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Trockenheit macht unterfränkischem Weinbau zu schaffen | BR24

© BR-Mainfranken/Jürgen Gläser

Anhaltende Trockenheit

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    Trockenheit macht unterfränkischem Weinbau zu schaffen

    Nach der Landwirtschaft macht sich die anhaltende Trockenheit in Unterfranken nun auch im Weinbau bemerkbar. Die Winzer müssen nun bewässern. Dabei geht es ihnen weniger um die Menge, als um die Qualität ihres Weins.

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    Die aktuelle Trockenheit zwingt die unterfränkischen Winzer mittlerweile, ihre Weinberge wo es geht zu bewässern.

    Wasser aus dem Altmain für die Rebstöcke

    In der computergesteuerten Tröpfchenberegnungsanlage "Vin Aqua" in Volkach wird seit drei Wochen bewässert. Dort wird im Winter Regenwasser in drei Speicherseen gesammelt, das nun tröpfchenweise den Rebstöcken zugeführt wird. In Escherndorf bei Volkach laufen seit zwei Tagen die alten "Überkronberegner". Dazu wird vom Altmain aus mit Pumpen das Wasser mit bis zu 13 bar Druck über 100 Höhenmeter nach oben gepumpt.

    "Es geht gar nicht um die Menge – im Gegenteil, wir haben schon Grünlese gemacht, also Trauben teilweise weggeschnitten, um die Reben zu entlasten. Es geht nur darum, die Qualität der Weine zu sichern." Daniel Sauer Winzer und Vorsitzender des Wasser- und Bodenverbandes in Escherndorf.

    Forderung nach staatlicher Unterstützung

    Der Bewässerungsexperte Dr. Wolfgang Patzwahl aus Sulzfeld am Main fordert nun die dritte Stufe der Flurbereinigung. Nach der Neuordnung der Weinberge und der Dorferneuerung sei es nun Zeit für staatlich geförderte Projekte, "um die Weinberge, so gut es geht, mit Wasser versorgen zu können – auch für den Tourismus“, so Patzwahl wörtlich am Donnerstagabend (19.07.2018) zum BR.