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Schwere Kost in Augsburg: Der FCA und der VfL Bochum werden offensiv nur selten gefährlich.

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Nach 0:1 gegen Bochum: Augsburg offiziell im Abstiegskampf

Nach 0:1 gegen Bochum: Augsburg offiziell im Abstiegskampf

Der FC Augsburg verliert mit 0:1 gegen das Kellerkind VfL Bochum und hat nur noch einen Punkt Abstand auf den Relegationsplatz. Damit kommt auf den FCA-Trainer Enrico Maaßen während der WM-Pause jede Menge Arbeit zu.

Langsam wird es ungemütlich in Augsburg. Nach dem starken Ligastart mit vier Siegen in den ersten acht Spielen ist mittlerweile Ebbe auf dem Punktekonto des FCA eingekehrt - und mit ihr auch ein allzu gut bekanntes Thema: Abstiegskampf. "Nach 15 Spielen 15 Punkte ist wirklich ein Witz", sagte der Augsburger Torwart Rafal Gikiewicz nach dem Spiel im BR-Interview. "Ich hatte vor der Saison wirklich die Hoffnung, dass wir eine neue Situation erleben und nicht jede Weihnachtspause ganz unten stehen. Fast jedes Jahr ist es fast die gleiche Situation. Jedes Jahr Abstiegskampf", so der Keeper.

Nach dem 0:1 gegen den Tabellensiebzehnten VfL Bochum trennt den FCA nur noch ein Punkt vom VfB Stuttgart und dem Tabellenrang 16. Seit acht Spielen warten die Augsburger nun auf einen Dreier. Es war über lange Strecken eine uninspirierte Leistung, die das Team von Enrico Maaßen in diesem letzten Spiel vor der WM-Pause zeigte.

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FC Augsburg - VfL Bochum

Augsburg bekommt Antwi-Adjei nicht zu fassen

Es war keine ansehnliche Partie, die sich Bochum und Augsburg im Tabellenkeller lieferten. Für den FCA wurde es das erst Mal gefährlich, als Reece Oxford eine Hereingabe von Bochums Christopher Antwi-Adjei berührte und dadurch erst so richtig scharf machte. Rafal Gikiewicz konnte mit einem starken Reflex noch den Ball um linken den Pfosten lenken (13.).

Nach der darauffolgenden Ecke war es der rechte Pfosten, der Augsburg vor dem Rückstand bewahrte. Wieder war es Antwi-Adjei, der sich diesmal stark gegen Iago durchgesetzt hatte und aus spitzem Winkel am FCA-Keeper vorbeischoss, aber nur Aluminium traf (15.). Kurze Zeit scheiterte der Bochum-Stürmer, den die Augsburger Dreierkette in der Anfangsphase nicht in Griff bekam, an sich selbst. Nach einem schönen Steilpass von Kevin Stöger lief er alleine auf Gikiewicz zu, doch verstolperte den Ball.

Erneutes Verletzungspech für den FC Augsburg

Die anfällige Dreierkette musste der FCA-Coach Enrico Maaßen kurz darauf ohnehin umbauen. Jeffrey Gouweleeuw musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden (27.). Nur drei Minuten später vergrub Carlos Gruezo sein Gesicht im Trikot, während er humpelnde den Platz verlies. Ruben Vargas und Arne Maier kamen für die beiden Verletzten ins Spiel.

Ob durch die Umstellung oder die beiden Spielunterbrechungen: Der offensive Flow der Bochumer war nach den Auswechslungen verschwunden. Die Folge: Kaum noch Torszenen auf beiden Seiten. Es dauerte bis zur Nachspielzeit der ersten Hälfte, als ein Schuss von Simon Zoller nur knapp am langen Pfosten vorbeirauschte.

Berisha verschießt Elfmeter

Die Partie kam auch nach Wiederanpfiff nur langsam in die Gänge, bis Antwi-Adjei wieder einmal vor dem Tor des FCA auftauchte. Und diesmal sah die gesamte Augsburger Defensive nicht gut aus. Im Mittelfeld konnte Konstantinos Stafylidis völlig unbedrängt zum Pass ansetzen. An dessen langen Ball schlugen sowohl Reece Oxford als auch Robert Gumny vorbei, bevor Antwi-Adjeis Schuss zwischen Gikiewiczs Beinen Flipper spielte und schließlich im Tor landete (58.).

Und es sollte noch dicker für den FCA kommen: Nur eine Minute später entschied der Schiedsrichter auf Handspiel vom VfL Bochum, doch Mërgim Berisha hämmerte den Ball nur an die Oberseite der Latte (61.). Der mögliche Weckruf verpuffte.

Dreierwechsel soll für Schlussoffensive sorgen

Augsburg kam nur noch selten vor das Bochumer Tor. Und wenn es doch einmal klappte, machte es die FCA-Offensive unnötig kompliziert. Hackentricks, Fallrückzieher - der direkte Weg zum Tor wurde nur selten gesucht. Mit einem Dreierwechsel wollte Maaßen noch einmal ein Zeichen für die Schlussoffensive setzen (75.), doch zeigte er damit auch seine Verzweiflung. Helfen sollte es aber nichts mehr.

"Wir hatten einen guten Start, dann zwei Verletzte Spieler. Danach waren wir fast tot, ohne Plan. So verlierst du das Spiel", sagte Gikiewicz. Mit 15 Punkten aus 15 Spielen geht der FC Augsburg in die WM-Pause. Die einzig positive Nachricht ist, dass die Verletzten somit genug Zeit haben, um sich auszukurieren.

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