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Eisschnelllauf: Ärger um einbehaltene WM-Prämien | BR24

© picture-alliance/dpa

Claudia Pechstein

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    Eisschnelllauf: Ärger um einbehaltene WM-Prämien

    Im deutschen Eisschnelllauflager brodelt es unmittelbar vor dem Saisonstart. Der Grund: Der Verband hat WM-Prämiengelder zurückbehalten, die eigentlich den Topläufern zustehen. Das Geld soll nun anderweitig verwendet werden.

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    Claudia Pechstein spricht von einem Verstoß gegen das Fairplay, Nico Ihle wundert sich über die Art der Kommunikation. Zwei Tage vor dem Start der Eisschnelllauf-Saison mit den deutschen Meisterschaften in Inzell gibt es Ärger über vom Verband nicht ausgezahlte WM-Prämien eines japanischen Ausrüsters.  

    "Jeder Mensch weiß: Leistung muss sich lohnen. Im Sport gilt das auch. Wenn die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) meint, diesen Grundsatz aufheben zu müssen, dann sollte sie das kommunizieren, bevor der Rotstift angesetzt wird", beschwerte sich Claudia Pechstein. "Alles andere ist ein grober Verstoß gegen das Fairplay und dürfte auch nicht rechtmäßig sein", fügte die fünfmalige Olympiasiegerin, die in Pyeongchang ihre siebten Winterspiele erleben möchte, hinzu.

    "Man will gerecht entlohnt werden"

    Betroffen von den einbehaltenen und anderweitig verwendeten Geldern sind neben der 45-jährigen Pechstein die weiteren deutschen Medaillengewinner der Weltmeisterschaften 2017, Nico Ihle und Patrick Beckert. "Ich wusste zwar ursprünglich gar nicht, dass es solche Prämien gibt, weil ich ja zuvor noch nie eine WM-Medaille gewonnen habe. Man will aber gerecht entlohnt werden", sagte Sprint-Vizeweltmeister Nico Ihle. "Ich bin der Meinung, so etwas hätte man vorher mit uns besprechen müssen. Dann hätte man damit leben können. Das aber im Nachhinein festzulegen, finde ich schwach", beklagte sich der Chemnitzer.

    DESG-Präsidentin Stefanie Teeuwen verteidigte die Entscheidung: "Manchmal wünsche ich mir, dass verdienstvolle Athleten auch mal was zurückgeben", sagte sie. Die Gelder würden nun "für die Zukunftssicherung" eingesetzt, heißt es. "Im Rahmen der Absicherung von zahlreichen Zahlungsverpflichtungen aus der Neuausrichtung des Verbandes", habe man sich so entschieden.