Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Prozess in Schweinfurt: Todesdrohungen gegen Bordellchefin | BR24

Audio nicht mehr verfügbar

Dieses Audio konnte leider nicht geladen werden, da es nicht mehr verfügbar ist.

Weitere Information zur Verweildauer

© BR

Einschätzungen zum Prozess von BR-Korrespondent Norbert Steiche

Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Prozess in Schweinfurt: Todesdrohungen gegen Bordellchefin

Erpresserischer Menschenraub lautet die Anklage am Schweinfurter Landgericht. Dort beginnt der Prozess gegen drei Männer. Sie sollen eine Bordellbetreiberin über Stunden gequält und mit dem Tod bedroht haben. Von Norbert Steiche

Per Mail sharen
Teilen

Wegen erpresserischen Menschenraubs müssen sich ab heute drei Männer am Landgericht Schweinfurt verantworten. Mit Gewalt und Todesdrohungen sollen sie versucht haben, von einer Schweinfurter Bordellchefin 100.000 Euro angebliche Schulden einzutreiben.

Prozess in Schweinfurt: Bordellchefin sechs Stunden gequält

Bereits im August 2011 sollen zwei der Angeklagten in die Wohnung der Bordellchefin eingedrungen sein. Unter dem Vorwand einer Autopanne sollen sie an der Wohnungstüre der Frau geklingelt und sich so Zutritt verschafft haben. Der dritte Angeklagte soll die beiden Männer gefahren haben. In der Wohnung begann dann laut Anklage ein sechsstündiges Martyrium.

Angebliche Drohnung: 100.000 Euro oder Tod

Die beiden Männer sollen die damals 40-Jährige mit Klebeband an Händen und Füßen gefesselt und ihr eine aufgezogene Injektionsspritze an den Hals gehalten haben. Die Frau müsse 100.000 Euro Schulden an Geschäftspartner in Lettland zahlen, so die Forderung der Männer. Andernfalls würden sie die Frau mit der vermeintlichen Giftspritze umbringen. Auch ihren Sohn würden sie so zurichten, dass er künftig behindert sei, so die angebliche Drohung.

Festnahme bei Geldübergabe

Daraufhin soll die Frau unter Todesangst gesagt haben, dass sie bezahle. 56.000 Euro soll sie in ihrer Wohnung gehabt haben, weitere 3.000 Euro sollen ihr durch eine Prostituierte gebracht worden sein. Das weitere Geld sollte die Bordellbetreiberin innerhalb von drei Monaten abstottern. Die Frau ging zunächst nicht zur Polizei. Erst als weitere Todesdrohnungen per Handy kamen, zeigte sie die Männer an. Bei einem angeblichen Termin zur Geldübergabe nahm die Polizei einen der Männer am Nürnberger Hauptbahnhof fest.