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Hagelschnur Was ist die Schnur im Ei?

Wenn man ein Ei aufschlägt, sieht man sie sofort: Die sogenannte Hagelschnur, ein weißer dicker Faden im Eiweiß. Doch was ist diese weiße Schnur eigentlich? Und: Wissen Sie, wo im Ei sich die Luftblase befindet?

Stand: 13.01.2021

Frau trennt Eier beim Backen | Bild: mauritius-images

Irgendwo zwischen Eigelb und Eiweiß findet man in jedem Ei eine etwas dickere, weiße Schnur. An der sogenannten Hagelschnur ist das Eigelb im Ei aufgehängt und fixiert. Sie verbindet das Eigelb mit der Schalenhaut und sorgt so dafür, dass das Eigelb immer im unteren, bauchigen Teil des Eies hängt.

Würde im Ei ein Küken wachsen, dann direkt am Rand des Eigelbs. Die Hagelschnur sorgt dann dafür, dass das Küken vor Erschütterungen geschützt ist und nicht gegen die Schale stoßen kann.

 Kann man die Hagelschnur essen?

Sie können die Hagelschnur problemlos einfach mitessen, so wie das Eigelb und das Eiweiß auch. Durchs Kochen oder Anbraten verschwindet sie sowieso im Eiweiß. Sie werden die Hagelschnur nicht wieder bemerken, da sie sich in der Konsistenz nicht vom Eiweiß unterscheidet.

Es ist sogar sehr gut, wenn die Hagelschnur im Ei gut sichtbar ist, denn dann ist das Ei offensichtlich frisch. Je älter das Ei ist, desto mehr löst sich der Faden auf. Und es gibt noch mehr Tricks, wie Sie herausfinden, ob das Ei noch gut ist.

Wo im Ei ist die Luftblase?

In jedem Ei steckt auch ein bisschen Luft. Die Luftblase liegt direkt unter der Schale auf der stumpfen, bauchigen Seite des Eis. Wenn Sie also Eier kochen wollen und diese anstechen, dann pieksen Sie genau dort in die Schale. Im kochenden Wasser erwärmt sich auch die Luft im Ei, dehnt sich aus und kann so problemlos austreten. Das Ei platzt nicht.

Wenn das Ei befruchtet wurde und nicht im Kochtopf, sondern im Nest landet, dann versorgt die kleine Luftblase das heranwachsende Küken mit Luft. Tatsächlich ist auch die Eischale luftdurchlässig. Sie besitzt rund 10.000 Poren, über die ein ständiger Luftaustausch stattfinden kann.

Was ist der rote Punkt im Ei?

Der rote Punkt ist der sogenannte Hahnentritt. Dieser tritt auf, wenn das Huhn, das das Ei gelegt hat, schon etwas älter ist. Denn dann kann es vorkommen, dass bei der Eierproduktion kleine Gewebeteile des Darms im Ei eingeschlossen werden. Diese Blut- oder Fleischflecken tauchen dann als kleiner roter Fleck im Eidotter auf.

Rund 18 Prozent aller Eier haben diesen Fleck. In der industriellen Produktion werden die Eier durchleuchtet und Eier mit Hahnentritt aussortiert und für andere Produkte genutzt. In Bioeiern ist der Hahnentritt häufiger zu finden, weil diese oft nicht durchleuchtet werden. Der Hahnentritt ist vollkommen ungefährlich. Sie können ihn einfach mitessen.


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