| BR24

 
 

Bild

Werk von Nestlé
© picture alliance/Christoph Schmidt/dpa

Autoren

© picture alliance/Christoph Schmidt/dpa

Werk von Nestlé

Der alte Erfolg von Konsum- und Nahrungsmittelherstellern wie Nestlé und Unilever beruhte zum Teil auf deren starker Verwurzelung auf regionalen und Ländermärkten. Es erschien sinnvoll, bei Nestlé Produkte wie Maggi der Landesküche und den nationalen Kochrezepten anzupassen. Doch der Trend geht derzeit in die andere Richtung.

Werk in Biessenhofen im Allgäu betroffen

So wird das Nestlé-Werk für Caro-Kaffee in Ludwigsburg nach 150 Jahren geschlossen und die Produktion nach Portugal verlagert. Ein Werk in Biessenhofen im Allgäu soll sich künftig auf ein Produkt konzentrieren. Weitere Standorte stehen auf der Kippe: In der Frankfurter Deutschland-Zentrale und im Vertrieb fallen Arbeitsplätze weg. Auch bei Wagner Pizza und Hertha Wurst droht Nestlé mit einer Verlagerung ins Ausland und macht damit Druck bei Tarifverhandlungen.

Gewerkschaft kritisiert Konzern-Umbruch

Die Gewerkschaft NGG hält geforderte Lohnsenkungen für unakzeptabel und spricht von unseriösen Rendite-Erwartungen. Der Hedgefonds-Manager Daniel Loeb ist bei Nestlé eingestiegen und forderte vom neuen Vorstandschef Mark Schneider wesentlich mehr Ertrag. Seitdem ist der gesamte Konzern im Umbruch.

Autoren

Sendung

B5 Wirtschaft und Börse vom 08.08.2018 - 15:38 Uhr