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Corona-Ticker: Tötung tausender Tiere in Nerzfarmen | BR24

© picture alliance / ANP

Eine Nerzfarm im niederländischen Deurne: Tiere müssen in allen Nerzfarmen getötet werden, in denen das Coronavirus verbreitet ist.

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    Corona-Ticker: Tötung tausender Tiere in Nerzfarmen

    In den Niederlanden hat die Tötung von tausenden Nerzen in Zuchtfarmen begonnen, in denen Corona-Fälle aufgetreten sind. Bundesinnenminister Seehofer hofft, dass ein Impfstoff bis Ende 2020 zur Verfügung steht. Alle Corona-News im Liveticker.

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    19.25 Uhr: Mehrere hundert Menschen nach Gottesdienstbesuch in Vorpommern in Quarantäne

    Im Landkreis Vorpommern-Rügen haben die Behörden rund 350 Menschen in häusliche Isolation geschickt. Sie hatten am Pfingstwochenende an einem von insgesamt vier Gottesdiensten teilgenommen, die ein inzwischen positiv auf das Coronavirus getesteter katholischer Priester gehalten hatte. Außer ihm gibt es noch bei sieben Gottesdienstbesuchern bestätigte Infektionen.

    Nach den Worten des zuständigen Landrats stehen außerdem bis zu 250 Teilnehmer eines Gottesdienstes in Stralsund unter Beobachtung, mit dem am Pfingstmontag ein anderer Pfarrer verabschiedet worden war. Die Gottesdienste in Vorpommern sind nun bis auf weiteres abgesagt.

    18.51 Uhr: Moskau eröffnet mitten in Corona-Krise Buchmesse am Roten Platz

    Trotz anhaltend hoher Corona-Infektionen hat in Moskau mitten auf dem Roten Platz eine Buchmesse mit zahlreichen Besuchern begonnen. Es sei wichtig, wieder ins Leben zurückzukehren, teilten die Veranstalter am Samstag mit, an dem in Russland auch der Geburtstag des Nationaldichters Alexander Puschkin und somit der Tag der russischen Sprache gefeiert wird.

    Bei den Besuchern der drei Tage dauernden Veranstaltung, die im Freien stattfindet, werde am Eingang die Temperatur gemessen. Zudem müssten die Gäste wie in der ganzen Stadt vorgeschrieben Mund-Nasen-Schutz sowie Handschuhe tragen. Es ist eines der ersten Kulturevents in Moskau seit Einführung der strengen Ausgangssperren im Frühjahr. Andere größere Veranstaltungen sind in Moskau wegen der Pandemie weiter verboten.

    Russland ist nach den Infektionszahlen gesehen das am stärksten betroffene Land Europas. Insgesamt wurden bislang knapp 460 000 Fälle registriert. Täglich kommen fast 9000 neue Infektionen in der Statistik dazu; die meisten davon in Moskau. Gestorben sind bislang 5725 Menschen.

    18.22 Uhr: OPEC will Ölpreisverfall durch Corona mit Verlängerung der Förderkürzung entgegenwirken

    Mit der Drosselung ihrer Ölproduktion wollen große Förderländer dem Preisverfall in der Corona-Krise einen Riegel vorschieben. Die Opec verlängert nun die bereits bestehende Förderkürzung um einen Monat. Weitere Länder sollen mitmachen.

    Die Kürzung der Fördermenge zur Stützung der Preise soll nun bis Ende Juli andauern, sagte Irans Ölminister Bijan Namdar Zangeneh per Videobotschaft am Samstag. Er gehe davon aus, dass andere wichtige Förderländer der so genannten Opec+ um Russland sich dem anschließen werden.

    Auch die russische Staatsagentur Tass vermeldete unter Berufung auf Verhandlungskreise die Einigung. Der Entwurf des Schlusskommuniqués sei von den Ministern gebilligt worden.

    17.48 Uhr: Demonstrationen gegen Corona-Regeln in bayerischen Städten

    Am Samstag haben in Bayern wieder zahlreiche Menschen gegen die Corona-Einschränkungen der Regierung demonstriert. 50 Veranstaltungen waren dem Innenministerium zufolge für das Wochenende angemeldet, die meisten davon waren für Samstag geplant. 

    In München zählte die Polizei 200 Demonstranten, in Nürnberg 450 und in Augsburg 200. In allen drei Städten blieb es friedlich. Die Abstandsregeln und Hygienevorschriften seien eingehalten worden. Anders als in den Wochen zuvor gab es in München keine Kundgebung auf der Münchner Theresienwiese - die Veranstalter sagten sie dem Innenministerium zufolge kurzfristig ab. 

    Bereits am vergangenen Wochenende waren in mehreren bayerischen Städten Tausende Menschen gegen die Corona-Beschränkungen auf die Straßen gegangen. Die Zahl der Teilnehmer war in den vergangenen Wochen aber immer weiter zurückgegangen.

    17.21 Uhr: Lehrerverbandspräsident will Maskenpflicht für Schüler

    In der Debatte um eine Rückkehr zum Normalbetrieb in den Schulen hat der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, eine Maskenpflicht für Schüler im Unterricht gefordert. Wenn wieder alle Schüler einer Klasse in einem Raum säßen, sei eine Maskenpflicht "auch während des Unterrichts" sinnvoll, sagte Meidinger in der Bild vom Samstag. "Allerdings erschwert das ordentlichen Unterricht", räumte er ein.

    16.47 Uhr: 108-Jährige übersteht Corona-Infektion

    Eine 108 Jahre alte Norditalienerin hat eine Coronavirus-Infektion überstanden. Fatima Negrini wohnt seit vielen Jahren in einem Pflegeheim in Mailand. Laut Nachrichtenagentur dpa hatte sie sich im April mit dem Coronavirus infiziert, sei aber asymptomatisch gewesen und Mitte Mai negativ getestet worden. In Negrinis Pflegeheim starben laut der italienischen Tageszeitung "Corriere della Sera" mehrere Bewohner.

    15.49 Uhr: Tötung von tausenden Nerzen in den Niederlanden

    Nach Corona-Ausbrüchen in mehreren Nerzfarmen wollen die niederländischen Behörden mehrere tausend Tiere töten. In einer Zuchteinrichtung im Süden des Landes habe die Tötung von mehr als 1.500 Tieren am Samstag begonnen, sagte Frederique Hermie, Sprecherin der Behörde für Lebensmittel- und Veterinärsicherheit, der Nachrichtenagentur AFP.

    Das niederländische Landwirtschaftsministerium hatte am Mittwoch angekündigt, "mehr als 10.000 Nerze" in jenen Zuchtfarmen zu töten, in denen Corona-Fälle aufgetreten waren, um eine weitere Virusausbreitung zu verhindern.

    Die Behörden hatten im Mai bekannt gegeben, dass zwei an Covid-19 erkrankte Mitarbeiter von Nerzfarmen sich "sehr wahrscheinlich" bei den Tieren angesteckt hatten. Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) könnte es sich um die "ersten bekannten Fälle einer Übertragung" des Coronavirus von Tier zu Mensch handeln.

    Wie die Süddeutsche Zeitung im Mai berichtete, haben Tiermediziner der niederländischen Universität Wageningen bereits ein Forschungsprogramm aufgelegt, das sie nun in den infizierten Zuchtbetrieben abarbeiten wollen. Alle marderartigen Tiere seien extrem empfänglich für Coronaviren. Sie haben in ihren Lungen dieselben Rezeptormoleküle, die es den Viren auch in menschlichen Organen ermöglichen, in die Zellen einzudringen.

    15.31 Uhr: Vatikan wieder "pandemiefrei"

    Der Vatikan ist nach eigenen Angaben wieder pandemiefrei. Bei der letzten als erkrankt gemeldeten Person sei der Covid-19-Erreger am Samstag nicht mehr nachweisbar gewesen. Damit sei derzeit niemand von den Beschäftigten des Heiligen Stuhls oder im Vatikanstaat positiv auf das Virus getestet, teilte das vatikanische Presseamt mit. Zeitweise waren ein Dutzend Vatikanmitarbeiter an Corona erkrankt. Im Verhältnis zur Bevölkerungszahl nahm der päpstliche Kleinstaat damit einen der obersten Ränge weltweit in der Durchseuchungsstatistik ein.  

    15.27 Uhr: Freistaat gibt 138 Millionen Euro Corona-Hilfe für Kliniken

    In Bayern sind neue Corona-Hilfsprogramme für Reha-Einrichtungen und Privatkliniken gestartet. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Samstag in München hingewiesen. Huml erklärte, der Bund gleiche die mit der Behandlung von Covid-19-Patienten für Krankenhäuser und Reha-Einrichtungen verbundenen Mehrbelastungen nur teilweise aus. Daher stelle der Freistaat für besonders betroffene Einrichtungen nun 138 Millionen Euro zur Verfügung. Unterstützt würden damit Einrichtungen, die zur Bewältigung der Pandemie bereitstünden, aber keine oder unzureichende Zahlungen vom Bund erhielten.

    15.16 Uhr: Britische Regierung plant nach Corona längere Sonntagsöffnungen

    Die britische Regierung plant zur Ankurbelung der Wirtschaft in der Corona-Krise laut Medienberichten offenbar längere Sonntagsöffnungen. Die bestehenden Begrenzungen könnten für ein Jahr ausgesetzt werden, berichtet die "Times". Downing Street wolle ein Gesetz erarbeiten, das größeren Supermärkten ermögliche, am Sonntag länger als sechs Stunden zu öffnen. Auch die anglikanische Kirche stellt sich nicht gegen diese Pläne - sofern diese nur wenige Wochen dauerten und nicht als Gelegenheit genutzt würden, um den Status quo auszuhebeln.

    14.52 Uhr: Madrider Prado wieder geöffnet

    Das weltberühmte Prado-Museum in Madrid hat nach fast dreimonatiger Corona-Zwangspause am Samstag seine Türen mit einer Sonderausstellung "Reencuentro" (Wiederbegegnung) wieder geöffnet. Zugänglich ist zunächst nur ein Drittel der Ausstellungsfläche, und es dürfen nur 1.800 Besucher gleichzeitig und unter strengen Sicherheitsauflagen in den Kunsttempel der spanischen Hauptstadt. Madrid war eine der am stärksten vom neuartigen Coronavirus betroffenen Metropolen weltweit.

    14.36 Uhr: Nur ein Neu-Infizierter in Bayern seit gestern

    Nach heutigem Stand (Samstag, 06.06., 10.00 Uhr) sind in ganz Bayern 47.350 Menschen an Covid-19 erkrankt. Das ist nur ein gemeldeter Fall mehr als gestern (Freitag, 05.06.), heißt es auf der Homepage des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen. 2.486 Menschen sind gestorben, die sich zuvor mit dem Coronavirus infiziert hatten. Das sind acht weniger als in der gestrigen Meldung des Landesamtes. Bei ihrer Datenerfassung weist das LGL drauf hin, dass sich die Anzahl der Fälle auch rückwirkend ändern kann, durch zum Beispiel Qualitätskontrollen und Nachmeldungen.

    43.540 Infizierte sind in Bayern nach ihrer Corona-Erkrankung wieder genesen.

    14.19 Uhr: Terrorgefahr im Sahel verschärft sich durch Corona

    Die Sicherheitsheitslage in den Sahelstaaten Mauretanien, Mali, Burkina Faso, Niger und Tschad könnte sich nach Einschätzung der Vereinten Nationen im Zuge der Corona-Pandemie weiter verschärfen. "Wir erleben Versuche von Terroristen und anderen Gruppen in der Region, von der Pandemie zu profitieren, um staatliche Autorität zu untergraben und die Regierungen zu destabilisieren", sagte Jean-Pierre Lacroix, Leiter der UN-Hauptabteilung Friedenssicherungseinsätze, vor dem Weltsicherheitsrat in New York.

    In den vergangenen Wochen beklagten auch nichtstaatliche Hilfsorganisationen den schlechten Zugang zu entlegenen Regionen im Sahel durch Reiseverbote, um die Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen.

    13.58 Uhr: Fifa-Präsident rechnet nicht mit bald vollen Fußballstadien

    Fifa-Präsident Gianni Infantino glaubt nicht an eine rasche Rückkehr von Fans in die Fußball-Stadien. "Fußball ohne Zuschauer ist nicht dasselbe, aber wir müssen geduldig sein bei der Frage, wann die Fans wieder in die Stadien zurückkehren können", sagte der Schweizer in einer am Samstag an alle 211 FIFA-Mitgliedsländer verschickten Videobotschaft.

    13.34 Uhr: Ungarn hebt Reisebeschränkungen gegenüber Deutschland auf

    Ungarn hebt alle Beschränkungen im Personenverkehr mit Deutschland auf, die das mitteleuropäische Land im März wegen der Corona-Pandemie verhängt hat. Dies gab der ungarische Außenminister Peter Szijjarto am Samstag auf seiner Facebook-Seite bekannt. Deutsche Staatsbürger können ab Sonntag (7. Juni), 08 Uhr, ohne Auflagen in Ungarn einreisen. Ungarn, die aus Deutschland zurückkehren, brauchen sich nicht mehr einer 14-tägigen Heimquarantäne zu unterziehen.

    Weitere Informationen rund um Reisen und Urlaub in der Corona-Krise erhalten Sie hier.

    13.32 Uhr: Experten warnen vor zweiter Infektionswelle in Großbritannien

    Führende Ärzte und Wissenschaftler haben die britische Regierung eindringlich dazu aufgerufen, das Land auf eine mögliche zweite Infektionswelle im Winter vorzubereiten. Großbritannien gehöre zu den Ländern mit den höchsten Todesraten, betonten die Experten in einem im "Guardian" veröffentlichten Schreiben. "Besonders schlimm sind die Armen und bestimmte ethnische Minderheiten betroffen." Zu den 27 Unterzeichnern gehört auch der Mediziner Anthony Costello, der früher Spitzenbeamter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) war.

    Nach Angaben des britischen Gesundheitsministeriums sind bereits mehr als 40.000 Corona-Infizierte gestorben - kein anderes Land in Europa verzeichnet so viele Opfer.

    13.14 Uhr: Brasilianisches Gericht verbietet wegen Corona-Pandemie Razzien in Favelas

    Vor dem Hintergrund wachsender Kritik an der Polizeigewalt in Brasilien hat das oberste Gericht des Landes Razzien in den Armenvierteln von Rio de Janeiro während der Corona-Pandemie untersagt. In seinem Urteil vom Freitag erklärte der Richter Edson Fachin, Razzien in den sogenannten Favelas dürften für die Dauer der Pandemie nur in "absoluten Ausnahmefällen" und nur bei einer entsprechenden Genehmigung der Staatsanwaltschaft stattfinden. Am Einsatz unverhältnismäßiger Polizeigewalt übte der Richter deutliche Kritik.

    13.05 Uhr: Weitere Lockerungen trotz Anstiegs der Infektionszahlen in Iran

    Trotz ansteigender Infektionszahlen im Iran will Präsident Hassan Ruhani weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen vornehmen. "Es bleibt uns nichts anderes übrig, als gleichzeitig mit dem Kampf gegen die Pandemie den Menschen auch die Aufnahme ihrer Arbeit zu ermöglichen", sagte Ruhani am Samstag. Daher sollen ab Mitte Juni auch Kitas und Kinos wieder öffnen, eingeschränkt und unter Beachtung von Hygieneauflagen. Konzerte sollen ebenfalls wieder möglich sein. Auch die Moscheen sollten aufmachen, Freitagsgebete wieder veranstaltet werden, kündigte Ruhani auf seiner Webseite an.

    12.15 Uhr: 8855 neue Infektionen und 197 Tote in Russland

    Russland hat 8.855 neue Corona-Infektionsfälle vermeldet. Die am Samstag von der zuständigen Taskforce bekannt gegebene Zahl ähnelte den Daten der vergangenen Tage. Die Zahl von 197 zusätzlichen Toten seit dem Vortag war allerdings die bislang zweithöchste. Insgesamt hat Russland nun mehr als 458.000 Sars-CoV-2-Infektionen registriert und nach offiziellen Angaben 5.725 Tote.

    Bislang konzentrierte sich die Pandemie in Russland auf Moskau: Etwa die Hälfte der Infektionen und Toten entfielen auf die Hauptstadt und ihr Umland.

    12.05 Uhr: Konjunkturprogramm stärkt große Koalition in Wählergunst

    Mit dem jüngst präsentierten Konjunkturprogramm stärkt die große Koalition einer Umfrage zufolge ihre Position in der Wählergunst. Wie das RTL/ntv-Trendbarometer zeigt, erreichen die Regierungsparteien CDU/CSU und SPD mit gemeinsam 56 Prozent den höchsten Zustimmungswert in diesem Jahr. Der Erhebung zufolge sind die Wirtschaftserwartungen der Deutschen inzwischen weniger pessimistisch als zu Beginn der Corona-Krise. Nur noch 51 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung der ökonomischen Verhältnisse in den kommenden Jahren. Im April betrug der Anteil noch 63 Prozent.

    11.41 Uhr: 21 Erntehelfer positiv getestet - Schwäbischer Spargelbauer beendet Saison

    Der größte Spargelbauer in der Region Schwaben beendet vorzeitig die Saison. Grund sind die positiven Tests auf Covid-19 bei insgesamt 21 Erntehelfern. Nachdem bereits in der vergangenen Woche zwei Erntehelfer positiv auf das Virus getestet worden waren, ist der Erreger nun bei 19 weiteren Erntehelfern des Spargelbauern nachgewiesen worden. Das hatte das Landratsamt Aichach-Friedberg mitgeteilt. Ein Sprecher des Spargel-Bauern sagte, die Geschäftsleitung habe sich dazu entschieden, die Spargelsaison vorzeitig zu beenden. Die Gesundheit der Mitarbeiter sei das höchste Gut, man verzichte lieber auf drei Wochen Geschäft.

    11.31 Uhr: Zunehmende Konflikte in Pflegeheimen mit Besuchern

    Vier Wochen nach Ende des Besuchsverbotes in Pflegeheimen kommt es offenbar häufig zu Konflikten mit Besuchern wegen der Corona-Schutzmaßnahmen. Es komme zu Diskussionen und sogar zu Aggressivität gegenüber Beschäftigten, sagte der nordrhein-westfälische Landesbeauftragte des Verbandes privater Anbieter sozialer Dienste, Hans Peter Knips, der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ, Samstag): "Wir haben oft verbale Auseinandersetzungen mit Angehörigen, die bis an die Grenze des Ertragbaren gehen."

    10.41 Uhr: Paris verbietet wegen Infektionsschutz Demonstrationen gegen Polizeigewalt

    Die französischen Behörden haben mehrere für Samstag angekündigte Demonstrationen gegen Polizeigewalt in Paris unter Verweis auf das Infektionsschutzgesetz verboten. Wegen der Corona-Pandemie seien alle Demonstrationen mit mehr als zehn Personen untersagt, teilte der Polizeipräfekt Didier Lallement am Samstag mit. Zu den Demonstrationen werde im Internet aufgerufen; sie seien von den Organisatoren jedoch nicht angemeldet worden.

    10.35 Uhr: Maßnahmen sind laut Merkel Mischung aus Konjunktur- und Zukunftspaket

    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die beschlossenen Maßnahmen zur Abfederung der Corona-Folgen als Mischung aus klassischem Konjunkturpaket und auf viele Jahre ausgerichtetem Zukunftspaket bezeichnet. Das klassische Konjunkturpaket entfalte seine Wirkung in den Jahren 2020 und 2021. Das länger angelegte Zukunftspaket in Höhe von 50 Milliarden Euro sei notwendig, weil sich durch den Klimawandel und die Digitalisierung die Art des Wirtschaftens grundlegend ändere, sagte die CDU-Politikerin in ihrem am Samstag veröffentlichten Podcast.

    10.30 Uhr: Frankreichs Corona-Warn-App knackt Millionen-Marke

    Frankreichs Coronavirus-Warn-App "StopCovid" hat nach Angaben der Regierung die erste Millionen-Marke übertroffen. Innerhalb von drei Tagen sei die App eine Million Mal aktiviert worden, schrieb der Staatssekretär für Digitales, Cédric O, am Samstag auf Twitter. Die kostenlose Anwendung steht seit Dienstag zum Herunterladen auf das Handy bereit. Die Regierungs hatte zuvor erklärt, damit die App aber wirksam sei, müsste sie von mehreren Millionen Französinnen und Franzosen genutzt werden.

    "StopCovid" soll mit Hilfe von Bluetooth-Signalen erfassen, welche Smartphones einander nahegekommen sind. Bürger sollen dann gewarnt werden, falls sich später herausstellt, dass sie sich neben infizierten Personen aufgehalten haben.

    10.28 Uhr: Indiens Infektionszahl übersteigt die Italiens

    Indien meldet einen Anstieg der festgestellten Infektionen um 9887 auf mehr als 236.000. Damit überholt das Land Italien und liegt weltweit auf Rang sechs hinter den USA, Brasilien, Russland, Großbritannien und Spanien. Die offiziell angegebene Totenzahl in Indien liegt mit 6642 allerdings relativ niedrig. Die Regierung von Ministerpräsident Narendra Modi will die seit März geltenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens ab Montag lockern. Dann dürfen Einkaufszentren, Restaurants und Gebetsstätten wieder öffnen.

    10.17 Uhr: Polen verlängert Verbot von Auslandsflügen bis 16. Juni

    Polen verlängert das Verbot von Auslandsflügen bis zum 16. Juni, wie die staatliche Nachrichtenagentur PAP unter Berufung auf ein Regierungsdekret meldet. Inlandsflüge der staatlich kontrollierten Fluggesellschaft LOT gibt es seit dem 1. Juni wieder. In Polen wurden bislang 25.410 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus und 1.137 Todesfälle festgestellt.

    9.57 Uhr: Ökonom Sinn hält Konjunkturpaket für überzogen

    Der Ökonom Hans-Werner Sinn hält die Konjunkturprogramme der Bundesregierung für überzogen, wie er gegenüber einem Onlinemagazin erklärt hat. "Man hat des Guten schon zu viel getan, und wir beginnen Maß und Mitte zu verlieren", kritisiert Sinn, der früher Chef des Münchner Ifo-Instituts war. "Diese Zahlen können schon Angst machen." Er ergänzte, die wirtschaftliche Erholung in China ließe hoffen, dass es auch für Deutschland wieder einen schnellen Aufstieg gebe, "allerdings nicht auf das Ursprungsniveau."

    9.49 Uhr: Bolivien schafft wegen Corona drei Ministerien ab

    Boliviens Übergangsregierung schafft mehrere Ministerien ab, um in der Corona-Krise Geld zu sparen. Demnach werden das Sportministerium, das Kulturministerium und das Kommunikationsministerium an andere Ministerien angeschlossen, berichteten bolivianische Medien am Freitag (Ortszeit) übereinstimmend. "Alles Eingesparte wird in die Gesundheit und den Kampf gegen das Coronavirus gehen", wurde Übergangspräsidentin Jeanine Añez zitiert.

    9.44 Uhr: Sechs weitere Fälle in Vorpommern nach Kontakt mit infiziertem Priester

    Nachdem sich ein katholischer Priester in Stralsund mit dem Corona-Virus infiziert hat, wurden nach Laboruntersuchungen sechs weitere Infizierte gemeldet. Bereits vorher war eine weitere Infektion entdeckt worden, so dass es aktuell insgesamt acht Fälle in Vorpommern gebe, wie das Gesundheitsministerium in Schwerin am Freitagabend mitteilte. Von 120 Besuchern der Pfingstgottesdienste sowie aus dem persönlichen Umfeld des Priesters seien Abstriche vorgenommen und im Labor untersucht worden.

    7.30 Uhr: Innenminister beraten Mitte Juni über Lehren aus der Corona-Krise

    Die Innenminister der Länder und des Bundes wollen Lehren aus den Erfahrungen in der Corona-Krise ziehen und Vorkehrungen für eine mögliche zweite Infektionswelle treffen. Das kündigte der Chef der Innenministerkonferenz, Thüringens Ressortchef Georg Maier (SPD), im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur an. Die Innenminister der Länder und des Bundes kommen vom 17. bis 19. Juni in Erfurt zusammen, um sich unter anderem in Fragen der Inneren Sicherheit, bei Migrationsthemen und beim Kampf gegen Rechtsextremismus zu beraten.

    6.59 Uhr: Bolsonaro droht mit Austritt Brasiliens aus WHO

    Inmitten der sich zuspitzenden Coronakrise in Brasilien droht Präsident Jair Bolsonaro mit einem Austritt aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Bolsonaro warf der WHO am Freitag (Ortszeit) vor, eine "parteiische politische Organisation" zu sein. Sollte sie dies nicht ändern, werde sein Land einen Austritt in Betracht ziehen, sagte er vor Journalisten. Damit vertritt Bolsonaro eine ähnliche Position wie US-Präsident Donald Trump. Dieser hatte zuletzt die Beziehungen der USA zur WHO aufgekündigt. Trump wirft ihr vor, vollkommen unter der Kontrolle Chinas zu stehen.

    5.26 Uhr: RKI meldet 407 nachgewiesene Neuinfektionen in Deutschland

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 407 bestätigte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland. Die Gesamtzahl der Fälle steige damit auf 183.678. Im Zusammenhang mit dem Virus seien 33 weitere Menschen gestorben, so dass sich die Gesamtzahl der Toten auf 8.646 erhöhe.

    5.14 Uhr: Zuschüsse für Studierende in Not sollen bald fließen - Ministerium bewilligt Zahlungen

    Nach längeren Anlaufschwierigkeiten sollen Studierende in Notlage noch in diesem Monat Corona-Zuschüsse des Bundes in Höhe von bis zu 500 Euro monatlich beantragen können. Das Deutsche Studierendenwerk habe am Freitag rückwirkend zum 15. Mai die Bewilligung zur Auszahlung erhalten, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesbildungsministerium, Michael Meister, der Nachrichtenagentur AFP. "Damit sind die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Überbrückungshilfe noch im Juni starten kann."

    Die Hilfen könnten zunächst für die Monate Juni, Juli und August über die Studierendenwerke beantragt werden und müssten nicht zurückgezahlt werden, sagte Meister. Oppositionspolitiker und Studierendenvertreter hatten zuvor scharfe Kritik an dem späten Beginn der Zahlungen geübt und dem Ministerium vorgeworfen, die Studierenden im Stich zu lassen.

    5.00 Uhr: Corona-Hilfe für Reha-Einrichtungen und Privatkliniken in Bayern

    Um Mehrbelastungen durch die Behandlung von Corona-Patienten in Reha-Einrichtungen und Krankenhäusern abzufedern, nimmt der Freistaat 138 Millionen Euro in die Hand. Über drei Hilfsprogramme sollen stationäre Einrichtungen unterstützt werden, die zur Bewältigung der Corona-Pandemie bereitstehen, aber keine oder nicht ausreichende Ausgleichszahlungen vom Bund erhalten. Das betrifft nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Samstag Reha-Einrichtungen oder reine Privatkliniken. Zudem sollen die Leistungen aller Einrichtungen bei der Versorgung von Covid-19-Erkrankten mit einer Sonderzahlung gewürdigt werden.

    5.00 Uhr: Corona bietet laut Analyse mehr Angriffsflächen für Cyberkriminelle

    Die Corona-Pandemie verschafft Cyberkriminellen und Geheimdiensten mehr Möglichkeiten für Angriffe. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse der Konrad-Adenauer-Stiftung. "Hinzu kommt, dass sich die weniger gut geschützte IT-Oberfläche, seitdem Millionen von Menschen kurzfristig von zu Hause aus arbeiten, vergrößert hat", heißt es in dem Papier der CDU-nahen Stiftung, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Anders als bei großen Unternehmen, Behörden und Organisationen fehle dort in der Regel professioneller Schutz für das IT-System.

    4.30 Uhr: In Hollywood darf ab der kommenden Woche wieder gedreht werden

    In Hollywood dürfen ab der nächsten Woche wieder Filme gedreht werden. Die Film- und Fernsehstudios in Los Angeles dürfen nach dreimonatiger Zwangspause wegen der Corona-Pandemie ab dem 21. Juni ihren Betrieb wieder aufnehmen, wie die Regierung des Bundesstaats Kalifornien am Freitag mitteilte. Schauspieler und Aufnahmeteams müssen sich aber weiter an strikte Auflagen halten. Alle Dreharbeiten müssen zudem von den Gesundheitsbehörden der Bezirke genehmigt werden.

    4.30 Uhr: Chef der Innenministerkonferenz: Auf zweite Corona-Welle vorbereiten

    Der Chef der Innenministerkonferenz mahnt, bis zum Herbst die Vorräte an kritischen Artikeln wie Schutzkleidung und Medikamente aufzufüllen, um für eine zweite Corona-Infektionswelle gewappnet zu sein. "Man muss ja damit rechnen, dass es im Herbst ein Wiederaufflammen gibt, weil man sich dann beispielsweise wieder öfter in geschlossenen Räumen aufhält", sagte Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt.

    4.00 Uhr: Umfrage: Corona könnte stärker spalten als Flüchtlingskrise

    Eine Mehrheit der Deutschen glaubt laut einer neuen Studie, die Corona-Pandemie könne das Land stärker spalten als die Flüchtlingskrise. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für die "Augsburger Allgemeine" hervor. Demnach gaben knapp 60 Prozent der Befragten an, sie glaubten, die Corona-Krise könne zur stärksten Polarisierung der Gesellschaft in den vergangenen zehn Jahren führen. Nur rund 27 Prozent glaubten das nicht oder eher nicht, gut 13 Prozent waren in der Frage unentschieden.

    3.18 Uhr: WHO befürwortet nun Tragen von Gesichtsmasken

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ihren Standpunkt zum Tragen von Gesichtsmasken in der Corona-Krise geändert. Zur Eindämmung von Infektionen empfehle man nun ihre Nutzung in überfüllten öffentlichen Einrichtungen, teilte die WHO am, Freitag in Genf mit. Zugleich warnte die UN-Organisation jedoch, Masken könnten das Erkrankungsrisiko sogar erhöhen, wenn Menschen diese mit schmutzigen Händen berührten und so kontaminierten. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte: "Masken können auch ein falsches Gefühl der Sicherheit vermitteln."

    Bislang war die Haltung der WHO, dass ein Mundschutz nur für Kranke und Menschen, die Kranke pflegten, sinnvoll sei. Der Massengebrauch wurde nicht empfohlen.

    2.02 Uhr: Stoltenberg: Nato-Vorbereitungen auf zweite mögliche Coronawelle

    Die Nato treibt nach Angaben ihres Generalsekretärs konkrete Planungen voran, um sich für eine mögliche zweite Welle der Corona-Pandemie zu wappnen. Das sagte Jens Stoltenberg der "Welt am Sonntag". Ziel sei dabei ein koordiniertes Vorgehen im Kampf gegen das Virus. "Wir müssen unsere Planungen so abstimmen, dass den Nato-Mitgliedern und den Partnerländern, die eng mit dem Bündnis verbunden sind, bei der Bekämpfung des Corona-Virus noch besser und schneller geholfen werden kann", betonte Stoltenberg.

    Die Pläne sollten nach seinen Worten bereits in Kürze fertig gestellt und den Verteidigungsministern des Bündnisses Mitte Juni bei ihrem virtuellen Treffen zur Beratung vorgelegt werden. Die Pläne beinhalten Maßnahmen wie etwa die Bereitstellung von ausreichend Transportkapazitäten für medizinisches Material und das Anlegen von Vorratslagern, die einen schnellen Zugriff auf medizinische Ausrüstung ermöglichen.

    2.00 Uhr: Seehofer will Bundesamt für Bevölkerungsschutz reformieren

    Innenminister Horst Seehofer will eine Reform des Bundesamts für Bevölkerungsschutz anstoßen, damit Deutschland künftig besser auf Krisen wie die Coronavirus-Pandemie reagieren kann. "Dass das Bundesamt nur für den Spannungs- und Verteidigungsfall zuständig ist, das können sie der Bevölkerung schwer erklären, eigentlich gar nicht", sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Deswegen werde er in Kürze mit dem Präsidenten der Behörde darüber reden, wie das Amt künftig aufgestellt wird.

    1.02 Uhr: Weltärztechef fordert Absage von Parteitagen

    Wegen der Corona-Gefahr hat Weltärztechef Frank Ulrich Montgomery die Absage des für Dezember geplanten CDU-Bundesparteitages gefordert. "Wir müssen unbedingt weiter Abstand zueinander halten, die Hygieneregeln beachten, und Massenevents dürfen auf gar keinen Fall wieder zugelassen werden", sagte der Vorstandsvorsitzende des Weltärztebundes im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). "Natürlich gilt das auch für Parteitage. Die wären riskant und sollten in diesem Jahr abgesagt oder nur online abgehalten werden." Auch eine Öffnung von Fußballstadien, wie sie von einigen Ministerpräsidenten wieder erwogen wird, "wäre verheerend und könnte uns wieder weit zurückwerfen", mahnte Montgomery.

    1.01 Uhr: Bundesligaspiele mit Zuschauern in neuer Saison laut Seehofer denkbar

    In der neuen Saison der Fußball-Bundesliga könnte es nach Ansicht von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) auch wieder Spiele vor Zuschauern geben. In einem am Samstag veröffentlichten Interview für die Zeitungen der Funke Mediengruppe erklärte Seehofer, er gehe zunächst von reduzierten Zuschauerzahlen aus. Erst sollte jedoch die laufende Saison zu Ende gespielt werden.

    1.00 Uhr: Seehofer hofft auf Impfstoff bis Jahresende

    Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) rechnet mit einem Impfstoff gegen das Coronavirus noch im Laufe des Jahres. "Am wichtigsten ist ein Impfstoff. Es heißt, das könne bis Jahresende gelingen. Ich habe die Hoffnung, dass es vielleicht auch schneller geht", sagte Seehofer den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Er sei davon überzeugt, dass die große Mehrheit der Bürger geimpft werden möchte. "Ich bin nicht dafür, eine Impfung vorzuschreiben", stellte Seehofer klar.

    00.28 Uhr: ESA-Website stellt Corona-Folgen dar

    Ob Luftverschmutzung, Flugverkehr oder die Spargelernte um Berlin - die EU-Kommission und die Europäische Weltraumagentur ESA haben eine Internetseite vorgestellt, auf der sich die ökologischen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie anhand von Satellitendaten verfolgen lassen. In der Corona-Krise und während des Neustarts danach könnten diese Daten eine entscheidende Rolle spielen, teilte der Chef des Erdbeobachtungsprogramms der ESA, Josef Aschbacher, am Freitag mit.

    Die Plattform "misst die Auswirkungen und überwacht die Erholung nach dem Lockdown", erklärte die ESA. Schlüsselparameter wie Luft- und Wasserqualität sowie wirtschaftliche und menschliche Aktivitäten sollen sich mit dem Programm verfolgen lassen, etwa die Industrie, die Bauwirtschaft, der Verkehr und die landwirtschaftliche Produktion in 22 ESA-Mitgliedstaaten.

    00.28 Uhr: Trotz vieler Fälle kein neuer Lockdown in Pakistan

    Trotz eines massiven Anstiegs von Corona-Neuinfektionen will Pakistans Premierminister Imran Khan nicht zu den erst im Mai gelockerten Sperrmaßnahmen zurückkehren. Dies könne sich sein Land wegen seiner maroden Wirtschaft nicht leisten, sagte Khan am Freitag in einer TV-Ansprache. Die Bürger sollten sich vielmehr weiter an die Abstandsregeln halten.

    00.03 Uhr: Ministerpräsidentin Dreyer fordert bessere Koordinierung der wissenschaftlichen Politik-Beratung

    Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat eine bessere Koordinierung der wissenschaftlichen Politik-Beratung zum Thema Corona gefordert und sieht dabei das Robert-Koch-Institut (RKI) in der Pflicht. "Wir müssen dafür sorgen, dass vorliegende wissenschaftliche Erkenntnisse besser gebündelt werden und wir zu gemeinsamen Richtlinien kommen", sagte Dreyer der Düsseldorfer "Rheinischen Post" am Samstag auf die Frage, welches Thema zur Pandemie-Bekämpfung als nächstes bei der Ministerpräsidentenkonferenz besprochen werden müsse.

    In erster Linie gehe es um eine bessere Vernetzung und Bündelung der existierenden Strukturen, betonte Dreyer. Genau wie in den Gesundheitsbehörden und Instituten in den Ländern, wo sehr viel Expertise und die direkte Verbindungen zu den Kommunen in der Praxis bestehe, sei es Aufgabe des RKI, diese Erfahrungen aufzunehmen und immer wieder auch mit den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen abzugleichen.

    Samstag, 6. Juni

    20.40 Uhr: Corona-Ausbruch in Kirchengemeinde im Raum Rostock

    Ein mit dem Coronavirus infizierter Priester hat am Pfingstwochenende in Vorpommern drei Gottesdienste gefeiert. Mehrere Besucher wurden jetzt positiv getestet. Bei sechs Tests von Kontaktpersonen eines mit dem Coronavirus infizierten katholischen Priesters in Vorpommern ist das Virus nun ebenfalls nachgewiesen worden. Bislang seien 120 Abstriche untersucht worden, teilte das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Rostock mit. Fünf Infizierte kommen aus dem Landkreis-Vorpommern-Rügen, einer aus dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Zu den Kontaktpersonen gehörten Teilnehmer an Gottesdiensten am Pfingstwochenende in Stralsund, Demmin und Grimmen. Sie seien unter anderem anhand von Teilnehmerlisten, die in den Kirchen auslagen, ermittelt und zu Tests gebeten worden.

    20.35 Uhr: Lage laut Behörden in Spanien unter Kontrolle

    Im von der Krise stark gezeichneten Spanien ist die aktuelle Corona-Ausbruchswelle nach Angaben der Behörde für Gesundheitliche Notfälle inzwischen weitgehend unter Kontrolle. Die Zahl der Neuinfektionen sei niedrig, die Zahl der Patienten auf Intensivstationen sinke und es werde weiter massiv auf Sars-CoV-2 getestet. Inzwischen stellten eher importierte Infektionsfälle ein Risiko dar.

    18.35 Uhr: 43 Corona-Fälle bei Paketzusteller DPD in Duisburg bestätigt

    Der Paketzusteller DPD hat nach vorsorglichen Reihentests in einem Sortierzentrum bei 43 Mitarbeitern Infektionen mit dem Coronavirus registriert. Insgesamt waren rund 400 Mitarbeiter des Standorts Duisburg getestet worden, wie ein Sprecher von DPD am Freitag erklärte. Alle Infizierten stehen demnach unter häuslicher Quarantäne. Insgesamt arbeiten rund 1.000 Menschen für den Standort in der Ruhrgebietsstadt. Mithilfe weiterer Tests solle die Entwicklung im Betrieb in Duisburg beobachtet werden. Laut Mitteilung läuft die Arbeit im Zentrum planmäßig weiter.

    17.06 Uhr: Russland riegelt Hafenstadt mit 180.000 Einwohnern ab

    Wegen stark steigender Corona-Zahlen im russischen Sewerodwinsk wird die als Standort für die Produktion atomarer U-Boote bekannte Großstadt in der Nacht zum Samstag vollständig abgeriegelt. Der Gouverneur der Region Archangelsk verfügte per Dekret die komplette Abschottung der 180.000-Einwohner Stadt. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden stieg die Zahl der bestätigten Infektionen in Sewerodwinsk zuletzt auf mehr als 1.000.

    "Sie müssen es eine Woche oder zehn Tage durchhalten, damit die Infektionsrate nicht weiter steigt", sagte Gouverneur Alexander Zybulsky. Die Behörden hätten sich die Entscheidung für die Abriegelung nicht leicht gemacht, sie sei aber "wirklich nötig". Wegen der hohen Infektionsrate gilt in Sewerodwinsk bereits eine Masken- und Handschuhpflicht.

    16.51 Uhr: Virologe Streeck sieht Öffnung von Schulen entspannt

    Angesichts der in mehreren Bundesländern bevorstehenden Wiederöffnung von Schulen und Kitas sieht der Mediziner Hendrik Streeck keine besonderen Gefahren für Lehrer und Betreuer. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte der Bonner Virologe: "Aus virologischer Sicht ist alles gesagt. Die bisherige Datenlage zu Schulen, Kitas und Kindern ist unklar, und daher muss die Politik mit diesem unsicheren Wissen Entscheidungen treffen."

    Ein besonderes Covid-19-Infektionsrisiko für Lehrer sei nicht anzunehmen, "wir wissen nicht genau, ob Kinder so ansteckend sind wie Erwachsene oder weniger". Eindeutiger sei aber inzwischen, dass es keine Hinweise gebe, dass sie ansteckender seien. Die ursprüngliche Annahme einer besonderen Beteiligung von Kindern an der Verbreitung des Virus sei nicht haltbar. Auch insgesamt sei keine erneute Verschärfung der Pandemie durch die Öffnung von Schulen zu erwarten, sagte Streeck.

    16.25 Uhr: Bayerischer Pflegebonus soll bis Ende August ausbezahlt werden

    Mitarbeiter von Pflege- und Rettungsdiensten sollen den Pflegebonus der Staatsregierung von mehreren Hundert Euro während der Corona-Zeit bis Ende August ausbezahlt bekommen - sofern sie ihn beantragt haben. "Wir machen das schnellstmöglich", sagte der Präsident des Landesamtes für Pflege, Markus Schick, dem Sender "Antenne Bayern": "Bis Ende August ist unser Ziel, und das werden wir auch schaffen." Der Bonus kann noch bis Ende Juni beantragt werden. Die Einmalzahlung beträgt bei Beschäftigten mit einer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von mehr als 25 Stunden 500 Euro, ansonsten 300 Euro.

    16.03 Uhr: Alpenverein empfiehlt Gipfel mit viel Platz

    Der Deutsche Alpenverein (DAV) rät in Corona-Zeiten zu Zielen mit viel Platz. Wanderer sollten Gipfel mit breitem Plateau wählen und "Modeberge" meiden, so der Bergsportverein. Weiter mahnt der DAV, die Natur nicht wegen der geltenden Abstandsregeln zu schädigen: "Wir verstehen, dass Wanderer in dieser Zeit anderen Wanderern aus dem Weg gehen wollen. Das darf aber nicht dazu führen, dass Pfade künstlich verbreitert oder Abkürzungen zur Standardmaßnahme beim Ausweichen vor Gegenverkehr werden", sagte DAV-Vizepräsident Manfred Sailer.

    15.52 Uhr: In Göttingen müssen wohl hunderte Schulkinder in Quarantäne

    Nach dem Corona-Ausbruch in Göttingen müssen voraussichtlich mehrere hundert Schulkinder für zwei Wochen in Quarantäne. Betroffen seien die Klassen der Kinder, die sich in Folge von Regelverstößen bei Privatfeiern zum muslimischen Zuckerfest mit dem Virus infiziert hatten, sagte Sozialdezernentin Petra Broistedt (SPD). Unter den bislang 120 Infizierten im Zusammenhang mit den Privatfeiern befinden sich 39 Schülerinnen und Schüler.

    Unabhängig von den Quarantäne-Maßnahmen sollen die Göttinger Schulen, die wegen des Corona-Ausbruchs allesamt geschlossenen wurden, ab Montag den Betrieb unter Auflagen wieder aufnehmen, sagte Sozialdezernentin Broistedt. Die Schulen erhielten dazu einen umfangreichen Katalog mit Verhaltensmaßregeln.

    Unterdessen hat die Stadt mit einem dreitägigen Massentest in dem Hochhauskomplex begonnen, der als Schwerpunkt des Corona-Ausbruchs gilt. Daran hätten sich am ersten Tag knapp 220 Bewohner beteiligt. In dem Wohnkomplex sind nach Angaben der Stadt rund 600 Menschen gemeldet. Die Behörden vermuten allerdings, dass dort noch sehr viel mehr Personen leben.

    15.24 Uhr: 47.349 Corona-Fälle in Bayern

    In Bayern sind inzwischen 47.349 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bisher 2.494 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 43.460 Menschen.

    14.55 Uhr: Forschungsskandal um Einsatz von Malaria-Mittel

    Nach massiver Kritik an einer Studie zur Wirksamkeit des Malaria-Mittels Hydroxychloroquin bei Coronavirus-Infektionen haben drei der vier Autoren ihren Rückzug aus dem Projekt erklärt. Als einziger Autor bleibt der Gefäßchirurg Sapan Desai, dessen Firma Surgisphere die Patientendaten für die Studie lieferte.

    Das renommierte Fachblatt "The Lancet", das die Studie veröffentlicht hatte, distanzierte sich nun davon. Es gebe "viele offene Fragen", hieß es. Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass Hydroxychloroquin und der Wirkstoff Chloroquin keinen Nutzen bei Covid-19-Patienten hätten und sogar das Sterberisiko erhöhen könnten. Daraufhin hatten mehrere Länder den Einsatz des Mittels untersagt, die WHO setzte Tests aus.

    Nun droht sich die Veröffentlichung der Studie zu einem Skandal auszuwachsen, zumal die Debatte über den Hydroxychloroquin-Einsatz bei Covid-19 politisch aufgeladen ist. Das Mittel wurde wiederholt von US-Präsident Trump und Brasiliens Staatschef Bolsonaro beworben.

    14.27 Uhr: Italiens Außenminister würdigt deutsche Hilfe

    Der italienische Außenminister Luigi Di Maio hat in Berlin bei seiner ersten Auslandsreise seit Beginn der Corona-Krise die deutsche Hilfe für Italien gewürdigt. "Die Unterstützung Deutschlands für unser Land hat in der gesamten Zeit der Pandemie eigentlich nie gefehlt", sagte er nach einem Treffen mit Außenminister Heiko Maas (SPD) in Berlin: "Diese Solidarität wird mit Sicherheit immer unvergesslich bleiben", sagte Di Maio.

    Maas sagte, es habe ihn "persönlich sehr geschmerzt", dass "in den letzten Wochen in Italien sehr kritisch auf Deutschland geblickt wurde". Er bekräftigte, dass nach der Aufhebung von Reisewarnungen am 15. Juni auch touristische Reisen nach Italien wieder möglich seien. Berlin und Rom blieben eng in Kontakt, "um reaktionsfähig zu sein", falls sich die Situation verschlechtert, betonte Maas. Eine Reiseempfehlung für Italien wollte der Minister nicht abgeben. Er sei sich sicher, "dass die Bürger dieses Landes klug genug sind, zu entscheiden, wo sie ihren Urlaub verbringen".

    14.10 Uhr: Zahl der Sterbefälle ist nicht mehr erhöht

    In der 19. Kalenderwoche vom 4. bis zum 10. Mai sind in Deutschland nicht mehr Menschen gestorben als im Durchschnitt der Vorjahre. Für diesen Zeitraum seien keine auffällig erhöhten Sterbefallzahlen mehr festzustellen, teilte das Statistische Bundesamt heute in Wiesbaden mit. Die "Phase der zeitweisen Übersterblichkeit durch das Coronavirus" scheine damit aktuell beendet.

    In der 19. Kalenderwoche starben mindestens 17.014 Menschen. Die Sterbefallzahl lag damit etwa zwei Prozent unter dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. Sie kann sich durch Nachmeldungen allerdings noch leicht erhöhen. Von der 13. bis zur 18. Kalenderwoche (23. März bis 3. Mai) waren die Sterbefallzahlen erhöht. In der 15. Kalenderwoche (6. bis 12. April) war die Abweichung mit 2.371 Fällen (13 Prozent über dem vierjährigen Durchschnitt) am größten. Auch die Zahl der COVID-19-Todesfälle erreichte mit 1.718 in dieser Woche ihren Höchststand.

    13.48 Uhr: Seehofer: Ab Juli wieder "volle Freizügigkeit" in Europa

    Die EU-Staaten wollen alle Reisebeschränkungen wegen der Corona-Krise bis Ende Juni aufheben. Wie Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) nach einer Video-Konferenz mit seinen EU-Kollegen sagte, werde dann die "volle Freizügigkeit" im Schengenraum wieder hergestellt sein. Er werde am nächsten Mittwoch dem Bundeskabinett vorschlagen, die deutschen Grenzkontrollen zu anderen europäischen Staaten Mitte des Monats zu beenden. Auch ein Großteil der anderen EU-Staaten wolle die in der Corona-Krise eingeführten Kontrollen Mitte des Monats aufheben. Ein kleinerer Teil der Staaten werde dies dann Ende Juni tun. Damit wären die innereuropäischen Grenzkontrollen bis Monatsende abgeschafft. Auch infolge der Corona-Pandemie erlassene Quarantäne-Regelungen sollen beendet werden, so Seehofer: "Es ist dann wieder die volle Freizügigkeit hergestellt", sagte der Bundesinnenminister.

    Das ursprünglich bis zum 15. Juni geltende Einreiseverbot aus Drittstaaten soll noch einmal bis zum 1. Juli verlängert werden. Im Anschluss soll es eine "differenzierte Lösung" geben, die sich an der epidemiologischen Lage des jeweiligen Herkunftslandes orientiert. Dazu will die EU-Kommission in der nächsten Woche einen Vorschlag machen.

    13.08 Uhr: Karliczek ruft zu Vorsicht beim Schuleinstieg auf

    Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) warnt ihre Kollegen in den Ländern vor einem überhasteten Wiedereinstieg in den normalen Schulbetrieb. "Solange wir noch keinen Impfstoff gegen Covid-19 haben, muss auch an den Schulen weiter allergrößte Vorsicht herrschen, um strukturierten Unterricht anbieten zu können", sagte sie dem "Spiegel": "Es muss weiter alles getan werden, damit die Schulen nicht zu Infektionsherden werden." Die Ministerin bezog sich auf neue Erkenntnisse des Virologen Christian Drosten. Die aktualisierte Analyse des Teams um den Charite-Professor bestätige "hinweise auf eine erhebliche Virenlast bei infizierten Kindern", sagte sie: "Das müssen wir beachten."

    12.54 Uhr: Die WHO mahnt: "Es ist nicht vorbei"

    Die Coronavirus-Pandemie ist nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO noch lange nicht überstanden. "Es ist nicht vorbei. Es ist nicht vorbei, solange es das Virus noch an irgendeinem Ort der Welt gibt", sagte WHO-Sprecherin Margaret Harris. In einigen Ländern, in denen Restriktionen zurückgenommen worden seien, steige die Zahl der Neuinfektionen gerade wieder an. Sie meine damit aber nicht speziell Europa, so Harris.

    12.43 Uhr: Erdogan nimmt Ausgangssperre zurück

    Nach Protesten aus der Bevölkerung hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan eine gerade erst für das Wochenende verkündete Ausgangssperre wieder abgesagt. Am frühen Freitagmorgen hatte das Innenministerium angekündigt, dass die Menschen in 15 Städten und Provinzen wegen der Corona-Pandemie zwischen Freitag- und Sonntagnacht erneut daheim bleiben müssten - am Mittag meldete sich dann Erdogan zu Wort: "Die Bewertungen, die wir von unseren Bürgern erhalten haben, haben uns dazu veranlasst, die Entscheidung zu überdenken", schrieb er in einer Serie von Tweets und erwähnte "soziale und wirtschaftliche Folgen". Erdogan forderte die Menschen jedoch nachdrücklich dazu auf, ihre Masken zu tragen, Abstand zu halten und an die Hygienemaßnahmen zu denken. Ausgangssperren über das Wochenende gab es für ausgewählte Provinzen und Städte seit Mitte April.

    12.32 Uhr: Laienmusiker dürfen in Bayern ab Montag wieder proben

    Laienmusiker in Bayern dürfen ab kommendem Montag wieder in Gruppen von bis zu zehn Musikern gemeinsam proben. Wie bei allen Lockerungen seien Umsicht und Vorsicht wichtig, "aus einer schönen und lange ersehnten Musikprobe sollen keine Infektionen entstehen", sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) in München. Die Lockerung gelte für alle Instrumentalmusiker und sehe Sicherheitsabstände von zwei Metern vor, bei Blasinstrumenten seien gar drei Meter Abstand nötig. Alle Musiker müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen - außer bei Blasinstrumenten.

    Ursprünglich war der Probenbetrieb erst ab dem 15. Juni im Zuge der Ende Mai vom Kabinett beschlossenen Lockerungen für kulturelle Veranstaltungen wie Theater und Konzerte vorgesehen. "Wir werden das jetzt ab Montag schon wieder ermöglichen - unter Hygieneauflagen", betonte Herrmann. Ausgenommen bleiben aber weiterhin Chöre.

    12.16 Uhr: Frankreich sieht Coronavirus unter Kontrolle

    Frankreich sieht das neuartige Coronavirus derzeit unter Kontrolle: Das Virus verbreite sich zwar weiter, dies laufe jedoch "kontrolliert" ab und "mit geringer Geschwindigkeit", erklärte der Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirats der Regierung, Jean-François Delfraissy. Während vor der am 17. März verhängten Ausgangssperre täglich rund 80.000 neue Fälle aufgetreten seien, seien es nun nur noch etwa 1.000 pro Tag, betonte der Immunologe. Inzwischen habe Frankreich zudem umfangreiche Testkapazitäten und man könne Infizierte schneller isolieren. Wahrscheinlich sei deshalb, dass das Virus in den kommenden Wochen und Monaten unter Kontrolle bleibe.

    Frankreich ist mit offiziell mehr als 29.000 Todesfällen eines der am stärksten betroffenen Länder Europas. Vor allem im Pariser Großraum und im deutschen Grenzgebiet stießen die Krankenhäuser schnell an ihre Grenzen.

    11.47 Uhr: 12 Prozent lehnen bei Umfrage Impfung gegen Corona ab

    Gut jeder zehnte Bundesbürger (12 Prozent) will sich laut einer Umfrage auf gar keinen Fall gegen das Coronavirus impfen lassen. Weitere elf Prozent halten es für unwahrscheinlich, dass sie, sobald ein Impfstoff zur Verfügung steht, diesen nutzen würden, wie aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar in Bielefeld hervorgeht. 67 Prozent der Befragten antworteten mit "in jedem Fall" (39 Prozent) oder "wahrscheinlich schon" (28 Prozent) auf die Frage, wie wahrscheinlich es ist, dass sie sich impfen lassen würden. Innerhalb der G7-Länder der großen westlichen Industrienationen ist das der Umfrage zufolge der zweitniedrigste Wert. Nur in Frankreich ist mit 58 Prozent die Impfbereitschaft geringer. Die Briten (78 Prozent) und Italiener (74 Prozent) haben eine deutlich höhere Bereitschaft, sich impfen zu lassen für den Fall, dass ein Impfstoff zur Verfügung steht. Das Meinungsforschungsinstitut Kantar befragte zwischen dem 26. Mai und dem 1. Juni in den USA, Japan, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Kanada jeweils mindestens 1.000 Menschen.

    11.10 Uhr: Göttingen startet Corona-Massentest in Hochhaus

    Nach dem Corona-Ausbruch in Göttingen hat die Stadt am Freitag mit einem Massentest begonnen. Mehrere Hundert Bewohner eines Hochhaus-Komplexes sollen dabei auf eine mögliche Infektion mit dem Virus untersucht werden. Zwischenfälle habe es bis zum Vormittag nicht gegeben, sagte eine Polizeisprecherin. Die Verwaltung hat den Massentest angeordnet, weil sich in Folge von Regelverstößen bei Privatfeiern zum muslimischen Zuckerfest in dem Gebäudekomplex bisher mindestens 120 Menschen mit dem Virus infiziert haben.

    10.55 Uhr: Handelsketten wollen Mehrwertsteuersenkung weitergeben

    Auch Edeka und Netto wollen die von der großen Koalition beschlossenen niedrigeren Mehrwertsteuersätze an die Verbraucher weiterreichen. "Für uns ist es selbstverständlich, die steuerlichen Vorteile in Form von günstigeren Preisen an unsere Kunden weiterzugeben", sagt Edeka-Chef Markus Mosa. Auch der zur Gruppe gehörende Discounter Netto schließt sich an. Zuvor hatten bereits Rewe und Aldi entsprechende Schritte verkündet. Ab 1. Juli soll die Mehrwertsteuer befristet bis Jahresende gesenkt werden.

    10.25 Uhr: Bundesrat billigt längere Lohnfortzahlung für Eltern

    Berufstätige Eltern, die wegen der Kinderbetreuung in der Corona-Krise nicht arbeiten können, bekommen länger Geld vom Staat. Der Bundesrat billigte am Freitag ein entsprechendes Gesetz. Der Lohnersatz wird von bisher 6 auf maximal 20 Wochen verlängert. Jedes Elternteil bekommt Anspruch auf 10 Wochen Entschädigung, Alleinerziehende auf 20 Wochen. Der Staat zahlt 67 Prozent des Nettoeinkommens, höchstens aber 2016 Euro im Monat.

    Mit dem gleichen Gesetz stimmte die Länderkammer auch Entlastungen für Restaurants zu. So sinkt die Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie ab Juli für ein Jahr von 19 auf 7 Prozent.

    10.00 Uhr: Zahl der Infektionen in Russland nähert sich 450.000

    In Russland liegt die Zahl der festgestellten Infektionen inzwischen knapp unter 450.000. Behördenangaben zufolge steigt sie um 8726 auf aktuell 449.834. Die Zahl der bekannt gegebenen Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 144 auf 5528 zu.

    09.44 Uhr: Spanische Produktion bricht um ein Drittel ein

    Die spanische Industrie ist im April wegen des landesweiten Lockdowns im Kampf gegen die Corona-Pandemie in die Knie gegangen. Die Produktion brach um 33,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ein, wie das Statistikamt INE am Freitag in Madrid mitteilte. Schon im März hatte es mit minus 13,7 Prozent einem starken Rückgang gegeben.

    09.30 Uhr: Giffey für Normalbetrieb in Schulen und Kitas ab Herbst

    Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, an Kitas und Schulen nach den Sommerferien möglichst zum Normalbetrieb zurückzukehren. Voraussetzung sei allerdings, "dass das Infektionsgeschehen so bleibt wie es ist", sagte Giffey dem Sender RTL. "Das Infektionsgeschehen, so wie es jetzt aussieht, lässt das zu", sagte sie weiter. Letztlich liege die Entscheidung dann bei den Bundesländern.

    09.00 Uhr: Tuifly will Flotte wegen Corona-Krise halbieren

    Der Reisekonzern Tui will den deutschen Ferienflieger Tuifly wegen der Corona-Krise um rund die Hälfte verkleinern. Das Management habe die Pläne am Donnerstag den Mitarbeitern vorgestellt, sagte ein Tuifly-Sprecher am Freitag. Ziel sei, die eigentlich vorgesehene Flotte von 39 Jets vom Typ Boeing 737 zu halbieren und mehrere deutsche Standorte wie Köln, Bremen und Münster-Osnabrück zu schließen. Wie viele Jobs wegfallen, werde nun Teil der Gespräche zwischen Unternehmensführung und Arbeitnehmervertretern.

    08.28 Uhr: Deutsche horten in Corona-Krise Medikamente

    Die Deutschen haben zu Beginn der Corona-Krise nicht nur Vorräte an Nudeln und Toilettenpapier angelegt, sondern auch Vorräte an Medikamenten angelegt. Das zeigen Zahlen der Techniker Krankenkasse (TK). Demnach gab es in der zweiten Märzhälfte einen starken Anstieg der Ausgaben für Arzneimittel. In der zwölften Kalenderwoche zwischen dem 16. und 22. März hätten die Ausgaben bei knapp 104 Millionen Euro gelegen, eine Steigerung um 18 Prozent im Vergleich zur Vorwoche und gut 30 Millionen Euro mehr als in der gleichen Kalenderwoche 2019.

    08.12 Uhr: Deutscher Industrie brechen Aufträge weg

    Der deutschen Industrie ist das Neugeschäft wegen der Corona-Krise in Rekordtempo weggebrochen. Sie sammelte im April 25,8 Prozent weniger Aufträge ein als im Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Freitag mitteilte. Das ist der stärkste Rückgang seit Beginn der Statistik 1991.

    07.33 Uhr: Indien verzeichnet weiteren Rekordanstieg bei Infektionszahlen

    Indien hat am Freitag mehr als 9800 neue Fälle einer Infektion mit dem Coronavirus gemeldet, ein weiterer Rekordanstieg für einen einzelnen Tag. Die Gesamtzahl bestätigter Infektionsfälle lag nach Angaben des Gesundheitsministeriums bei 226 770, darunter 6348 Todesfälle in Verbindung mit dem Virus.

    Vor allem in ländlichen Gebieten kam es zuletzt zu einem Anstieg der Infektionszahlen. Dorthin waren Hunderttausende Wanderarbeiter zurückgekehrt, die nach Einführung des Lockdowns Ende März praktisch von einem Tag auf den anderen ihren Arbeitsplatz in den großen Städten verloren hatten.

    06.30 Uhr: RKI meldet niedrige Reproduktionszahl

    Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, bleibt nach aktuellsten RKI-Angaben deutlich unter der kritischen Marke von 1,0, nämlich bei 0,57 (Datenstand 4.6. 0:00 Uhr). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als eine weitere Person ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Am Vortag hatte er bei 0,71 gelegen.

    Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 507 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 183.271 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am frühen Freitagmorgen meldete.

    Freitag, 5. Juni

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