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Perspektiven für die Medien nach der Pandemie

Von: Patrizia Kramliczek (Unternehmenskommunikation)

Stand: 02.11.2021

Durch die Pandemie hat sich der digitale Transformationsprozess beschleunigt. Technologie, Plattformen, neue digitale Angebote und Kanäle prägen die Medienlandschaft und bieten Medienunternehmen vielfältige Chancen für einen neuen Zugang zu Nutzerinnen und Nutzern.

Deshalb gaben die Medientage München, die heuer im Isarforum des Deutschen Museums unter dem Motto "New Perspectives" stattfanden, in etwa hundert Sessions – online und vor Ort – nicht nur einen Überblick über neueste digitale Trends, sondern auch Impulse, wie Medien vom Wandel profitieren können. Insgesamt zählte der Veranstalter über 9.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, davon etwa 2.000 vor Ort und 7.000 online.

Mehr Flexibilität durch die Pandemie

Kamara-Dreh am BR-Stand der Medientage 2021 | Bild: BR zum Audio mit Informationen MedienMagazin 31.10.2021 Special von den Medientagen München 2021

"New Perspectives" lautete das Motto der Medientage in diesem Jahr, die als hybride Veranstaltung durchgeführt wurden: Ein paar hundert Gäste vor Ort, die anderen konnten die Diskussionen per Livestream am Computer verfolgen. [mehr]

In der Pandemie haben Medienhäuser ihre Arbeitsweisen verändert, vielfach auf Homeoffice umgestellt und sich darin geübt, remote zu produzieren. Flexibilität, Eigenverantwortung und eine schlanke Produktion werden nach Ansicht von BR-Intendantin Katja Wildermuth auch weiterhin bleiben. Auch die Mediennutzung habe sich in der Pandemie geändert, sagte Wildermuth bei der Eröffnungsveranstaltung: Die Mediathekennutzung vor allem von Fiktion und Dokumentationen sei sprunghaft angestiegen. Gleichzeitig sei auch die Nachfrage nach Information immens gestiegen.

Streaming ist einer der Trends, der auf den Medientagen deutlich wurde. Gunnar Wiedenfels, Finanzchef des internationalen Medienkonzerns Discovery in New York, betonte in seiner Keynote, dass dieser Trend nachhaltig sei und nicht mehr verschwinden werde. München habe sich zu einem wichtigen Standort in Europa entwickelt. Auch für Podcasts zeichneten sich gute Zukunftsaussichten ab. Denn Unterhaltung und Information werden stark nachgefragt.

Diskussionsthema "Social Media"

Auf den Medientagen wurde die Rolle von Social Media kritisch beleuchtet. So stellte Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim fest, dass Algorithmen nicht zwischen verlässlichen Informationen und unzuverlässigen Inhalten unterscheiden. Auch die Auswirkungen auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt wurden diskutiert. Denn Hate Speech und Fake News sind bekanntlich in digitalen Netzwerken ein Problem.

Erster Nachhaltigkeitsgipfel

Dieses Jahr fand auf den Medientagen erstmals ein Nachhaltigkeitsgipfel statt. Dabei wurde diskutiert, wie Medien und Nachhaltigkeit zusammenpassen - sowohl, was ihre Produktionsweisen betrifft, als auch ihre Berichterstattung.

Alle Videos der Medientage

Multimediale Programmbegleitung

Der BR sendete von den Medientagen knapp drei Stunden Programm auf ARD-alpha und in BR Fernsehen. Auch der Hörfunk berichtete umfassend. BR24 informierte in seinen Infoblöcken, sendete Hintergrundinfos. Am 31. Oktober widmete sich das MedienMagazin aktuellen Topthemen der Medienbranche. Online begleiteten wir die Medientage auf dieser Seite, bei BR24 und über Twitter (@br_presse /#mtm21).

BR-Beteiligung auf den Medientagen

Der BR beteiligte sich auch inhaltlich mit einem breiten Angebot an den Medientagen. Unter anderem war die Intendantin des Bayerischen Rundfunks, Dr. Katja Wildermuth als Speaker beim Medientage-Gipfel zur Eröffnung des Medienkongresses zu Gast.

In Panels mit BR-Beteiligung diskutierten Journalisten und Medienexperten über Innovationsarbeit beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk, über die Rolle von künstlicher Intelligenz im Journalismus und nachhaltige Wertschöpfungsketten von Medienunternehmen.


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