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Zeitstrahl Der Tiergarten im Wandel der Zeit

Er ist Deutschlands zweitgrößter Zoo: der Tiergarten Nürnberg. Vor 100 Jahren wurde er eröffnet. Seitdem hat sich viel getan. Eine Zeitreise zu den wichtigsten Ereignissen der Zoogeschichte - mit vielen historischen Bildern.

Stand: 13.04.2012

  • 1906
    Aktie über fünfhundert Mark | Bild: Tiergarten Archiv

    Aktie der Tiergarten Nürnberg AG über 500 Mark.

    1906

    Eine Bürgerbewegung für den Tiergarten

    Städte wie Berlin, Frankfurt oder Köln haben bereits Zoos eröffnet. Nun pochen auch die Nürnberger darauf, einen eigenen Tiergarten zu bekommen. Das führt zu einer regelrechten Bürgerbewegung. Vielen Nürnberger sind von dem Projekt so begeistert, dass sie Wertpapiere der Tiergarten Aktiengesellschaft (AG) kaufen. Neben Kaufleuten und Anwälten zeichnen auch Banken, Brauereien und Vereine die Wertpapiere, die es ab 500 Mark zu kaufen gibt. Mit Hilfe der Aktien, Schuldverschreibungen und Spenden kann die Tiergarten AG die rund 700.000 Mark sammeln, die sie für den Bau braucht.

    Quelle: Tiergarten Archiv

  • 1911
    100 Jahre Tiergarten Nürnberg | Bild: Tiergarten Archiv

    Künstliches "Gebirge" im Tiergarten am Dutzendteich

    1911

    Baubeginn am Dutzendteich

    Nach jahrelangen Diskussionen und Planungen wird 1911 mit dem Bau des Tiergartens am Dutzendteich begonnen. Das Gelände der Bayerischen Landesausstellung von 1906 hat sich angeboten. Wenig später ziehen die ersten Bewohner in die 20 Hektar große Anlage. Einige der Tiere bekommt der Tiergarten geschenkt. Bürger stiften Strauße, Gazellen, Affen und eine zahme Bärin. Und das Volksfest-Komitee schenkt dem Tiergarten vier Eisbären. Vorbild der Anlage ist Carl Hagenbecks Tierpark in Hamburg. Die Idee dahinter: Tierpanoramen, die ohne Gitter auskommen.

    Quelle: Tiergarten Archiv

  • 1912
    100 Jahre Tiergarten Nürnberg | Bild: Stadtarchiv Nürnberg / 337

    Haupteingang des Tiergartens mit Kassenhäuschen (links) und Verwaltungsgebäude (rechts)

    1912

    Großer Andrang zur Eröffnung des Tiergartens

    Am 11. Mai ist der große Tag gekommen: Die Tore des Tiergartens öffnen sich für die ersten Besucher. Die Begeisterung ist groß. Und der Frack für die Herren Pflicht - was zeigt, dass der Tiergarten in jener Zeit eine große gesellschaftliche Bedeutung hatte. Die Erfolgsbilanz nach dem ersten Tag: 25.230 Besucher kamen und in den Gaststätten wurden 51 Hektoliter Bier getrunken. Zu den Höhepunkten im Tiergarten zählen neben der Tropenhalle auch die Anlagen für Affen und Elefanten, die Raubtierschlucht sowie das Gebirge - ein gigantischer Kunstfelsen neben dem Fischweiher.

    Quelle: Stadtarchiv Nürnberg / 337

  • 1914
    100 Jahre Tiergarten Nürnberg | Bild: Tiergarten Nürnberg

    Seelöwen-Vorführung

    1914

    Futtermangel während des Ersten Weltkrieges

    Der Besucheransturm legt sich im Ersten Weltkrieg. Der Tiergarten leidet unter der Inflation, die Kosten für Futter und Löhne steigen ins Unermessliche. Der Preis für einen Elefanten klettert von 8.000 auf 100.000 Mark. Außerdem hungert nicht nur die Bevölkerung, auch der Zoo hat mit Futtermangel zu kämpfen, an dem viele Tiere, beispielsweise mehrere Seelöwen, sterben. Trotzdem versucht der Tiergarten, Besucher anzulocken. Dafür werden extra Konzerte und Feste veranstaltet. Außerdem gibt es ungewöhnliche Tierdressuren zu sehen, bei denen zum Beispiel mehr als 40 Löwen aufmarschieren.

    Quelle: Tiergarten Archiv

  • 1926
    100 Jahre Tiergarten Nürnberg | Bild: Tiergarten Archiv

    Eine Hunde-Amme säugt Tigerbabys.

    1926

    Kuriose Aufzuchten: Wenn Hunde Tigerbabys säugen

    Der Tiergarten geht bei der Aufzucht ungewöhnliche Wege. Mit Hilfe von Zeitungsannoncen sucht er nach Hunde-Ammen, die dann junge Raubkatzen säugen, bis sie sechs Wochen alt sind. Bengaltiger, deren Junge im Bild zu sehen sind, wurden im Tiergarten von 1922 bis 1936 gehalten. Danach zogen Sibirische Tiger ein.

    Quelle: Tiergarten Archiv

  • 1928
    100 Jahre Tiergarten Nürnberg | Bild: Tiergarten Archiv

    Bobby wird in einem Hochstuhl präsentiert.

    1928

    Die "Goldenen Zwanziger" im Tiergarten

    Auch der Tiergarten blüht in den "Goldenen Zwanzigern" wieder auf. Mehrere Hunderttausend Besucher strömen jedes Jahr in die Einrichtung, um sich die Tiere anzuschauen. Und es gelingt dem Tiergarten, kriegsbedingte Lücken im Tierbestand zu füllen. Ständig gibt es Neuzugänge. Geradezu eine Sensation ist die Geburt des kleinen Orang-Utans Bobby am 20. April 1928. Außerdem werden undichte Häuser, verrostete Gitter und verfaulte Zäune wieder repariert.

    Quelle: Tiergarten Archiv

  • 1934
    100 Jahre Tiergarten Nürnberg | Bild: picture-alliance/dpa

    Blick auf die Luitpoldarena 1938

    1934

    Tiergarten muss dem Reichsparteitagsgelände weichen

    Mit dem Erstarken des Nationalsozialismus ist schnell klar, dass der Tiergarten weichen muss. Hitler plant am Dutzendteich das Reichsparteitagsgelände. Doch die Bürger kämpfen gegen die Schließung des Zoos. Deshalb startet 1934 die Suche nach einem neuen Standort. Den Zuschlag erhalten schließlich die ehemaligen Steinbrüche am Schmausenbuck. Die Bevölkerung will Hitler allerdings im Unklaren lassen: "Der Führer wünscht nicht, dass über den Neubau am Schmausenbuck berichtet wird", heißt es in einer Anweisung an das Nachrichtenamt der Stadt Nürnberg. Jegliche Unruhe soll vermieden werden.

    Quelle: dpa

  • 1939
    100 Jahre Tiergarten Nürnberg | Bild: Stadtarchiv Nürnberg

    Baustelle am Schmausenbuck

    1939

    Umzug an den Schmausenbuck

    1939 ist es dann soweit: In nur drei Monaten zieht der Tiergarten mitsamt seinen Bewohnern an den Schmausenbuck um. Am 5. Mai wird der Tiergarten schließlich nach nur zweijähriger Bauzeit am neuen Standort zum zweiten Mal eröffnet. Das neue 55 Hektar große Areal im Osten Nürnbergs will man behutsam zu einem Tiergarten umformen. Die Wege werden nicht am Reißbrett geplant, sondern mit ausgelegten Seilen an die Geländeform angepasst. Auf dicke Gitter wie am Dutzendteich wird verzichtet. Und die Gärtner pflanzen ausschließlich einheimische Gewächse.

    Quelle: Stadtarchiv Nürnberg

  • 1943
    100 Jahre Tiergarten Nürnberg | Bild: Stadtarchiv Nürnberg

    Flusspferd "Gretl" vor zerstörter Anlage

    1943

    Bomben zerstören den Tiergarten

    Im August 1943 wird der Tiergarten bei Luftangriffen schwer beschädigt. Das Elefantenhaus bleibt unversehrt, denn die Dickhäuter treten das Feuer kurzerhand aus. Zwei der drei Flusspferde verbrennen jedoch. Lediglich "Gretl" kann sich ins Wasser retten. Nach Kriegsende ist das Gelände des Tiergartens zu 90 Prozent zerstört. Beim Tierbestand hingegen gibt es kaum Verluste. Bis zum April 1945, als ehemalige Kriegsgefangene reihenweise Hirsche, Wasserbüffel, Springböcke und Bären abschlachten und sie am Lagerfeuer braten. Von den 487 Zoobewohnern sind im Juni 1945 nur noch 168 übrig.

    Quelle: Stadtarchiv Nürnberg

  • 1949
    100 Jahre Tiergarten Nürnberg | Bild: Tiergarten Nürnberg

    Erster ausgebildeter Tierpfleger Ludwig Löb

    1949

    Tierpfleger wird zum Beruf

    1949 machte die Stadt per Erlass erstmals den Weg frei für den Lehrberuf zum Tierpfleger. Die Zeiten des "ungelernten" Wärters sind damit vorbei. 1953 schließen die ersten beiden Azubis ihre Ausbildung zum Tierpfleger ab. Einer von ihnen ist Ludwig Löb.

    Quelle: Tiergarten Archiv

  • 1954
    100 Jahre Tiergarten Nürnberg | Bild: Tiergarten Nürnberg

    Ein Schimpanse auf einem Fahrrad

    1954

    Tiere "zum Affen gemacht"

    Noch bis in die 1950er-Jahre hinein werden die Zootiere stark vermenschlicht. Schimpansen fahren Fahrrad und wenn sie fressen wollen, müssen sie auf kleinen Stühlen an einem Tisch Platz nehmen. Man macht die Tiere sprichwörtlich zum Affen. Die Affenbabys werden mit Schnuller im Kinderwagen präsentiert, der kleine Eisbär wird auf dem Arm des Tiergartendirektors der Öffentlichkeit vorgestellt. Und der Tiergartenvorstand posiert für Fotos neben jungen Raubtieren. Ziel des ganzen Theaters ist es, die Gäste zu unterhalten, denen der Besuch so viel Spaß wie möglich machen soll.

    Quelle: Tiergarten Archiv

  • 1954
    100 Jahre Tiergarten Nürnberg | Bild: Tiergarten Nürnberg

    Das Nürnberger Löwengehege

    1954

    Selbstmord im Löwengehege

    Ein 21-Jähriger begeht Selbstmord, indem er sich den Löwen am Schmausenbuck zum Fraß vorwirft.

    Quelle: Tiergarten Archiv

  • 1964
    100 Jahre Tiergarten Nürnberg | Bild: Stadtarchiv Nürnberg

    Kleinbahn "Adler" anno 1965

    1964

    "Adler" tuckert durch den Tiergarten

    Der Tiergarten ist um eine Attraktion reicher: Der Kleine "Adler", die Tiergarten-Bahn, fährt zum ersten Mal durch den Zoo. Die Lokomotive ist ein Nachbau der ersten deutschen Eisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth. Entwickelt wurde die im Maßstab 1:2 gebaute Nachbildung von Lehrlingen der MAN-Werke in Nürnberg. Im selben Jahr wird mit dem Giraffenhaus auch der erste Neubau nach dem Krieg fertig. Auch der Tierbestand konnte wieder gesteigert werden. Waren nach Kriegsende noch 168 Tiere übrig, so waren es fünf Jahre später 350 Tiere und 1964 bereits 1.066.

    Quelle: Stadtarchiv Nürnberg

  • 1970
    100 Jahre Tiergarten Nürnberg | Bild: Tiergarten Nürnberg

    Gorilla Fritz

    1970

    Fritz wird Chef im Gorilla-Gehege

    Gorilla Fritz zieht ins Nürnberger Affengehege ein. Zwischenzeitlich wohnte er im Tierpark Hellabrunn in München. Der Zoo dort hatte ein Weibchen bestellt - und dachte auch, ein solches bekommen zu haben. Als sich die Verwechslung herausstellte, kam Fritz in den Nürnberger Tiergarten. Der betagte Menschenaffe gehört mittlerweile zu den Publikumsmagneten des Tiergartens. Mit seinen 49 Jahren ist er heute einer der ältesten Bewohner im Nürnberger Tiergarten.

    Quelle: Tiergarten Nürnberg

  • 1971
    Delfintrainer mit Delfin im ersten Delfinarium des Tiergartens Nürnberg | Bild: Tiergarten Archiv

    Tierpfleger und Delfin im ersten Delfinarium des Nürnberger Tiergartens

    1971

    Delfine sind die neuen Stars

    1971 bekommt Nürnberg nach Duisburg Deutschlands zweites Delfinarium. Möglich machte dies eine Millionenspende des Nürnbergers Max Hintermayr. Von Anfang an mit dabei ist Moby. Heute ist er 52 Jahre alt - in der freien Wildbahn werden die Großen Tümmler normalerweise nur halb so alt. 1988 kommt das Delfinarium II hinzu. Es ist allerdings nicht öffentlich zugänglich und nur für die Aufzucht gedacht. Das Delfinarium ist zeitlebens umstritten. Tierschützer sprechen von Tierquälerei und viel zu wenig Platz für die Tümmler.

    Quelle: Tiergarten Archiv

  • 1973
    100 Jahre Tiergarten Nürnberg | Bild: Tiergarten Nürnberg

    Kurz vor einem Tiertransport

    1973

    Washingtoner Artenschutzabkommen löst Umdenken aus

    Lange Zeit florierte der Tierhandel. Ziel der Zoos war es, den Besuchern so viele exotische Tiere wie möglich zu zeigen. Brauchte man einen Gorilla, bestellte man ihn beim Tierhändler und wartete auf die nächste Lieferung aus Afrika. Mit dem Washingtoner Artenschutzabkommen findet ab 1973 ein grundlegendes Umdenken statt. Bedrohte Tierarten dürfen nur noch mit Genehmigung erworben werden. Die Tiergärten sind nun auf Nachzuchten oder den gegenseitigen Austausch von Tieren angewiesen, Wildfänge sind nur noch in Ausnahmefällen zulässig. Der Artenschutz rückt nach und nach in den Vordergrund.

    Quelle: Tiergarten Archiv

  • 1977
    100 Jahre Tiergarten Nürnberg | Bild: picture-alliance/dpa

    Eine Seekuh

    1977

    Die ersten Manatis im Tiergarten Nürnberg

    Am 27. Mai 1977 öffnet das Tropenhaus seine Pforten. Darin finden auch Manatis (Seekühe) Platz. Seitdem gehören sie zum festen Inventar des Tiergartens. Zwar stirbt die erste Seekuh, die nach Nürnberg kam, schon nach fünf Monaten. Doch zwei Jahre später zieht ein neues Manati-Paar in das Tropenhaus ein. Nochmals zwei Jahre später, am 27. Juli 1981, konnte der Tiergarten die erste Geburt einer Seekuh vermelden. Es war die erste Geburt dieser Art in Deutschland, die zweite in Europa und erst die vierte weltweit. Seekuh Fritz lebt mittlerweile in Singapur.

    Quelle: dpa

  • 1990
    Das Blaue Klassenzimmer | Bild: Tiergarten Nürnberg

    Unterricht im Blauen Klassenzimmer

    1990

    Unterricht im Tiergarten

    Das Naturkundehaus wird eröffnet. Dort ist auch eine neue Einrichtung angesiedelt: die Zoopädagogik. Erst seit 1989 kümmert sich ein Mitarbeiter um die Bildung. Das Ziel ist es, den Besuchern die Tiere nahezubringen - und zwar so, dass es nicht als Lernen empfunden wird. Dafür gibt es beispielsweise das Blaue Klassenzimmer. Dort können Schüler Delfine und Seelöwen hautnah studieren.

    Quelle: Tiergarten Nürnberg

  • 1998
    100 Jahre Tiergarten Nürnberg | Bild: picture-alliance/dpa

    Bestatter tragen Leiche des 27-Jährigen aus dem Löwengehege

    1998

    Zweiter Selbstmord im Löwengehege

    Ein 27-jähriger Student aus Würzburg springt ins Löwengehege. Dort wird der geistig verwirrte Mann von den Raubtieren zerfetzt. Der damalige Tiergartendirektor Peter Mühling kann dieses tragische Ereignis nicht vergessen: "Das geht mir manchmal heute noch durch den Kopf."

    Quelle: dpa

  • 2000
    100 Jahre Tiergarten Nürnberg | Bild: picture-alliance/dpa

    Kameramann filmt die aufgebrochene Tür des Eisbärengeheges

    2000

    Schloss geknackt, vier Eisbären erschossen

    Ein bis heute Unbekannter löst eine Tragödie aus, die bundesweit für Schlagzeilen sorgt. Er bricht Ende März das Schloss zum Eisbärengehege auf. Die vier Eisbären Nadine, Silke, Efgenia und Yukon tappen ins Freie. Ein Besucher entdeckt die Raubtiere auf dem Gelände. Wenige Minuten später ist Chef-Tierarzt Bernhard Neurohr zur Stelle. Zwei Stunden lang versucht er mit einem Dutzend weiterer Mitarbeiter, die Tiere zu retten, ohne Menschen zu gefährden. Doch die Narkosepfeile bleiben wirkungslos. Alle Eisbären müssen deshalb erschossen werden.

    Quelle: dpa

  • 2001
    100 Jahre Tiergarten Nürnberg | Bild: Tiergarten Nürnberg

    Aqua Park von oben

    2001

    Eröffnung des Aqua Parks

    Am 6. April 2001 wird der Aqua Park eröffnet. Dahinter verbirgt sich eine neu gestaltete Wasserlandschaft für Biber, Otter, Pinguine, Seelöwen und Eisbären. Während Pinguine, Seelöwen und Eisbären bereits den Tiergarten bewohnten, kommen Biber und Otter neu in den Tiergarten, um für den Naturschutz in unserer Heimat zu werben.

    Quelle: Tiergarten Nürnberg

  • 2008
    100 Jahre Tiergarten Nürnberg | Bild: Stadtarchiv Nürnberg

    Elefanten im Tiergarten Nürnberg

    2008

    Vorläufiges Ende der Elefanten-Ära

    Der Nürnberger Tiergarten trennt sich von seinen Elefanten. Nachdem die beiden letzten Kühe weg waren, plant Tiergartendirektor Dag Encke zwar zunächst, zwei Jungbullen zu halten. Doch im Innenraum hätte jedes Tier in den kalten Wintermonaten nur 50 Quadratmeter Platz gehabt. Eine zeitgemäße Haltung wäre so nicht möglich gewesen. Dennoch: Künftig soll es in Nürnberg wieder Elefanten geben, so Encke. Bei den Landschaftsplanungen wird ein Elefantenhaus immer mitgedacht. Da es sich aber um eine sehr teure Baumaßnahme handelt, möchte sich Dag Encke noch nicht auf ein Datum festlegen.

    Quelle: Stadtarchiv Nürnberg

  • 2008
    100 Jahre Tiergarten Nürnberg | Bild: picture-alliance/dpa

    Flocke-Fanartikel

    2008

    Eisbär Flocke begeistert Millionen Fans

    Den Höhepunkt an medialer Aufmerksamkeit verursacht 2008 die Handaufzucht eines Eisbärbabys. 430 Journalisten aus aller Welt sind dabei, als Flocke zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert wird. Im japanischen Fernsehen taucht es ebenso auf wie in amerikanischen und australischen Tageszeitungen. Der Medienhype wird begleitet von einer geschickten Vermarktung: Lizenzgebühren für Flocke-Heftpflaster, Flocke-Strampler, Flocke-Teddys bringen dem Tiergarten nach Abzug aller Unkosten einen Gewinn von 300.000 Euro. Im April 2010 zieht Flocke mit ihrem Spielgefährten Rasputin nach Frankreich.

    Quelle: dpa

  • 2010
    100 Jahre Tiergarten Nürnberg | Bild: picture-alliance/dpa

    Blattschneiderameisen im Tiergarten Nürnberg

    2010

    Größter Ausbruchversuch mit einem Staubsauger beendet

    Winzige Insekten sorgten für den größten Ausbruchversuch in der Geschichte des Tiergartens: 50.000 Blattschneiderameisen suchten über Nacht die Freiheit - und wurden von zwei Mitarbeitern vorsichtig mit einem Staubsauger wieder eingefangen. 2010 wird auch das Mediterraneum eingeweiht: Dort ist ab sofort eine Mittelmeer-WG aus Schildkröten, Eidechsen und Erdhörnchen zuhause. In einer Landschaft, die der Heimat der Tiere ähnelt.

    Quelle: dpa

  • 2011
    Delfinlagune in Nürnberg | Bild: picture-alliance/dpa

    Delfinlagune im Tiergarten Nürnberg

    2011

    Neues Zuhause für Delfine, Manatis und Co.

    Der Tiergarten ist um zwei Attraktionen reicher: die Delfinlagune und das Manatihaus. Nach 33 Monaten Bauzeit bekommen vier Delfine, acht Seelöwen und drei Seekühe ein neues Zuhause. Die Delfinlagune ist Deutschlands erste Freianlage für die Meeressäuger. Sie soll den Delfinen vor allem eines bieten: mehr Platz. Bei Tierschützern ist die Lagune allerdings umstritten: Der Neubau sei ein Millionengrab und an artgerechte Haltung sei nicht zu denken. Lagune und Manatihaus haben nach derzeitigem Stand 27,5 Millionen Euro gekostet. Damit ist das Projekt deutlich teurer als ursprünglich geplant.

    Quelle: dpa

  • 2012
    100 Jahre Tiergarten Nürnberg | Bild: Fritz Henry Oerter

    Illustration zum 100-jährigen Jubiläum des Tiergartens

    2012

    100 Jahre Tiergarten und Bau eines Wüstenhauses

    Rund 300 Tierarten leben mittlerweile im Nürnberger Tiergarten. Neben den vielen Jubiläumsveranstaltungen steht auch eine größere Baumaßnahme an: Das Flusspferdhaus soll saniert werden. Zuletzt war es Heimat für tropische Vögel und Krokodile. Durch das feuchtwarme Klima habe das Gebäude aber stark gelitten, weshalb es nun zu einem Wüstenhaus umgebaut werden soll, erklärt Tiergartendirektor Dag Encke. Die Besucher sollen beim Betreten das Gefühl haben, in der Wüste zu stehen. Dazu gehören natürlich jede Menge Insekten.

    Quelle: Fritz Henry Oerter


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