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Corona-Ticker: Wirbel um Schlauchboot-Demo | BR24

© picture alliance/Vincent Bruckmann/dpa

Mit Schlauchbooten auf dem Landwehrkanal wurde in Berlin für die Clubszene demonstriert - die Polizei löste die Veranstaltung jedoch auf.

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Corona-Ticker: Wirbel um Schlauchboot-Demo

Die Berliner Aktion sollte auf Clubs in Existenznöten aufmerksam machen - wurde jedoch von der Polizei gestoppt. Die Virus-Ansteckungsrate in Deutschland steigt. Tschechien öffnet seine Grenze Mitte Juni. Alle Corona-News im Liveticker.

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22.31 Uhr: 68 Infizierte nach Corona-Ausbruch in Göttingen

In Göttingen sind nach mehreren privaten Familienfeiern mindestens 68 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Die Ergebnisse weiterer Tests stünden noch aus, teilte die Stadt am Montagabend mit. Eine Person werde weiterhin stationärer behandelt. Die Behörden in Göttingen arbeiten mit Hochdruck daran, alle Personen ausfindig zu machen, die mit den Infizierten Kontakt hatten. 203 Kontaktpersonen ersten Grades seien in Stadt und Landkreis Göttingen identifiziert worden, hieß es. Alle hätten eine Quarantäneverfügung erhalten und sind aufgefordert sich testen zu lassen.

20:56 Uhr: Wirbel um Schlauchboot-Demo

300 bis 400 Schlauchboote und eine Menschenansammlung von rund 1.500 Menschen an Land haben am Pfingstsonntag die Berliner Polizei beschäftigt. Die Versammlung "Für die Kultur - Alle in einem Boot" habe von der Spree über den Landwehrkanal nach Kreuzberg geführt, teilte die Polizei mit. Nach Angaben der Berliner Clubcommission handelte es sich um eine Initiative von einzelnen Akteuren aus der Clubszene, die mit der Veranstaltung auf die durch den Coronavirus bedrohte Existenz vieler Clubs aufmerksam machen wollte. Wegen nicht eingehaltenen Abständen zueinander und von Beschwerden über zu laute Musik schritt die Polizei ein. Der Veranstalter habe die Versammlung nach einem Gespräch mit den Beamten am frühen Abend beendet, hieß es im Polizeibericht.

19.52 Uhr: Tschechien öffnet Grenze für deutsche Touristen ab 15. Juni

Tschechien öffnet am 15. Juni seine Grenze für deutsche Touristen. Das hat das Kabinett in Prag beschlossen. Der EU-Mitgliedstaat hatte Mitte März wegen der Corona-Pandemie einen weitgehenden Einreisestopp verhängt. Grundlage der Öffnung ist nun ein Ampel-Modell, das Länder nach Risikogruppen einteilt. Grünes Licht bekommen neben Deutschland und allen anderen Nachbarstaaten Tschechiens unter anderem die Schweiz und Kroatien. Besucher aus rot und orange gekennzeichneten Ländern wie Großbritannien, Frankreich und Italien müssen bei der Einreise nach Tschechien einen negativen Labortest auf das Corona-Virus vorlegen.

Mehr zu Tschechiens Grenzöffnung erfahren Sie hier.

19.36 Uhr: WHO weist Äußerung von italienischem Arzt zu Verschwinden von Coronavirus zurück

Mit einer scharfen Warnung hat die WHO die Äußerung eines italienischen Arztes zurückgewiesen, wonach das Coronavirus in Italien nicht mehr existiere. "Wir müssen ganz besonders vorsichtig sein, nicht den Eindruck zu vermitteln, dass das Virus von sich aus plötzlich beschlossen hat, weniger krank zu machen", sagte der WHO-Experte Michael Ryan am Montag in einer virtuellen Pressekonferenz in Genf. "Das ist überhaupt nicht der Fall." Der italienische Arzt Alberto Zangrillo, Direktor des San Raffaele-Krankenhauses in Mailand, hatte am Sonntag in einem Interview mit dem italienischen Fernsehsender RAI gesagt, "in Wirklichkeit existiert das Virus in Italien klinisch nicht mehr".

19.21 Uhr: Die WHO will weiterhin mit den USA zusammenarbeiten

Trotz der Entscheidung von US-Präsident Donald Trump für den Austritt aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sei es "der Wunsch der WHO, dass diese Zusammenarbeit fortgesetzt wird", so WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag bei einer virtuellen Pressekonferenz in Genf. Die US-Mitgliedschaft in der UN-Unterorganisation sei in den vergangenen Jahrzehnten sehr wichtig gewesen, sagte der WHO-Chef.

19.02 Uhr: Zahl der Corona-Infektionen in Italien sinkt

Der italienische Zivilschutz in Rom meldete am Montag knapp 178 neu registrierte Infektionsfälle innerhalb von 24 Stunden. Das sei der niedrigste Wert seit dem 26. Februar, erläuterten die Experten der Behörde. Er lag auch unter den Zahlen aus Deutschland. Dort hatten die Gesundheitsämter zuletzt dem Robert Koch-Institut 333 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet.

18.48 Uhr: Erstmals seit März kein einziger Corona-Toter in Spanien

Erstmals seit März ist in Spanien ein Tag vergangen, ohne dass ein neuer Corona-Toter gemeldet wurde. In den 24 Stunden von Sonntag bis Montag habe es außerdem nur 71 bestätigte Neuinfektionen gegeben, sagte der Chef der Behörde für Gesundheitliche Notfälle, Fernando Simón, bei einer Pressekonferenz. Die Zahlen seien "sehr, sehr ermutigend".

18.21 Uhr: Reproduktionszahl steigt auf 1,20

Die Reproduktionszahl, auch kurz R-Wert genannt, liegt nach aktuellsten Angaben des Robert Koch-Instituts vom Montag bei 1,20 (Vortag: 1,04). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Schnitt mehr als eine weitere Person ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Das RKI hat immer wieder betont, die Reproduktionszahl müsse unter 1 liegen, damit die Epidemie abflaue.

Vom RKI hieß es zu dem Wert aktuell auch, dass er empfindlich auf kurzfristige Änderungen der Fallzahlen reagiere, wie sie etwa durch einzelne Ausbruchsgeschehen verursacht werden können. "Dies kann insbesondere bei insgesamt kleinerer Anzahl von Neuerkrankungen zu verhältnismäßig großen Schwankungen führen."

Mehr zur Reproduktionszahl erfahren Sie hier.

17.48 Uhr: Brüsseler Atomium wieder geöffnet

Das Atomium ist wieder offen: Das wegen der Corona-Pandemie geschlossene Brüsseler Wahrzeichen kann seit Montag wieder besichtigt werden, allerdings unter strengen Auflagen. So dürfen nur 150 Personen gleichzeitig in dem spektakulären Bauwerk im Norden der Stadt sein. Den Besuchern wird beim Eintreten Fieber gemessen. Tickets kann man nur online bestellen.

16.44 Uhr: Mehr als 47.250 bestätigte Fälle in Bayern

In Bayern sind inzwischen 47.269 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bisher 2.468 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Montag mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen liegt bei 43.000 Menschen.

15.42 Uhr: Kreis Sonneberg in Thüringen bleibt Corona-Hotspot

Nach einem erneuten Corona-Ausbruch bleibt der in direkter Nachbarschaft zu Bayern liegende Kreis Sonneberg Brennpunkt der Pandemie in Thüringen. Am Montag wurden vom dortigen Landratsamt drei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronainfektion gemeldet. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesopfer auf 17. Zugleich wurden über das lange Pfingstwochenende neun neue Infektionen bekannt. Damit liegt die Rate der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen weiter über der kritischen Marke von 50. Das Landratsamt verzichtet deswegen vorerst auf Lockerungen und lässt die derzeitige Allgemeinverfügung bestehen.

15.16 Uhr: Russland lässt trotz hoher Corona-Zahlen größere Lockerungen zu

Das vom Coronavirus schwer betroffene Russland hat trotz weiter steigender Infektionszahlen erstmals mehrere Beschränkungen gelockert. Nach wochenlanger Schließung öffneten am Montag Einkaufszentren wieder, darunter das Nobel-Kaufhaus GUM in unmittelbarer Nähe des Kreml. Auch Dienstleistungsbetriebe nahmen die Arbeit wieder auf. Mehr als 300.000 Menschen kehrten dadurch an ihre Arbeitsplätze zurück. Ministerpräsident Michail Mischustin nannte die Lage stabil. "Die Zahlen geben Anlass zu vorsichtigem Optimismus." Sie stiegen aber am Montag einmal mehr auf nun fast 414.900 Fälle.

In der Hauptstadt Moskau dürfen nach mehr als zwei Monaten strenger Ausgangssperre die Einwohner nun an einzelnen Tagen wieder spazieren gehen und morgens zwischen 5.00 und 9.00 Uhr draußen Sport treiben. Allerdings gilt eine verschärfte Maskenpflicht. Mund- und Nasenschutz ist nun bei allen Spaziergängen und beim Sport vorgeschrieben und nicht mehr nur bei Fahrten mit der U-Bahn oder dem Bus.

Ärzte kritisierten den Maskenzwang der Stadt als "Irrsinn" und warnten die Bürger davor, mit Mund- und Nasenschutz Sport zu treiben. Das sei gefährlich für die Atemwege. Das Virus fliege "nicht auf der Straße herum". Deshalb reiche es aus, Abstand zu halten.

14.32 Uhr: Estland und Litauen öffnen Grenzen und lockern Corona-Einschränkungen

Estland und Litauen haben zum 1. Juni ihre Grenzen wieder für Bürger aus europäischen Ländern mit niedrigen Coronavirus-Ansteckungsraten geöffnet. Auch die Bewohner der beiden baltischen EU-Staaten im Nordosten Europas können seit Pfingstmontag mehr Freiheiten genießen: Die Beschränkungen für öffentliche Veranstaltungen und die Öffnungszeiten gastronomischer Betriebe wurden gelockert.

Auf Beschluss der Regierungen in Tallinn und Vilnius dürfen Bürger aus EU-Staaten, Länder des Schengenraums, Großbritannien und Nordirland wieder in die beiden Ostseestaaten einreisen. Dabei entfällt die Quarantänepflicht für Einreisende aus Ländern mit einer Infektionsrate von bis zu 15 Fällen pro 100 000 Einwohner. Wer aus Ländern mit einer höheren Infektionsrate einreist, muss sich für zwei Wochen in häusliche Isolation begeben.

12.00 Uhr: Niederlande öffnen Gaststätten und Kultureinrichtungen

Ab sofort darf man in den Niederlanden wieder Restaurants, Museen und Kinos besuchen. Um 12.00 Uhr öffneten heute auch Cafés, Theater und Strandpavillons unter Auflagen wieder die Türen. Gastwirte, aber auch Kultureinrichtungen dürfen jeweils nur 30 Gäste empfangen. Diese müssen eineinhalb Meter Sicherheitsabstand halten und müssen vorab reservieren. Am 1. Juli sollen die Regeln weiter gelockert werden. Dann dürfen Restaurants, Cafés und kulturelle Einrichtungen jeweils bis zu 100 Besucher empfangen.

Die Zahl der Neuinfektionen nimmt in den Niederlanden stetig ab. Auf dem Höhepunkt der Pandemie Anfang April wurden im Schnitt täglich 500 Menschen in die Krankenhäuser eingeliefert. Vergangene Woche waren es im Schnitt neun. Etwa 6.000 Menschen sind nachweislich an Covid-19 gestorben.

10.50 Uhr: Spanien will Urlaubern Gesundheit garantieren

Spanien will den ausländischen Touristen die Sicherheit ihrer Gesundheit garantieren, wenn sie ab 1. Juli wieder ins Land kommen dürfen. "Das wird unsere Stärke sein", sagt Tourismusministerin Reyes Maroto dem Fernsehsender Telecinco. Spanien ist eines der am schwersten von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Länder. Der Tourismus ist eine der wichtigsten Säulen der spanischen Wirtschaft, üblicherweise kommen jedes Jahr mehr als 80 Millionen Urlauber. Bereits am Wochenende hatte Ministerpräsident Pedro Sánchez mitgeteilt, sein Land werde im Juli die Grenzen für ausländische Touristen öffnen. Zudem wird am 1. Juli auch die zweiwöchige Zwangsquarantäne für alle Einreisenden wieder aufgehoben.

09.45 Uhr: Leichter Rückgang bei Neuinfektionen in Russland

In Russland sind 9.035 Neuinfektionen registriert worden - gut 200 weniger als am Tag zuvor. Damit sei die Zahl der Ansteckungsfälle binnen 24 Stunden auf 414.878 gestiegen, teilen die Behörden mit. Am Tag zuvor waren noch 9.268 neue Fälle gemeldet worden. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben sind, stieg um 162 auf 4.855. Am Sonntag hatten die Behörden 138 weitere Todesfälle bekanntgegeben. Mit den aktuellen Zahlen verzeichnet Russland hinter den USA und Brasilien die meisten Ansteckungsfälle weltweit. Im globalen Vergleich hat Russland aber weitaus weniger Todesfälle zu beklagen.

06.35 Uhr: Massive Lockerungen in der Türkei

In der Türkei dürfen Restaurants, Cafés und Parks wieder öffnen. Das gilt ebenfalls für Fitness-Studios, Schwimmbäder, Museen, Büchereien und Strände. Auch Intercity-Züge dürfen von Montag an den Betrieb wieder aufnehmen. Die Regierung hat seit Wochen schrittweise die Beschränkungen des öffentlichen Lebens gelockert und erklärt, die Epidemie sei unter Kontrolle. Mehr als 4.500 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben, über 160.000 Infektionsfälle wurden registriert.

06.25 Uhr: Huml will während Corona auf psychische Gesundheit achten

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml appelliert an die Menschen im Freistaat, während der Corona-Pandemie auf ihre psychische Gesundheit zu achten. "Corona hat unser Leben stark verändert. Die meiste Zeit zu Hause zu verbringen, eventuell nicht mehr zur Arbeit gehen zu können und nur noch eingeschränkte Kontaktmöglichkeiten zu haben, war und ist für alle Menschen eine neue, zum Teil psychisch sehr belastende Situation", sagte die CSU-Politikerin am Montag in einer Mitteilung. Bei Menschen mit psychischen Erkrankungen könnten sich Beschwerden während der Krise verstärken. Die Kampagne des Gesundheitsministeriums "Bitte stör mich - Aktiv gegen Depressionen" werde darum aktuell auf das Thema Corona ausgeweitet.

06.15 Uhr: Chef des Digitalausschusses lobt Offenlegung des Programmcodes der Corona-Warn-App

Als "wunderbare Nachricht" hat der Vorsitzende des Bundestagsausschusses Digitale Agenda, Manuel Höferlin, die Veröffentlichung des kompletten Programmcodes der Corona-Warn-App bezeichnet. "Die Entwicklung zeigt: Gesundheitsschutz und Datenschutz sind gleichzeitig möglich", erklärte der FDP-Politiker in Berlin. "Ich bin sicher, dass durch den Open-Source-Ansatz mehr Vertrauen geschaffen werden kann als durch jede gesetzliche Regelung, wie sie gerade von Grünen und Linken gefordert wird." Wichtig sei nun, dass die App so schnell wie möglich zum Download bereitstehe.

05.45 Uhr: Russland lockert Beschränkungen für Moskau

In Russland dürfen die Einwohner der Hauptstadt Moskau seit neun Wochen wieder ihre Häuser verlassen. Die Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind in der 12,7 Millionen großen Metropole teilweise aufgehoben. Drei Mal pro Woche dürfen die Menschen spazieren gehen und draußen Sport treiben, teilt die Regierung mit. Einkaufszentren und die meisten Parks würden nach offiziellen Angaben ebenfalls am Montag geöffnet, Kinderspielplätze und Sportanlagen blieben zunächst geschlossen. Die Infektionsrate ist in den vergangenen Wochen gefallen: Die Regierung in Moskau meldet im Vergleich zu Mai mit rund täglich 6.000 neuen Coronavirus-Fällen nur 2.595 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Rund 400.000 Menschen sind in Russland bislang dem Virus erlegen.

04.48 Uhr: 333 Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland registriert das Robert-Koch-Institut binnen 24 Stunden 333 neue Coronavirus-Fälle. Damit steigt die Zahl der Infizierten auf 181.815. Die Zahl der Todesfälle erhöht sich um 11 auf 8.511.

Montag, 1. Juni 2020

22.10 Uhr: Zahl der Virus-Toten in den USA steigt um 915 auf 103.700

Die Zahl der Virus-Toten in den USA steigt nach Angaben der Behörde CDC um 915 auf 103.700. Die Zahl der bestätigten Infizierten legt um 23.553 auf rund 1,761 Millionen zu.

21.30 Uhr: Sechs weitere Polizeiausbilder aus Afghanistan zurückgeholt

Mit einem Charterflug hat das Bundesinnenministerium am Sonntag sechs weitere deutsche Polizeiausbilder aus Afghanistan zurückgeholt. Die Polizisten und Polizistinnen hätten mit den Kollegen zusammengearbeitet, die an Covid-19 erkrankt seien, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Parallel dazu holte die Luftwaffe am Sonntag drei Polizisten und einen Bundeswehrsoldaten mit einem Airbus A400 aus Kabul zurück. Zwei der Polizisten, die in Afghanistan lokale Polizisten ausbilden und ein Soldat sind den Angaben zufolge an Covid-19 erkrankt. Bei dem dritten Polizisten geht man wegen ebenfalls von einer Infektion aus. Weil die Kollegen der Erkrankten als Erstkontakte gelten, habe man entschieden, auch diese schnellstmöglich zurückzuholen.

21.08 Uhr: Fast 100.000 Corona-Infektionen in Chile

In Chile ist die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen auf fast 100.000 gestiegen. Das Gesundheitsministerium des südamerikanischen Landes teilt mit, dass sich bislang 99.688 Menschen mit dem neuartigen Virus infiziert hätten. Die Zahl der Toten bezifferte die Behörde auf 1.054.

21.00 Uhr: Wirtschaftsministerium will Autokauf mit fünf Milliarden Euro ankurbeln

Das Bundeswirtschaftsministerium fordert Informationen der Nachrichtenagentur Reuters zufolge eine Kaufprämie für Neuwagenkäufe in Höhe von fünf Milliarden Euro. Das Konzept sieht demnach Kaufprämien sowohl für Elektroautos als auch für Diesel und Benziner vor, gestuft nach Emissionen. Das Programm soll bis Jahresende laufen, heißt es weiter. Es soll eine Basisprämie geben, auf die es dann je nach CO2-Ausstoß einen Aufschlag geben soll. Wagen, die teurer sind als 77.350 Euro (Bruttolistenpreis), werden von der Prämie ausgeschlossen. Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums wollte sich zu den Informationen nicht äußern.

19.05 Uhr: Reproduktionszahl laut RKI aktuell bei 1,04

Die Reproduktionszahl, auch kurz R-Wert genannt, lag nach aktuellsten Angaben des Robert Koch-Instituts vom Sonntag bei 1,04 (Datenstand 31.5. 0 Uhr; Vortag: 1,03). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa eine weitere Person ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Das RKI hat immer wieder betont, die Reproduktionszahl müsse unter 1 liegen, damit die Epidemie abflaue.

Vom RKI hieß es zu dem Wert aktuell auch, dass er empfindlich auf kurzfristige Änderungen der Fallzahlen reagiere, wie sie etwa durch einzelne Ausbruchsgeschehen verursacht werden können. "Dies kann insbesondere bei insgesamt kleinerer Anzahl von Neuerkrankungen zu verhältnismäßig großen Schwankungen führen."

18.46 Uhr: Polizei löst Party von 500 Menschen in Stuttgart auf

Die Polizei hat in Stuttgart in der Nacht zum Pfingstsonntag mehr als 500 Partygänger vom Kleinen Schlossplatz vertrieben. Die jungen Leute hätten sich dort getroffen und dabei das Abstandsgebot missachtet, teilte das Stuttgarter Polizeipräsidium mit. Schließlich mussten mehrere Dutzend Streifenwagenbesatzungen anrücken, um die Feier zu beenden. Polizeibeamte seien aus der Menge heraus seien mit Flaschen beworfen worden, hieß es. Verletzt worden sei dabei niemand, allerdings habe es an einem Streifenwagen leichte Schäden gegeben. Daraufhin kam es zum Großeinsatz, an dem auch Hundeführer und Kriminalbeamte teilnahmen.

18.24 Uhr: Großer Andrang bei Zirkus-Drive-in in Mannheim

Der bundesweit erste Zirkus-Drive-in in Mannheim hat am Sonntag rund 1.000 Besucher angezogen. Auf einem großer Parkplatz konnten die Besucher im Auto verschiedene Attraktionen ansteuern, darunter Clowns, Jongleure, Einradfahrer, Seiltänzer und Trapez-Künstler. Der Kinder- und Jugendzirkus Paletti richtet das Angebot gemeinsam mit dem Mannheimer Stadtmarketing aus. Der Zirkus hat rund 500 Mitglieder.

17.32 Uhr: Messi: Fußball wird nach Corona nie wieder wie früher sein

Nach Meinung von Weltfußballer Lionel Messi wird der Sport nach der Corona-Pandemie nie wieder wie früher sein. "Ich glaube, dass der Fußball, wie auch das Leben im allgemeinen, nie wieder dieselben sein werden", sagte der Profi des spanischen Meisters FC Barcelona in einem Interview des Magazins "El País Semanal". Man werde sich nur langsam an die neuen Umstände gewöhnen können. Er leide vor allem mit jenen Menschen, die wegen Covid-19 "Angehörige und Freunde verloren haben und die sich oft nicht einmal richtig von ihnen verabschieden konnten", so Messi. "Es gibt nichts Schlimmeres, als die Menschen zu verlieren, die Du liebst."

17.22 Uhr: Pariser Cafés öffnen wieder - mit Tischen auf der Straße

Von diesem Dienstag an dürfen Cafés und Restaurants in Frankreich nach einer zweieinhalbmonatigen Zwangspause wieder Gäste bewirten. Die Regierung hatte die Lockerung der coronabedingten Beschränkungen in der vergangenen Woche angekündigt. In Paris hält sich die Freude der Gastwirte allerdings in Grenzen - denn in der schwer von der Pandemie getroffenen Hauptstadtregion darf nur auf den Außenterrassen der Lokale getrunken und gegessen werden.

16:48 Uhr: Nur wenige Touristen in bayerischen Hotels

Seit dem gestrigen Samstag dürfen Hotels in Bayern wieder Touristen aufnehmen, doch die Gäste strömen auch an Pfingsten nur langsam zurück. Die Lage der bayerischen Hoteliers sei immer noch höchstdramatisch, so die Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands (BHG), Angela Inselkammer. Wirklich gut sei die Auslastung an Pfingsten nur an den touristischen Hotspots im Freistaat. Die meisten Menschen würden sich wohl ihren Urlaub eher lang überlegen und dann spontan buchen, um auf Nummer sicher zu gehen.

16:40 Uhr: Schulen in der Slowakei öffnen am Montag

In der Slowakei werden die meisten öffentlichen Schulen nach der coronabedingten Schließung am Montag wieder den Unterricht aufnehmen. Zwischen 70 und 80 Prozent der Grundschüler werden damit wieder auf der Schulbank sitzen, wie Bildungsminister Branislav Grohling erklärte. Ebenfalls am Montag sollten zwischen 50 und 60 Prozent der Kindergartenkinder ihre Betreuungsstätten wieder aufsuchen können. Die Slowakei weist eine der niedrigsten Infektionsraten in Europa auf. Bisher wurden 1.521 Infektionsfälle mit dem Coronavirus registriert. 28 Menschen starben. Am Samstag wurden keine neuen Fälle gemeldet.

16.38 Uhr: Spanien hebt Zwangsquarantäne für Einreisende schon am 21. Juni auf

Spanien will die wegen der Corona-Krise angeordnete Zwangsquarantäne für aus dem Ausland Eingereiste schon zum 21. Juni aufheben. Die Grenzen werde man für Touristen aber wie angekündigt erst am 1. Juli öffnen, erklärte Ministerpräsident Pedro Sánchez am Sonntag in Madrid. Im Juli wolle man "in Spanien viele ausländische Touristen mit Sicherheitsgarantien für die Besucher und auch für die gesamte Bevölkerung begrüßen". Bisher hatte Madrid von einer Aufhebung der am 15. Mai eingeführten Zwangsquarantäne zum 1. Juli gesprochen.

16.34 Uhr: Schweden verzeichnet ersten Tag ohne Covid-19-Tote seit März

Erstmals seit März hat es in Schweden innerhalb von 24 Stunden keinen neuen Todesfall im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 gegeben. Dies teilte die nationale Gesundheitsbehörde am Sonntag mit. Insgesamt starben in dem skandinavischen Land nach amtlichen Angaben infolge der Pandemie seit dem 11. März annähernd 4.400 Menschen. Etwa 37.500 Menschen haben sich infiziert. Anders als in vielen anderen Ländern hat Schweden Schulen und Kindergärten nicht geschlossen. Die Bürger wurden lediglich gebeten, Abstand zu halten und sich immer wieder die Hände zu waschen.

16.30 Uhr: Malta öffnet Flughafen am 1. Juli wieder

Malta will seinen Flughafen am 1. Juli wieder öffnen. "Wir kehren zur Normalität zurück", sagt Ministerpräsident Robert Abela. Der Tourismus macht fast ein Viertel der Wirtschaft auf der Mittelmeerinsel aus, und Hoteliers drängen die Regierung seit geraumer Zeit, den Flughafen wieder zu eröffnen. Anderenfalls drohe Massenarbeitslosigkeit.

16.26 Uhr: Sánchez will Ausnahmezustand ein letztes Mal verlängern

Spanien will den Notstand und die damit verbundenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens einem Zeitungsbericht zufolge bis zum 21. Juni ausdehnen. Ministerpräsident Pedro Sánchez wolle das Parlament um Zustimmung für eine letzte zweiwöchige Verlängerung bitten, berichtet "El Pais". Danach solle die Bewegungsfreiheit der Bürger nicht mehr eingeschränkt werden. In dem Land sind mehr als 27.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben, rund 240.000 Infektionsfälle sind nachgewiesen.

15.32 Uhr: Bischöfe spenden Hoffnung in Zeiten von Corona

In ihren Pfingstpredigten haben Bischöfe in Bayern dazu aufgerufen, auch in Zeiten von Corona hoffnungsfroh zu bleiben. Der Würzburger Bischof Franz Jung appellierte in seinem Pfingstgottesdienst im Kiliansdom an Solidarität, Rücksichtnahme und Mitgefühl.

"Wir alle hoffen, dass jetzt die richtigen Konsequenzen gezogen werden, die zur Erneuerung der Menschheit beitragen und die zu mehr Solidarität untereinander und zu mehr Rücksichtnahme aufeinander führen mögen". Franz Jung, Bischof von Würzburg

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat Gläubigen in Zeiten von Corona Hoffnung gespendet. Bei der Pfingstpredigt im Bamberger Dom sagte er, Gott habe den Heiligen Geist gesandt, der das Leben frei und sicher mache. Er gebe die Kraft, eine Zukunft zu gestalten, in der alle Menschen leben könnten.

Die maximal erlaubte Anzahl von Teilnehmern der Dom-Gottesdienste lag bei 150 Personen.

14.50 Uhr: SPD gegen Söders Vorschlag einer Autokaufprämie

Die beiden SPD-Spitzenpolitiker Sören Bartol und Matthias Miersch haben die Forderung von Markus Söder nach einer Autokaufprämie zurückgewiesen. Der CSU-Chef sieht sie als notwendig an, um die Konjunktur nach dem Corona-Lockdown zu beleben.

Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP sagten die SPD-Politiker, es gehe nicht darum, ob der Automobilbranche geholfen wird, "sondern wie ihr sinnvoll geholfen wird". Wer die Branche nachhaltig unterstützen wolle, müsse "Investitionen in die Zukunft freisetzen". Dazu gehöre vor allem die Begleitung der Zulieferbranche beim Transformationsprozess. "Staatliche Kaufprämien in alte Technologien gehören nicht dazu", so Bartol und Miersch.

Die Spitzen der großen Koalition treffen sich am Dienstag im Berliner Kanzleramt, um über das Konjunkturpaket zur Belebung der Wirtschaft in der Corona-Krise zu beraten. Prämien für den Kauf von Neuwagen mit Verbrennungsmotor sind dabei besonders umstritten.

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14.41 Uhr: Wiedereröffnetes Dresdner Residenzschloss gut besucht

Das nach wochenlanger Corona-Zwangspause seit Samstag wieder offene Dresdner Residenzschloss kommt bei den Besuchern gut an. Bis zum Samstagabend kamen nach Angaben einer Sprecherin der Staatlichen Kunstsammlungen (SKD) rund 1.000 Menschen in sechs Stunden. Das sei "eine sehr gute Zahl". Das barocke Schatzkammermuseum war wegen des spektakulären Diebstahls aus dem Juwelenzimmer im November 2019 über ein halbes Jahr geschlossen. Daneben sind nun auch Neues Grünes Gewölbe, Riesensaal, Türckische Cammer, Porzellankabinett und Paraderäume wieder zugänglich.

14.17 Uhr: Zahl der Corona-Neuinfizierten in Bayern weiter niedrig

In Bayern gab es seit gestern keine neuen Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Das teilt das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen mit. In Oberfranken haben sich seit Beginn der Corona-Pandemie 3.756 Personen mit Corona infiziert (Stand: 31.05.20, 10.00 Uhr) - zwei Infizierte mehr als am Vortag. In ganz Bayern sind 47.178 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gegenüber dem Vortag gab es 63 Neuinfizierte. Die geschätzte Zahl der Genesenen liegt bei 42.920 Menschen. 2.466 Menschen sind infolge einer Corona-Infektion gestorben.

14.16 Uhr: Friedliche Corona-Demos in Schwaben

Die Demonstrationen gegen die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Schwaben sind nach Informationen des Bayerischen Rundfunks friedlich verlaufen. Zur größten Demo in Augsburg kamen laut Polizei ca. 800 Menschen - 1.000 waren angemeldet. Nach Dillingen kamen danach ungefähr 100 Personen. In Memmingen haben sich bis zu 106 Menschen auf dem Marktplatz versammelt. In Buchloe waren es der Polizei zufolge ca. 75 Teilnehmer. Außerdem fand in Kempten eine Demonstration gegen rechtes Gedankengut und Verschwörungstheorien statt. Auch diese verlief laut Polizei störungsfrei.

13.27 Uhr: Verhaltener Start in die Pfingstferien

Die Sauna- und Wellnessbereiche in den Hotels sind trotz Corona-Lockerungen noch geschlossen. Dazu kommt die Masken- und Abstandspflicht. So war der Start in Bayerns Pfingstferien verhalten. Nach einem schwachen Start am Samstag zog es die Menschen nach Agenturberichten am Sonntag vermehrt an die Seen und in die Berge Bayerns.

Freuen konnten sich die Betreiber von Gastronomie, Seil- und Bergbahnen sowie von Parkplätzen - vor allem im Allgäu bei gutem Wanderwetter, weniger am Chiemsee. "Wir haben ja auch kein Badewetter", teilt ein Sprecher der dortigen Tourismusbranche mit.

Im Berchtesgadener Land blieb der Besucherandrang ebenso überschaubar wie an der Bayerischen Zugspitzbahn in Garmisch-Partenkirchen. Unter Corona-Einschränkungen liegt die Kapazität bei etwa 2.500 Besuchern, heißt es seitens des Betreibers. An einem guten Besuchertag - ohne Einschränkungen - zieht es fast 5.000 Menschen auf Deutschlands höchsten Berg.

Die Deutsche Bahn hat zu Pfingsten ihr Angebot an Fernzügen in die Urlaubsregionen in Südbayern wieder hochgefahren.

12.47 Uhr: Programmcode der Corona-Warn-App veröffentlicht

Die Entwickler der Corona-Warn-App des Bundes haben den kompletten Programmcode der mit Spannung erwarteten Anwendung offen gelegt. "Über Pfingsten haben wir alle restlichen, noch nicht veröffentlichten Quellcodes für die App auf der Entwickler-Plattform GitHub publiziert", erklärten Sprecher der Deutschen Telekom und der SAP AG. Damit seien alle Codes der vollständigen App für die Experten-Community einsehbar. Damit lösen die beiden Konzerne ihr Versprechen ein, die Tracing-App möglichst transparent zu entwickeln. In dem Open-Source-Projekt hätten sich bislang über 65.000 freiwillige Software-Experten die bereits veröffentlichten Quellcodes angesehen und eigene Vorschläge für Verbesserungen gemacht. "Dieses Engagement ist herausragend und das klare Zeugnis einer lebendigen Software-Engineering-Kultur in Deutschland", heißt es in der Erklärung.

Mit der App sollen die Nutzer eine persönliche "Risikostufe für eine Infektion" ermitteln können. Dazu sendet die App anonymisierte Kurzzeit-Identifikationsnummern via Bluetooth aus, die von anderen App-Anwendern in der Nähe empfangen werden können. Wird ein Nutzer positiv auf Covid-19 getestet und dieser Status in der App erfasst, werden die anderen betroffenen Anwender darüber informiert werden, dass sie sich in der Vergangenheit in der Nähe einer infizierten Person aufgehalten haben.

Die Tracing-App wertet keine Geo-Daten aus und übermittelt keine Ortsinformationen. Die anonymisierten Daten der Kontakte werden nicht zentral gespeichert, sondern dezentral auf dem jeweiligen Smartphone. Nur die anonymisierte Liste wird zentral gespeichert und von den Smartphones regelmäßig abgerufen, um mögliche problematische Begegnungen zu identifizieren. Die erste Version der App soll zunächst auf Deutsch und Englisch verfügbar sein. Weitere Sprachen wie Türkisch sollen folgen.

12.38 Uhr: Formel 1 darf nach Zwangspause starten

Mit 112 Tagen Verspätung können Ferrari-Star Sebastian Vettel und Weltmeister Lewis Hamilton demnächst endlich in die Formel-1-Saison starten. Nach dann mehr als dreieinhalb Monaten Corona-Zwangspause muss die Königsklasse des Motorsports am ersten Juli-Wochenende auf dem Red-Bull-Ring im österreichischen Spielberg den WM-Kampf aber vor leeren Rängen einläuten.

Mit einem Notkalender für die restlichen Grand Prix-Termine, in dem Hockenheim vorerst fehlen dürfte, ist in den nächsten Tagen zu rechnen. "Das ist ganz wichtig für die Formel 1, dass es losgeht", sagte Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko der Nachrichtenagentur APA. "Wir sind froh und stolz auf Österreich."

Das vom Veranstalter des Großen Preises von Österreich eingereichte Hygiene- und Sicherheitskonzept wurde am Samstag vom zuständigen Gesundheitsministerium abgesegnet. Ressortchef Rudolf Anschober (Grüne) sprach von einer "Regelung mit einem hohen Schutzniveau" für das am 5. und 12. Juli ohne Zuschauer geplante Doppelrennen. Wegen der Pandemie waren inklusive dem ursprünglichen Auftakt am 15. März in Australien alle weiteren Grand Prix bis Ende Juni abgesagt oder verschoben worden.

12.19 Uhr: Vor Corona-Lockerungen: Russland überschreitet Marke von 400.000 Infizierten

In Russland ist die Zahl der Corona-Infizierten kurz vor geplanten größeren Lockerungen auf über 400.000 gestiegen. Die amtliche Statistik wies am Sonntag 9.268 neue Fälle aus. Die Gesamtzahl stieg damit auf 405.843, darunter nach offiziellen Angaben 4.693 Todesfälle. Ungeachtet massiv steigender Zahlen beginnt an diesem Montag in Russland eine größere Lockerungswelle. Erstmals seit mehr als zwei Monaten Ausgangssperre sind in Moskau, Europas größter Stadt, wieder Spaziergänge an einzelnen Tagen und Frühsport im Freien erlaubt. Verschärft wird allerdings der Maskenzwang: Mund- und Nasenschutz sind dann nicht mehr nur in öffentlichen Räumen und Verkehrsmitteln Pflicht, sondern auch auf der Straße. In der russischen Hauptstadt werden erstmals wieder Geschäfte und Einkaufszentren sowie Dienstleistungsbetriebe wie Reparaturwerkstätten und Reinigungen unter strengen Hygienevorschriften geöffnet. Fahrten in öffentlichen Verkehrsmitteln sind weiter nur mit einem von der Stadt ausgegebenen elektronischen Passierschein erlaubt. Zudem ist das Tragen von Handschuhen vorgeschrieben. Die Kritik an der russischen Politik im Kampf gegen Corona wächst. In sozialen Netzwerken beklagen Bürger millionenfach ein Durcheinander an Regelungen und Chaos bei der Verhängung von Strafen wegen Verstößen gegen Vorschriften.

11.48 Uhr: Bundesregierung kritisiert Rückzug der USA aus der WHO

Mit scharfer Kritik hat die Bundesregierung auf die Entscheidung der USA reagiert, die Beziehungen zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) inmitten der Corona-Pandemie zu beenden. Das sei "das falsche Signal zur falschen Zeit", sagte Außenminister Heiko Maas (SPD) den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erklärte im Kurznachrichtendienst Twitter, der Rückzug der USA sei ein "enttäuschender Rückschlag für die internationale Gesundheitspolitik". Zugleich wies er auf Reformbedarf bei der WHO hin. "Damit die WHO eine Zukunft hat, braucht sie Reformen", erklärte Spahn. Nach dem Rückzug der USA müsse sich Europa stärker im globalen Gesundheitsbereich engagieren und auch die finanziellen Mittel dafür bereitstellen. Leider sei der Corona-Schutzschirm der EU aber bislang nur nach innen gerichtet. US-Präsident Trump wiederum warf der WHO vor, zusammen mit China die Welt über den Corona-Ausbruch getäuscht zu haben. Die USA wollten nun die Gelder anderen Institutionen zur Verfügung stellen, betonte Trump. Kritiker werfen Trump vor, mit dem Konfrontationskurs gegen die WHO und China von eigenen Fehlern während des Corona-Ausbruchs ablenken zu wollen. Die USA waren bislang der größte Beitragszahler unter den 194 WHO-Mitgliedsländern.

11.03 Uhr: Nach Corona-Ausbruch in Göttingen 160 Menschen in Quarantäne, 35 positiv getestet

Nach einem Corona-Ausbruch im Zusammenhang mit mehreren Feiern in Göttingen haben sich 160 Menschen in Quarantäne begeben. Darunter seien 57 Kinder und Jugendliche, teilte die Stadt Göttingen mit. Bislang 35 Menschen seien positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Menschen hätten sich wahrscheinlich am vergangenen Wochenende bei mehreren größeren privaten Feiern angesteckt, teilte die Stadt weiter mit. Demnach sind die Betroffenen zum größten Teil Mitglieder verschiedener Großfamilien und stammen aus Göttingen und Umgebung. Ein Mensch sei schwer erkrankt und befinde sich in stationärer Behandlung. Die Stadt will nun alle Kontaktpersonen auf das Virus testen, auch wenn sie keine Symptome zeigen.

10.34 Uhr: Nürnberger Stadtdekan: Gott hat keine Spaßgarantie gegeben

Die Gesellschaft beschäftige sich nach dem Corona-Shutdown nur noch mit der Frage, "wann wieder Normalität herrscht", kritisierte der Nürnberger evangelische Stadtdekan Jürgen Körnlein in seiner Predigt im Online-Pfingstgottesdienst. "Aber wir leben nicht nur von Euphorie zu Euphorie und überbrücken dazwischen die Zeiten so recht und schlecht", sagte er. Gott habe nirgends eine Spaßgarantie fürs Leben versprochen. Die Corona-Krisenzeit, in der Dienst- und Urlaubsreisen wegfallen, biete die Chance, sich zu fragen, wen man brauche, "um zu Hause zu sein", sagte Körnlein. Der Geist Jesu sei "der Respekt vor dem anderen" und der "direkte Draht zu Gott".

10.20 Uhr: Städte- und Gemeindebund beziffert Gewerbesteuerausfälle auf 11,8 Milliarden Euro

Der Städte- und Gemeindebund pocht auf ausreichende Berücksichtigung der Kommunen im geplanten Konjunkturpaket: Das Paket müsse "unbedingt auch ein kommunales Element enthalten", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Nichts wäre schädlicher, als wenn die Städte jetzt in der Krise ihre Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger einschränken oder sogar ganz abschaffen müssten."

Mit Geld aus dem Konjunkturpaket könnten die Städte und Gemeinden in den Sommerferien Schulen und Kindergärten renovieren, auch um den Hygieneanforderungen besser gerecht zu werden, sagte Landsberg weiter. Nötig seien "Hoffnungssignale, die vor Ort bei den Menschen ankommen und Mut machen". Dazu gehöre ein Rettungsschirm für Kommunen, mit dem diese die erheblichen Gewerbesteuerausfälle ausgleichen könnten. Nach derzeitiger Schätzung betragen sie laut Landsberg "allein für das laufende Jahr rund 11,8 Milliarden Euro".

10.18 Uhr: Igor Levit beendet Klavier-Marathon - 16 Stunden am Flügel

Nach fast 16 Stunden hat der Pianist Igor Levit seinen Klavier-Marathon vollbracht und das Werk "Vexations" ("Quälereien") des französischen Komponisten Eric Satie mit seinen 840 Wiederholungen beendet. Am frühen Morgen sank Levit nach der letzten Note am Flügel in einem Berliner Studio kurz in sich zusammen, stand auf und zog sich zurück. Kurz danach schrieb er auf Twitter: "Fertig. Erledigt. Glücklich. Dankbar. Und sowas von high". Mit dem Auftritt wollte der 33-Jährige auf die Notlage der Künstler angesichts der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie aufmerksam machen. Der 16-Stunden-Auftritt ist im Tweet verlinkt und weiterhin via Twitter abrufbar. Mehr als 114.000 Zuschauer sahen den Livestream bislang zumindest teilweise an (Stand: Pfingstsonntag, 11.20 Uhr). Levit gilt als einer der bedeutendsten Pianisten der jüngeren Generation. Er wurde 1987 im russischen Nizhni Nowgorod geboren, und kam als Achtjähriger nach Deutschland.

10.00 Uhr: Kardinal Marx ruft an Pfingsten zu respektvoller Kommunikation auf

Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, hat an Pfingsten zu respektvoller Kommunikation aufgerufen - auch innerhalb der Kirche. In Krisen wie der Corona-Pandemie habe "die Kirche sicher nicht die Aufgabe, die Angst der Menschen zu vergrößern, Misstrauen zu säen, Spaltungen zu vertiefen", so Marx laut Predigtmanuskript im Liebfrauendom. Christen müssten auch in der hitziger werdenden Diskussion um den Umgang mit der Pandemie Vorbilder sein.

Marx sagte, es gebe derzeit ein "Durcheinander von Meinungen und Positionen" und Diskussionen, "die an Schärfe zugenommen haben". Auch in der Kirche sei zu sehen, dass "ein wirkliches Verstehenwollen, ein Hören aufeinander, eine Bereitschaft, die verschiedenen Positionen und theologischen Meinungen miteinander ins Gespräch zu bringen, eher abnimmt", sagte der Kardinal.

Anfang Mai hatten konservative katholische Geistliche - unter ihnen der ehemalige Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation, der deutsche Kardinal Gerhard Ludwig Müller - einen Text gegen die Corona-Maßnahmen veröffentlicht. Darin wird eine Weltverschwörung angenommen, die das Ziel hat, persönliche Freiheiten dauerhaft einzuschränken. Marx kritisierte den Text mit scharfen Worten, auch die Deutsche Bischofskonferenz distanzierte sich von dem Schreiben.

Rosenkranzgebet des Papstes

Bereits gestern Abend hatte Papst Franziskus mit Gläubigen in aller Welt den Rosenkranz gegen die Corona-Pandemie gebetet. Das Ereignis, in das katholische Wallfahrtsstätten aller Kontinente einbezogen waren, wurde weltweit über TV und Internet übertragen. Mit eindringlichen Worten wandte sich der Papst an die Gottesmutter Maria, damit "diese harte Prüfung endet und dass ein Horizont der Hoffnung und des Friedens zurückkehrt". Er bat um Hilfe für all jene, die an einem Heilmittel gegen das Virus forschten: "Mögen sie die richtigen Lösungen finden." Die Menschheit befinde sich in einer "dramatischen Situation, voller Leiden und Ängste, die die ganze Welt umhüllen". An dem Gebet beteiligten sich mehr als 50 Marienwallfahrtsstätten auf der ganzen Welt. Unter anderem Lourdes (Frankreich), Fatima (Portugal), Tschenstochau (Polen) und Guadalupe (Mexiko).

9.00 Uhr: Regionalbischöfin: Gottes Geist macht nicht zu Draufgängern

Die evangelische Bayreuther Regionalbischöfin Dorothea Greiner hat im Pfingstgottesdienst im oberfränkischen Gesees (Landkreis Bayreuth) die Besonnenheit in Corona-Zeiten hervorgehoben. Gottes Geist mindere zwar die Angst, sagte sie in dem Gottesdienst am Sonntag, "doch macht er uns nicht zu Draufgängern". Er mache besonnen. Demonstrationen mit Menschenansammlungen, bewusst ohne Mundschutz und ohne Abstandsregel, seien mehr als unbesonnen, sagte Greiner. "Sie sind verantwortungslos und lieblos, weil niemand weiß, ob er nicht doch das Virus transportiert". Auch wenn die Menschen noch so gerne Freunde, die nicht mit ihnen in einem Haushalt lebten, in den Arm nähmen, ließen sie das aus Liebe sein. Denn die Liebe habe "den langen Atem, bis andere Zeiten wieder kommen werden", erklärte die Regionalbischöfin. Auch unter der Maske sei ein Lächeln zu erkennen, und auch Worte könnten wärmen.

8.52 Uhr: Bundesliga-Saisonstart 2020/21 möglicherweise erst im September

Die Fußball-Bundesligasaison 2020/21 soll laut Informationen der "Bild am Sonntag" im September beginnen, nicht wie ursprünglich geplant am 21. August. Als neue Termine nannte die BamS frühestens den 11. September oder einen Zeitpunkt am Ende des Monats - in diesem Fall soll im Winter durchgespielt werden, was die Chance erhöhen soll, mit Zuschauern in den Stadien zu spielen. Der ursprünglich angedachte Starttermin im August würde mit einem möglichen Blitz-Turnier der Champions League kollidieren. Die europäische Fußball-Union UEFA hofft, die Champions League bis Ende August zu Ende zu spielen, möglich ist dabei eine Veränderung des Spiel-Modus. Unterbrochen wurde der Wettbewerb in der Achtelfinal-Runde. Laut einem UEFA-Dokument, in das die Nachrichtenagentur AFP Einblick hatte, könnte der 29. August der neue Final-Termin sein. Der Wettbewerb ist aufgrund der Corona-Pandemie seit Mitte März unterbrochen.

7.57 Uhr: Infektionsfall unter deutschen Passagieren bei Rückflug nach China

Bei einem der rund 200 Passagiere aus Deutschland, die am Samstag mit einer Sondermaschine in der chinesischen Stadt Tianjin eingetroffen sind, ist das Coronavirus nachgewiesen worden. Obwohl die Insassen vor dem Abflug in Frankfurt getestet worden waren, fiel eine weitere Untersuchung nach der Ankunft bei einem 34-Jährigen positiv aus. Der Ingenieur habe keine Symptome und sei zur Beobachtung in eine zentrale Quarantäneeinrichtung gebracht worden.

Der Flug war die erste Rückholaktion für in China tätige Manager, Techniker und andere Vertretern der deutschen Wirtschaft sowie deren Familienangehörige. Auch vier deutsche China-Korrespondenten waren an Bord. Nachdem China Ende März die Grenze für Ausländer dicht gemacht hatte, waren sie alle in Deutschland gestrandet. Den Rückflug mit einer Lufthansa-Chartermaschine hatte die deutsche Handelskammer in China in Zusammenarbeit mit den chinesischen Behörden organisiert.

7.07 Uhr: Luxemburgs Außenminister Asselborn will schnelle Öffnung des Schengen-Raums

Der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn sieht eine schnelle Wiederherstellung der Reisefreiheit sowie der Zirkulation von Waren und Dienstleistungen als essenziell für einer Erholung der europäischen Wirtschaft in der Corona-Krise. "Ohne Öffnung des Schengen-Raums wird die europäische Wirtschaft nicht wieder stark werden", sagte Asselborn dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Die zeitweise von Deutschland wieder eingeführten Kontrollen an der Grenze zu Luxemburg seien ein Fehler gewesen, kritisierte Asselborn. Die Schließung der EU-Außengrenzen habe nicht notwendigerweise Kontrollen innerhalb der EU nach sich ziehen müssen. Das Großherzogtum Luxemburg habe seine Grenzen zu Deutschland, Frankreich und Belgien nicht geschlossen. "Und wir haben trotzdem sehr erfolgreich den Virus bekämpft", sagte Asselborn.

Die Bundesregierung strebt an, rechtzeitig vor Beginn der Sommerferienzeit ab dem 15. Juni das Reisen in die EU-Mitgliedstaaten, in Schengen-assoziierte Staaten sowie nach Großbritannien grundsätzlich wieder zu ermöglichen.

6.49 Uhr: Premier League: Alle 1.130 Corona-Tests negativ

Bei der vierten Runde der Massentests in der englischen Premier League sind keine weiteren Coronafälle aufgetreten. Insgesamt wurden 1.130 Spieler und Staff-Mitglieder auf das neuartige Virus untersucht. Bei der dritten Testreihe waren noch vier Personen von drei Klubs positiv auf COVID-19 getestet worden. Insgesamt wurden seit Anfang Mai 3.882 Tests durchgeführt, zwölf ergaben ein positives Ergebnis.

5.30 Uhr: Viele Schiffe wegen Corona-Krise stillgelegt

Wegen der Corona-Krise haben die Reedereien so viele Schiffe stillgelegt wie noch nie. Weltweit seien nun 11,3 Prozent der Containerflotte ungenutzt, heißt es in einem internen Bericht des Verbandes Deutscher Reeder (VDR) in Hamburg. 524 Schiffe mit einer Tragfähigkeit von 2,65 Millionen Standardcontainern (TEU) sind nicht auf den Weltmeeren unterwegs, sondern liegen vor den Häfen auf Reede.

Ähnlich sieht es in der Kreuzschifffahrt aus. Die gesamte Weltflotte von rund 400 Schiffen ist gegenwärtig außer Betrieb.

5.15 Uhr: Kleiderkammern in Bayern öffnen wieder

Bayerns Kleiderkammern öffnen allmählich wieder ihre Türen: Nachdem viele Standorte aufgrund der Corona-Krise zwischenzeitlich schließen mussten, können Bedürftige nun wieder auf die karitativen Angebote zurückgreifen. Doch einige Einrichtungen bleiben nach wie vor geschlossen. Grund hierfür sind fehlende Ehrenamtliche, da viele der freiwilligen Helfer altersbedingt in die Risikogruppe für Covid-19 fallen, wie Tobias Utters von der Caritas Bayern erklärte. Der Bedarf an günstiger Kleidung steige in Bayern derweil. Zudem sei die Spendenbereitschaft gewachsen. 

Im Freistaat ist ein Rückgang der Nachfrage – anders als in anderen Bundesländern – auch laut Marion Losert, Leiterin des Sozialkaufhauses Augsburg nicht zu beobachten. In der Einrichtung, die neben Kleidung auch Möbel, Elektro- und Haushaltsgeräte verkauft, sei Kleidung "nach wie vor der Hauptposten".

4.30 Uhr: Donald Trump will G7-Gipfel auf September verschieben

Nach der Absage von Bundeskanzlerin Merkel will US-Präsident Trump den G7-Gipfel in den USA auf September verschieben und das Treffen unter anderem um Russland erweitern. Er habe nicht das Gefühl, dass die "sehr veraltete Gruppe" der sieben großen Industriestaaten das Geschehen auf der Welt richtig abbilde, sagte Trump am Samstagabend (Ortszeit) nach Angaben mitreisender Journalisten auf dem Flug von Cape Canaveral nach Washington. Er wolle Russland, Südkorea, Australien und Indien zu dem Treffen einladen, das vorzugsweise im September stattfinden solle. Eine Sprecherin des Weißen Hauses sagte, damit würden traditionelle Verbündete zusammengebracht, um über den Umgang mit China zu diskutieren. Trump wirft China vor, die Ausbreitung des Coronavirus nicht verhindert zu haben. Zur G7-Gruppe gehören neben den USA auch Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada und Japan. Die Kanzlerin dankte Trump für seine Einladung. Zugleich stellte ein Regierungssprecher klar: "Stand heute kann sie in Anbetracht der Pandemie-Gesamtlage ihre persönliche Teilnahme, also eine Reise nach Washington, nicht zusagen." Zuvor hatte sich Großbritanniens Premierminister Boris Johnson für ein reales G7-Treffen im kommenden Monat ausgesprochen.

4.25 Uhr: RKI meldet 286 Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 286 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 181 482 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt (Datenstand 31.05., 0 Uhr).

Bislang starben nach RKI-Angaben in Deutschland 8.500 nachweislich mit dem Virus Infizierte, damit stieg die Zahl der gemeldeten Toten innerhalb von 24 Stunden um elf an. Etwa 165.200 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden, das sind 400 mehr als noch einen Tag zuvor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach aktuellsten Angaben des Robert Koch-Instituts vom Samstag bei 1,03 (Vortag: 0,85). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa eine weitere Personen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

1.00 Uhr: Caritas-Präsident fordert Hartz IV-Aufstockung

Der Präsident des Deutschen Caritasverbandes, Peter Neher, fordert angesichts der Corona-Krise eine schnelle und deutliche Aufstockung des Hartz-IV-Regelsatzes. "Der Hartz-IV-Satz ist grundsätzlich zu niedrig. Unsere Berechnungen haben ergeben, dass er zwischen 70 und 80 Euro höher sein müsste, hier muss dringend aufgestockt werden. Die Krise verschärft die Situation noch", sagte Neher der Funke-Mediengruppe. Einen wie von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) vorgeschlagenen Familienbonus lehnt Neher dagegen ab. "Es ist wichtig, dass der Staat nicht mit der Gießkanne Gelder verteilt, denn es ist immer noch das Geld der Bürger und das muss sinnvoll und gezielt eingesetzt werden. Aber Einzelne, die das Geld bitter nötig haben, könnten einen solchen Zuschlag gut gebrauchen", sagte der Caritas-Präsident. Er warnte davor, dass sich durch die Krise die sozialen Ungleichheiten weiter verschärfen. So hätten arme Familien, die staatliche Unterstützung beziehen, kaum Geld für Schutzmasken und Desinfektionsmittel.

Sonntag, 31. Mai 2020

23.03 Uhr: Mehr als sechs Millionen Coronavirus-Infektionen weltweit

Mehr als sechs Millionen Menschen haben sich weltweit mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Bis Samstagabend wurden mindestens 6.000.867 Infektionsfälle registriert, wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage offizieller Angaben ergab. 366.848 Todesfälle wurden im Zusammenhang mit dem Coronavirus gezählt.

Zwei Drittel der Infektionsfälle wurden demnach in Europa und den Vereinigten Staaten gezählt. Europa ist der am stärksten von der Pandemie betroffene Kontinent mit 2.135.170 Infektionsfällen und 177.595 Toten. Mit 1.760.740 Infizierten sind die USA das Land mit den meisten Corona-Fällen. Dort starben 103.472 Menschen an oder mit einer Corona-Infektion.

Inzwischen breitet sich das Virus am schnellsten in Lateinamerika aus. Dort erhöhte sich die Zahl der Infektionsfälle binnen 24 Stunden um 45.000 auf 944.695. 49.230 Menschen starben dort.

21.11 Uhr: Luftwaffe startet Evakuierungsmission in Afghanistan

Die deutsche Luftwaffe holt erstmals mit Corona infizierte Polizisten aus dem Ausland zurück. Wie der "Spiegel" berichtet, ist ein Airbus nach Afghanistan gestartet, um an Covid-19 erkrankte Polizisten, einen Bundeswehrsoldaten und die Kontaktpersonen zurückzuholen. Morgen soll die Maschine wieder in Deutschland landen.

Drei Polizisten in der afghanischen Hauptstadt Kabul hatten Anfang der Woche Symptome gezeigt. Zwei von ihnen waren positiv, einer negativ getestet worden. Der Bundeswehr-Soldat kommt aus dem Camp Marmal in Masar-i-Scharif, wo das Flugzeug heute zwischenlandete. Die Beamten sind Teil eines Polizeiausbildungsprojektes in Afghanistan. Die Corona-Pandemie hat die Mission weitgehend zum Stillstand gebracht.

20.10 Uhr: Bolsonaro ignoriert Corona-Schutzmaßnahmen

Inmitten der grassierenden Corona-Pandemie in Brasilien hat der rechtspopulistische Präsident Jair Bolsonaro erneut die empfohlenen Schutzmaßnahmen missachtet. Bei einem Imbiss-Besuch in der Ortschaft Abadiânia südwestlich der Hauptstadt Brasília umarmte er seine Anhänger und machte Fotos mit ihnen, wie das Nachrichtenportal G1 am Samstag berichtete. Dabei trug er keinen Mundschutz. Bolsonaro hält die Lungenkrankheit Covid-19 für eine "leichte Grippe" und lehnt Schutzmaßnahmen ab.

19.40 Uhr: Ansteckungsrate wieder über kritischem Wert

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, liegt nach aktuellsten Angaben des Robert Koch-Instituts vom Samstag bei 1,03 (Datenstand 30.5. 0 Uhr; Vortag: 0,85). Jeder Infizierte steckt damit statistisch mehr als eine weitere Person an. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Das RKI hat immer wieder betont, die Reproduktionszahl müsse unter 1 liegen, damit die Epidemie abflaue.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes 7-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert (Datenstand 30.5. 0 Uhr) bei 0,95 (Vortag: 0,85). Er zeigt das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen.

Mehr zur Reproduktionszahl erfahren Sie hier.

19.03 Uhr: Papst betet Rosenkranz

Der Papst hat mit Gläubigen in aller Welt den Rosenkranz gegen die Corona-Pandemie gebetet. Das Ereignis, in das katholische Wallfahrtsstätten aller Kontinente einbezogen waren, wurde weltweit über TV und Internet übertragen. Er bat um Erleuchtung für all jene, die an einem Heilmittel gegen das Virus forschten: "Mögen sie die richtigen Lösungen finden." Die Menschheit befinde sich in einer "dramatischen Situation, voller Leiden und Ängste, die die ganze Welt umhüllen". Mit eindringlichen Worten wandte sich der Papst an die Gottesmutter Maria, damit "diese harte Prüfung endet und dass ein Horizont der Hoffnung und des Friedens zurückkehrt".

18.50 Uhr: In Italien steigt die Zahl der Virus-Toten leicht an

Die Zahl der neuen Virus-Toten in Italien hat sich wieder leicht erhöht. Die Zivilschutzbehörde teilte mit, zuletzt seien 111 Menschen an Covid-19 gestorben, nach 87 am Vortag. Insgesamt seien damit bislang 33.340 Personen den Virus-Folgen erlegen. Das ist - gemessen an den Angaben der jeweiligen Behörden - die dritthöchste Zahl weltweit hinter den USA und Großbritannien. Die Zahl der Infizierten stieg zuletzt um 416 nach 516 am Vortag und liegt nun bei 232.664.

18.35 Uhr: Hoeneß: Fußball ist nicht mit Kitas zu vergleichen

Nach Ansicht von Uli Hoeneß wird die Zukunft des Profi-Fußballs in der Corona-Krise "zu kurzfristig" diskutiert. "Was mich umtreibt, ist die Frage, was ist in einem halben Jahr? Können wir dann mit Zuschauern spielen, denn der Fußball braucht natürlich Zuschauer im Stadion", sagte der Ehrenpräsident des deutschen Fußball-Meisters FC Bayern. Durch Geisterspiele kämen auch Vereine in finanzielle Schwierigkeiten. "Da können eigentlich nur Vereine richtig überleben, die so ein dickes Polster haben wie der FC Bayern", so Hoeneß weiter. Für den Fußball sei das eine schwierige Situation, auch für den Wettbewerb.

Hoeneß befürwortete erneut die Austragung von Geisterspielen in der aktuellen Situation. Ihn ärgere dabei aber Kritik, wenn bei dieser Kindertagesstätten und Schulen angeführt würden. "Kitas und Schulen sind extrem wichtig. Aber das eine hat mit dem anderen nichts zu tun", sagte Hoeneß und wies auf das Berufsfeld Profifußball hin. Insgesamt habe die deutsche Regierung in der Corona-Krise eine "unglaubliche Leistung" vollbracht.

17.45 Uhr: Spanien will bereits vor Juli wieder Touristen aus Deutschland ins Land lassen

Spanien will im Rahmen eines Pilotprojekts bereits vor Juli wieder deutsche, französische und skandinavische Touristen ins Land lassen - allerdings nur auf die Kanaren und die Balearen. Nach Angaben des Tourismusministeriums in Madrid könnten die derzeit geltenden Einreisebeschränkungen bereits ab dem 22. Juni gelockert werden. Möglicherweise würden auch weitere Regionen wie Andalusien oder Katalonien in das Pilot-Projekt aufgenommen. Vor einer Woche hatte der spanische Regierungschef Pedro Sánchez angekündigt, sein Land wolle seine Grenzen für ausländische Touristen ab dem 1. Juli wieder öffnen.

17.30 Uhr: Massive Kritik an US-Ausstieg aus WHO

Die EU und Deutschland kritisieren die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, die Beziehungen der USA zur Weltgesundheitsorganisation WHO zu beenden. Angesichts der Bedrohung durch die Coronavirus-Pandemie sollten gemeinsame Wege bestritten und die Zusammenarbeit gestärkt werden, teilten EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen und der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell am Samstag mit. Alles, was internationale Lösungen schwäche, sollte vermieden werden. "Daher rufen wir die USA auf, ihre Entscheidung zu überdenken."

Bundesaußenminister Heiko Maas bezeichnete den Schritt als falsches Signal zur falschen Zeit. Um die Herausforderung der Corona-Krise zu bewältigen brauche es weltweite Kooperation statt nationaler Alleingänge, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Trump hatte die Beziehungen der USA zur WHO am Freitag aufgekündigt. Er wirft der Weltgesundheitsorganisation vor, zu sehr unter dem Einfluss Chinas zu stehen.

17.30 Uhr: Massive Kritik an US-Ausstieg aus WHO

Die EU und Deutschland kritisieren die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, die Beziehungen der USA zur Weltgesundheitsorganisation WHO zu beenden. Angesichts der Bedrohung durch die Coronavirus-Pandemie sollten gemeinsame Wege bestritten und die Zusammenarbeit gestärkt werden, teilten EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen und der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell am Samstag mit. Alles, was internationale Lösungen schwäche, sollte vermieden werden. "Daher rufen wir die USA auf, ihre Entscheidung zu überdenken."

Bundesaußenminister Heiko Maas bezeichnete den Schritt als falsches Signal zur falschen Zeit. Um die Herausforderung der Corona-Krise zu bewältigen brauche es weltweite Kooperation statt nationaler Alleingänge, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Trump hatte die Beziehungen der USA zur WHO am Freitag aufgekündigt. Er wirft der Weltgesundheitsorganisation vor, zu sehr unter dem Einfluss Chinas zu stehen.

17.20 Uhr: Pariser Parks nach langer Pause wieder geöffnet

Nach einer über zweimonatigen Zwangspause haben die Pariser Parks wieder geöffnet. Bürgermeisterin Anne Hidalgo besuchte am Samstag bei sommerlichem Wetter einen Innenstadt-Park. Die für ihre Wiederwahl kämpfende Sozialistin empfahl das Tragen von Masken, das aber nicht verpflichtend ist. Frankreichs Premierminister Édouard Philippe hatte am Donnerstag grünes Licht für die Öffnung gegeben. Die Hauptstadt ist besonders von der Covid-19-Pandemie betroffen.

17.00 Uhr: Formel 1 startet am 5. Juli in Österreich

Die Formel 1 startet Anfang Juli in Österreich. Das österreichische Gesundheitsministerium gibt grünes Licht für zwei Rennen am 5. und 12. Juli in Spielberg. Die Organisatoren hätten ein umfassendes Sicherheitskonzept vorgelegt, wie das Ministerium mitteilt. Allerdings finden die Rennen ohne Zuschauer statt, um Ansteckungen zu vermeiden. Von jedem der zehn Formel-1-Teams dürfen früheren Angaben des Automobil-Weltverbandes FIA zufolge maximal 80 Personen an der Rennstrecke sein. Wegen der Pandemie startet die Saison verspätet. Das Finale soll im Dezember in Abu Dhabi gefahren werden.

16.09 Uhr: Belgischer Prinz nach Familienfeier in Spanien Corona-positiv

Der belgische Prinz Joachim, ein Neffe von König Philippe, ist nach einer Familienfeier in Spanien positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies bestätigte der Königspalast am Samstag belgischen Medien. Nach einem spanischen Medienbericht soll die Feier 27 Teilnehmer gehabt haben und damit mehr als vor Ort erlaubt. Dem widersprach der Palast jedoch und sprach von einem Treffen mit höchstens zwölf Personen. Die Grenze liegt bei 15.

16.02 Uhr: Noch kein Ansturm auf Ausflugsziele in Bayern

Bei meist bedecktem Himmel und kühlen Temperaturen ist der vielerorts erwartete Ansturm auf die Ausflugsziele in Südbayern zumindest am Samstag ausgeblieben. So war es am ersten Tag der Pfingstferien auf den Straßen ausgesprochen ruhig, wie die Polizei Oberbayern mitteilte. Es sei vor allem auf den Autobahnen sehr wenig los gewesen. Lediglich am Grenzübergang nach Salzburg gebe es etwas Rückstau bei der Ausreise. Bis zum Nachmittag blieb das so.

15.40 Uhr: Corona-Demonstrationen in Bayern mit mäßiger Beteiligung

In vielen Städten Bayerns haben auch am Samstag Menschen gegen die ihrer Meinung nach zu strengen Corona-Maßnahmen demonstriert. Eine der größten Versammlungen fand in München statt, wo auf der Theresienwiese am Nachmittag rund 700 Menschen demonstrierten. Die Polizei war nach eigenen Angaben mit rund 800 Beamten im Einsatz. Laut einer Polizeisprecherin war das Versammlungsgeschehen ruhig, auch die Abstandsgebote wurden eingehalten. Im Stadtgebiet von Nürnberg waren gleich vier Protestveranstaltungen gegen die Corona-Beschränkungen angemeldet worden. Ein Polizeisprecher sprach jedoch von einem "ganz schwachen Zulauf".

15.38 Uhr: Britische Regierung plant Konjunkturpaket

Die britische Regierung plant einem Zeitungsbericht zufolge noch vor dem Sommer ein großangelegtes Konjunkturprogramm. Damit sollten Stellen geschaffen und Infrastrukturprojekte vorangetrieben werden, um die Wirtschaft Großbritanniens wieder anzukurbeln, berichtet die "Financial Times". Finanzminister Rishi Sunak wollte noch nicht sagen, ob er wegen der Corona-Krise seinen für den Herbst anstehenden Haushaltsbericht vorziehen werde.

15.30 Uhr: Türkei nimmt erste Inlandsflüge nach Corona-Pause auf

Die Türkei will nach der coronabedingten Pause im Luftverkehr am Montag wieder erste Inlandsflüge erlauben. Der erste Flug werde von Istanbul in die Hauptstadt Ankara gehen, sagte Verkehrsminister Adil Karaismailoglu am Samstag laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu. Zudem solle es von beiden Flughäfen Istanbuls nach Izmir, in das Küstenresort Antalya und nach Trabzon am Schwarzen Meer gehen. Weitere Ziele sollen Anadolu zufolge am Mittwoch folgen. Die Aufnahme des internationalen Flugverkehrs war zuletzt für den 10. Juni geplant.

15.06 Uhr: Bundeswehr holt erkrankte Polizisten aus Afghanistan zurück

Die Luftwaffe holt zwei an Covid-19 erkrankte deutsche Polizisten aus Afghanistan zurück. Ein Airbus A400 mit medizinischem Personal an Bord soll nach Informationen des "Spiegels" am Sonntag in der afghanischen Hauptstadt Kabul ankommen. Eine Sprecherin der Luftwaffe bestätigte zunächst nur, dass es einen medizinischen Evakuierungsflug nach Afghanistan im Zusammenhang mit Covid-19 gebe.

14.40 Uhr: Landesamt: 47.115 Coronavirus-Fälle in Bayern - 2.466 Tote

In Bayern sind inzwischen 47.115 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bisher 2.466 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Samstag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Website mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 42.820 Menschen.

13.54 Uhr: Ausflugs- und Linienschifffahrt auf dem Main wieder möglich

Pünktlich zum Pfingstwochenende dürfen Linien- und Ausflugsschiffe seit heute wieder den Main befahren. Im Zuge der Lockerungen der Corona-Beschränkungen ist die Fluss- und Seenschifffahrt in Bayern wieder erlaubt. Schifffahrten auf dem Main werden nun zum Beispiel wieder zwischen Würzburg und Veitshöchheim angeboten, genauso wie die täglichen Rundfahrten in Miltenberg oder Volkach. Vereinzelt starten die Betreiber erst etwas später: Die Schiffstouristik in Lohr am Main legt zum Beispiel erst am 5. Juni ab. Die Fahrpläne haben sich beispielsweise auf der Strecke zwischen Würzburg und Veitshöchheim nur gering geändert. Voraussetzung für die Wiederaufnahme des Flussverkehrs sind allerdings Hygienevorschriften an Bord der Schiffe. Die Fahrgäste sind dazu verpflichtet, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen. Abnehmen dürfen sie ihn nur dann, wenn sie sich an einem Tisch befinden. Außerdem müssen sich die Betreiber die Kontaktdaten jedes Insassen notieren. Einige Betreiber bitten deshalb darum, sich vorab für die Fahrten anzumelden.

13.39 Uhr: Thüringen plant Ende des Kontaktverbots

Thüringen will das wegen der Corona-Pandemie verhängte Kontaktverbot aufweichen. Der Entwurf der neuen Corona-Verordnung sehe vor, dass die Kontaktbeschränkungen dann nur noch als Empfehlung gelten sollten, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Frank Schenker, am Samstag der dpa. Die derzeit geltende Vorgabe, dass sich nur Angehörige zweier Haushalte treffen dürfen, wäre dann nicht mehr bindend und könnte bei Verstößen auch nicht mehr mit Bußgeldern belegt werden.

Der Mindestabstand von 1,5 Meter und ein Mund-Nasen-Schutz im öffentlichen Verkehr sowie in Geschäften werde aber auch mit der neuen Thüringer Corona-Verordnung beibehalten, sagte Schenker. Der kritische Wert bei Neuinfektionen solle mit 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche strenger gefasst werden, um bei lokalen Infektionsherden schneller eingreifen zu können. Derzeit liegt er bei 50 neuen Infektionen.

Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hatte sich in den vergangenen Tagen für eine neue Strategie ausgesprochen, wonach es keine vom Land zentral verordneten Corona-Beschränkungen mehr geben sollte, sondern nur lokale Regeln. Dieses Vorpreschen war bundesweit auf viel Kritik, aber auch auf Zustimmung gestoßen.

13.36 Uhr: Über 200 Infizierte durch Gottesdienst in Frankfurt

Die Zahl der Menschen, die sich bei einem Gottesdienst in einer freien Baptistengemeinde in Frankfurt mit dem Coronavirus infiziert haben, hat sich leicht erhöht. Etwas mehr als 200 Personen im Umfeld der Gemeinde seien positiv getestet worden, sagte der Epidemiologe Udo Götsch vom Gesundheitsamt Frankfurt am Main am Samstag dem Evangelischen Pressedienst. Insgesamt hätten sich vor allem erwachsene Gottesdienstbesucher infiziert, nur wenige von ihnen seien indes schwer erkrankt, sagte Götsch. Infolge eines Gottesdienstes am 10. Mai in der Baptistengemeinde mit vor allem russlanddeutschen Mitgliedern in Frankfurt war es zu einer massenhaften Verbreitung des Coronavirus gekommen. Die Teilnehmer trugen keinen Mund-Nasen-Schutz und sangen während der Feier.

12.30 Uhr: Alle Kinder zurück in die Schule - notfalls in Container

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat die Bildungsminister der Länder aufgefordert, allen Kindern nach den Sommerferien auf jeden Fall die Rückkehr in die Schulen zu ermöglichen. Dazu will die Bundesbildungsministerin unter anderem Lehramtsstudierende zum Unterrichten an Schulen schicken. "Jede Schule in jedem Land muss sich ein Ziel setzen: Nach den Ferien muss überall ein strukturierter Unterricht angeboten werden - und zwar so, dass möglichst ein volles Schulprogramm gewährleistet ist. Wie auch immer", so Karliczek am Samstag in einem Zeitungsinterview. Den Sommer über hätten Schulen und Bildungsministerien der Länder Zeit, entsprechende Konzepte zu erarbeiten.

Notfalls müssten die Schulen eben Container aufstellen, in denen mit dem entsprechenden Sicherheitsabstand und in Kleingruppen unterrichteten werden kann. Der Schulbetrieb müsse mit einer Mischung aus Präsenz- und Digitalunterricht wieder umfassend laufen, fordert die Bundesbildungsministerin und warnt vor den Negativfolgen des langen Unterrichtsausfalls: eine wachsende Chancenungleichheit im Schulsystem. Alle Verantwortlichen müssten die Bildungsschere im Auge behalten, so Karliczek.

12.08 Uhr: Italiens Umweltbehörden: weniger Meeresverschmutzung

Die Meeresverschmutzung an Italiens Küsten hat während der Zeit des Corona-Lockdowns um bis zu 30 Prozent abgenommen, wie landesweite Untersuchungen im Auftrag von Umweltminister Sergio Costa seit dem 15. April gezeigt haben. In der am Samstag veröffentlichten Untersuchung ist vor allem für die Region rund um Rom ein Rückgang der Verschmutzung um 30 Prozent dokumentiert.

Zwar sei der Effekt wohl nicht ausschließlich auf die Ausgangsbeschränkungen zurückzuführen, betonen Vertreter der Umweltbehörde, so könnten auch ausbleibende Niederschläge oder wechselnde Meeresströmungen eine Rolle spielen.

Trotzdem betonte der Generaldirektor der Umweltbehörde der römischen Region Latium (Lazio), Marco Lupo, das Fehlen von durchschnittlich 30 Millionen Touristen während des Frühjahrs und auch das Wegbleiben der italienischen Sommerfrischler aus den Küstendörfern hätten zweifellos einen positiven Einfluss gehabt.

11.49 Britische Virologen warnen: Lockdown noch nicht lockern

Großbritannien hat in Europa bisher am meisten unter der Corona-Pandemie gelitten: Über 38.000 Menschen sind mit dem Virus gestorben. Trotzdem will Boris Johnson ab der kommenden Woche die Infektionsschutzbestimmungen lockern: So sollen wieder Treffen von bis zu sechs Personen in privaten Gärten und Parks möglich sein, solange der Mindestabstand von zwei Metern eingehalten wird. Bislang waren nur Treffen von zwei Personen aus unterschiedlichen Haushalten möglich. Auch Läden mit Verkauf im Freien dürfen wieder öffnen ebenso manche Schulen.

Wissenschaftler warnen nun, die Lockerung komme zu früh. So schrieb zum Beispiel der Direktor der medizinischen Forschungsstiftung Wellcome Trust, Jeremy Farrar, im Nachrichtennetzwerk Twitter: "Covid-19 breitet sich zu schnell aus, um den Lockdown in England aufzuheben." Zuerst müsse ein funktionierendes System zur Testung und Kontaktverfolgung vorhanden sein und die Infektionszahlen geringer sein, so Farrar.

10.48 Uhr: Merkel dankt den Bürgern und kündigt weitere Hilfen an

In ihrem Video-Podcast hat Angela Merkel den Bürgern am Samstag für "Vorsicht, Vernunft und Verantwortung für andere" in der Corona-Krise gedankt. Die gemeinsame Leistung der Gesellschaft bestehe in dem, was "nicht eingetreten ist", so Merkel. Es sei gelungen, das Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Trotzdem mahnt Merkel weiterhin zur Vorsicht und zum Durchhalten angesichts wirtschaftlicher Unsicherheiten und schwieriger familiärer Alltagsbedingungen etwa durch Homeschooling. Zudem kündigte die Kanzlerin an, in der kommenden Woche, werde die Bundesregierung ein Konjunkturprogramm zur Ankurbelung der Wirtschaft beschließen. Die Spitzen der großen Koalition treffen sich am Dienstag im Berliner Kanzleramt, um über das geplante Konjunkturpaket zu Belebung der Wirtschaft in der Corona-Krise zu beraten.

10.17 Uhr: DGB fordert: Corona-Familienbonus nicht für Reiche

Der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbunds, Reiner Hoffmann hält eine soziale Staffelung des geplanten Bonus für Familien in der Corona-Krise für geboten. "Ein Bonus für Familien ist aus konjunkturellen Gründen gut: Er hilft, Kaufkraft und Nachfrage zu stabilisieren. Allerdings sollte es den Bonus nur sozial gestaffelt geben: für kleine und mittlere Einkommen, aber nicht für reiche Familien", so Hoffmann heute in einem Zeitungsinterview.

Den Solidaritätszuschlag bei der Einkommensteuer dürfe man hingegen in der Corona-Krise erst recht nicht abschaffen, so der Gewerkschafter. "Schon vor der Krise haben wir dafür geworben, den Soli als Instrument des Bundes beizubehalten, um strukturschwachen Regionen in Ost und West unter die Arme greifen zu können. Das ist nun noch notwendiger denn je."

6.55 Uhr: Großbritannien will Speerspitze bei Impfstoffentwicklung sein

Großbritannien hat fast 38.000 Coronatote zu beklagen. Nun will die britische Hauptstadt bei der Impfstoffentwicklung international die Führung zu übernehmen. Großbritannien ist auch Gastgeber der Online-Geberkonferenz für die Impfallianz Gavi am 4. Juni. Vor allem die Universität Oxford und das Imperial College in London sind inzwischen Zentren der Impfstoffforschung. Der britische Staat fördert die Arbeit in Oxford mit mehr als 85 Millionen Pfund (95 Millionen Euro) und die Forschung am Imperial College mit fast 43 Millionen Pfund. Bis Mitte nächsten Jahres soll ein Impfstoff entwickelt sein.

5.35 Uhr: 738 neue Infektionen in Deutschland

In Deutschland steigt die Zahl der Coronavirus-Fälle um 738 auf 181.196. Am Freitag sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts 39 Menschen an Covid-19 gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der tödlich verlaufenden Infektionen auf 8.489.

1.30 Uhr: Merkel will nicht zum G7-Gipfel fliegen

Bundeskanzlerin Angela Merkel will nicht zum G7-Gipfel in die USA fliegen. Wegen der Pandemie könne sie nicht ihr persönliches Erscheinen in Washington zusagen, zitierte das Magazin "Politico" Regierungssprecher Steffen Seibert. Trump hält ein Treffen in Washington für ein großartiges Zeichen für die Überwindung des Corona-bedingten Stillstandes. Merkel hat bereits früher erklärt, auf jeden Fall am G7-Treffen unter US-Vorsitz teilzunehmen, aber die Form offengelassen und auf Videokonferenzen verwiesen.

Freitag, 29. Mai 2020

21.50 Uhr: New York startet mit Vorbereitungen für erste Corona-Lockerungen

In der einwohnerreichsten US-Metropole New York sollen ab dem 8. Juni Corona-Schutzmaßnahmen teilweise gelockert werden. Man sei auf Kurs, dass dies gelingen könne, sagt der Gouverneur des gleichnamigen Bundesstaats, Andrew Cuomo. "Eine Wiedereröffnung bedeutet aber nicht, dass die Dinge wieder so sein werden, wie sie waren." In dieser ersten Phase werde es unter anderem erlaubt, auch nicht unbedingt notwendige Baumaßnahmen wieder aufzunehmen. Einzelhandelgeschäfte, die nicht unbedingt benötigte Artikel anbieten, dürfen zudem ihre Waren zur Abholung von der Bordsteinkante anbieten. New York zählt zu den am stärksten von der Pandemie betroffenen Städten in den USA.

21.20 Uhr: Champions-League-Finale möglicherweise nicht in Istanbul

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) zieht bei der Fortsetzung der Champions League offenbar auch eine Verlegung des Final-Spielorts in Betracht. Wie die französische Nachrichtenagentur AFP berichtet, überprüfe der Verband "alle Optionen". Ursprünglich sollte das Endspiel um Europas Krone am Samstag im Atatürk Stadion in Istanbul stattfinden, der Wettbewerb ist aufgrund der Coronapandemie aber seit Mitte März unterbrochen. Demnach hoffe die UEFA weiterhin, die Champions League bis Ende August zu Ende zu spielen, möglich ist dabei auch eine Veränderung des Spiel-Modus. Unterbrochen wurde der Wettbewerb in der Achtelfinal-Runde.

21.05 Uhr: Trump kündigt Ende der Zusammenarbeit mit WHO an

US-Präsident Donald Trump hat ein Ende der Zusammenarbeit der USA mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) angekündigt. Die von den USA der WHO bisher zur Verfügung gestellten Mittel würden an andere globale Gesundheitszwecke gehen, sagte Trump am Freitag bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz. Trump warf der WHO erneut vor, unter der Kontrolle Chinas zu stehen.

19.55 Uhr: Zahl der neuen Corona-Fälle in Israel überschreitet kritische Marke

In Israel sind innerhalb der vergangenen 24 Stunden mehr als 100 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums lag die Zahl am Freitagabend bei 101. Damit wurde eine von der Regierung gesetzte Marke überschritten. Als Bedingung für alle Lockerungen wurde Mitte Mai genannt, dass die Zahl der Neuinfektionen nicht wieder über mehr als 100 pro Tag steigt. "Nun haben wir einen Weckruf erhalten", so Generaldirektor des Gesundheitsministeriums, Mosche Bar Siman Tow. In Israel hatte es zuletzt einige Lockerungen gegeben. So dürfen Restaurants, Bars und Kneipen seit Mittwoch wieder Gäste empfangen. Mitte Mai hatte Israel mit der Öffnung der Schulen begonnen.

19.35 Uhr: Johnson und Trump sprechen sich für reales G7-Treffen aus

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson und US-Präsident Donald Trump haben sich für ein reales G7-Treffen im kommenden Monat ausgesprochen. Bei einem Telefongespräch hätten die beiden über die Wichtigkeit eines persönlichen Zusammentreffens der Staats- und Regierungschefs der führenden Industrieländer gesprochen, teilte Downing Street am Freitag mit. Trump ist in diesem Jahr Gastgeber des G7-Gipfels. Ursprünglich war das Treffen der sieben führenden Wirtschaftsnationen für den 10. bis 12. Juni am Landsitz des Präsidenten in Camp David geplant gewesen.

19.00 Uhr: Historisches Grünes Gewölbe erstmals wieder zugänglich

Mit dem Dresdner Residenzschloss öffnet am Samstag auch das seit dem spektakulären Einbruch vor einem halben Jahr geschlossene Historische Grüne Gewölbe wieder. Besucher kommen wie bisher mit Zeittickets auch an den Tatort des Juwelendiebstahls, der weltweit Schlagzeilen machte. Die Vitrine im Juwelenzimmer, aus der am 25. November 2019 rund ein Dutzend kostbarster historischer Pretiosen gestohlen wurden, ist leer. Aufgrund der Corona-Schutzregelungen dürfen sich maximal 70 statt 100 Menschen pro Stunde in dem "begehbaren Tresor" aufhalten. Im gesamten Residenzschloss dürfen es höchstens 500 sein.

18.25 Uhr: Demo-Version der Corona-App vorgestellt - kein spezielles Gesetz notwendig

Die Bundesregierung will die Einführung der geplanten Corona-Warn-App des Bundes nicht durch ein spezielles Gesetz begleiten. Sie erachte ein solches Gesetz für "nicht notwendig", so die Stellungnahme und weiter: "Da es sich um eine freiwillige App handelt, die Menschen warnen kann und so dabei hilft, dass sich Bürgerinnen und Bürger frühzeitig testen lassen, wird in Grundrechte gerade nicht eingegriffen." Ohne einen solchen Eingriff bedürfe es auch keiner gesetzlichen Regelung. Das Robert Koch-Institut müsse als Herausgeber der Tracing-App "selbstverständlich (...) geltendes Recht einhalten".

© BR24

Die Entwickler der deutschen Corona-App zur Eindämmung der Pandemie haben erstmals eine Demo-Version der Anwendung vorgestellt.

17.22 Uhr: Bund verstärkt Förderung von Schutzmasken-Produktion

Das Bundeswirtschaftsministerium will die Produktion von Schutzmasken in Deutschland ankurbeln. Mit einer neuen Förderung sollen Investitionen in Anlagen zur Herstellung von Spezialmasken gefördert werden, wie das Ministerium mitteilte. "So stärken wir die europäische Unabhängigkeit von Lieferengpässen, tragen zur erfolgreichen Bekämpfung von Pandemien bei und sichern gleichzeitig Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Deutschland", sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Unternehmen können die Hilfe ab dem 1. Juni beantragen und bis zu 50 Prozent Förderung für Anlagen, Komponenten sowie Entwicklungsarbeiten bekommen.

17.07 Uhr: Studie sieht hohes Ansteckungsrisiko in Flüchtlingsheimen

Sammelunterkünfte für Asylbewerber sind laut einer Studie besonders gefährdet, zu Hotspots für Corona-Infektionen zu werden. Werde in einer Unterkunft eine Infektion festgestellt, ergebe sich statistisch für 17 Prozent der anderen Bewohner ein Ansteckungsrisiko, so die Untersuchung der Universität Bielefeld. In einigen Einrichtungen habe das Ansteckungsrisiko noch weit höher gelegen. Ausgewertet wurden den Angaben zufolge Daten aus elf Bundesländern und 42 Aufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften. Dort seien von 9.785 Migranten 1.769 positiv auf das Coronavirus getestet worden. Problematisch sei die große räumliche Nähe der Menschen in den Einrichtungen.

16.52 Uhr: Brinkhaus fordert schnelle Öffnung von Schulen und Kitas

Der Unions-Fraktionsvorsitzende Ralph Brinkhaus hat sich für eine rasche Rückkehr zum Normalbetrieb in Schulen, Kitas und Kindergärten ausgesprochen. Deren Schließung vergrößere Unterschiede zwischen Kindern aus bildungsnahen und bildungsfernen Familien, sagte der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Auch die Belastung für die Familien sei problematisch. "Deshalb müssen wir schnell wieder zu einem normalen Schulalltag und Regelbetreuung in Kitas und Kindergärten kommen", sagte Brinkhaus. Damit die Gesundheit von Kindern und Betreuern sichergestellt werden könne, müssten lokale Gesundheitsbehörden gestärkt werden.

16.39 Uhr: Forscher debattieren über Einsatz von Malaria-Medikament gegen Covid-19

Dutzende Forscher aus der ganzen Welt haben sich besorgt über eine unlängst veröffentlichte Studie zum Einsatz von Hydroxychloroquin als Corona-Medikament geäußert, die die WHO zur Aussetzung klinischer Tests mit dem Malariamittel veranlasste. Unter anderem wird die Weigerung der Autoren kritisiert, anderen Wissenschaftlern Zugang zu den Daten zu geben. Auch werde nichts über die Länder und die Krankenhäuser gesagt, aus denen die Daten kommen. Unterzeichnet wurde der offene Brief von Forschern unter anderem von der Harvard-Universität und dem Imperial College London.

Vor Veröffentlichung der Studie hatte unter anderem US-Präsident Donald Trump das Medikament in höchsten Tönen gelobt und mitgeteilt, er nehme es zur Vorbeugung gegen das Coronavirus ein. Am vergangenen Sonntag sagte Trump dann,, er habe die Einnahme von Hydroxychloroquin beendet.

16.03 Uhr: WHO rechnet mit Corona-Impfstoff in 11 bis 17 Monaten

Ein "sicherer und effektiver" Impfstoff gegen das Coronavirus wird nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO in 11 bis 17 Monaten gefunden sein. Schon zuvor werde man über ein Medikament zur Behandlung von Covid-19 verfügen, "womit wir auch die hohe Sterblichkeitsrate reduzieren können", sagte die WHO-Direktorin für öffentliche Gesundheit, Maria Neira, der Nachrichten-Agentur KNA. Ihre Organisation werde für eine gerechte globale Verteilung des Impfstoffs sorgen, versicherte Neira. "Reiche Länder werden für den Impfstoff bezahlen müssen. Für arme Länder, die das nicht können, richten wir aber Mechanismen und Subventionen ein, damit alle Zugang haben."

15.40 Uhr: Nur Schwedens Wirtschaft schrumpft nicht

In Schweden, wo weniger strikte Maßnahmen gegen das Coronavirus gelten als anderswo in Europa, ist die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal stabil geblieben: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nahm im Vergleich zum Vorquartal um 0,1 Prozent zu, teilte die Statistikbehörde mit.

In den Nachbarländern Dänemark und Finnland, die im März strenge Beschränkungen verhängten, schrumpfte das BIP im ersten Quartal hingegen deutlich: In Dänemark um 2,1 Prozent zum Vorquartal, in Finnland um 0,9 Prozent. In Österreich wird der Rückgang des BIP aktuell auf 2,9 Prozent beziffert. In Italien brach das BIP nach neuen Angaben um 5,3 Prozent ein. In Deutschland ging das BIP von Januar bis Ende März um 2,2 Prozent zurück.

15.25 Uhr: Verkehr an bayerischen Airports belebt sich

Der wegen der Corona-Krise weitgehend zum Erliegen gekommene Betrieb an den bayerischen Flughäfen nimmt langsam wieder zu. In München wird die Lufthansa in den kommenden Tagen wieder nach Brüssel, Mailand, Rom, Wien und Zürich starten. Ab Dienstag wird der Betrieb nach Chicago und ab Mittwoch nach Los Angeles und Tel Aviv wieder aufgenommen. Mitte Juni sollen dann die Strecken nach San Francisco, Montreal, Delhi und Seoul sowie in 30 europäische Städte folgen. In Nürnberg soll ab dem 15. Juni KLM wieder nach Amsterdam starten. Das sei der erste bestätigte Passagierflug, sagte ein Sprecher. Von Memmingen fliegt Wizz Air derzeit nach Sofia und Warna. Weitere Ziele sollen demnächst hinzukommen. Ryanair will im Juli den Betrieb wieder aufnehmen.

15.04 Uhr: Papst will wieder mit Gläubigen beten

Papst Franziskus wird sein Mittagsgebet am kommenden Sonntag erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie wieder mit Pilgern auf dem Petersplatz abhalten. Das katholische Kirchenoberhaupt wird den Pfingstgottesdienst am selben Tag zwar noch im Petersdom ohne Gläubige feiern, das anschließende Gebet will er aber wieder wie üblich von einem Fenster des Apostolischen Palastes aus halten. Dabei dürfen Gläubige auf dem Petersplatz anwesend sein. Bereits am vergangenen Samstag hatte der Papst nach dem Mittagsgebet Menschen begrüßt, die sich auf dem Petersplatz versammelt hatten. Der Platz war am 10. März für Besucher geschlossen worden. Seit dem 18. Mai ist er wieder geöffnet.

14.45 Uhr: Dänemark öffnet Grenzen für deutsche Touristen

Dänemark öffnet seine in der Corona-Krise geschlossenen Grenzen ab dem 15. Juni wieder für Touristen aus Deutschland, Norwegen, Island und Skandinavien. Das gab Ministerpräsidentin Mette Frederiksen in Kopenhagen bekannt. Deutsche, die ein Sommerhaus in Dänemark besitzen oder ihren Partner in dem Land besuchen wollen, dürfen bereits wieder einreisen.

Dänemark hatte als eines der ersten Länder Europas im Kampf gegen Corona am 14. März seine Grenzen dicht gemacht. Touristen und andere Ausländer ohne konkreten Einreisegrund kommen seitdem nicht mehr ins Land.

14.37 Uhr: Österreich lockert Maskenpflicht

Österreichs Bundesregierung hat weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen bekannt gegeben. Ab dem 15. Juni werde die Maskenpflicht in Österreich größtenteils fallen, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) nach Angaben des ORF. Der Mund-Nasen-Schutz solle dann nur noch in öffentlichen Verkehrsmitteln, im Gesundheitsbereich sowie bei Dienstleistungen getragen werden, bei denen der Mindestabstand von einem Meter nicht eingehalten werden kann. Kurz nannte als Beispiele Friseurinnen und Friseure oder Beschäftigte der Gastronomie.

Die Sperrstunde für die Gastronomie wird zugleich von 23.00 auf 1.00 Uhr verlängert. "Das haben wir uns gemeinsam erarbeitet", lobte Gesundheitsminister Rudolf Anschober, mahnte aber weiterhin zu Vorsicht.

13.18 Uhr: Sterblichkeit im April deutlich über Durchschnitt der Vorjahre

In Deutschland sind im April mehr Menschen gestorben als üblich. Laut Statistischem Bundesamt starben im vergangenen Monat 82.246 Menschen, das sind acht Prozent mehr als im Durchschnitt der vier Vorjahre. Mehr als 80.000 Tote in einem April gab es in Deutschland zuletzt im Jahr 1977. Der Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sei naheliegend. In den Kalenderwochen 13 bis 18 (23. März bis 3. Mai) seien laut Daten des Robert-Koch-Instituts 7.083 Menschen nachweislich an einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Die Grippewelle gelte bereits seit Mitte März als beendet.

13.17 Uhr: Corona-Krise verändert Ernährungsalltag der Deutschen

Mehr Wertschätzung für regionale Produkte, mehr Selbstgekochtes - und mehr Vorräte im Schrank. Die Corona-Krise hat laut einer Umfrage für das Bundeslandwirtschaftsministerium den Ernährungsalltag vieler Bundesbürger verändert. Der Fleischkonsum der Deutschen ist laut dem vorgestellten "Ernährungsreport" zufolge weiter leicht rückläufig. In Zeiten der Pandemie hätten Produkte aus der Region "an Bedeutung gewonnen", sagte Ernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) in Berlin. Es sei "ein neues Bewusstsein für Lebensmittel entstanden - und für die Arbeit derjenigen, die sie produzieren".

11.57 Uhr: Neuer Höchststand bei Corona-Todesfällen in Russland

In Russland sind innerhalb eines Tages so viele Menschen mit dem Coronavirus gestorben wie noch nie seit Beginn der Epidemie. 232 Todesfälle seien seit Donnerstag gemeldet worden, teilten die Behörden am Freitag in Moskau mit. Zuvor lag diese Zahl immer deutlich unter der Marke von 200. Damit gibt es insgesamt 4.374 Tote im Zusammenhang mit Sars-CoV-2. Es gab vielfach Medienberichte über angeblich geschönte Statistiken. Die Behörden weisen das vehement zurück.

11.51 Uhr: Studie: Drohende Vereinsamung älterer Alleinstehender

Viele ältere Menschen in Deutschland sind in der Corona-Krise bei anhaltender sozialer Isolation von Vereinsamung bedroht. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Freitag veröffentlichte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin. So steigt demnach mit zunehmendem Alter die Zahl der Alleinstehenden, und viele dieser Menschen haben keine in der Nähe lebenden Kinder und keinen Internetanschluss. In Deutschland leben der Studie zufolge etwa 38,7 Prozent der über 65-Jährigen in Einpersonenhaushalten.

11.46 Uhr: Polen: Ab 19. Juni wieder Zuschauer in Fußballstadien

In Polen können Fußballfans ab dem 19. Juni ihre Mannschaften bei Spielen wieder im Stadion anfeuern. Zur Eindämmung des Coronavirus dürften aber nur 25 Prozent der Stadionkapazität genutzt werden, sagt Ministerpräsident Mateusz Morawiecki. Der polnische Fußball-Verband und die 1. Liga hätten sich auf den Termin verständigt. Damit habe man genug Zeit für die Vorbereitungen, um die Zeit der Geisterspiele zu beenden.

11.29 Uhr: Krankenhäuser: Staatliche Hilfen reichen nicht

Viele Krankenhäuser bekommen nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft wegen der Corona-Pandemie wirtschaftliche Probleme. Eine Befragung unter mehr als 600 Kliniken habe ergeben, dass die staatlichen Hilfen für die Häuser in der Corona-Krise nicht ausreichten. Im Vergleich zum Vorjahr habe sich die Situation der Kliniken dadurch deutlich verschlechtert. Wegen der Pandemie hatten sie geplante Behandlungen und Operationen verschoben und parallel dazu Kapazitäten im Intensivbereich aufgebaut.

11.28 Uhr: Virologe Streeck: "Auf Großevents fokussieren"

Großveranstaltungen wie die Karnevalssitzung in Gangelt spielen nach Einschätzung des Bonner Virologen Hendrik Streeck eine wesentliche Rolle bei der Verbreitung des Coronavirus. Er gehe davon aus, "dass wir uns sehr viel mehr auf diese Großevents fokussieren müssen", sagte der Autor der sogenannten "Heinsberg-Studie" dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Die zu unterbinden scheint am ehesten was gebracht zu haben." Er vermute, dass es auch in Zukunft immer wieder zu lokalen Ausbrüchen wie zuletzt in Leer oder Frankfurt kommen werde. "Das wird vielleicht im Herbst auch vermehrt und überraschend geschehen - aber ich glaube nicht, dass wir eine zweite Welle sehen werden, die uns regelrecht überschwemmt und überfordert."

Auf die Frage, wie zuversichtlich er sei, dass es je einen Impfstoff geben werde, antwortete Streeck: "Jede Vorhersage für einen Impfstoff ist nicht seriös. Es gibt bislang gegen kein Coronavirus einen Impfstoff. Gegen HIV wurden schon über 500 Impfstoffe konstruiert, wenige auf Effektivität getestet, aber keiner hat funktioniert." Es sei deshalb ratsam, sich darauf einzustellen, dass das Virus bleiben werde.

11.21 Uhr: EU: Unternehmen brauchen 720 Milliarden Euro Kapital

In der Corona-Krise werden europäische Unternehmen nach Schätzung der EU-Kommission allein dieses Jahr Finanz- und Kapitalspritzen im Umfang von 720 Milliarden Euro benötigen. Die Zahl nannte Vizepräsidentin Margrethe Vestager am Freitag in Brüssel. Falls Ausgangsbeschränkungen länger dauern oder eine zweite Pandemiewelle eintreten sollte, könnte der Betrag noch höher ausfallen.

11.18 Uhr: Sozialverbände: Besserer Corona-Schutz für Flüchtlinge

Die Sozialverbände Diakonie und Caritas fordern für Menschen in Flüchtlingsunterkünften einen besseren Schutz vor dem neuartigen Coronavirus. Mit Blick auf die jüngsten Infektionen in großen Flüchtlingsunterkünften mahnten die Verbände am Freitag, solche Einrichtungen dürften nicht zu Corona-Hotspots werden. Die Unterkünfte seien für den Ausbruch einer Pandemie nicht gewappnet, gerade in größeren Einrichtungen gebe es nicht die Möglichkeit, die Vorgaben zur Kontaktvermeidung einzuhalten. Die Verbände verwiesen darauf, dass die Ansteckungsgefahr dem bis zu 50-fachen der Allgemeinbevölkerung entsprechen könnte, was am Beispiel großer Landeseinrichtungen in Baden-Württemberg errechnet worden sei.

10.52 Uhr: Einzelhandel: Umsatz mit Mode bricht ein

Der Einzelhandel in Deutschland hat wegen geschlossener Geschäfte in der Corona-Krise hohe Umsatzeinbußen erlitten. Während das Geschäft mit Lebensmitteln und Getränken im Shutdown anzog, erlebten Modehändler einen katastrophalen April - obwohl einige Läden zum Monatsende wieder öffnen durften. Der Handelsverband HDE fürchtet nun zahlreiche Pleiten mittelständischer Geschäfte und viel Leerstand in den Fußgängerzonen. Im April sank der Umsatz im Einzelhandel preisbereinigt um 6,5 Prozent gemessen am Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Zum Vormonat März fiel der Umsatz nach vorläufigen Daten um gut 5 Prozent. Es war der stärkste Rückgang gegenüber einem Vormonat seit dem Januar 2007.

10.34 Uhr: Autoversicherer: Unfälle fast wieder auf Normalniveau

Die Deutschen haben nach Erkenntnissen der R+V Versicherung während der Ausgangsbeschränkungen nur kurz auf das Auto verzichtet. "Wir hatten nur zwei Drittel der üblichen Schadenmeldungen - allerdings nur zwei Wochen lang", sagt Rico Kretschmer, Abteilungsleiter Schadenmanagement bei R+V. Im Mai hätten die Unfallzahlen wieder annähernd Normalniveau erreicht. Viele Pendler seien aus Angst vor Ansteckung von Bus und Bahn auf das Auto umgestiegen und führen damit mehr als vorher. "Wenn dann noch viele Urlauber auf Flugreisen verzichten und mit dem Auto Ferien in Deutschland machen, könnte das dazu führen, dass wir im Verlauf der Lockerungen sogar mehr Schäden bekommen als vor Corona."

10.16 Uhr: Italienische Wirtschaft bricht noch stärker ein als gedacht

Die von der Corona-Krise besonders schwer getroffene Wirtschaft Italiens ist im ersten Quartal noch stärker eingebrochen als zunächst angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt fiel von Januar bis März um 5,3 Prozent zum Vorquartal und damit so stark wie noch nie seit dem Beginn dieser Datenreihe 1995, wie das Statistikamt Istat am Freitag in Rom nach neuen Berechnungen mitteilte. Dafür sorgten sinkende Konsumausgaben, geringere Investitionen und schrumpfende Exporte. Eine erste Schätzung hatte ein Minus von 4,7 Prozent ergeben - auch das wäre der bislang stärkste Rückgang gewesen. Zum Vergleich: Die deutsche Wirtschaft schrumpfte im ersten Quartal lediglich um 2,2 Prozent.

10.16 Uhr: Marburger Bund: Mehr Tests für medizinisches Personal

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hat in der Corona-Krise mehr Tests für Ärzte und Pfleger und zusätzliches Personal für die Gesundheitsämter gefordert. Die vorhandenen Testkapazitäten müssten "vollständig" genutzt werden, teilte die Organisation am Freitag in Berlin mit. Dies erhöhe die Sicherheit für medizinisches Personal und Patienten. Der Marburger Bund reagierte damit nach eigenen Angaben auf einen vom Bundesgesundheitsministerium vorgelegten Verordnungsentwurf zur Kostenübernahme von Corona-Tests für das medizinische Personal durch die gesetzlichen Krankenkassen. Dies gilt demnach aber nur, sofern Tests vom öffentlichen Gesundheitsdienst angeordnet werden.

10.12 Uhr: Zahl der Coronavirus-Opfer in Indien auf 4.700 gestiegen

In Indien sind mittlerweile mehr als 4.700 Menschen an einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben und damit mehr als in China, wo der Erreger nach Angaben der Behörden im Dezember zuerst aufgetreten war. Wie das indische Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte, stieg die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden um 175 auf insgesamt 4.706. Die Zahl der bestätigten Infektionen liegt demnach bei 165.799. Besonders stark ist der westliche Bundesstaat Maharashtra mit der Millionenmetropole Mumbai betroffen. China, wo bislang 82.995 Infektions- und 4.634 Todesfälle verzeichnet wurden, meldete am Freitag keine neuen Infektions- und Verdachtsfälle.

10.02 Uhr: Fast 115 Millionen Euro Hilfsgelder für Reha-Einrichtungen

Die Deutsche Rentenversicherung hat im Rahmen eines Schutzschirms für Reha-Einrichtungen knapp 115 Millionen Euro an Unterstützungsgeldern gezahlt. Ein Sprecher der Rentenversicherung sagte den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland, für viele Reha-Einrichtungen sei die Lage "existenzgefährdend" gewesen. "Dort, wo in normalen Zeiten Versicherte der Deutschen Rentenversicherung wieder fit für das Berufsleben gemacht werden, blieben in den letzten Wochen oft Betten leer." Es gehe darum, das Reha-System gut durch die Corona-Krise zu bringen.

9.39 Uhr: Städte- und Gemeindebund will Mindestvorschriften

In der Corona-Pandemie hat der Städte- und Gemeindebund vor einem "Lockerungswettbewerb" zwischen den Bundesländern gewarnt. "Wenn wir weiterhin gut durch die Krise kommen wollen, muss es wenige verbindliche Mindestvorschriften in ganz Deutschland geben", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Dazu gehörten unter anderem eine Maskenpflicht in Bussen und Bahnen sowie beim Einkaufen, Abstandsgebote, ein Verbot von Großveranstaltungen und "gewisse Kontakteinschränkungen". Diese Vorgaben müssten konsequent kontrolliert werden. Nur auf Gebote zu setzen, sei der falsche Ansatz, der wenig Erfolg verspreche, sagte Landsberg.

9.38 Uhr: Israel: Ungewöhnlicher Anstieg von Corona-Infektionen

Die Behörden in Israel haben einen ungewöhnlichen Anstieg von Corona-Infektionen festgestellt. Wie das Gesundheitsministerium am Donnerstagabend mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 64 Fälle bekannt - eine "vergleichsweise ungewöhnliche Zunahme". Das Ministerium mahnte die Bevölkerung, sich weiterhin an die Corona-Regeln zu halten. Einem Bericht des Nachrichtenportals "ynet" zufolge wollten Ministeriumsvertreter am Freitag über die Lage beraten. Allein an einer Schule in Jerusalem wurden demnach zuletzt 18 Corona-Fälle bekannt. In dem Land hatte es zuletzt einige Lockerungen gegeben.

9.11 Uhr: Brasilien: Erneut starker Anstieg der Corona-Fälle

Brasilien hat innerhalb von nur einem Tag 26.417 neue Infizierungen mit dem Coronavirus registriert. Das sei der höchste Anstieg innerhalb von 24 Stunden seit Beginn der Covid-19-Pandemie, teilte das Gesundheitsministerium in Brasília am Donnerstag mit. Damit stieg die Gesamtzahl der Infizierten in dem mit 210 Millionen Einwohnern größten Land Lateinamerikas auf 438.238. Mindestens 26.754 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus bislang gestorben.

8.30 Uhr: GEW sieht vollständige Rückkehr zu Schulbetrieb kritisch

Marlis Tepe, Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), sieht die vollständige Rückkehr zum Schulbetrieb kritisch. "Solange der 1,5-Meter-Abstand zwischen zwei Menschen und ein Mund-Nasen-Schutz geboten sind, können Schulen nicht vollständig öffnen", sagte Tepe der "Passauer Neuen Presse". Zwar könne Home Schooling den Präsenzunterricht nicht ersetzen. "Trotzdem geht Gesundheitsschutz vor", so Tepe. Vorschläge, die Schulferien zu verkürzen oder Samstagsunterricht einzuführen, wies sie zurück.

8.29 Uhr: Lehrerverband: Leistungsschwache Kinder unterstützen

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, fordert in der Corona-Krise eine besondere Förderung für leistungsschwache Kinder. "Sollte es weiterhin einen Wechsel von Präsenzunterricht und digitalem Fernunterricht geben, sollten diese Kinder davon ausgenommen werden", sagte Meidinger den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Sie brauchen permanenten Präsenzunterricht, um nicht weiter zurückzufallen." Um solche Angebote personell und räumlich bieten zu können, müssten die Schulen bereit sein, auch ungewöhnliche Wege zu gehen: "Es kann sinnvoll sein, den Unterricht in einigen Nebenfächern eine Zeit lang zurückzustellen, um die Förderung in den Hauptfächern zu ermöglichen", so Meidinger. Jetzt, da die Kinder wieder zurück in die Schulen kämen, sehe man deutlich die negativen Folgen der Corona-Zeit: "Wir erleben eine enorme Spreizung bei den Leistungen innerhalb einer Klasse. Es gibt Kinder, die haben keinerlei Defizite, und es gibt andere, bei denen war acht Wochen lang praktisch Sendepause."

7.50 Uhr: Tokio öffnet Theater, Kindergärten und Sportstätten

Die japanische Hauptstadt Tokio hebt weitere Beschränkungen des öffentlichen Lebens auf. Für Kindergärten, Sportstätten und Theater solle es schrittweise Lockerungen geben, sagt Gouverneurin Yuriko Koike. Auch Geschäfte sollen von Montag an wieder geöffnet werden. Notwendig sei aber auch, dass die Regierung weiterhin alle Maßnahmen ergreife, um die Verbreitung des Virus zu verhindern. Japan hob in dieser Woche den Ausnahmezustand für Tokio auf, nachdem die täglichen Neuinfektionen zurückgegangen waren. Das Land verzeichnet etwa 17.000 bestätigte Covid-19-Infektionen und etwa 900 Todesfälle.

7.47 Uhr: Autobauer Renault will fast 15.000 Stellen abbauen

Der in eine Krise geratene Autobauer Renault will weltweit fast 15.000 Stellen abbauen. Davon entfallen rund 4.600 Jobs auf Frankreich. Der Hersteller kündigte am Freitag in Boulogne-Billancourt bei Paris ein Sparprogramm mit einem Umfang von über zwei Milliarden Euro an. Der Plan soll über drei Jahre hinweg laufen. Der Traditionshersteller mit bisher rund 180.000 Beschäftigten weltweit hatte bereits im vergangenen Jahr rote Zahlen geschrieben und leidet wegen der Corona-Pandemie unter einer Absatzkrise. Der Konzern braucht einen staatlich garantierten Kredit von fünf Milliarden Euro, der aber noch nicht gewährt wurde.

7.35 Uhr: Experten: Nachverfolgung von Infektionen aktuell beherrschbar

Die Nachverfolgung der Corona-Infektionen ist für die Gesundheitsämter nach eigenen Angaben derzeit beherrschbar. "Im Moment ist die Lage vergleichsweise entspannt", sagte Markus Mempel vom Deutschen Landkreistag der Deutschen Presse-Agentur. Auch der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) bescheinigt den Behörden aktuell ein gutes Management bei der Verfolgung von Kontaktpersonen. "Die Gesundheitsämter ermitteln zuverlässig und zeitnah", sagte die Verbandsvorsitzende Ute Teichert der dpa. Sie warnte aber auch: "Wenn die Infektionszahlen flächendeckend wieder ansteigen, sind die Gesundheitsämter mit der aktuellen Personalausstattung nicht in der Lage die Kontaktpersonennachverfolgung konsequent durchzuführen."

6.59 Uhr: Virologe Drosten: Deutsche könnten "ohne zweite Welle durchkommen"

Der Virologe Christian Drosten von der Berliner Charite ist zuversichtlich, dass die Pandemie in Deutschland weiter unter Kontrolle gehalten und eine zweite Infektionswelle verhindert werden kann. "Vielleicht entgehen wir einem zweiten Shutdown", sagt er dem "Spiegel". Es gebe jetzt eine "theoretische Möglichkeit", dass die Deutschen "ohne zweite Welle durchkommen". Die Wissenschaft habe inzwischen ein besseres Verständnis des Infektionsgeschehens. Man wisse nun besser, wie sich das Virus verbreite - und zwar über wenige sogenannte Superspreader, die es an viele Menschen weitergäben. "Und ein solches Infektionsgeschehen kann man besser kontrollieren als eine gleichförmige Ausbreitung unterm Radar, wie wir das am Anfang angenommen haben", sagt Drosten.

6.39 Uhr: Schüler aus armen Haushalten Verlierer der Krise

Jugendforscher Klaus Hurrelmann befürchtet, dass Schüler aus bildungsfernen oder finanziell weniger gut situierten Familien die größten Verlierer der Corona-Krise werden könnten. "Kinder, die über Raum zum Lernen und entsprechende Endgeräte verfügen, um den Schulstoff digital zu bearbeiten, können auch mal ein paar Monate nicht zur Schule gehen, das fällt nicht so stark ins Gewicht", sagte er dem Nachrichtenportal watson: "Bei Kindern aus schlechter situierten oder bildungsfernen Familien sieht das anders aus."Für diese Schüler seien oft schon sechs Wochen Sommerferien mit einem "Rückschlag in der schulischen Leistung" verbunden. Hurrelmann beklagte, dass es der Wirtschaft und dem Sport sehr viel leichter gemacht werde, sich auf die neuen Gegebenheiten einzustellen: "Wenn man nun sieht, wie langsam die Hilfe bei den Schulen ankommt und wie wenig getan wird, kann einem nur schwindlig werden."

6.00 Uhr: Verbände fordern Steuerbonus für Home-Office

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und der Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine (BVL) fordern einen Steuerbonus von 1.200 Euro für die Arbeit im Home-Office während der Corona-Krise. Wer zu Hause arbeite, solle im Jahr einen Steuerfreibetrag von 50 Euro im Monat geltend machen können, verlangen die Verbände laut "Bild"-Zeitung.

Die Betroffenen hätten zusätzliche Kosten etwa für Energie oder Telekommunikation zu schultern. Arbeitgeber sollten ihren Mitarbeitern zudem einen von der Einkommensteuer befreiten "Auslagenersatz" in Höhe von 50 Euro pro Monat gewähren können, so die Forderung.

6.00 Uhr: Ausflüge an Pfingsten: Almbauern in Sorge

Die Almbauern blicken mit Sorge auf die Pfingstferien. Sie erwarten angesichts eingeschränkter Reisemöglichkeiten einen Ansturm von Erholungssuchenden - Stress für die Almtiere. Manche Besucher seien auch ohne entsprechende Rücksichtnahme unterwegs, sagte Hans Stöckl, Geschäftsführer des Almwirtschaftlichen Vereins Oberbayern. "Die Leute laufen kreuz und quer über die Almwiese. Sie sollen sich einfach an die Wege halten", sagte Stöckl. Manche Almfläche sei "belagert mit Picknickdecken". Dabei startet just zu Pfingsten die Almsaison in den vollen Betrieb. Am Wochenende soll fast überall das Vieh auch auf die höheren Wiesen getrieben werden. Dabei sind auch Mutterkühe - eine immer noch unterschätzte Gefahr. "Mit Hunden muss man vorsichtig sein auf der Alm", sagte Stöckl. Nicht nur Muttertiere, auch Jungrinder könnten eine Verteidigungshaltung einnehmen.

5.35 Uhr: 741 neue Coronavirus-Fälle in Deutschland

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts für Infektionskrankheiten (RKI) um 741 auf 180.458. Binnen 24 Stunden sind 39 weitere Menschen an den Folgen der Virusinfektion gestorben. Die Gesamtzahl der Todesfälle in Deutschland beläuft sich laut RKI auf 8450.

5.24 Uhr: Bahn rüstet Bahnhöfe in Sachen Desinfektion auf

Mit mehr Desinfektionsspendern für Hände, häufigeren Reinigungen und virusabtötendem Licht will sich die Deutsche Bahn an Bahnhöfen auf den wachsenden Reiseverkehr in der Corona-Krise einstellen. Wie die Bahn der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, seien an 600 Standorten inzwischen Desinfektionsspender aufgestellt. Wegeleitsysteme sollen nach und nach Fahrgastströme stärker lenken und entzerren, um Abstandsregeln einhalten zu können.

Neue Reinigungsmaschinen könnten Flächen zudem großflächiger als bislang desinfizieren. Außerdem experimentiere der Konzern am Hauptbahnhof in Frankfurt am Main derzeit mit Techniken wie UV-C-Licht, das etwa Viren auf den Handgriffen von Rolltreppen abtöte. Auch desinfizierende Lacke etwa für Fahrstuhlknöpfe und Treppenhandläufe würden ausprobiert.

5.01 Uhr: Jeder vierte Soloselbstständige rechnet mit Aus

Jeder vierte Selbstständige ohne Mitarbeiter hält es für sehr wahrscheinlich, in den nächsten zwölf Monaten aufgeben zu müssen, wie aus der Analyse hervorgeht, die das ZEW - Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung veröffentlicht hat. Bei knapp 60 Prozent der gut 16.000 Befragten ist der monatliche Umsatz um mehr als 75 Prozent eingebrochen. Jeder Zweite konnte seine Tätigkeit zum Zeitpunkt der Umfrage nicht mehr ausüben.

Mehr als die Hälfte der Selbstständigen, die nicht sozialversicherungspflichtig oder geringfügig beschäftigt arbeiten, hat demnach Soforthilfe beantragt. Allerdings erwarten 35 Prozent, dass die Phase der deutlich niedrigeren Umsätze länger als sechs Monate anhalten wird.

4.43 Uhr: Evangelische Kirche erwartet enorme Kirchensteuereinbußen

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) rechnet wegen der Corona-Krise mit deutlich weniger Kirchensteuereinnahmen. "Die Schätzungen sind jetzt noch nicht verlässlich, es zeichnen sich jedoch Kirchensteuerrückgänge im zweistelligen Prozentbereich in 2020 ab", sagte ein EKD-Sprecher den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Möglich sei ein Minus von 10 bis dreißig Prozent in diesem Jahr.

Die Krise treffe die Kirche indes nicht unvorbereitet. Bereits 2017 habe die EKD einen Ausschuss für die Finanzplanung eingesetzt. "Dieser bereitet derzeit die Umsetzung des bereits vor Corona getroffenen Synodenbeschlusses vor, den Aufwand im Haushalt real um 30 Prozent bis 2030 anzupassen", sagte der Sprecher.

2.27 Uhr: Südafrika lockert Corona-Maßnahmen

Südafrikas Regierung hat eine allmähliche Lockerung der strengen Corona-Sperrmaßnahmen angekündigt. Das seit dem 27. März geltende Alkoholverkaufsverbot werde ab Montag zum Teil aufgehoben, teilten die Behörden mit. Dann können alkoholische Getränke an vier Tagen in der Woche erworben werden, allerdings nicht am Freitag und an den Wochenenden. Deren Konsum ist zudem nur zu Hause erlaubt, Bars bleiben geschlossen. Kabinettsministerin Nkosazana Dlamini-Zuma kündigte ferner die Aufhebung einer nächtlichen Ausgangssperre an. Auch Sport im Freien soll zu jeder Zeit möglich sein. Zudem dürfen Kirchen wieder öffnen, die Zahl der Gottesdienstbesucher jedoch auf 50 beschränken. Kirchgänger und Geistliche müssen Masken tragen und Abstandsregeln einhalten. Wer eine Kirche betritt, muss sich die Hände desinfizieren.

1.20 Uhr: In Brasilien mittlerweile fast 26.000 Coronavirus-Tote

In Brasilien steigt die Zahl der Coronavirus-Toten von 25.598 auf 26.754. Die Zahl der Infizierten sei von 411.821 auf 438.238 angewachsen, teilt das Gesundheitsministerium mit.

0.20 Uhr: Corona-Krise: 36 arme Länder bitten um Schuldenerlass

Nach Angaben der Organisation der 20 mächtigsten Staaten (G20) haben 36 arme Staaten wegen der Kosten der Corona-Krise um die Aussetzung der Schuldenzahlungen gebeten. Derzeit laufen Bemühungen der G20, der UN und andere internationaler Organisation, Regelungen für einen Schuldenerlass der ärmsten Länder der Welt aufzustellen.

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