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Kompromiss im Pegnitzer Kirchenglockenstreit | BR24

© BR-Studio Franken/Christiane Scherm

St. Bartholomäus Kirche in Pegnitz

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    Kompromiss im Pegnitzer Kirchenglockenstreit

    Der Pegnitzer Kirchenvorstand hat entschieden: Die Glocken der evangelischen Sankt Bartholomäus-Kirche sollen künftig nachts nur noch zur vollen Stunde schlagen. Die Glockenschläge zu jeder Viertelstunde fallen weg.

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    Die Glocken werden in dieser Zeit außerdem nicht mehr doppelt nach beiden Seiten schlagen – sondern nur noch einfach, sagte Dekan Gerhard Schoenauer dem Bayerischen Rundfunk. Insgesamt reduziert sich die Zahl der Glockenschläge dadurch im Zeitraum von 22.15 Uhr und 5.45 Uhr von früher 228 auf nun insgesamt 38 Schläge.

    Beschwerde eines Pegnitzers

    Damit haben sich die Mitglieder des Kirchenvorstands schließlich auf einen Kompromiss geeinigt. Hintergrund ist, dass sich ein Bürger über die Lärmbelästigung durch den nächtlichen Glockenschlag beschwert hatte.

    Deshalb hat der Dekan die Glocken zunächst auf Probe nachts komplett abgeschaltet. Aus liturgischer Sicht sei der nächtliche Glockenschlag nämlich nicht nötig. Allerdings hatten viele Pegnitzer negativ auf den Versuch reagiert. Sie vermissten die Kirchenglocken sehr, starteten deshalb sogar eine Unterschriftenaktion.

    "Guter Kompromiss"

    Mit der Kompromisslösung ist der Beschwerdeführer, der bereits informiert wurde, einverstanden. Damit habe man einen "guten Kompromiss, der Frieden schafft" gefunden, sagte Schoenauer. Er habe die Diskussion über den nächtlichen Glockenschlag nämlich sehr ernst genommen. Schließlich sei die Nachtruhe ein hohes Gut.

    Glocken des Friedens

    Außerdem stehe auf einer der vier Glocken die Inschrift "Friede auf Erden". Dass ausgerechnet die Kirchenglocken für Streit sorgen, wollte der Kirchenvorstand samt seinem Vorsitzenden, Dekan Schoenauer, nicht.

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    Frankenschau aktuell

    Autor
    • Claudia Stern
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