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Bienenwachstuch selber machen Warum Wachstücher selber machen besser ist als kaufen

Als wiederverwendbare Alternative zur Frischhaltefolie sind Bienenwachstücher klasse: Was dafür spricht, sie selber zu machen - und wie's funktioniert, erfahren Sie hier.

Stand: 23.01.2020

Frischhaltetücher mit Bienenwachs beschichtet, liegen über zwei Schüsseln. | Bild: BR

Als nachhaltige (und hübsche) Alternative zur Frischhaltefolie kommen Bienenwachstücher mittlerweile in vielen Küchen zum Einsatz - mal selbst gemacht, mal gekauft. Eine Meldung der Stiftung Warentest vom Januar 2020 zu gekauften Wachstüchern hat jetzt aber viele Verbraucher beunruhigt. Bienenwachstücher seien keine Lösung, heißt es da unter Berufung auf das Bundesamt für Risikobewertung (BfR): Sie enthielten Jojojaböl, das nichts in Lebensmitteln zu suchen habe. Sie könnten Bienenwachs enthalten, das nicht unbedingt schadstofffrei sei, und auch die verwendeten Stofftücher könnten nicht für den Kontakt mit Lebensmitteln geeignet sein. Außerdem könnten sich auf dem Tuch im Laufe des Zeit Bakterien ansiedeln. War's das jetzt mit den Wachstüchern - zurück zur Folie? Nicht, wenn Sie sich die Wachstücher selber machen.

Wachstücher selber machen: Das ist wichtig

Jojobaöl findet sich oft in gekauften Wachstüchern. Wenn Sie die Tücher - wie unten beschrieben - selbst herstellen, können Sie das Öl einfach weglassen.

Echtes, rückstandsfreies Bienenwachs gibt's beim Bio-Imker

Wenn Sie Schadstoffe so gut als möglich vermeiden wollen, sollten Sie sich echtes, rückstandsfreies Bienenwachs besorgen. Das gibt's in der Regel beim Bio-Imker, der keine Pestizide etwa zur Bekämpfung der Varroa-Milbe einsetzt, aber auch bei einigen Nicht-Bio-Imkern. "Entscheidend ist das Zertifikat über die Rückstandsfreiheit des Bienenwachses", betont Arno Bruder, staatlicher Fachberater für Bienen beim Landesverband Bayerischer Imker. Das stellt auch sicher, dass das Wachs regelmäßig kontrolliert wird.

Das Stofftuch sollte vorher schon mehrmals gewaschen worden sein, und besser aus Bio-Baumwolle bestehen.

Textilien und Stoffe sind oft mit Schadstoffen belastet. Lesen Sie dazu: Warum Sie sich in manchen Kleidungsstücken unwohl fühlen

Frischhaltetuch mit Bienenwachs selber machen - so einfach geht's

Baumwolltuch auf das gewünschte Maß schneiden, auf ein mit Backpapier versehenes Backblech legen und Bienenwachs auf einer Reibe darüber raspeln.

Danach kommt das Tuch bei 85 Grad Ober- und Unterhitze für fünf Minuten in den Backofen, damit das Bienenwachs schmilzt. Das flüssige Wachs verstreichen wir mit einem Pinsel. Stellen, die noch nicht gewachst sind, arbeiten wir nach: Raspeln nochmal Bienenwachs darauf. Und lassen das Wachs im Ofen nochmals schmelzen.

Zum Trocknen aufhängen - und schon ist das selbstgemachte Bienenwachstuch einssatzbereit.

Bienenwachstuch hält Lebensmittel frisch

Wir können in unsere selbstgemachten Wachstücher Brotzeit einwickeln oder Gemüse frisch halten. Durch das Wachs hält das Tuch auch am Rand von Schüsseln und Behältnissen. Aus hygienischen Gründen aber besser nur für pflanzliche Lebensmittel verwenden, nicht für Fleisch, Wurst, Fisch oder Eier. Wer in Sachen Keimbelastung ganz sicher gehen will, kann seine Wachstücher zusätzlich nach ein paar Monaten im Ofen wieder neu erhitzen und frisch beschichten.

Wachstuch selber machen - hier im Video:

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🐝🐝 Diese Tücher sind gerade schwer im Kommen - statt Frischhaltefolie aus Plastik: eine kostengünstige, selbstgemachte Alternative aus Stoffresten und Bienenwachs (wir haben weißes Bienenwachs genommen). 🐝🐝Gepostet von BAYERN 1 am Sonntag, 11. August 2019


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