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Corona-Ticker: Frankfurter Buchmesse soll im Herbst stattfinden | BR24

© picture alliance/Silas Stein/dpa

Das Logo der Frankfurter Buchmesse auf einem Wegweiser auf dem Messegelände.

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    Corona-Ticker: Frankfurter Buchmesse soll im Herbst stattfinden

    Die Frankfurter Buchmesse soll in diesem Herbst trotz Corona-Pandemie stattfinden. Geplant sei, die Bücherschau vom 14. bis 18. Oktober 2020 auf dem Messegelände, dezentral in der Stadt und virtuell stattfinden zu lassen. Die News im Corona-Ticker.

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    17.45 Uhr: Frankfurter Buchmesse soll trotz Corona stattfinden

    Die Frankfurter Buchmesse soll trotz der Corona-Pandemie zum geplanten Termin vom 14. bis 18. Oktober stattfinden. Die Messe solle auf dem Messegelände, dezentral in der Stadt Frankfurt und zeitgleich virtuell stattfinden, erklärt der Veranstalter. Grundlage sei ein detailliertes Gesundheits- und Hygienekonzept. Die Frankfurter Buchmesse erwarte Aussteller aus ganz Europa und, abhängig von den dann geltenden Reisebeschränkungen, dem internationalen Ausland. Details zur Programmplanung würden Ende Juni bekannt geben. Normalerweise zieht die Messe rund 300.000 Besucher und über 7.500 Aussteller aus mehr als 100 Ländern an. Sie gilt als weltgrößte Buchmesse.

    16.20 Uhr: Gutschein-Lösung für ausgefallene Pauschalreisen beschlossen

    Die Bundesregierung hat die freiwillige Gutscheinlösung für in der Corona-Krise abgesagte Pauschalreisen auf den Weg gebracht. Das Bundeskabinett beschloss in seiner Sitzung am Mittwoch einen entsprechenden Gesetzentwurf. Künftig sollen Reiseanbieter und Reisebüros Kunden für vor dem 8. März gebuchte Reisen, die wegen der Pandemie entfielen, anstelle der unverzüglichen Erstattung der Vorauszahlung auch Gutscheine in entsprechendem Wert anbieten können. Der Reisende könne dann entscheiden, ob er den Gutschein annimmt. Reisende, die den Gutschein ablehnen, behalten demnach ihren sofortigen Kostenerstattungs-Anspruch. Die Gutscheine würden zudem bis zur vollen Höhe der Erstattungsbeträge staatlich abgesichert. Werde der Gutschein nicht bis spätestens Ende 2021 eingelöst, müsse der Wert in der Höhe des ursprünglichen Reisepreises unverzüglich ausgezahlt werden.

    16.05 Uhr: Europäisches Konjunkturprogramm von 750 Milliarden Euro soll durch neue Steuern finanziert werden

    EU-Ratspräsident Charles Michel hat den Vorschlag für ein 750 Milliarden Euro schweres europäisches Konjunkturprogramm begrüßt und eine Einigung der EU-Staaten noch vor der Sommerpause angemahnt. Der von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vorgelegte Plan sei ein wichtiger Schritt, schrieb Michel am Mittwoch auf Twitter. Dieser werde Thema beim EU-Gipfel am 19. Juni, kündigte er an. Ob sich die Staats- und Regierungschefs dann treffen oder per Video konferieren, ist nach Angaben aus EU-Kreisen noch nicht entschieden. Von der Leyen will mit ihrem Programm 500 Milliarden Euro als nicht rückzahlbare Zuwendungen und 250 Milliarden Euro als Kredite in den wirtschaftlichen Wiederaufbau nach der Corona-Krise geben. Finanziert werden soll das über Schulden im Namen der Europäischen Union, die bis 2058 über den EU-Haushalt abbezahlt werden müssen.

    15.55 Uhr: Aufsichtsrat der Lufthansa stimmt gegen Corona-Hilfspaket

    Der Aufsichtsrat der Fluggesellschaft hat am Mittwoch die Entscheidung zur Annahme des staatlichen Rettungspakets über neun Milliarden Euro vertagt. Als Grund nannte das Unternehmen in Frankfurt mögliche Auflagen der EU-Kommission, die bei einer Staatshilfe die Start- und Landerechte an verschiedenen Flughäfen überprüfen könnte. Damit würde die Drehkreuzfunktion an den Heimatflughäfen Frankfurt und München geschwächt, argumentieren die Aufsichtsräte und wollen die möglichen Folgen sowie Alternativszenarien prüfen. Hierfür ist bislang allein eine Insolvenz in Eigenverwaltung als so genanntes Schutzschirmverfahren genannt worden. Der Aufsichtsrat nannte aber das Rettungspaket über den staatlichen Wirtschaftsstabilisierungsfonds WSF die «einzig gangbare Alternative» zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit.

    15.35 Uhr: Kanzlerin Merkel sieht Deutschland weiter "am Anfang der Pandemie"

    Deutschland steht nach Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel immer noch am Anfang der Pandemie, da es weiter weder Impfstoff noch Medikament zur Behandlung gibt. "Aber wir haben eine bessere Kontrolle gewonnen", sagt Merkel nach Beratungen mit den Regierungschefs der ostdeutschen Bundesländer in Berlin. Es gelte weiterhin, "sehr sorgsam und sehr achtsam" zu sein. Den Vorstoß des thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow für eine weitgehende Lockerung der Kontaktbeschränkungen kritisierte die Bundeskanzlerin. "Die Botschaften waren schon etwas zweideutig. Ich finde, dass der Mindestabstand eine Verpflichtung ist." Merkel betonte, sie habe auch eine "modifizierte Sicht" auf die Frage, ob es die Politik etwas angehe, was in privaten Wohnungen passiere. Wenn dort Partys auf engstem Raum bei geschlossenen Fenstern gefeiert würden, "dann ist die Gefahr vielleicht größer."

    15.20 Uhr: Schweiz lockert Einschränkungen zur Corona-Eindämmung

    Ab 30. Mai wird die Obergrenze für Personenansammlungen im öffentlichen Raum auf 30 von fünf Personen angehoben. Ab 6. Juni sind dann öffentliche und private Veranstaltungen mit bis zu 300 Personen wieder erlaubt, Theater, Kinos und andere Freizeiteinrichtungen dürfen öffnen und Sportveranstaltungen stattfinden. Für Restaurantbetriebe fällt die Beschränkung auf Vier-Personen-Gruppen. Zur Bedingung wird gemacht, dass es Schutzkonzepte gibt und Personenkontakte nachverfolgt werden können, wenn die Distanzregeln nicht eingehalten werden können.

    15.05 Uhr: Bahn soll bis zu 30 Milliarden Euro Schulden machen dürfen

    Union und SPD wollen der Deutschen Bahn eine deutlich höhere Verschuldung erlauben, um die Folgen der Corona-Krise zu bewältigen. Der Haushaltsausschuss des Bundestages soll am Mittwoch auf Antrag der Koalitionsfraktionen die bisherige Schuldenobergrenze für das staatliche Unternehmen um fünf Milliarden Euro auf bis zu 30 Milliarden Euro anheben, welche nach Entwurfsunterlagen bis 31. Dezember 2020 befristet wird. Für die Folgejahre solle im vierten Quartal 2020 eine neue Entscheidung des Ausschusses "über den künftigen Schuldenbegrenzungs-Mechanismus herbeigeführt werden", heißt nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters. Die Bahn will wegen der Corona-Krise in diesem Jahr bis zu acht Milliarden Euro Schulden machen. Dies geht aus einer Vorlage für den Aufsichtsrat hervor, über die Reuters am Dienstag berichte hatte. Würde dieser Rahmen ausgeschöpft, stiege die Gesamtverschuldung auf um die 30 Milliarden Euro.

    14.40 Uhr: Entwicklungsminister Müller hält an Lieferkettengesetz fest

    Trotz Kritik aus der Wirtschaft steht Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) zum geplanten Lieferkettengesetz, das Sozial- und Umweltverstöße bei ausländischen Zulieferern eindämmen soll. Schon jetzt sei erkennbar, dass der Versuch einer freiwilligen Selbstverpflichtung gescheitert sei, sagte Müller am Mittwoch bei der Regierungsbefragung im Bundestag. Das in Aussicht gestellte Gesetz soll deutsche Unternehmen dafür verantwortlich machen, dass Lieferanten im Ausland soziale und ökologische Mindeststandards einhalten. Missstände wie Kinderarbeit und Hungerlöhne - etwa in Textilfabriken in Bangladesch - sollen so unterbunden werden. Müller wies die Befürchtung zurück, dass deutsche Unternehmen dadurch über Gebühr belastet würden.

    14.10 Uhr: ifo-Institut hält Corona-Staatshilfe noch über Jahre für nötig

    Der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, erwartet, dass viele Unternehmen wegen der Corona-Krise noch lange Zeit Hilfe vom Staat brauchen. Man befinde sich gerade in der zweiten Phase der Krise, in der die Wirtschaft langsam wieder anlaufe. Doch die Umsätze blieben weiter hinter den Erwartungen zurück. Deswegen seien die meisten Betriebe, vor allem kleinere und mittelständische, auch längerfristig auf Unterstützung vom Staat angewiesen, sagte Fratzscher am Mittwoch im Inforadio vom rbb. "Wir haben schon vor zwei Monaten (...) als Wirtschaftsforscher gesagt, dass die wirtschaftliche Leistung im günstigsten Fall in zwei Jahren da wieder sein wird, wo sie Ende 2019 Anfang 2020 war."

    13.40 Uhr: Leopoldina empfiehlt Weiterentwicklung des Gesundheitssystems

    Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina empfiehlt eine Weiterentwicklung des Gesundheitssystems. "Die Pandemie-Situation hat eine Reihe von Stärken und Schwächen des deutschen Gesundheitssystems offengelegt", heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme der Wissenschaftler. Die Krise habe gezeigt, dass in einem Gesundheitssystem grundsätzlich nicht die gleichen wirtschaftlichen Maßstäbe angelegt werden können wie in der freien und wettbewerbsorientierten Wirtschaft. Für eine bessere Ausstattung der Gesundheitseinrichtungen bedürfe es gesellschaftlicher Wertschätzung, eines angemessenen Gehalts sowie guter Arbeits- und Ausbildungsbedingungen. Zudem müsse das Fallpauschalen-System weiterentwickelt werden, damit Fehlanreize korrigiert und vermieden werden.

    12.45 Uhr: Frankreich verbietet Behandlung von Covid-19 mit Hydroxychloroquin

    In Frankreich dürfen Covid-19-Erkrankte nicht mehr mit der Malaria-Arznei Hydroxychloroquin behandelt werden. Einen entsprechenden Erlass veröffentlichte die Regierung am Mittwoch, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Zuvor hatten Frankreichs Hoher Rat für öffentliche Gesundheit und die Behörde für Arzneimittelsicherheit ANSM von der Behandlung mit dem Medikament abgeraten und die Aussetzung entsprechender klinischer Studien eingeleitet.

    Seit Ende März durften in Frankreich Patientinnen und Patienten mit schweren Covid-19-Verläufen unter strenger ärztlicher Aufsicht mit der Malaria-Arznei behandelt werden. Diese Ausnahmeregelung wurde nun gekippt.

    12.20 Uhr: Brüssel schlägt Corona-Wiederaufbauplan von 750 Milliarden Euro vor

    Die EU-Kommission schlägt einen Wiederaufbaufonds von 750 Milliarden Euro gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise vor. Dies teilte der italienische EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni am Mittwoch im Kurznachrichtendienst Twitter mit. Er sprach von einem "europäischen Durchbruch", um eine Krise ohne Beispiel zu bewältigen.

    Das besonders von der Virus-Krise betroffene Italien solle 82 Milliarden Euro an Zuschüssen erhalten und 91 Milliarden Euro in Form von Darlehen, sagten mit der Sache vertraute Personen. Demnach soll Spanien 77 Milliarden Euro an Zuschüssen bekommen und 63 Milliarden Euro über Kredite, die zurückgezahlt werden müssen.

    11.20 Uhr: Österreichs Kanzler will "Phase der Eigenverantwortung"

    Österreichs Kanzler Sebastian Kurz will in der Corona-Krise zeitnah in eine "Phase der Eigenverantwortung" eintreten. In dieser soll es dann weniger, aber dafür sehr klare Regeln im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus geben, sagte der 33-Jährige in Wien. Details will der konservative Politiker am Freitag bekannt geben. Ziel sei es, dass "so viel Freiheit und Hausverstand wie nur irgendwie möglich" wieder in den Alltag einkehren können. Das Gesundheits- sowie das Innenministerium arbeiten laut Kurz derzeit an einem Konzept.

    11.18 Uhr: Großes Corona-Risiko in Flüchtlingsheimen

    Die Zahl der Corona-Infektionen in Flüchtlingsheimen steigt in Deutschland weiter an. Laut einer Studie unter Leitung des Forschers Kayvan Bozorgmehr von der Uni Bielefeld, die der Wochenzeitung "Die Zeit" vorab vorliegt, verbreitet sich das Virus in Asylunterkünften ähnlich schnell wie auf Kreuzfahrtschiffen. Zu den am stärksten betroffenen Bundesländern zählt Bayern, wo mitunter je mehr als tausend Asylbewerber in sogenannten Anker-Zentren untergebracht sind. Laut Bayerischem Innenministerium haben sich dort bislang 1.486 Menschen in Asylunterkünften mit Corona infiziert.

    11.04 Uhr: Experte: Starker Anstieg der Schwarzarbeit wegen Corona

    Schwarzarbeit in Deutschland dürfte wegen der Corona-Pandemie nach Einschätzung von Experten bis Ende des Jahres deutlich zunehmen. Der Ökonom Friedrich Schneider, der mit dem Institut für angewandte Wirtschaftsforschung in Tübingen regelmäßig eine Prognose abgibt, rechnet in diesem Jahr mit Schwarzarbeit im Umfang von rund 344 Milliarden Euro, wie die "Augsburger Allgemeine" berichtet. Im Februar seien die Experten noch von 322 Milliarden Euro ausgegangen. Schneider erklärt dies so: Wenn die Lage am Arbeitsmarkt gut sei, Mitarbeiter händeringend gesucht würden und die Wirtschaft wachse, sinke die Schwarzarbeit. "Aktuell ist die Wirtschaft eingebrochen, und die Leute versuchen, sich neben der Kurzarbeit etwas dazuzuverdienen oder wenn sie arbeitslos sind, ihr Einkommen aufzubessern."

    10.59 Uhr: Landeskirche verliert 95 Millionen Euro Kirchensteuern

    Die Evangelische Landeskirche in Bayern verliert wegen der Corona-Pandemie 95 Millionen Euro Kirchensteuern. Die Einnahmen gehen von geplanten 791,6 Millionen auf 696,6 Millionen zurück, wie die Landeskirche am Mittwoch in München mitteilte. Darum hat der Landeskirchenrat nun einen Nachtragshaushalt beschließen müssen. "Die Landeskirche wird das Jahr 2020 mit einem Defizit von 131 Mio. Euro abschließen", hieß es in einer Mitteilung.

    10.50 Uhr: SPD pocht bei Konjunkturpaket auf Kinderbonus

    Bei den geplanten Milliardenhilfen des Bundes zur Wirtschaftsbelebung nach der Viruskrise pocht die SPD auf einen Kinderbonus und Entlastungen für die Kommunen. Ihr Parlamentarischer Geschäftsführer Carsten Schneider forderte am Mittwoch einen Bonus von 300 Euro pro Kind für alle Familien unabhängig von deren Einkommen. "Das ist ganz gezielt ein Nachfrageimpuls", sagte Schneider in der Annahme, dass die meisten Familien das Geld direkt ausgäben. Zudem habe die Stabilisierung der Kommunalfinanzen zentrale Bedeutung, da in den Gemeinden zwei Drittel der Investitionen veranlasst würden. Der erwartete Einbruch ihrer Gewerbesteuereinnahmen um etwa 11,8 Milliarden Euro solle daher von Bund und Ländern ersetzt werden.

    10.49 Uhr: Zypern übernimmt Kosten für positiv getestete Touristen

    Zypern übernimmt laut einer Ankündigung der Regierung die Kosten von Menschen, die während eines Urlaubsaufenthalts auf der Insel positiv auf das Coronavirus getestet werden. Die Regierung werde die Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Arznei von Covid-19-Patienten und ihrer Familie tragen, hieß es. Die Patienten müssten nur die Taxifahrt zum Flughafen und den Rückflug selbst zahlen. Ein Krankenhaus mit 100 Betten sei ausschließlich für positiv getestete Urlauber aus dem Ausland reserviert, 112 intensivmedizinische Behandlungsplätze mit 200 Beatmungsgeräten würden für Patienten in kritischem Zustand vorgehalten.

    10.30 Uhr: Ein Fünftel der Wähler glaubt an Corona-Täuschungen

    Jeder fünfte Wahlberechtigte in Deutschland meint, dass Politik und Medien die Gefährlichkeit des Coronavirus bewusst übertreiben, um die Öffentlichkeit zu täuschen. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage von Infratest-dimap im Auftrag des NDR-Medienmagazins "Zapp" hervor. Der These stimmen besonders viele AfD-Anhänger zu (54 Prozent) sowie Personen, die Social-Media-Plattformen aktiv nutzen (31 Prozent).Von den rund 1.000 befragten über 18-Jährigen halten 68 Prozent die öffentlich-rechtlichen Medien in der Berichterstattung über Corona für glaubwürdig. Dahinter folgen Printmedien mit 42 Prozent, der private Rundfunk mit 23 Prozent und Social-Media-Plattformen mit 7 Prozent."Die Umfrageergebnisse zeigen, dass es insgesamt ein relativ hohes Vertrauen der meisten Menschen gerade in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und seine Informationsangebote und auch in Zeitungen gibt", sagte der Mainzer Journalismus-Professor Tanjev Schultz dem NDR. Allerdings gebe es eine klare Kluft zwischen den Anhängern der AfD und dem Rest der Bevölkerung.

    10.23 Uhr: Ärzte in Guatemala warnen vor bevorstehendem Kollaps

    Ärztinnen und Ärzte in Guatemala haben in einem Brief an die Regierung des mittelamerikanischen Landes vor einem bevorstehenden Zusammenbruch des Gesundheitswesens wegen der Ausbreitung des Coronavirus gewarnt. "Wir stehen vor einem totalen Kollaps", schrieb das medizinische Personal des Krankenhauses San Jan de Dios angesichts der Auslastung mit Covid-19-Patienten laut einem Bericht der Tageszeitung "Prensa". Laut offiziellen Angaben gibt es in Guatemala bislang rund 3.500 Covid-19-Infektionen.

    09.55 Uhr: Frankreichs Wirtschaft dürfte um ein Fünftel einbrechen

    Der französischen Wirtschaft droht wegen der Corona-Krise ein historischer Konjunktureinbruch. Für das laufende zweite Quartal zeichne sich ein Rückgang des Bruttoinlandsproduktes von 20 Prozent im Vergleich zu den vorangegangenen drei Monaten ab, wie das Statistikamt Insee am Mittwoch in Paris mitteilte. Damit würde sich der Abschwung erheblich verschärfen: Im ersten Quartal war die nach Deutschland zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone um 5,8 Prozent geschrumpft. Für das Gesamtjahr rechnen die Statistiker mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung von acht Prozent.

    09.55 Uhr: Spahn will seinen Sommerurlaub in Bayern verbringen

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verbringt seinen Sommerurlaub in Bayern. "Mein Sommerurlaub wird dieses Jahr in Bayern sein, da war der Markus Söder offensichtlich besonders überzeugend", sagte Spahn der "Augsburger Allgemeinen". Die Überzeugungsarbeit per Dauerwerbung des bayerischen CSU-Ministerpräsidenten für sein Bundesland lobte er dabei aber laut der Zeitung mit einem Augenzwinkern. Ausschlag für die Urlaubsplanung gab demnach mehr die Natur. "Ich komme ja aus dem Münsterland - bei uns ist alles flach, und der Münsterländer freut sich, wenn er mal ein paar Berge sieht", sagte Spahn.

    09.40 Uhr: Restaurantchef aus Leer weist Vorwürfe zurück

    Nach mehreren Corona-Infektionen in einem Restaurant im Kreis Leer hat der Gaststättenbetreiber die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen. Bei der Wiedereröffnungsveranstaltung im Restaurant "Alte Scheue" habe es sich am 15. Mai nicht um eine private Party gehandelt. Es seien seitens des Betreibers alle Voraussetzungen erfüllt worden, die gemäß Paragraf 6 der niedersächsischen Corona-Verordnung vorgeschrieben seien, hieß es in einer schriftlichen Erklärung der Rechtsanwälte des Restaurantbetreibers. Nach aktueller Kenntnis hätten offenbar bereits drei Gäste vor dem Abend Symptome gezeigt, die auf eine Covid-19-Infektion hindeuteten. Diese seien im Nachhinein auch positiv getestet worden.

    09.16 Uhr: EZB-Direktorin: Geldpolitische Lockerung möglich

    Die Europäische Zentralbank (EZB) könnte in der Corona-Krise ihre bereits sehr expansive Geldpolitik weiter lockern. Sollte dies erforderlich sein, sei die EZB bereit, all ihre Instrumente einzusetzen, sagte die deutsche EZB-Direktorin Isabel Schnabel der Zeitung "Financial Times". Das Interview wurde am Mittwoch auf der Internetseite der EZB veröffentlicht. Das Corona-Notprogramm PEPP, unter dem die EZB bis zum Jahresende Wertpapiere über 750 Milliarden Euro kaufen will, könnte sowohl im Umfang als auch in der Zusammensetzung angepasst werden, bekräftigte Schnabel.

    08.50 Uhr: Weltweit mehr als 5,5 Millionen Infektionen

    Weltweit sind inzwischen mehr als 350.000 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Mehr als drei Viertel der insgesamt 350.196 Todesopfer wurden in Europa und den USA verzeichnet, wie aus einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage von Behördenangaben hervorgeht. Die Zahl der weltweit nachgewiesenen Infektionen stieg bis Mittwoch auf mehr als 5,5 Millionen.

    08.46 Uhr: Manfred Weber erwartet rasche Einigung auf EU-Hilfen

    Der EVP-Fraktionschef im Europäischen Parlament, Manfred Weber, hofft auf eine Einigung über EU-Haushalt und Corona-Fonds noch vor der Sommerpause. "Ich glaube, dass der Kompromiss gar nicht so weit weg ist", sagt der CSU-Politiker im Deutschlandfunk. Was die EU-Kommission heute vorlege, sei ein "großer Schritt" hin zu diesem Kompromiss. Er gehe davon aus, dass eine schnelle Einigung möglich sei. "Vor der Sommerpause täte es uns gut, wenn die Wirtschaft Klarheit hat."

    08.34 Uhr: Mehr als 150.000 Corona-Infektionsfälle in Indien

    In Indien gibt es seit jetzt mehr als 150.000 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Die Zahl der Fälle stieg nach Angaben des Gesundheitsministeriums innerhalb von 24 Stunden um 6.387 - abermals ein Rekordwert - auf 151.767. Die Zahl der bestätigten Todesopfer in Verbindung mit dem Virus stieg um 170 auf 4.337. Insgesamt 64.426 Erkrankte seien inzwischen wieder genesen, hieß es.

    08.18 Uhr: FDP warnt vor Pleitewelle bei Bus-Unternehmen

    Vor den bundesweiten Demonstrationen von Bus-Unternehmen wegen der Corona-Krise hat die FDP vor einer Pleitewelle in der Branche gewarnt. "Viele traditionsreiche Familienunternehmen der Bustouristik stehen unmittelbar vor dem wirtschaftlichen Kollaps", sagte der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Oliver Luksic, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Durch Corona fehlen der Branche jegliche Einnahmen und auch der Neustart für Busreisen erfolgt unter erschwerten Bedingungen", sagte Luksic weiter. Die von der Corona-Krise schwer getroffenen Bus-Unternehmen planen für heute deutschlandweit Kundgebungen.

    08.09 Uhr: Menschenrechtler: Gefahr durch Covid-19 im Gefängnis

    Häftlinge, Strafvollzugsbeamte und deren Familien sind durch Covid-19 weltweit massiven Gefahren ausgesetzt. Davor hat die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) in New York gewarnt. Nach einer Auswertung weltweiter Medienberichte wurde zuletzt die Entlassung von rund 580.000 Gefängnisinsassen in 80 Ländern ermöglicht, in vielen Fällen jedoch nicht durchgeführt. Zudem entspreche diese Zahl lediglich fünf Prozent der weltweit rund 11 Millionen inhaftierten Personen. In 125 Ländern seien Gefängnisse darüber hinaus überbelegt. In den USA etwa seien 20.000 Inhaftierte und 6.400 Gefängnismitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden, so HRW. Über 300 Betroffene seien gestorben. Das Marion Correctional Institute im US-Bundesstaat Ohio habe mit über 80 Prozent eine der höchsten Infektionsraten der Welt. In Lateinamerika seien tausende Infektionen und mindestens 160 Todesfälle bekannt.

    07.57 Uhr: Ungarn: Corona-Vollmachten sollen am 20. Juni enden

    Die ungarische Regierung hat die Aufhebung jener umstrittenen Sondervollmachten eingeleitet, die sie während der Corona-Pandemie erhalten hatte. Einen diesbezüglichen Gesetzesvorschlag reichte der stellvertretende Ministerpräsident Zsolt Semjen am Dienstag kurz vor Mitternacht im Parlament ein. Nach Behandlung der Vorlage im Parlament und ihrer Billigung würden Gefahrennotstand und Sondervollmachten voraussichtlich am 20. Juni enden, schrieb Justizministerin Judit Varga auf ihrer Facebook-Seite. Der rechts-nationale Ministerpräsident Viktor Orban hatte sich Ende März vom Parlament mit umfassenden Vollmachten ausstatten lassen, um die Corona-Pandemie bekämpfen zu können. Der Schritt war international und von der heimischen Opposition heftig kritisiert worden.

    06.58 Uhr: Québec will Cirque du Soleil mit Millionendarlehen helfen

    Die kanadische Provinz Québec will dem durch die Corona-Krise in große finanzielle Nöte geratenen Cirque du Soleil unter die Arme greifen. Die Provinzregierung will der legendären Zirkustruppe ein Darlehen in Höhe von umgerechnet bis zu 182 Millionen Euro zahlen, wie der Wirtschaftsminister von Québec, Pierre Fitzgibbon, mitteilte. Wegen des Coronavirus hat der Cirque de Soleil seine weltweit 44 Shows ausgesetzt. 4.679 Mitarbeiter und damit 95 Prozent aller Angestellten wurden in den Zwangsurlaub geschickt.

    06.34 Uhr: Corona-Ausbruch in Logistikzentrum in Südkorea

    Südkorea verzeichnet den stärksten Tagesanstieg von Corona-Infektionen seit 49 Tagen. 40 neue Fälle seien hinzugekommen, teilt das Zentrum für Seuchenkontrolle KCDC mit. Am Vortag seien es 19 gewesen. Im Fokus steht der Ausbruch in einem Logistikzentrum in Bucheon westlich von Seoul, das von der Online-Handelsfirma Coupang betrieben wird und seit Montag geschlossen ist. Mindestens 36 Corona-Infektionen sind laut KCDC inzwischen auf diesen Ausbruch zurückzuführen. Etwa 3.600 Menschen würden nun getestet. Insgesamt hat Südkorea nunmehr 11.265 Infektionen bestätigt.

    06.13 Uhr: Indien empfiehlt Einsatz von Hydroxychloroquin

    Trotz der Warnung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor möglichen Gesundheitsrisiken beim Einsatz von Hydroxychloroquin gegen die Coronavirus-Infektion ist das Mittel jetzt in Indien offiziell für den Kampf gegen die Pandemie empfohlen worden. Die oberste biomedizinische Forschungseinrichtung des Landes erklärte am Dienstag, indische Studien hätten ergeben, dass Hydroxychloroquin "keine größeren Nebenwirkungen" habe. Die WHO hatte am Montag bekanntgegeben, ihre klinischen Tests von Hydroxychloroquin wegen Sicherheitsbedenken vorübergehend gestoppt zu haben. Die Entscheidung sei aufgrund einer Studie gefallen, wonach eine Behandlung mit dem Mittel möglicherweise die Sterblichkeitsrate erhöht.

    06.05 Uhr: Frankreich startet Corona-App "StopCovid" nach Pfingsten

    Frankreich will in der kommenden Woche eine eigene Corona-Warn-App namens "StopCovid" starten. Heute stellt die Regierung die Pläne vor, anschließend ist eine Parlamentsdebatte geplant. Mit dem deutschen System dürfte die App nicht kompatibel sein, wie Kritiker bemängeln. Anders als Deutschland hat sich Frankreich für eine zentrale Software-Lösung entschieden. Das bedeutet, dass die Daten auf zentralen Server gespeichert werden und nicht nur auf den jeweiligen Nutzerhandys. Das ist problematisch, weil Zehntausende Grenzgänger oder später auch Urlauber voraussichtlich erst einmal nicht von der Alarmfunktion profitieren können. Im französischen Grenzgebiet zu Deutschland gab es seit März sehr viele Coronavirus-Fälle und die Krankenhäuser dort waren überlastet.

    05.46 Uhr: Ethiker Dabrock: Große Bedenken bei Immunitätsausweis

    Der Theologe und frühere Ethikratsvorsitzende Peter Dabrock hat Bedenken gegen einen Ausweis zum Nachweis der Immunität beim Coronavirus. Man müsse damit rechnen, dass sich insbesondere Jüngere bewusst anstecken wollten, um in den Genuss von Freiheiten zu kommen, sagte Dabrock in einem Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd). Dann drohe nicht nur für das Individuum, sondern bei einem größeren Ausmaß von Infektionen für die ganze Gesellschaft "ein Riesenproblem". «Sehr schnell könnten die Kapazitäten im Gesundheitswesen knapp werden», sagte der Sozialethiker: "Die Folge wären fürchterliche Triageszenarien."

    Der evangelische Theologieprofessor war vier Jahre Vorsitzender des Ethikrats und schied nach den maximal möglichen zwei Amtsperioden in diesem Jahr aus dem Gremium aus. Am Donnerstag kommt der neu zusammengesetzte Ethikrat erstmals zu einer Sitzung in Berlin zusammen. In seinen ersten Beratungen dürfte es auch um den Immunitätsausweis gehen.

    05.17 Uhr: 362 Neuinfektionen und 47 Todesfälle in Deutschland

    Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts für Infektionskrankheiten (RKI) um 362 auf 179.364. Binnen 24 Stunden sind 47 weitere Menschen an den Folgen der Virusinfektion gestorben. Die Gesamtzahl der Todesfälle in Deutschland beläuft sich demnach laut RKI auf 8.349.

    05.01 Uhr: Tobias Hans: Infektionsschutz soll Ländersache bleiben

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder stößt mit seiner Überlegung auf Widerstand, Kompetenzen für den Infektionsschutz von den Ländern auf den Bund zu verlagern. Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) sagt den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerk Deutschland": "Weil wir bislang sehr gut durch die Krise kommen, sehe ich keine Veranlassung für Änderungen." Der Föderalismus habe "gerade in der Krise bewiesen, agiler zu sein als zentrale Strukturen". Das Saarland und Bayern hätten beispielsweise als erstes Schulen geschlossen und Ausgangsbeschränkungen erlassen. Durch diese Schnelligkeit hätten sie Maßstäbe in der Pandemie gesetzt als viele noch zögerten. Söder hatte am Dienstag kritisiert, dass die Bundesländer unterschiedlich mit der Corona-Krise umgingen. Dies schwäche das Vertrauen der Bürger in den Staat. Der Bund müsse daher beim Infektionsschutz mehr Kompetenzen erhalten.

    05.00 Uhr: Fast 300.000 Anträge auf Pflege-Bonus in Bayern

    Inzwischen haben fast 300 000 Pflegerinnen und Pfleger sowie Rettungskräfte Anträge auf den wegen der Corona-Krise gewährten Pflege-Bonus gestellt. "In mehr als 50 000 Fällen konnten schon Bewilligungsbescheide verschickt werden", teilte Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml (CSU) der Deutschen Presse-Agentur mit. Um die Antragsflut zu bewältigen, stellt das Landesamt für Pflege nach Angaben seines Präsidenten Markus Schick zusätzliche Kräfte ein.

    Den bayerischen Corona-Pflegebonus können bis Ende Juni unter anderem Pflegerinnen und Pfleger in Krankenhäusern, Rehabilitationskliniken, stationären Senioren-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen sowie ambulanten Pflegediensten stellen. Auch Rettungssanitäter, Rettungsassistenten, Notfallsanitäter und nichtärztliche Einsatzkräfte im Rettungsdienst profitieren von der Einmalzahlung. Sie beträgt bei Beschäftigten mit einer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von mehr als 25 Stunden 500 Euro, ansonsten 300 Euro.

    04.00 Uhr: Spahn hat Verständnis für Alleingänge der Bundesländer

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zeigt Verständnis für Alleingänge der Bundesländer bei den Lockerungen der Corona-Beschränkungen. "Das Ziel haben wir gemeinsam, die Zahl der Neuinfektionen zu reduzieren und im Griff zu behalten, aber die unterschiedlichen Lagen erlauben dann natürlich auch eine unterschiedliche Herangehensweise", sagt der CDU-Politiker in einem Interview mit der Zeitung "Augsburger Allgemeine".

    03.30 Uhr: Japan plant billionenschweres zweites Rettungspaket

    Japans Regierung wird neue Hilfen in Höhe von rund 1,3 Billionen Dollar zur Finanzierung japanischer Unternehmen zur Verfügung stellen. In einem zweiten zusätzlichen Nachtragshaushalt soll der Rettungsschirm für die von den wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie betroffen Unternehmen am Mittwoch verabschiedet werden, sagt Premierminister Shinzo Abe.

    02.33 Uhr: Mexiko: Starker Anstieg bei Todesfällen

    Mexiko registriert binnen 24 Stunden den bislang größten Anstieg an Todesfällen und Neuinfektionen seit dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus in dem Land. Die Zahl der Todesfälle steigt um 501 auf 8.134. Auch die Zahl der bestätigten Neuinfektionen lag mit 3.455 auf einem Rekordhoch. Insgesamt sind jetzt74.560 Personen mit dem Virus infiziert, teilte die Gesundheitsbehörde mit. Einen Tag zuvor verzeichnete Mexiko 239 Todesfälle.

    01.39 Uhr: Brasilien: 16.324 Neuinfektionen und 1.039 Todesfälle

    Das brasilianische Gesundheitsministerium meldet 1.039 weitere Todesfälle. Damit sind in dem lateinamerikanischen Land nach offiziellen Angaben 24.512 Menschen an den Folgen von Covid-19 gestorben. Die Zahl der Infektionen in Brasilien steigt laut Gesundheitsministerium um 16.324 auf 391.222.

    Mittwoch 27. Mai 2020

    23.40 Uhr: Corona-Maßnahmen in Kalifornien gelockert

    Kalifornien lockert allmählich seine Auflagen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. In den meisten Bezirken des US-Staats könnten Frisörläden ab sofort wieder öffnen, gab Gouverneur Gavin Newsom am Dienstag bekannt. Die Lockerungen betreffen 47 der 58 Bezirke in Kalifornien, die grünes Licht für eine raschere Wiederaufnahme von wirtschaftlichen Aktivitäten bekommen haben. Los Angeles County und die Bezirke in der San Francisco Bay Area gehören nicht dazu.

    21.35 Uhr: Sorge über rasanten Anstieg der Corona-Fälle in Südamerika

    Die Panamerikanische Gesundheitsorganisation (Paho) hat sich besorgt über die Entwicklung der Corona-Pandemie in Teilen Südamerikas geäußert: Die Verbreitung des Virus scheine sich in Brasilien, Peru und Chile "weiter zu beschleunigen". Die Paho fungiert als Regionalbüro der Weltgesundheitsorganisation. Insbesondere die Lage in Brasilien sei alarmierend, da die wöchentliche Zunahme der Corona-Infektionen in der vergangenen Woche den höchsten Stand seit Beginn der Pandemie erreicht habe.

    Insgesamt wurden in Lateinamerika bislang fast 800.000 Corona-Fälle verzeichnet. 143.000 Menschen starben. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen liegt höher als in Europa oder den USA. Lateinamerika habe sich "ohne Zweifel" zu einem Epizentrum der Corona-Pandemie entwickelt, erklärte die Paho.

    19.50 Uhr: Reiseerleichterungen noch nicht fix

    Nach Protesten der CSU verschiebt die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge die Entscheidung über Reiseerleichterungen in Europa. Entgegen den ursprünglichen Plänen stehe das Thema am morgigen Mittwoch nun nicht mehr auf der Tagesordnung des Kabinetts. Stattdessen solle sich das Kabinett in seiner nächsten Sitzung am 3. Juni mit dem Thema beschäftigen. Außenminister Heiko Maas (SPD) beabsichtigt, die seit Mitte März geltende weltweite Reisewarnung für Touristen ab dem 15. Juni für europäische Staaten aufzuheben und durch Hinweise zu einzelnen Ländern zu ersetzen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte von einem "einseitigen Vorgehen" des Außenministers gesprochen und gefordert, die Koalition müsse sich zunächst grundsätzlich mit dem Thema befassen. Auch Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte laut Redaktions Netzwerk Deutschland in der Regierung Vorbehalte geltend gemacht. Die CSU befürchtet, durch mehr Reisemöglichkeiten könne eine erneute Infektionswelle mit dem Coronavirus befördert werden. Bis Mitte Juni hat das Auswärtige Amt eine weltweite Reisewarnung ausgesprochen.

    18.45 Uhr: Bund und Länder verlängern Kontaktbeschränkung bis 29. Juni 2020

    Bund und Länder haben sich grundsätzlich darauf verständigt, dass die Kontaktbeschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie bis zum 29. Juni verlängert werden. Dazu gehört, dass sich maximal zehn Menschen oder Angehörige zweier Haushalte in der Öffentlichkeit treffen dürfen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen in Berlin und Thüringen erfuhr. Zuvor hatte bereits Reuters über die Einigung berichtet. Thüringen hält sich bei neuen Kontaktbeschränkungen allerdings einen Sonderweg offen, ebenso andere Länder.

    18.15 Uhr: Niederlande pochen auf Alternative zu Merkel-Macron-Plan

    In der Debatte um das deutsch-französischen Konzept für einen EU-Wiederaufbaufonds warnen die Niederlande vor einer Vergemeinschaftung von Schulden. Hilfen dürften nicht als Zuschuss, sondern nur als Kredit an die besonders von der Corona-Krise betroffenen Staaten gezahlt werden, sagt der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte nach Gesprächen mit dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet. Laschet erklärt, er habe bereits seine Unterstützung für den deutsch-französischen Plan deutlich gemacht.

    17.10 Uhr: Putin lässt verschobene Militärparade in Moskau nachholen

    Die wegen der Corona-Krise verschobene Militärparade auf dem Roten Platz in Moskau wird nach den Worten von Präsident Wladimir Putin nun am 24. Juni stattfinden. Der Aufmarsch sollte eigentlich bereits am 9. Mai an den Sieg der Sowjetunion über Nazi-Deutschland und das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 75 Jahren erinnern. Verteidigungsminister Sergej Schoigu sei angewiesen, bei den Vorbereitungen auf die Einhaltung höchster Sicherheitsstandards zu achten.

    16.32 Uhr: Saudi-Arabien öffnet Moscheen für Freitagsgebete

    Saudi-Arabien öffnet die Moscheen wieder für die Freitagsgebete. Die Gläubigen dürften die Gotteshäuser 20 Minuten vor den Gebeten betreten und müssten sie spätestens 20 Minuten danach verlassen, berichtet das staatliche Fernsehen unter Berufung auf das Ministerium für Islamische Angelegenheiten. Saudi-Arabien hatte zuletzt eine Lockerung der Corona-Beschränkungen angekündigt. Die Pilgerreise Hadsch, die Millionen Menschen aus aller Welt jedes Jahr absolvieren, darf vorerst aber weiter nicht stattfinden.

    16.20 Uhr: Südtirol bietet Touristen Gratis-Coronatest

    Beim Werben um Urlauber will Südtirol Touristen künftig Gratis-Tests auf das Coronavirus anbieten. Das Angebot sei nicht verpflichtend, sondern "ein Service", sagte Landeshauptmann Arno Kompatscher dem Radiosender Rai 1. Dabei ginge es sowohl um Antikörper-Bluttests als auch um PCR-Tests. Erwogen wird, die Tests in Hotelangebote zu integrieren.

    15.22 Uhr: Montenegro erklärt sich als erstes europäisches Land coronavirusfrei

    Montenegro hat sich als erstes europäisches Land frei vom Coronavirus erklärt. Geplant sei nun die Öffnung seiner Grenzen für eine Reihe europäischer Länder, aber nicht für den Nachbarn Serbien, wie aus einer Erklärung von Ministerpräsident Dusko Markovic hervorgeht. Am 1. Juni können demnach Bürger aus Ländern wieder nach Montenegro einreisen, in denen auf 100.000 Einwohner höchstens 25 Covid-19-Patienten kommen. Das seien derzeit Kroatien, Slowenien, Österreich, Deutschland, Polen, Tschechien, Ungarn, Albanien und Griechenland, sagte Markovic. Die serbische Regierung reagierte verärgert darauf, dass Markovic das Nachbarland nicht erwähnte.

    15.19 Uhr: Ungarn beendet am 20. Juni Ausnahmezustand

    Ungarn wird den Ausnahmezustand voraussichtlich am 20. Juni beenden, wie Justizministerin Judit Varga via Facebook mitteilt.

    14.59 Uhr: Landesamt: 46.745 Coronavirus-Fälle in Bayern und 2.419 Tote

    In Bayern sind inzwischen 46.745 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind 2.419 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Dienstag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Homepage mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 42.100 Menschen.

    14.52 Uhr: Sechs von zehn EU-Bürgern melden Finanzprobleme wegen Corona

    Wegen der Corona-Krise sehen sich sechs von zehn Bürgern in der Europäischen Union in finanziellen Schwierigkeiten. Dies geht aus einer Umfrage im Auftrag des Europaparlaments hervor. Befragt wurden mehr als 21.000 Menschen in 21 EU-Staaten. 30 Prozent von ihnen meldeten Einkommensverluste, 23 Prozent sind nach eigenen Angaben von Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit betroffen, 14 Prozent haben Probleme, Miete, Rechnungen oder Kredite zu begleichen. Jeder zehnte Befragte gab an, Familie oder Freunde um Hilfe gebeten zu haben. Drei Prozent der Befragten sahen sich vor dem Bankrott.

    14.46 Uhr: Söder stellt nach den Sommerferien Regelbetrieb in den Schulen in Aussicht

    Ab 1. Juli sollen laut Ministerpräsident Söder alle Kinder in Bayern wieder in ihre Betreuungseinrichtungen sowie ihre Schulen gehen können. Zugleich stellte er in Aussicht, dass nach den Sommerferien wieder der ganz normale Regelbetrieb aufgenommen werden könne. Falls dies aufgrund der Infektionszahlen nicht möglich sei, müsse man weiterhin Maßnahmen ergreifen, so Söder am Dienstag in München nach einer Kabinettssitzung. Wenn man nicht wisse, was einen erwarte, sei es klüger, Schritt für Schritt zu gehen, statt ins Ungewisse zu springen.

    14.40 Uhr: Portugal verhandelt mit Briten über Luftbrücke für Touristen

    Portugal und Großbritannien verhandeln Insidern zufolge über eine Luftbrücke für Touristen. Damit sollen britische Urlauber um eine Quarantäne nach ihrer Rückkehr aus den Ferien herumkommen, heißt es aus portugiesischen Kreisen. In Großbritannien gilt ab dem 8. Juni für alle Einreisenden - auch Briten - eine zweiwöchige Quarantäne. Britische Touristen gehören zu den Haupteinnahmequellen der portugiesischen Reisewirtschaft. Das südeuropäische Land ist mit lediglich 1.330 bestätigten Corona-Fällen deutlich weniger stark von der Pandemie betroffen als viele andere europäische Staaten.

    14:22 Uhr: Corona-Massentests an bayerischen Schlachthöfen zeigen nur wenige Infizierte

    Bei Corona-Reihenuntersuchungen an allen 51 großen Schlachthöfen in Bayern sind bislang nur wenige Infektionen festgestellt worden. "Mittlerweile liegen Testergebnisse für mehr als 5.100 Mitarbeiter an 46 großen bayerischen Schlachthöfen vor, darunter waren nur zehn weitere positiv", sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Dienstag in München. Die restlichen Tests würden im Laufe dieser Woche abgeschlossen und ausgewertet.

    Huml erklärte: "Die bisher vorliegenden Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass kein erneuter Lockdown für die Allgemeinbevölkerung in einer der betroffenen Regionen notwendig ist, um diese zu schützen." Denn die möglichen Kontaktpersonen ließen sich aufgrund der überschaubaren Anzahl an Infizierten gezielt ermitteln.

    Nachdem bei einer Firma im niederbayerischen Bogen mehrere Mitarbeiter mit Sars-CoV-2 infiziert waren, hatten die Behörden an diesem Betrieb - aber auch den 50 weiteren Schlachthöfen im Freistaat - Massentests angeordnet. In Bogen waren laut Ministerium bislang 92 Mitarbeiter positiv getestet worden. Bundesweit hatte es bei mehreren Firmen zahlreiche infizierte Mitarbeiter gegeben.

    13.42 Uhr: Söder lehnt radikalen Kurswechsel in Corona-Politik ab

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder lehnt einen deutlichen Kurswechsel wie in Thüringen ab. "Wir halten das für ein fatales Signal", sagt der CSU-Chef. Bayern werde das nicht unterstützen. "Wer glaubt, Corona verschwindet langsam, ist im besten Falle naiv", so Söder. "Corona bleibt tödlich." Söder sprach sich strikt gegen Lockerungen wie ein Aufheben der Maskenpflicht aus. Man müsse nicht nur die Vernünftigen vor den Unvernünftigen schützen, sondern auch die Unvernünftigen vor sich selbst. Im Freistaat seien die Zahlen zuletzt stabil gewesen. "Wir wollen diese Stabilität nicht gefährden." Für eine Entwarnung sei es zu früh.

    13.35 Uhr: Freibäder und Fitnessstudios in Bayern dürfen am 8. Juni öffnen

    Freibäder und andere Sportangebote wie Fitnessstudios und Tanzschulen dürfen in Bayern am 8. Juni wieder öffnen. Das hat das Kabinett am Dienstag in München beschlossen. Öffnen dürfen dann Freibäder und Außenanlagen von Badeanstalten, also etwa Außenbereiche von Schwimmbädern, Kureinrichtungen und Hotels. Innenbereiche von Schwimmbädern müssen dagegen geschlossen bleiben.

    Erlaubt wird dann auch wieder das Training von Mannschaftssportarten - wobei der Outdoor-Trainingsbetrieb in Gruppen von bis zu 20 Menschen zulässig ist. Auch Indoor-Sportstätten dürfen wieder öffnen. Für "kontaktlos ausführbare Sportarten im Freien" ist laut Kabinettsbeschluss der Wettkampfbetrieb wieder zulässig. Tanzschulen dürfen ebenfalls am 8. Juni wieder öffnen, für kontaktlosen Tanz sowie für Paartanz mit einem festen Tanzpartner.

    13.30 Uhr: Mehr als 5,5 Millionen Infektionen weltweit

    Weltweit haben sich mittlerweile mehr als fünfeinhalb Millionen Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Das geht aus den Zahlen der Johns-Hopkins-Universität hervor. Den Daten zufolge hat sich die Zahl der Neuinfektionen innerhalb eines Monats verdoppelt. Innerhalb der letzten zehn Tage kamen fast eine Million bestätigter Fälle hinzu. Die meisten Infektionen entfallen dabei nach wie vor auf Europa und die USA.

    13.18 Uhr: Corona-Reihentests für Bayerns Sozialberufe

    Alle Mitarbeiter, Patienten und Bewohner in Bayerns Kliniken, Pflege- und Altenheimen werden künftig regelmäßig auf Corona-Infektionen getestet. Das hat das Kabinett am Dienstag in München beschlossen. Es gebe jetzt hier eine klare Priorität, gleichzeitig bleibe es aber bei Tests auf freiwilliger Basis, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach der Sitzung. Auch das Personal in Kindergärten und Schulen soll künftig mehr Möglichkeiten für freiwillige Tests erhalten, dadurch werde sich die "Akzeptanz für Schulen und Kindergärten deutlich erhöhen".

    13.16 Uhr: Theater, Kino und Konzerte in Bayern ab 15. Juni wieder möglich

    Theater und Kinos in Bayern dürfen unter strengen Hygiene- und Abstandsauflagen ab dem 15. Juni wieder öffnen. Auch Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen sollen dann wieder möglich sein, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach einer Kabinettssitzung in München sagte.

    13.04 Uhr: Verstoß gegen Mindestabstand darf in Berlin nicht mehr mit Bußgeld geahndet werden

    Der Berliner Verfassungsgerichtshof hat den Bußgeldkatalog für Verstöße gegen Corona-Bestimmungen teilweise außer Kraft gesetzt. Betroffen ist das Bußgeld für Verstöße gegen das Mindestabstandsgebot und das Gebot, physisch soziale Kontakte auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Diese Formulierungen seien zu unbestimmt, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Beschluss des höchsten Berliner Gerichts (VerfGH 81 A/20 vom 20. Mai). Bürger könnten so nicht klar erkennen, welche Handlung oder Unterlassung bußgeldbewehrt sei. Dies könne gerade rechtstreue Bürger veranlassen, sich in ihren Grundrechten noch weiter zu beschränken, als es erforderlich wäre, um keine Ordnungswidrigkeit zu begehen.

    Bei Verstößen gegen die genannten zwei Gebote können nun zunächst keine Bußgelder mehr erhoben werden. Andere Bußgelder, beispielsweise bei Verstößen gegen Hygieneregeln oder Obergrenzen bei Versammlungen, gelten indes weiter.

    Im Bußgeldkatalog zur Corona-Eindämmungsverordnung des Landes sind Sanktionen von bis zu 25.000 Euro bei Verstößen gegen unterschiedlichste Beschränkungen vorgesehen. Bei Verstößen gegen das Mindestabstandsgebot von 1,5 Metern zu haushaltsfremden Personen im öffentlichen Raum etwa wurden bislang bis zu 500 Euro fällig.

    12.42 Uhr: Tschechien, Slowakei und Ungarn ermöglichen Kurzreisen untereinander

    Tschechien und die Slowakei haben sich auf einen eingeschränkten Grenzverkehr untereinander geeinigt. Darauf habe er sich mit seinem Gegenüber Igor Matovic verständigt, schrieb der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis bei Twitter. Auch Ungarn schließe sich der Gruppe an. Voraussetzung sei, dass die Reisenden innerhalb von 48 Stunden in ihr Heimatland zurückkehren. Sie müssten dann weder einen negativen Coronavirus-Test vorlegen noch sich einer häuslichen Quarantäne unterziehen. Die Regelung gelte ab Mittwoch. Für andere Ausländer, auch Deutsche, gilt derzeit noch ein weitgehender Einreisestopp für diese Länder.

    12.36 Uhr: Erste Jugendherbergen in Bayern eröffnen zu Pfingsten

    Zum Beginn des Pfingstwochenendes werden die ersten Jugendherbergen in Bayern wieder geöffnet. Zunächst sollen 30 Häuser den Betrieb wieder aufnehmen, bis Ende August sollen die übrigen der 58 Jugendherbergen folgen, wie der Landesverband mitteilte. Für die Wiedereröffnung gebe es umfassendes Sicherheits- und Hygienekonzept. Unter anderem sollen die Besucher zu gestaffelten Zeiten zum Essen kommen. Mehrbettzimmer werden nur im Rahmen der aktuellen Kontaktbeschränkungen belegt.

    12.28 Uhr: Auszubildende sollen bei Insolvenz Unternehmen wechseln können

    Regierung und Wirtschaftsverbände wollen die Auswirkungen der Pandemie auf die duale Ausbildung in Deutschland gering halten. "Mit einer Prämie für Betriebe, die Auszubildende aus insolventen Betrieben übernehmen, setzen wir einen wichtigen Impuls, damit Jugendliche eine bereits begonnene Ausbildung auch in der Corona-Krise erfolgreich zum Abschluss bringen können", so Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier.

    12.20 Uhr: Corona-Untersuchungsausschuss im Landtag scheitert mangels Unterstützung

    Die AfD findet im Landtag keine Unterstützung für einen Corona-Untersuchungsausschuss. Alle anderen im Landtag vertretenen Fraktionen lehnten einen entsprechenden Untersuchungsausschuss ab. Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD, Christoph Maier, warf den anderen Parteien eine "Verweigerung der parlamentarischen Aufklärungsarbeit" vor. Die AfD wollte die - aus ihrer Sicht - rechtswidrigen und überzogenen Corona-Maßnahmen untersuchen. Zur Einsetzung eines Untersuchungsausschusses bedarf es der Unterstützung eines Fünftels der Landtagsabgeordneten, die AfD allein reicht dafür nicht.

    12.13 Uhr: Britischer Staatssekretär tritt wegen Chefberater Cummings zurück

    Aus Protest gegen das Verhalten des britischen Regierungsberaters Dominic Cummings in der Corona-Krise ist Staatssekretär Douglas Ross zurückgetreten. Cummings Interpretation der Ausgangsbeschränkungen könnten die meisten Menschen, die die Regeln der Regierung befolgen, nicht nachvollziehen, schrieb Rossan Premierminister Boris Johnson. "Ich habe Wähler, die sich nicht von ihren Liebsten verabschieden konnten, Familien die nicht zusammen trauern konnten, Menschen, die nicht ihre kranken Verwandten besuchten, weil sie die Regeln der Regierung befolgten", so der Staatssekretär für Schottland. Er könne doch nicht allen sagen, sie lägen falsch und Cummings richtig. Cummings hatte zuvor Vorwürfe, er habe Ausgangsbeschränkungen mit einer Reise zu seinen Eltern ignoriert, strikt zurückgewiesen. Er bedaure sein Verhalten nicht und habe auch nie einen Rücktritt in Erwägung gezogen.

    11.56 Uhr: Geburtskirche in Bethlehem wieder geöffnet

    Nach fast dreimonatiger Schließung wegen der Corona-Pandemie ist die Geburtskirche in Bethlehem seit heute wieder geöffnet. Die Kirche steht an der Stelle, an der nach christlicher Überlieferung Jesus geboren wurde. Sie zieht üblicherweise Zehntausende Besucher und Gläubige pro Jahr an, nicht zuletzt an den Osterfeiertagen. Weil die Kirche am 5. März nach Auftreten der ersten bekannt gewordenen Coronavirus-Fälle im Westjordanland geschlossen wurde, blieb es dieses Jahr an Ostern ungewohnt ruhig. Der griechisch-orthodoxe Bischof Theophylaktos nannte die Wiedereröffnung einen Festtag für Bethlehem.

    11.31 Uhr: Schweden äußert sich skeptisch zu Merkel/Macron-Plan

    Schweden sieht für eine Erholung der Wirtschaft mehr Chancen in einem funktionierenden EU-Binnenmarkt als in einem Wiederaufbaufonds. "Jeder Schritt, den wir unternehmen, muss mit einem vollständig funktionierenden Binnenmarkt für alle Waren kombiniert werden", sagte Finanzministerin Magdalena Andersson vor Journalisten. Schweden unterstütze eine Rolle der EU bei Hilfen zur Erholung der Wirtschaft. Doch die von Deutschland und Frankreich vorgeschlagene Summe von 500 Milliarden Euro sei "sehr hoch" und müsse diskutiert werden. Deutschland und Frankreich plädieren zusätzlich zum EU-Haushalt für einen Fonds über 500 Milliarden Euro, der Zuschüsse auszahlen soll.

    11.22 Uhr: Zunahme häuslicher Gewalt wegen Corona-Maßnahmen

    Die Gewalt gegen Frauen und Mädchen hat laut Menschenrechtsorganisationen in Europa wegen der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie deutlich zugenommen. Schon vor der Krise habe jede fünfte Frau häusliche Gewalt erlitten, erklärten Amnesty International, Women's Link Worldwide und der internationale Familienplanungs-Dachverband IPPF. Ausgangssperren und Abschottungsmaßnahmen erhöhten das Risiko von Missbrauch innerhalb der Familien. Daten zeigten einen alarmierenden Anstieg in mehreren Ländern, erklärten die Organisationen.

    11.13 Uhr: Frankreich will Hilfen für Autobranche "massiv ausweiten"

    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat der angeschlagenen Autoindustrie des Landes umfassende Hilfe zugesagt: Der Staat werde seine "Unterstützung massiv ausweiten", schrieb der Staatschef im Kurzbotschaftendienst Twitter. Im Gespräch sind unter anderem Kaufprämien für Hybrid- oder Elektrofahrzeuge. Details wollte Macron am Nachmittag bekannt geben (gegen 16.30 Uhr). Die Corona-Krise habe die Branche "brutal" zum Stillstand gebracht, schrieb Macron weiter. Tausende Arbeitsplätze stünden auf dem Spiel. Der Präsident hat für Dienstag zu einem Autogipfel in den Elysée-Palast eingeladen.

    11.09 Uhr: Mehr als 47.000 Covid-19-Tote in Großbritannien

    In Großbritannien sind mittlerweile mehr als 47.000 Menschen gestorben, die an Covid-19 erkrankt waren. Das nationale Statistikamt ONS teilt mit, dass bis zum 15. Mai in England und Wales 42.173 Menschen starben, bei denen der Verdacht auf die vom Coronavirus ausgelöste Atemwegserkrankung bestand. Zusammen mit früheren Daten aus Schottland und Nordirland sowie den jüngsten Angaben aus englischen Krankenhäusern ergeben sich insgesamt 47.343 Todesfälle.

    11.05 Uhr: Spanien für EU-weite Verständigung über Grenzöffnungen

    Die spanische Außenministerin hat sich für ein gemeinsames europäisches Vorgehen zur Wiedereröffnung der Grenzen ausgesprochen. Die EU-Mitglieder sollten sich darüber verständigen, wie die Reisefreiheit im Schengenraum wiederhergestellt werde und definieren, welche Länder außerhalb dieses Raums als sicher für Reisen gelten sollten, sagte Außenministerin Arancha González Laya. Spanien könne es kaum erwarten, wieder Touristen im Land zu begrüßen, doch lege es dabei Wert auf "Gesundheit, Nachhaltigkeit und Sicherheit", sagte González Laya. Die Branche trägt zwölf Prozent zum spanischen Bruttoinlandsprodukt bei.

    10.58 Uhr: Bahn will 2020 bis zu acht Milliarden Schulden machen

    Die Deutsche Bahn will wegen der Corona-Krise in diesem Jahr bis zu acht Milliarden Euro Schulden machen. Dies geht aus einer Vorlage für den Aufsichtsrat hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag vorlag. Würde dieser Rahmen ausgeschöpft, stiege die Gesamtverschuldung des Konzerns auf um die 30 Milliarden Euro. Der bisher vom Haushaltsausschuss des Bundestags verhängte Schuldendeckel ist damit hinfällig. "Vor dem Hintergrund der aktuellen Umsatzausfälle sowie anstehender Rückzahlungen von Anleihen ist die Aufnahme weiterer Gelder kurzfristig erforderlich", heißt es in dem Papier. Die Bahn wollte es nicht kommentieren.

    10.57 Uhr: Slowenien öffnet seine Grenzen für Urlauber aus der EU

    Das EU- und Urlaubsland Slowenien öffnet seine Grenzen für Urlauber und Geschäftsreisende aus den anderen EU-Ländern. Eine entsprechende Verordnung, die am Dienstag in Kraft tritt, erließ die Regierung am Abend zuvor, berichtete die slowenische Nachrichtenagentur STA. Die Regelung gilt auch für EU-Bürger, die eine Immobilie in Slowenien besitzen. Die betroffenen Personen können ohne Auflagen wie den Vorweis eines Corona-Tests oder Quarantänepflichten nach Slowenien einreisen und sich dort aufhalten. Urlauber müssen jedoch mit Einschränkungen bei ihren Reisevergnügen rechnen. So ist es zum Beispiel in Slowenien erlaubt, im Meer zu baden, am Strand zu liegen ist jedoch verboten. Für Urlauber ist es ratsam, sich vorher genau über die Coronaregeln vor Ort zu informieren, egal wohin sie reisen.

    10.46 Uhr: Kramp-Karrenbauer: "Hände weg vom Mindestlohn"

    CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat sich gegen Pläne in der Unionsfraktion für Einschnitte beim Mindestlohn gewandt. In der Corona-Krise bräuchten Unternehmen Spielraum und Liquidität zum Investieren, schrieb Kramp-Karrenbauer über den Kurzbotschaftendienst Twitter. "Darüber reden wir beim Konjunkturpaket." Sie betonte zugleich: "Aber für die CDU ist klar: Nicht auf dem Rücken der Arbeitnehmer. Deshalb: Hände weg vom Mindestlohn."

    10.12 Uhr: Rekordanstieg bei Totenzahlen in Russland

    In Russland sind 174 weitere Menschen gestorben, bei denen das Coronavirus nachgewiesen wurde. Das sind so viele innerhalb von 24 Stunden wie nie zuvor. Die Gesamtzahl der Todesopfer steigt damit nach Behördenangaben auf 3.807. Zudem seien 8.915 Neuinfektionen registriert worden. Damit haben sich bislang 362.342 Menschen in Russland nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt.

    08.31 Uhr: Trotz Wiedereröffnung: Umsatz der Restaurants bricht ein

    Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband spricht nach einer Umfrage unter den Gastronomen von einer dramatischen Lage der heimischen Restaurantbesitzer und fordert einen Rettungsfonds für die Branche. Rund 82 Prozent der befragten Betriebe gehen demnach davon aus, dass unter den Corona-bedingten Auflagen kein wirtschaftliches Handeln möglich sei. So habe fast jedes dritte Restaurant (31,9 Prozent) einen Umsatz zwischen 25 und 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gemeldet. 29,1 Prozent der Betriebe kämen lediglich auf einen Umsatz zwischen 10 und 25 Prozent der Vorjahreswerte. Und 17,3 Prozent der Betriebe erzielen sogar weniger als 10 Prozent der Normalumsätze. Nur bei 21,8 Prozent der Befragten lagen die Umsatzverluste bei weniger als 50 Prozent. 

    08.04 Uhr: Konsumklima nach historischem Corona-Tief leicht erholt

    Das Konsumklima in Deutschland hat sich nach dem Schock der Corona-Pandemie im Vormonat wieder ganz leicht erholt. Den Konsumklimaindex legte das Nürnberger Konsumforschungsinstitut GfK für Juni bei minus 18,9 Punkten fest - 4,1 Punkte mehr als noch in der Prognose für den Mai. Dies sei aber noch immer der zweitniedrigste Wert, der jemals für das Konsumklima in Deutschland gemessen wurde, teilten die Konsumforscher vom GfK mit.

    07.43 Uhr: Kontaktbeschränkungen wohl bis 29. Juni in Deutschland

    Die Bundesregierung plant laut "Bild"-Zeitung eine Verlängerung der Kontaktbeschränkungen bis zum 29. Juni. Das Blatt beruft sich auf einen Entwurf, der von den Ländern noch abgesegnet werden muss. Danach sollen sich im öffentlichen Raum maximal zehn Menschen oder Angehörige zweier Hausstände treffen können. Die Zahl der Besucher in der eigenen Wohnung solle nicht mehr beschränkt werden, allerdings müssten genügend Platz zur Einhaltung der Abstandsregeln und ausreichend Frischluft zur Verfügung stehen. Ein Regierungssprecher sagt dazu: "Die Gespräche laufen noch. Wir wollen den Gesprächen nicht vorgreifen."

    07.29 Uhr: Erneuter Anstieg der Infektionszahlen in Indien

    Indien hat den siebten Tag in Folge einen Rekordanstieg der Zahl neuer Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Dienstag infizierten sich weitere 6.535 Menschen, die Gesamtzahl lag demnach bei 145.380 Fällen. 4.167 Menschen seien in Verbindung mit dem Virus gestorben.

    07.23 Uhr: Deutsche Post bietet Mitarbeitern Coronavirus-Test an

    Die Deutsche Post will mehreren Tausend Angestellten die Möglichkeit geben, sich auf das Coronavirus testen zu lassen. "Wir werden deutlich mehr als 10 000 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen anbieten, sich vorsorglich auf Covid-19 testen zu lassen, dies vor allem in größeren Betriebsstätten", sagte Vorstand Tobias Meyer der "Rheinischen Post". Die Tests sollten systematisch von Betriebsärzten in ausgewählten Betriebsstätten - darunter Paketzentren und Briefverteilzentren - gemäß einer Risikoeinstufung durchgeführt werden.

    06.55 Uhr: Virologe: Bars und Clubs sind Corona-Hotspots

    Partygänger müssen vermutlich noch lange darauf warten, wieder auszugehen. Denn in Clubs, Bars und Discos finde das Coronavirus perfekte Bedingungen für eine schnelle Verbreitung, sagte der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) der Deutschen Presse-Agentur. Es ist eng, man schwitzt, schreit einander mit geringem Abstand ins Ohr - "das ist genau dieses Szenario, bei denen es in anderen Ländern bereits zu massenhaften Ansteckungen gekommen ist. Das sind die Viren-Hotspots - gerade für das Coronavirus." Dagegen seien Kindergärten und Schulen deutlich weniger risikobehaftet.

    06.28 Uhr: Starke Ausbreitung des Coronavirus in Chile

    Die Ausbreitung des Coronavirus nimmt in dem südamerikanischen Land stark zu. Innerhalb von 24 Stunden wurden 4.895 neue Infektionsfälle verzeichnet, wie die Gesundheitsbehörden mitteilten. Dies ist die bisher höchste Zahl von Neuinfektionen im Land. Ferner wurden 43 weitere Todesfälle registriert. Auch zwei Minister sind mit dem Coronavirus infiziert. Energieminister Juan Carlos Jobet und der Minister für öffentliche Arbeiten, Alfredo Moreno, teilten mit, positiv auf den Erreger getestet worden zu sein. Die Gesamtzahl der verzeichneten Infektionsfälle in Chile stieg auf 73.997, die Zahl der Todesopfer der Pandemie auf 761. In der Hauptstadt Santiago gilt seit Mitte Mai eine strikte Ausgangssperre.

    06.00 Uhr: Zwei deutsche Impfstoffe kurz vor klinischer Studie

    Der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Prof. Klaus Cichutek, sieht zwei weitere deutsche Impfstoff-Forschungsprojekte "nahe an der klinischen Prüfung". Vielversprechend sei ein Präparat der Firma CureVac aus Tübingen und ein Impfstoff des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung. In der RTL/ntv-Sendung "Frühstart" sagte Cichutek, er rechne damit, dass "in wenigen Wochen die nächste klinische Prüfung vom Paul-Ehrlich-Institut genehmigt werden kann". Bislang hat nur die Firma BioNTech aus Mainz eine Genehmigung erhalten. Das Paul-Ehrlich-Institut ist für die Zulassung von Impfstoffen in Deutschland zuständig.

    05.01 Uhr: Messebauer befürchten Massenentlassungen

    Angesichts des monatelangen Verbots für Messen und Großveranstaltungen rechnet die Branche mit einer großen Entlassungswelle. "Noch bevor Messen wieder durchgeführt werden können, werden weite Teile der Veranstaltungsbranche insolvent sein", sagte der Geschäftsführer des Fachverbands Messe- und Ausstellungsbau (Famab), Jan Kalbfleisch, der Deutschen Presse-Agentur. Nach rund vier Monaten ausgefallener Messen und Veranstaltungen drohe im Juni eine große Kündigungswelle, weil vielen Betrieben die Liquidität ausgehe. Nach Schätzungen des Verbandes könnten 250.000 Menschen betroffen sein.

    05.00 Uhr: Aufhebung der Reisewarnung für 31 Länder ab 15. Juni

    Die Bundesregierung will die weltweite Reisewarnung für Touristen ab dem 15. Juni für 31 Staaten aufheben, wenn die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie es zulässt. Neben den 26 Partnerländern Deutschlands in der Europäischen Union gehören dazu das aus der EU ausgetretene Großbritannien und die vier Staaten des grenzkontrollfreien Schengenraums, die nicht Mitglied in der EU sind: Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein. Das geht aus dem Entwurf für ein Eckpunktepapier mit dem Titel "Kriterien zur Ermöglichung des innereuropäischen Tourismus" hervor, der möglicherweise bereits am Mittwoch im Kabinett beschlossen werden soll und der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

    04.51 Uhr: RKI: 432 Neuinfektionen und 45 weitere Todesfälle

    Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts für Infektionskrankheiten (RKI) um 432 auf 179.002. Binnen 24 Stunden sind 45 weitere Menschen an den Folgen der Virusinfektion gestorben. Die Gesamtzahl der Todesfälle in Deutschland beläuft sich damit laut RKI auf 8.302.

    03.45 Uhr: Unionspolitiker wollen Mindestlohn senken

    Wegen der Corona-Krise fordern Wirtschaftspolitiker der Union im Bundestag, den Mindestlohn in Deutschland abzusenken oder zumindest eine Erhöhung im kommenden Jahr auszusetzen. Diese Empfehlung an die Mindestlohnkommission findet sich in einem "Wachstumsprogramm für Deutschland" der AG Wirtschaft und Energie, das der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Auch das "Handelsblatt" berichtete über das sechsseitige Papier. Der gesetzliche Mindestlohn wurde zuletzt im Januar auf aktuell 9,35 Euro erhöht.

    03.01 Uhr: Mexiko: 2.485 Neuinfektion und 239 weitere Todesfälle

    Mexiko meldet 2.485 Neuinfektionen und 239 weitere Todesfälle. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums erhöht sich damit die Gesamtzahl der Coronavirus-Fälle auf 71.105, die Zahl der an den Folgen der Lungenerkrankung verstorbenen Menschen steigt auf 7.633. Eine am Montag veröffentlichte Analyse unabhängiger Forscher zeigt im Vergleich zum Vorjahr neben den offiziell bestätigten Coronavirus-Todesfällen einen Anstieg der Todesrate in Mexikos Hauptstadt. Gemäß der Studie könnte die festgestellte Übersterblichkeit in Höhe von 8.072 Verstorbenen auf unentdeckte Coronavirus-Tode hinweisen.

    02.28 Uhr: Drastischer Rückgang von Facharztbesuchen seit März

    In der Hochphase der Corona-Pandemie in Deutschland ist die Zahl der Facharztbesuche massiv zurückgegangen. In einer bundesweiten Umfrage des NDR äußerten Vertreter von Berufsverbänden, Kassenärztlichen und Kassenzahnärztlichen Vereinigungen die Sorge, der Ausfall von Terminen könne zu teils lebensbedrohlichen Verschlechterungen der Gesundheit der Patienten geführt haben. Kardiologen und Onkologen melden für ihre Patienten, die in der Regel zu einer Risikogruppe gehören, Rückgänge der Termine zwischen 30 und 50 Prozent. Zahnärzte verzeichnen sogar ein Minus von bis zu 80 Prozent. Bei vielen Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen nahmen die Anfragen laut der NDR Umfrage um bis zu 50 Prozent ab. Besonders stark war der Rückgang Mitte März bis Anfang Mai, als viele den Gang zum Arzt aus Sorge über eine Corona-Infektion mieden.

    02.25 Uhr: Bundesverband fordert: Bordelle wieder öffnen

    Der Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen verlangt, die in der Corona-Krise verfügten Schließungen aller Prostitutionsstätten wieder aufzuheben. Eine weitere Schließung der Bordelle und ein Verbot der Prostitution seien durch nichts gerechtfertigt, heißt es in einem Offenen Brief an 16 Bundestagsabgeordnete, die jüngst sogar ein generelles Sexkaufverbot gefordert hatten. Im Gegenteil müsse es angesichts der eingedämmten Pandemie auch der Prostitutionsbranche ermöglicht werden, "wieder Einnahmen zu generieren und den Kunden einen guten Service zu bieten, der menschlich, stabilisierend und für sie insbesondere in Corona-Zeiten existenziell ist", heißt es in dem Schreiben. Man habe, wie andere Branchen auch, dazu ein entsprechendes Hygienekonzept erarbeitet und der Politik vorgelegt.

    01.01 Uhr: Deutlich mehr Krankmeldungen in der Corona-Krise

    Der Techniker Krankenkasse (TK) zufolge haben sich im März so viele Arbeitnehmer krank gemeldet wie seit 20 Jahren nicht mehr. Wie eine Auswertung der Kasse, die der Funke Mediengruppe vorliegt, zeigt, lag der Anteil krankgeschriebener Beschäftigter bei 6,84 Prozent. Der Höchststand im vergangenen Jahr lag den Angaben zufolge bei 5,30 Prozent. Als Grund für die Krankschreibung wurden vor allem Erkältungskrankheiten genannt, hieß es. Der Chef der TK, Jens Baas, vermutet, dass ein großer Anteil des überdurchschnittlich hohen Krankenstandes mit präventiven Krankmeldungen aufgrund der Corona-Pandemie zu erklären ist.

    00.51 Uhr: USA: Einreisebeschränkungen aus Brasilien vorverlegt

    Die US-Regierung legt den Beginn der Einreisebeschränkungen für Nicht-US-Bürger aus Brasilien auf einen früheren Termin. Die Regelung trete nun ab dem 26. Mai 23.59 Uhr amerikanische Ostküstenzeit in Kraft und nicht erst ab dem 28. Mai, teilt das Weiße Haus mit. Brasilien zählt nach den USA weltweit die meisten Coronavirus-Fälle.

    26. Mai 2020

    21.30 Uhr: Britische Regierung lockert Pandemie-Maßnahmen

    In England dürfen im Juni zahlreiche Geschäfte öffnen. Das hat Premierminister Boris Johnson angekündigt. Kunden dürfen dann unter anderem wieder Bekleidungsgeschäfte, Möbelläden, Fachgeschäfte für Elektronik oder Bücher, Auktionshäuser und Schneidereien aufsuchen.

    Schon davor dürfen auf Märkten im Freien Händler ihre Waren anbieten. Johnson hatte am 23. März alle Läden, die nicht der Grundversorgung dienen, zur Pandemie-Eindämmung schließen lassen. Ab Juni dürfen auch die Schulen für einzelne Jahrgangsstufen wieder öffnen.

    Großbritannien ist das Land mit den meisten Opfern in Europa. Bislang wurden 36.914 Todesfälle registriert, wie Johnson mitteilte. Es wird zusätzlich mit einer hohen Dunkelziffer gerechnet.

    20.15 Uhr: Zahl der bekannten Corona-Fälle in Bayern steigt auf 46.642

    In Bayern sind mittlerweile 46.642 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bislang 2.402 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Gesundheitsministerium unter Verweis auf die Zahlen des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen liegt demnach bei 41.850 Menschen.

    19.45 Uhr: Belgische Bahn kontrolliert mit KI und Kameras Einhaltung von Corona-Maßnahmen

    Die belgische Eisenbahn will mit intelligenten Kameras sicherstellen, dass ihre Mitarbeiter Schutzmasken tragen und die Abstandsregeln beachten. Ab kommender Woche sollen die Kameras an fünf Orten in den Bürogebäuden des Infrastrukturbetreibers Infrabel getestet werden.

    Im Mittelpunkt stehen dabei die Orte, wo normalerweise Techniker zusammenkommen, wie etwa in der Cafeteria. Kommen sich die Mitarbeiter zu nahe oder tragen sie keine Maske, erklingt ein Warnton. Eine mit künstlicher Intelligenz ausgerüstete Software soll die Bilder der Kameras auswerten.

    19.20 Uhr: Macron stellt morgen Hilfspaket für französische Autoindustrie vor

    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will morgen einen Hilfsplan für die Automobilbranche des Landes vorstellen. Im Gespräch sind unter anderem Kaufprämien für Hybrid- oder Elektrofahrzeuge. Darüber hinaus soll der angeschlagene Hersteller Renault eine staatliche Kreditbürgschaft in Höhe von fünf Milliarden Euro erhalten.

    Im Gegenzug soll die Autobranche den Erhalt der rund 1,3 Millionen Arbeitsplätze bei den Autoherstellern sowie den Zuliefer- und Servicebetrieben garantieren. Außerdem soll Frankreich bei der Elektromobilität führend werden.

    19.15 Uhr: WHO setzt Studie zu Malaria-Mittel Hydroxycloroquin aus

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat klinische Tests des Malariamittels Hydroxychloroquin zur Behandlung von Covid-19 wegen Sicherheitsbedenken ausgesetzt. Die Tests in mehreren Ländern seien "vorübergehend" eingestellt worden, während die Sicherheit des Medikaments überprüft werde, so WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

    Die Entscheidung sei nach der Veröffentlichung einer Studie der Harvard Medical School gefallen, wonach eine Behandlung mit Hydroxychloroquin möglicherweise die Sterblichkeitsrate erhöht. Die Untersuchung kam zu dem Ergebnis, dass Hydroxychloroquin und Chloroquin keinen Nutzen bei Covid-19-Patienten zeigen. Zudem erhöhten die Medikamente das Risiko für Herzrhythmusstörungen.

    Für die Behandlung von Patienten mit Malaria und Erkrankungen des Immunsystems seien Hydroxychloroquin und Chloroquin aber weiterhin akzeptiert.

    18.45 Uhr: Japan macht Olympische Spiele 2021 von Impfstoff abhängig

    Der japanische Ministerpräsident Abe hat die Ausrichtung der auf 2021 verschobenen Olympischen Spiele von der Entwicklung eines Corona-Impfstoffes abhängig gemacht. Bis dahin sollte ein Impfstoff und Medikamente zur Verfügung stehen. Es würde nicht ausreichen, dass das Land die Epidemie bis dahin besiegt habe, da Menschen aus der ganzen Welt kämen. Die Spiele sollten vollständig und mit Publikum stattfinden - auch als Beweise dafür. dass die Menschheit da Virus besiegt habe.

    Japan und das Internationale Olympische Komitee hatten wegen der Pandemie die für diesen Sommer geplanten Spiele um ein Jahr verschoben. Die Entwicklung eines Impfstoffs bis zum neuen Termin im Juli 2021 gilt allerdings als nicht sicher.

    18.35 Uhr: EU einigt sich auf Corona-Hilfen der Europäischen Investitionsbank

    Die EU-Staaten haben sich auf die Details eines milliardenschweren Kreditprogramms der Europäischen Investitionsbank für Unternehmen in der Corona-Krise geeinigt. Damit steht das letzte Element des Anfang April vereinbarten 540-Milliarden-Euro-Pakets mit Corona-Hilfen, wie Eurogruppenchef Mario Centeno bestätigte.

    "Wir haben in Rekordzeit einen Kompromiss zu den Details der drei Notfall-Instrumente ausgearbeitet, die Arbeiter, Unternehmen und Staaten schützen sollen", so Centeno. Damit würden nationale Hilfen in der Corona-Krise aufgestockt und der EU-Binnenmarkt geschützt. Das sei eine Investition, die sich für alle lohnen werde.

    Morgen soll die Leitung der Europäischen Investitionsbank das Programm formal absegnen.

    18.30 Uhr: Weiterhin keine Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern

    Schon den fünften Tag in Folge gibt es in Mecklenburg-Vorpommern keine neuen nachgewiesenen Corona-Infektionen. Dem Landesamt für Gesundheit und Soziales zufolge liegt die Gesamtzahl der Fälle bei 758 Fälle. Bereits am 18. Mai hatte es einen einzelnen Tag ohne registrierte Neuinfektion gegeben.

    Die Zahl der Infektionen pro 100 000 Einwohner liegt in Mecklenburg-Vorpommern inzwischen bei 47, die bundesweit mit Abstand niedrigste. Der deutsche Schnitt liegt bei mehr als 210, Bayern als das am schwersten betroffene Bundesland weist eine Rate von mehr 350 Infizierten pro 100 000 Einwohner auf.

    18.15 Uhr: Auch Luxemburg lockert die Regeln weiter

    In Luxemburg dürfen ab übermorgen Restaurants und Cafés wieder öffnen: Gäste können dann unter Auflagen auf Außenterrassen bewirtet werden. Ab Freitag dann auch in den Lokalen, wie Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel ankündigte. Ein Mindestabstand von 1,50 Metern zwischen den Tischen müsse aber eingehalten werden, beim Betreten gelte außerdem eine Maskenpflicht.

    Außerdem dürften am Freitag alle Geschäfte und Fitnesscenter (ohne Wellnessbereich) wieder öffnen. Auch Veranstaltungen mit mehr als 20 Personen seien erlaubt, wenn diese im Abstand von zwei Metern zusammenkommen oder eine Maske tragen, so Bettel

    17.50 Uhr: Lufthansa wird zu mehr Umweltschutz gezwungen

    Die Bundesregierung hat im Gegenzug für ihren Einstieg bei der Lufthansa auch Bedingungen zum Thema Umweltschutz gestellt. Dem Finanzministerium zufolge musste sich die Fluggesellschaft beispielsweise dazu verpflichten, mehr neue Flugzeuge zu kaufen, um die Emissionen zu senken. Dadurch soll die Klimabilanz der Lufthansa verbessert werden. Außerdem muss die Airline ihre Kooperationen für umweltfreundlichere Flugzeugkraftstoffe ausweiten.

    Eine weitere Vorgabe ist das Verbot, Staatsgeld in Steueroasen abfließen zu lassen. Während der Rettungsphase dürfen auch keine Boni und Dividenden ausgezahlt werden.

    Einen Ausstieg plant Bundesfinanzminister Scholz erst dann wieder, wenn es sich für den Bund auch wirtschaftlich lohnt - der Steuerzahler mit der Rettung der Lufthansa also einen Gewinn gemacht hat.

    Mehr dazu hier.

    17.45 Uhr: Tschechien kontrolliert Grenzen nicht mehr durchgängig

    Die tschechische Polizei beendet ab morgen ihre umfassenden Kontrollen an den Grenzen zu Deutschland und Österreich. Stattdessen werde ab dann "gezielt und stichprobenartig" kontrolliert, so das Innenministerium nach einer Kabinettssitzung mit.

    Am Einreiseverbot für Touristen ändere sich dadurch aber nichts, heißt es. Auch müssten Tschechen bei der Rückkehr aus dem Ausland einen negativen Coronavirus-Test vorzulegen oder in Quarantäne gehen.

    Mehr zu den Regelungen in den Nachbarländern lesen Sie hier.

    16.30 Uhr: Mehr als 4.000 Corona-Tote in Schweden

    In Schweden sind bislang 4.029 Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das teilten die Gesundheitsbehörden am Montag in Stockholm mit. Die Rate der registrierten Sterbefälle ist in Schweden um ein Vielfaches höher als etwa in Norwegen oder Deutschland. Anders als in vielen anderen Ländern hat die Regierung in Schweden beispielsweise nicht die Schulen geschlossen, sondern die Bürger lediglich gebeten, Abstand zu halten und die Hände zu waschen.

    In Schweden kamen bislang 40 Todesfälle auf 100 000 Einwohner. In Norwegen sind es 4,4, in Deutschland rund 10 von 100.000. Die schwedische Strategie ist deshalb heftig umstritten.

    Staatsepidemiologe Anders Tegnell sieht die Entwicklung dennoch positiv. Die Zahl der Ansteckungen und der Todesfälle in den Altersheimen sei rückläufig. Rund 34.000 Infektionen wurden bislang registriert.

    16.00 Uhr: 56 weitere Infektionen in Regensburger Asylbewerber-Unterkunft

    Nachdem in der vergangenen Woche vier positive Fälle von Covid-19-Erkrankungen in der Flüchtlingsunterkunft "Pionierkaserne" in Regensburg festgestellt wurden, hat das Gesundheitsamt Regensburg nun eine Reihenuntersuchung der Asylbewerber angeordnet. Demnach sind von 127 Personen 56 positiv und 71 negativ getestet worden, teilte die Regierung der Oberpfalz am Montag mit.

    Von den positiv getesteten Personen wiesen die allermeisten keine Symptome auf, einige wenige hätten leichte Symptome wie Kopfschmerzen.Die 56 Infizierten seien umgehend unter Quarantäne gestellt und von den Nicht-Infizierten räumlich getrennt worden. Die übrigen Bewohner seien in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt Regensburg in verschiedenen Kohorten in der Flüchtlingsunterkunft isoliert worden.

    Die gesamte Anker-Einrichtung "Pionierkaserne" stehe nun unter Quarantäne, außerdem gelte ein generelles Aufnahme- und Verlegungsverbot. Zusätzlich seien in der vergangenen Woche 42 positive Testergebnisse in der Gemeinschaftsunterkunft "Dieselstraße" bekanntgeworden sowie ein Fall in der Gemeinschaftsunterkunft "Alte Straubinger Straße". Damit sei der Schwellenwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner für die Stadt Regensburg überschritten worden.

    Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) derzeit bei 72,08 und damit über dem vom RKI festgelegten Schwellenwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche.

    "Bei einem lokalisierten und klar eingrenzbaren Infektionsgeschehen - in diesem Fall ist das Infektionsgeschehen auf Asylbewerberunterkünfte in der Pionierkaserne und der Gemeinschaftsunterkunft Dieselstraße beschränkt - müssten aber keine allgemeinen Beschränkungen in der Stadt Regensburg eingeführt werden", teilte die Regierung der Oberpfalz mit. Innerhalb der Einrichtung «Pionierkaserne» gelten verschärfte Hygienemaßnahmen, hieß es.

    15.40 Uhr: Restaurant-Besuchern im Landkreis Leer droht Geldstrafe

    Nach etlichen Corona-Infektionen im Landkreis Leer nach dem Eröffnungsabend eines Restaurants drohen nicht nur dem Betreiber, sondern auch den Besuchern empfindliche Strafen. Das kündigte Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) am Montag in Hannover an. "Sollte sich der begründete Verdacht bestätigen, dass mit dieser Veranstaltung gegen die Corona-Auflagen verstoßen wurde, werden die Behörden vor Ort nicht nur gegen die Organisatoren, sondern auch gegen die Besucherinnen und Besucher Ordnungswidrigkeiten einleiten mit empfindlichen Geldstrafen als Folge."

    Bei der Restauranteröffnung sei es offenbar zu mehreren Verstößen gegen die Corona-Auflagen gekommen, unter anderem habe es Händeschütteln und Umarmungen gegeben, sagte die Ministerin. Die aufwendige Kontaktnachverfolgung habe inzwischen ergeben, dass der Teilnehmerkreis an der geschlossenen Gesellschaft größer war als zunächst angenommen. "Das, was wir da gesehen haben, war eine Veranstaltung." Diese seien nach der Corona-Verordnung nicht erlaubt, es habe sich nicht um einen gewöhnlichen Restaurantbetrieb gehandelt.

    Die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen, die am 15. Mai in dem Lokal in Moormerland waren, war im Laufe des Sonntags auf 14 gestiegen. Hinzu kamen vier weitere Personen, die sich in der Folge angesteckt hatten. Für 133 Menschen wurde häusliche Quarantäne angeordnet.

    15.10 Uhr: Betroffene Baptisten-Gemeinde "bestürzt" über Corona-Infektionen

    Angesichts der mindestens 107 Corona-Infektionen nach einem Baptisten-Gottesdienst in Frankfurt hat sich die Gemeinde betroffen und selbstkritisch geäußert. "Wir sind tief bestürzt und traurig, dass die Infektion Eingang in die Gemeinde gefunden hat und sich mit einer starken Dynamik verbreitete", erklärte die Gemeinde der Evangeliums-Christen-Baptisten am Montag in Frankfurt auf ihrer Homepage.

    Rückblickend könne gesagt werden, dass bei der fraglichen Versammlung, die Medienberichten zufolge am 10. Mai stattfand, "separate und kontrollierte Ein- und Ausgänge genutzt wurden, entsprechende Hinweisschilder angebracht waren, ausreichende Desinfektionsmittel zur Verfügung standen und der Abstand von 1,5 Metern eingehalten wurde".

    Zugleich gibt es auch Selbstkritik: "Im Nachhinein betrachtet wäre es für uns angebracht, beim Gottesdienst Mund-Nasen-Schutz-Bedeckungen zu tragen und auf den gemeinsamen Gesang zu verzichten." Da es in der Gemeinde viele Familien mit fünf und mehr Kindern gebe, nehme die Zahl der Ansteckungen zu Hause weiter zu. Die Betroffenen seien in häuslicher Quarantäne. Nach Bekanntwerden der Infektion seien "die Gottesdienste sogleich in das Online-Format überführt" worden.

    Die Gemeinde stehe im Austausch mit den Gesundheitsbehörden. "Wir bitten um Verständnis, dass der Vereinsvorstand in der aktuellen Lage eingeschränkt reaktionsfähig ist, da der Vereinsvorsitzende sich im kritischen Zustand auf der Intensivstation befindet und der Stellvertreter ebenfalls erkrankt ist", hieß es.

    14.35 Uhr: Virologe: Corona-Richtlinien im Hinblick auf Aerosole überdenken

    Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus sollte nach Ansicht des Virologen Christian Drosten ein stärkeres Augenmerk auf feinste Schwebeteilchen in der Luft - sogenannte Aerosole - gelegt werden. Der Charité-Wissenschaftler verwies am Montag im Deutschlandfunk auf wissenschaftliche Erkenntnisse und sagte, es verstärke sich der Eindruck, dass es zusätzlich zur Tröpfcheninfektion eine deutliche Komponente von Aerosol-Infektionen gebe.

    "Ab irgendeinem Zeitpunkt brauchen wir einfach vielleicht auch eine große Überarbeitung unserer jetzigen Richtlinien anhand neuaufkommender Vorstellungen zum Infektionsmechanismus." Dazu müsse man jetzt anerkennen, dass die Aerosolübertragung eine wichtige Rolle spiele.

    Mit Blick auf geschlossene Räume sagte Drosten, "im Alltag sollte man sich eher vielleicht aufs Lüften konzentrieren und weniger auf das ständige Wischen und Desinfizieren". Schon Mitte Mai hatte der Virologe im NDR-Podcast zur Wiederöffnung von Restaurants gesagt, der Außenbereich sei als relativ sicher einzustufen und ein Zwei-Meter-Abstand wahrscheinlich gar nicht notwendig.

    Wie viele Viren verbreitet sich auch Sars-CoV-2 durch die Luft. Als Tröpfcheninfektion, aber auch in Form sogenannter Aerosol-Partikel. Das sind kleinste Schwebeteilchen. Inzwischen gehen Forscher davon aus, dass auch über diese Aerosole eine Ansteckungsgefahr mit dem neuartigen Virus besteht.

    14.15 Uhr: Kostenlose Telefonberatung für Pflegekräfte in der Corona-Krise

    Pflegekräfte, die in der Corona-Krise besonders belastet sind, können ab diesem Dienstag eine kostenlose psychotherapeutische Beratung per Telefon in Anspruch nehmen. Die Bundespsychotherapeutenkammer und der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe wiesen am Montag auf das neue gemeinsame Hilfsangebot hin.

    "Obwohl fast überall eine Überlastung vorhandener Ressourcen bisher insgesamt erfolgreich vermieden werden konnte, durchlebten viele beruflich Pflegende in ambulanten Diensten, Heimen und Krankenhäusern Extremsituationen psychischer Belastung", sagte Christel Bienstein, Präsidentin des Berufsverbandes für Pflegeberufe. Über die Internetseite www.psych4nurses.de könnten ab Dienstag kurzfristig und bundesweit 30-minütige Beratungstermine gebucht werden, hieß es.

    13.45 Uhr: Bund will Kontaktbeschränkungen bis 5. Juli verlängern

    Das Bundeskanzleramt will die Corona-Kontaktbeschränkungen bis zum 5. Juli verlängern, dabei aber auch weitere Lockerungen ermöglichen. Das steht in der Beschlussvorschlage für die Gespräche mit den Ländern, die zur Stunde stattfinden. Danach dürfen sich künftig bis zu zehn Menschen treffen.

    Die Abstandsregeln von mindestens 1 Meter 50 gelten weiter, in Räumen soll auch regelmäßig gelüftet werden. Bisher dürfen sich nur Leute aus zwei verschiedenen Haushalten treffen. Nach den jetzt diskutierten Plänen soll es für Aufenthalte in der Öffentlichkeit nur noch dort Beschränkungen geben, wo die Entwicklung der Infektionszahlen das notwendig macht.

    13.25 Uhr: Dänemark öffnet Grenze für Großeltern aus Deutschland

    Deutsche Großeltern, deren Enkelkinder in Dänemark leben, können ihre Koffer packen. Die dänische Regierung lässt seit Montag wieder deren Einreise aus Deutschland sowie den anderen vier nordischen Ländern zu.

    Auch unverheiratete Pärchen können sich auf ein Wiedersehen freuen. Partner aus den entsprechenden Ländern können ebenfalls wieder nach Dänemark reisen. Vorausgesetzt, sie sind seit mindestens einem halben Jahr mit der in Dänemark lebenden Person zusammen. Für Ehepartner gilt diese Regelung schon länger.

    Außerdem werden Deutsche und Skandinavier, die ein Ferienhaus in Dänemark haben, wieder über die Grenze gelassen. Bis Ende der Woche will die dänische Regierung mitteilen, wie der Tourismus in den Sommermonaten schrittweise wieder in Gang kommen soll.  

    13.10 Uhr: Giffey: Komplette Schulöffnung nur ohne 1,50 Meter-Abstandsregel

    Eine komplette Öffnung von Schulen und Kitas wird nach Ansicht von Familienministerin Franziska Giffey erst möglich sein, wenn die 1,50-Meter-Abstandsregel nicht mehr gilt. "Das ist eine ganz klare Geschichte. Weil sie ansonsten einfach nicht 100 Prozent der Kinder in 100 Prozent der Zeit von Kita und Schule zurückholen können", sagte die SPD-Politikerin am Montag in Berlin.

    Die Entscheidung, ob man sich von der 1,5-Meter-Abstandsregelung verabschiede, sei eine "sehr, sehr schwere Entscheidung". Das könne nicht für das gesamte Bundesgebiet am Tag X festgelegt werden, sondern müsse anhand der Lage vor Ort entschieden werden. "Wenn die Lage vor Ort so ist, dass das Risiko als äußerst gering eingeschätzt werden kann, dann kann man diese Schritte gehen in Richtung verantwortbarer Öffnung hin zu 100 Prozent Regelbetrieb." Eine genaue Festlegung auf den Tag in allen Bundesländern könne es nicht geben. "Das ist auch nicht in unserer Macht, weil das die Länder nunmal in ihrer Länderzuständigkeit entscheiden", sagte Giffey.

    12.00 Uhr: Söder stellt Corona-Tests für Kita-Personal in Aussicht

    Beim Besuch einer Kindertageseinrichtung in Nürnberg-Reichelsdorf hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sein weiteres Konzept für Kitas vorgestellt. Neben der Rückkehr aller Kinder voraussichtlich Anfang Juli stellte Söder auch Corona-Tests für das Personal in Aussicht, die dann vom Staat oder den Krankenkassen bezahlt werden sollen.

    Im Gespräch mit Familienministerin Carolina Trautner und Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König kündigte Söder an, darüber nachzudenken, regelmäßig Beschäftigte die in Risikobereichen wie Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen aber auch Kindertageseinrichtungen arbeiten, testen zu lassen. Er sehe darin ein wichtiges Signal, das sowohl Erziehern als auch Eltern Sicherheit geben solle.

    Mit dem heutigen Tag durften alle Vorschulkinder und deren Geschwister in den Kindergarten zurückkehren, nach den Pfingstferien kehren dann alle Krippenkinder zurück, die bald in den Kindergarten wechseln. Dazu alle Kinder, die 2021/22 schulpflichtig werden.  Ab Juli sollen dann, bleibt die Zahl der Neuinfektionen niedrig, alle Kinder in den eingeschränkten Regelbetrieb zurückkehren können.

    11.45 Uhr: Söder übt scharfe Kritik an geplanten Lockerungen in Thüringen

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Ankündigung von weitreichenden allgemeinen Lockerungen der Corona-Beschränkungen in Thüringen als "fatales Signal" bezeichnet. Er bitte die Verantwortlichen in Thüringen darum, die Absicht zu überdenken, sagte Söder am Montag am Rande eines Besuches in einem Kindergarten in Nürnberg.

    Bayern sei vom Infektionsgeschehen in der Nachbarschaft betroffen, sagte der Ministerpräsident. "Wir in Bayern waren besonders betroffen dadurch, dass wir an einer Grenzsituation zu Österreich waren. Wir haben jetzt die aktuelle Situation, dass wir beispielsweise im Raum Coburg eben von Sonneberg betroffen sind", sagte Söder mit Blick auf den thüringischen Nachbar-Landkreis.

    Söder kündigte im Zweifel Gegenmaßnahmen an. "Wir werden uns da noch ein Konzept überlegen müssen, wie wir darauf reagieren", sagte er. "Ich möchte nicht, dass Bayern noch mal infiziert wird durch eine unvorsichtige Politik, die in Thüringen gemacht wird", betonte er.

    Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hatte angekündigt, vom 6. Juni an auf allgemeine, landesweit gültige Corona-Schutzvorschriften zu verzichten. Damit würden Regeln zu Mindestabständen, dem Tragen von Mund-Nasen-Schutz sowie Kontaktbeschränkungen nicht mehr gelten. Anstatt dieser Vorgaben soll es dann regionale Maßnahmen abhängig vom Infektionsgeschehen vor Ort geben. Dafür ist ein Grenzwert von 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche im Gespräch.

    11.17 Uhr: Bundesregierung setzt auf Kontaktbeschränkungen

    Die Bundesregierung setzt laut einem Medienbericht auch nach dem Kurswechsel von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) weiter auf Kontaktbeschränkungen. Das berichtete "Bild" unter Berufung auf eine Beschlussvorlage des Kanzleramts für die Runde der Staatskanzleichefs der Länder. Darin schlage der Chef des Kanzleramts, Helge Braun (CDU) vor, auch nach dem 5. Juni weiterhin bundesweit in der Öffentlichkeit einen Mindestabstand von 1,5 Metern vorzuschreiben sowie die Maskenpflicht in bestimmten öffentlichen Bereichen beizubehalten. Auch bei privaten Zusammenkünften in geschlossenen Räumen seien die Hygieneregeln umzusetzen "sowie die Zahl der Personen generell auf höchstens 10 zu beschränken".

    10.58 Uhr: Spahn: Kritik an Vorstoß Thüringens

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die geplante Abschaffung der Corona-Schutzmaßnahmen in Thüringen in einem Zeitungsinterview kritisiert. "Es darf in keinem Fall der Eindruck entstehen, die Pandemie wäre schon vorbei", sagte der CDU-Politiker der "Bild"-Zeitung. Zwar gebe es Regionen, in denen tagelang keine Neuinfektionen gemeldet würden. Andererseits gebe es lokale und regionale Ausbrüche, die schnelles Eingreifen erforderlich machten. Die Verantwortung dafür liege bei den Ländern.

    Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Ankündigung von weitreichenden allgemeinen Lockerungen der Corona-Beschränkungen in Thüringen als "fatales Signal" bezeichnet. Er bitte die Verantwortlichen in Thüringen darum, die Absicht zu überdenken, sagte Söder am Montag am Rande eines Besuches in einem Kindergarten in Nürnberg.

    Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) hatte angekündigt, vom 6. Juni an auf allgemeine, landesweit gültige Corona-Schutzvorschriften zu verzichten.

    10.24 Uhr: Stimmung in deutschen Unternehmen hellt sich auf

    Angesichts der Lockerungen in der Corona-Krise hellt sich die Stimmung unter den deutschen Unternehmen wieder auf: Der Ifo-Geschäftsklimaindex, der im April auf ein historisches Tief von 74,2 Punkten gestürzt war, erholte sich im Mai und kletterte auf 79,5 Punkte, wie das Münchner Forschungsinstitut am Montag mitteilte. "Die aktuelle Lage beurteilten die Unternehmen zwar nochmals etwas schlechter. Jedoch verbesserten sich ihre Erwartungen für die kommenden Monate deutlich", erläuterte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

    10.24 Uhr: ADAC erwartet Staus an Pfingsten

    Nach den verkehrsarmen Ostertagen erwartet der ADAC zu Pfingsten wieder lange Staus. Da Flugreisen ins Ausland nur schwer möglich seien, seien über das lange Wochenende vermehrt Kurztrips innerhalb Deutschlands zu erwarten, teilte der Automobilklub am Montag in München mit. Dazu komme, dass in Bayern und Baden-Württemberg zweiwöchige Ferien beginnen, in Sachsen-Anhalt die Ferien enden und mehrere Bundesländer auch am Dienstag nach Pfingsten schulfrei haben.

    10.05 Uhr: Corona-Beschränkungen: Sachsen will Thüringen folgen

    Nach Thüringen plant laut einem Bericht auch Sachsen die baldige Aufhebung der generellen Einschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. "Wenn die Zahl der Neuinfektionen weiterhin stabil auf einem niedrigen Niveau bleibt, planen wir für die Zeit ab dem 6. Juni in der nächsten Corona-Schutzverordnung einen Paradigmenwechsel", sagte Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) der "Leipziger Volkszeitung". Statt wie bislang allgemeine Beschränkungen zu erlassen und viele Ausnahmen von diesen zu definieren, "wird dann generell alles freigegeben und nur noch das wenige an Ausnahmen benannt, was noch nicht möglich sein wird", erklärte Köpping. Zugleich warnte sie, vieles hänge davon ab, "dass die Menschen Verantwortung übernehmen und sich an Abstandsgebot und Maskenpflicht halten".

    10.02 Uhr: Gericht: Schülertablet ist pandemiebedingter Mehrbedarf

    Zur Teilnahme am digitalen Unterricht haben Schüler, die Sozialleistungen beziehen, einem Gerichtsbeschluss zufolge Anspruch auf Finanzierung des erforderlichen Tablets. Im Regelbedarf sei die Anschaffung eines internetfähigen Computers zur Teilnahme am pandemiebedingten Schulunterricht daheim nicht berücksichtigt, befand das Landessozialgericht in Essen in dem am Montag veröffentlichten Beschluss. Es handle sich um einen "grundsicherungsrechtlich relevanten Bedarf für Bildung und Teilhabe". Denn die Anschaffung eines internetfähigen Endgeräts sei mit der pandemiebedingten Schließung des Präsenzschulbetriebs erforderlich geworden. Die Kosten für die Anschaffung veranschlagte das Gericht mit 150 Euro.

    09.22 Uhr: Spaniens Tourismusministerin: Urlaub ab Juli möglich

    Ausländer können nach Angaben von Spaniens Tourismusministerin Reyes Maroto wohl ab Juli wieder in dem Land Urlaub machen. Eine Pflicht zur zweiwöchigen Selbst-Quarantäne dürfte bis dahin voraussichtlich aufgehoben sein, sagt sie dem Radiosender Onda Cero. Es sei daher "stimmig", einen Spanien-Sommerurlaub für Juli zu planen.

    09.12 Uhr: Kirchensteuern könnten um 20 Prozent einbrechen

    Nach Ansicht des Freiburger Finanzwissenschaftlers Bernd Raffelhüschen könnte die Corona-Krise dafür sorgen, dass die Kirchensteuereinnahmen um bis zu 20 Prozent sinken. "Darauf sollten wir uns einstellen", sagte er im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA): Die staatlichen Steuerschätzungen, die von etwa 13 Prozent Rückgang ausgingen, seien sehr optimistisch.Sollte der Aufschwung nach der Krise langsamer als prophezeit kommen, so Raffelhüschen weiter, "sind wir wohl bei etwa 15 oder 16 Prozent. Und wenn wir länger am Boden liegen, eher bei 20 Prozent Ausfall."

    08.55 Uhr: Griechenland nimmt Fährverkehr wieder auf

    Griechenland hat am Montag den regulären Fährverkehr zu den Inseln wieder aufgenommen. Die Zahl der Passagiere war noch begrenzt, damit sie den wegen der Coronavirus-Pandemie vorgeschriebenen Sicherheitsabstand wahren können. Auch Restaurants und Bars durften wieder öffnen. Das Land verzeichnete laut Johns-Hopkins-Universität offiziell knapp 2.900 Infektionen und 271 Tote mit dem Virus und ist vor allem im Vergleich zu Italien, der Türkei und Spanien recht glimpflich durch die Pandemie gekommen. Die Regierung in Athen hat sich deshalb entschlossen, die Feriensaison schon am 15. Juni anlaufen zu lassen.

    08.45 Uhr: Corona-Pandemie macht sich in Unfallstatistik bemerkbar

    Die Zahl der Verkehrstoten pro Monat hat im März den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung 1990 erreicht. Das teilte das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mit. Vorläufigen amtlichen Daten zufolge starben im März 158 Menschen bei Verkehrsunfällen. Laut Bundesamt war das darauf zurückzuführen, dass das Verkehrsaufkommen in Folge der Corona-Pandemie nur sehr gering ausfiel. Die Zahl der Unfälle fiel im Vergleich zum März des Vorjahres 2019 um 23 Prozent oder um nahezu ein Viertel auf 166.000.

    08.39 Uhr: Restaurantbesuch: Mitarbeiter der Meyer-Werft infiziert

    Nach dem Corona-Ausbruch im Zusammenhang mit einem Restaurantbesuch in Ostfriesland sind auch Mitarbeiter der Papenburger Meyer-Werft in Quarantäne. Einen entsprechenden Bericht des NDR bestätigte ein Firmensprecher am Montagmorgen. Dem NDR zufolge müssen "Mitglieder der Werft-Geschäftsführung und fast der gesamte Betriebsrat" zu Hause bleiben. Es gebe bisher 18 bestätigte Infizierte. 118 Menschen sind in häuslicher Quarantäne. Der Landkreis Leer sucht nach den positiven Corona-Tests in dem Fall weiter Gründe für die Infektionen. Es werde geprüft, ob es in dem Lokal Verstöße gegen die Corona-Auflagen gab, sagte ein Sprecher des Landkreises. Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann geht in diesem Fall von einer privaten Party und nicht von einem normalen Restaurantbesuch aus.

    08.29 Uhr: Corona-Krisenmonat März: Deutlich weniger Bauaufträge

    Die Corona-Krise scheint die Baulust in Deutschland zu dämpfen. Im März sank der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe bereinigt um Preiserhöhungen (real) um 10,5 Prozent gegenüber dem Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Solche Rückgänge seien nicht ungewöhnlich. Dennoch deute die Entwicklung darauf hin, "dass Unternehmen geplante Bauvorhaben aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheit in der Corona-Krise zurückgestellt haben".

    08.06 Uhr: Deutschland rutscht in eine Rezession

    Die deutsche Wirtschaft ist im ersten Quartal wegen der Corona-Pandemie so stark eingebrochen wie seit der Finanzkrise nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt fiel von Januar bis März um 2,2 Prozent zum Vorquartal. "Das war der stärkste Rückgang seit der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 und der zweitstärkste Rückgang seit der deutschen Vereinigung", teilte das Statistische Bundesamt am Montag mit und bestätigte damit eine erste Schätzung von Mitte Mai. Vor allem der Rückgang des privaten Konsums um 3,2 Prozent zum Vorquartal und ein Schrumpfen der Ausrüstungsinvestitionen um 6,9 Prozent sorgten für die drastische Talfahrt der Konjunktur.

    06.32 Uhr: RKI: 289 Neuinfektionen und zehn weitere Todesfälle

    Das Robert-Koch-Institut meldet einen Anstieg der Corona-Infektionen um 289 auf nunmehr 178.570 Fälle. Die Zahl der Toten sei zum Vortag um zehn auf 8.257 geklettert.

    06.21 Uhr: Lockdown: Neue Erkenntnisse für Erdbeben-Forscher

    Der Corona-Lockdown könnte Erdbeben-Forschern neue Erkenntnisse unter anderem zu sogenannten Mikrobeben bescheren. Denn das durch den Menschen verursachte Rauschen in den gemessenen Signalen war zur Hochzeit der Beschränkungen deutlich reduziert, wie Joachim Ritter vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) erklärt. "Die Abnahme der Bodenbewegung war an vielen Stationen deutlich messbar." Die Folge: Dort waren Erdbeben-Signale besser zu erkennen als vor dem Corona-Lockdown. Die Forscher gehen davon aus, dass sie mehr Mikro-Beben aufspüren, die für die Vorhersage größerer Erdbeben von Bedeutung sind. "Normalerweise werden die Signale der kleinen Beben übertönt", so Ritter.

    06.00 Uhr: Bahn-App soll vor vollen Zügen warnen

    Die Deutsche Bahn will mithilfe ihrer App in der Corona-Krise vor zu vollen Zügen warnen. Der "Spiegel" berichtete unter Berufung auf Konzernkreise, der Bahn-Navigator und der Internetauftritt der Bahn seien so umprogrammiert worden, dass Nutzer Züge mit einer Auslastung von 50 Prozent und mehr angezeigt bekämen. Sie sollten damit die Möglichkeit erhalten, auf weniger frequentierte Verbindungen zuzugreifen. Wenn die Reservierungen trotz dieses Warnhinweises auf einer bestimmten Verbindung weiter zunehmen sollten, verhinderten es die App und die Buchungsseite künftig, dass dieser Zug noch gebucht und reserviert werden könne. Diese Funktion soll den Angaben zufolge in den kommenden Tagen freigeschaltet werden. Dem Bericht zufolge kann trotz App jeder, der zum Bahnhof geht, auch weiterhin in einen vollen Zug einsteigen, für den die App keine Fahrkarte mehr verkauft oder keine Reservierung vornimmt.

    05.50 Uhr: Japan erwägt Belohnung für medizinisches Personal

    Als Dank für seinen unermüdlichen Kampf gegen das Coronavirus erwägt die japanische Regierung eine Belohnung für das medizinische Personal des Landes. Wie die japanische Tageszeitung "Tokyo Shimbun" am Montag berichtete, prüfe das Gesundheitsministerium eine Belohnung für Ärzte, Krankenschwestern und andere Mitarbeiter in medizinischen Einrichtungen von bis zu 200 000 Yen (1700 Euro) pro Person. Damit solle zugleich sichergestellt werden, dass die Krankenhäuser des Landes mit Blick auf eine mögliche zweite Infektionswelle auch weiterhin gewappnet bleiben, hieß es.

    05.30 Uhr: USA verbieten Einreisen aus Brasilien

    Angesichts des dramatisch gestiegenen Ausmaßes der Corona-Pandemie in Brasilien verbieten die USA Einreisen aus dem südamerikanischen Land. US-Präsident Donald Trump wolle auf diese Weise verhindern, dass Menschen nach ihrem Aufenthalt in Brasilien zum Auslöser weiterer Infektionen in den Vereinigten Staaten würden, erklärte das Weiße Haus. Das Einreiseverbot gilt für ausländische Staatsbürger, die sich in den zwei Wochen vor ihrer geplanten Einreise in die USA in Brasilien aufgehalten haben. Die USA hatten wegen der Corona-Pandemie bereits Einreisen unter anderem aus China, der EU und Großbritannien verboten.

    05.00 Uhr: Altmaier plant 25-Milliarden-Programm für Mittelstand

    Wirtschaftsminister Peter Altmaier will mittelständische Betriebe wegen der Corona-Pandemie noch stärker unterstützen und will dafür Hilfen im Umfang von mindestens 25 Milliarden Euro bereit stellen. Firmen mit bis zu 249 Mitarbeitern sollen von Juni bis Dezember monatlich bis zu 50.000 Euro bekommen können. Das berichtete die "Neue Osnabrücker Zeitung" aus einem Eckpunktepapier, das nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus dem Wirtschaftsministerium stammt. Ziel der Überbrückungshilfe ist, die Existenz kleiner und mittlerer Betriebe zu sichern, die von coronabedingten Auflagen und Schließungen betroffen sind.

    03.15 Uhr: Corona-Ausbruch in niederländischem Schlachthof nahe deutscher Grenze

    In einem niederländischen Schlachthof in Groenlo unweit der Grenze zu Deutschland sind 147 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte die Gemeindeverwaltung Oost Gelre mit. Einem Bericht der Lokalzeitung "De Gelderlander" zufolge leben 79 der Infizierten in Deutschland, 68 in den Niederlanden. Insgesamt wurden der Gemeindeverwaltung zufolge von den 657 Beschäftigten in dem Betrieb der Schlachthof-Gruppe Vion 25 Mitarbeiter noch nicht getestet, darüber hinaus fehlten die Daten von fünf Mitarbeitern. Die deutschen Behörden seien informiert worden.

    01.46 Uhr: Brasilien: 15.813 Neuinfektionen und 653 neue Todesfälle

    Brasilien registriert nach Angaben des Gesundheitsministeriums 653 neue Todesfälle durch Coronaviren, womit sich die Gesamtzahl der Todesfälle nach offiziellen Angaben auf 22.666 erhöht. Die Zahl der infizierten Menschen ist gemäß den Daten des Ministeriums binnen 24 Stunden um 15.813 auf 363.211 gestiegen. Nur in den USA wurden bislang mehr gezählt.

    01.13 Uhr: Europarat warnt vor Anschlägen mit Biowaffen

    Sicherheitsexperten des Europarats warnen einem Zeitungsbericht zufolge vor der Gefahr von terroristischen Anschlägen mit Biowaffen nach der Virus-Krise. Die Pandemie habe gezeigt, wie verwundbar moderne Gesellschaften durch Virusinfektionen seien, berichtet die "Funke Mediengruppe" unter Berufung auf ein Papier des Europarats-Ausschusses für Terrorbekämpfung. Es gebe keinen Grund zu der Annahme, dass terroristische Gruppen diese Lektion aus der Corona-Pandemie vergessen würden. Die absichtliche Verwendung eines Krankheitserregers oder eines anderen biologischen Wirkstoffs durch Terroristen könne kann sich als äußerst wirksam erweisen.

    00.58 Uhr: Studie: 41 Corona-Tote infolge Champions-League-Spiel

    Dutzende Todesfälle durch das Coronavirus in Großbritannien sind laut einer Studie möglicherweise auf das Champions-League-Spiel zwischen dem FC Liverpool und Atlético Madrid am 11. März zurückzuführen. Die Datenanalysefirma Edge Health schätzt, dass 41 Todesfälle mit dem Fußballspiel in Verbindung stehen, wie die Zeitung "Sunday Times" berichtete. Diese Todesfälle traten zwischen 25 und 35 Tage nach dem Spiel in Krankenhäusern von Liverpool und Umgebung auf. Der Bürgermeister des Liverpooler Stadtgebiets, Steve Rotheram, hatte bereits im April eine Untersuchung dazu gefordert, warum das Spiel noch vor Zuschauern im Stadion stattfinden durfte.

    Montag, 25. Mai 2020

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