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Radio und Fernsehen im Internet

Stand: 07.08.2019

Mann sieht an seinem Laptop fern | Bild: Image Source

Neben Satellit, Kabel und Terrestrik werden Fest- und Mobilfunknetze zum Empfang von Radio- und Fernsehprogrammen genutzt. Über sehr schnelle VDSL (Very High Speed Digital Subscriber Line), Glasfasernetze oder LTE/4G-Netze (und künftig 5G) können Audio und Video in immer höherer Qualität und in Echtzeit übertragen und empfangen werden.

Internet versus IPTV

Beim Empfang über das Internet ist zwischen dem offenen Internet, also dem World Wide Web und dem IPTV-Angebot (Internet Protocol Television) eines Telekommunikationsanbieters zu unterscheiden. In beiden Fällen kommt für die Übertragung das Internet-Protokoll (IP) zum Einsatz, der Unterschied liegt bei der Servicequalität, dem Angebot und den Kosten.

Die Livestreams der öffentlich-rechtlichen Programme sind im Internet auf den eigenen Homepages und Mediatheken ohne Extrakosten verfügbar. In der ARD-Mediathek und der ARD-Audiothek lassen sich aktuelle Beiträge und viele Sendungen noch einmal ansehen, nachhören und manchmal sogar vorab nutzen. Aus rechtlichen Gründen können wir das Programm nicht immer eins zu eins fürs Internet übernehmen. Außerhalb Deutschlands gibt es außerdem Einschränkungen bezüglich der internationalen Verwendung mancher Sendungen, vor allem bei Sportübertragungen.

Darüber hinaus bündeln Streaming-Plattformen wie Zattoo oder Waipu.tv viele deutsche TV-Sender und bieten ein Gratis-Angebot, zu dem auch die öffentlich-rechtlichen Programme gehören. Für HD-Qualität, eine größere Auswahl an deutschen Privatsendern oder Aufnahmemöglichkeiten ist dagegen bei diesen Anbietern ein monatliches Abo von rund 5 -10 € fällig. Radioplayer.de und andere Radio-Plattformen bilden ein kostenloses Pendant im Hörfunkbereich.

IPTV-Anbieter wie die Deutsche Telekom, Vodafone und andere regionale Telekommunikationsunternehmen bieten ihren Kunden insbesondere für TV-Genuss zuhause ein "gemanagtes" Netz, ebenfalls mit HD-Programmen und weiteren Zusatzangeboten für einen Preis, der ebenfalls in der Größenordnung von derzeit 5-10 €/Monat zusätzlich zum heimischen Internet/Telefon-Anschluss beim gleichen Anbieter liegt.

BR-Livestreams seit 1996

Schon 1996 brachte der BR mit dem Livestream von B5 aktuell das erste Radioprogramm ins Internet. Nach und nach folgten weitere Radioprogramme. War anfangs die Zahl der gleichzeitigen Nutzer technisch limitiert oder die Nutzungsdauer noch auf eine halbe Stunde beschränkt, ist heute ein durchgängiger Empfang selbstverständlich. Alle ARD-Programme, darunter auch der Bayerische Rundfunk, sind inzwischen in verschiedenen Qualtätsstufen verfügbar, so auch die Livestreams des BR Fernsehen und ARD-alpha sowie spezielle Eventstreams.

Je nach Art und Ort der Nutzung stehen für den Empfang spezielle ortsfeste Receiver, Smart-TVs und Sticks zur Nachrüstung für den Fernseher oder Apps/Sites für portable Geräte (Laptop, Smartphone & Tablet) zur Auswahl.


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