der "Cash-Group" (HypoVereinsbank, Deutsche Bank, Commerzbank, Postbank und deren Tochterunternehmen) und Inhaber bestimmter Kreditkarten. Wer sein Konto bei einem anderen Geldinstitut hat, muss eine Gebühr zahlen.

3. Auf Bargeld verzichten

Klar, ganz auf Bargeld zu verzichten ist nicht jedermanns Sache. Tatsächlich können Sie aber in vielen Geschäften und Cafés mittlerweile auch kleinere Beträge mit ec- oder Kreditkarte bezahlen und sich dadurch den Gang zum Automaten und damit die Gebühren für das Abheben sparen.

Unnötige Gebühren vermeiden:

  • Beim Abheben am Automaten immer die Gebühren anzeigen lassen - und im Zweifelsfall den Vorgang abbrechen.
  • Viele Banken haben Verbundpartner, bei denen Abhebungen nichts kosten. Wer zu diesen Automaten geht, spart sich die Gebühr.
  • Bei neuen Konten genau prüfen, welcher Service angeboten wird. Wenn das Abheben mit einer Kreditkarte zum Beispiel kostenlos ist, lohnt es sich, diese statt der ec-Karte zu nutzen.

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Ruth Viktoria, Montag, 17.April 2017, 22:36 Uhr

3. Kontrolle

Über Bargeldlosen Zahlungsverkehr die vollkommene Kontrolle über uns, unser Einkaufsverhalten und somit über unsere privaten Ausgaben erhalten. Der gläserne Mensch.

jeannie last, Mittwoch, 12.April 2017, 22:16 Uhr

2. bargeldlos

Ich befuerchte, so will man uns langsam zum verzicht auf Bargeld hinfuehren. Trick 17 mit Selbstueberlistung

Hubert Schwarz, Mittwoch, 12.April 2017, 12:04 Uhr

1. Zwang

Zuerst haben uns Politik und Banken ein Konto aufgezwungen, jetzt wo sie unser Geld in Geiselhaft haben, verlangen sie noch Lösegeld dafür.