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Stadtportrait Würzburg Dort sollte man vorbeischauen

Höhepunkt eines Würzburgbesuchs ist die Würzburger Residenz, das "Schloss über allen Schlössern". Der geniale Barockbaumeister Balthasar Neumann schuf 1720 - 1744 dieses herausragende Bauwerk, das inzwischen zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.

Stand: 23.09.2011 | Archiv

Die Residenz in Würzburg | Bild: picture-alliance/dpa

Das Schloss der Würzburger Fürstbischöfe gilt als Hauptwerk des süddeutschen Barock und zählt zu den bedeutendsten Schlösser Europas. 1981 wurde die Würzburger Residenz von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Die Bausubstanz der Residenz überstand den Feuersturm der Bomben von 1945 weit gehend unversehrt. Auch das großartige Treppenhaus mit freitragendem Gewölbe und glanzvollem Deckengemälde des Venezianers Giovanni Batista Tiepolo ist erhalten. Der Weiße Saal zeigt die reiche Stuckzier des Antonio Bossi; weitere Höhepunkte einer Führung sind Kaisersaal und Spiegelzimmer.

Der Hofgarten der Residenz

Der Hofgarten gehört zur Residenz

In die Anlage des Hofgartens wurden die Barockbastionen der Residenz mit einbezogen. Zahlreiche Gartenplastiken und schmiedeeiserne Tore in reichsten Rokokoformen harmonieren mit der reichen und liebevoll gepflegten Bepflanzung. Im Frühling und Sommer zieht der Hofgarten jeden Besucher in Bann - nicht nur, wenn bei der traditionellen Nachtmusik zum alljährlichen Mozartfest hunderte Fackeln und Windlichter die Blütenpracht zu Geigenklängen illuminieren. Der Hofgarten ist täglich bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Festung Marienberg

Über der Stadt thront die Festung.

Ursprünglich war die Festung eine Fliehburg aus der Hallstattzeit (um 1000 v. Chr.). Im Jahre 706 wurde auf der Kuppe hoch über dem Main eine Marienkirche geweiht. Aus der Gründungszeit der Burg um 1200 stammt der mächtige Bergfried. 1253 bis 1719 thronten die Fürstbischöfe auf dem Marienberg. Nach 1600 wurde die alte Burganlage unter Julius Echter zum Renaissanceschloss umgebaut. Aus dieser Zeit stammt auch der reizvolle Brunnentempel über einem 104 m tiefen Brunnenschacht. Im 17. Jahrhundert, nach der Eroberung durch Gustav Adolf von Schweden 1631, wurden die Gebäude zur Barockfestung umgebaut und der Fürstengarten angelegt.

Stein-Wein-Pfad

Weinreben am Würzburger Stein

Vom Mittleren Steinbergweg am Weingut Ludwig Knoll am Stein geht der leicht ansteigende gut zu begehende Spazierweg los. Während Würzburg Ihnen zu Füßen liegt, lässt sich auf dem vier Kilometer langen Panoramarundweg durch eine der berühmtesten Weinlagen Deutschlands Natur und Kultur genießen. Informative Tafeln berichten, wie die Landschaft durch den Weinbau geprägt wurde, wie sich die Spitäler und Krankenstifte durch Weinbau finanzierten und warum Goethe sich den geliebten Wein vom Würzburger Stein nach Weimar liefern ließ.


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