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Kinder-Hörspiel-Klassiker "Wumme" feiert 50. Geburtstag

Auch 50 Jahre nach der Erstausstrahlung hat "Wumme" noch richtig viele Fans. Kinder wie Eltern lieben die Geschichten von dem kleinen Mädchen, das bei seinem Papa aufwächst und gerne und oft nach den Rätseln der Welt fragt. Obwohl schon lange nicht mehr produziert, laufen Folgen der Wumme-Geschichten immer wieder im Programm des BR.

Von: Ursula Zimmermann

Stand: 09.10.2020

Illustration zu Wintergeschichten mit Wumme, einer legendären Kinderradio-Serie aus dem BR-Archiv | Bild: BR/Christian Sonnberger

"Warum?" ist ihre Lieblingsfrage. Und die stellt sie eigentlich andauernd. Und da sie noch kein "r" sprechen kann, kommt nur ein "wumm" heraus. Und deswegen nennen sie alle nur Wumme. Obwohl sie doch eigentlich Sabine Irmingard Anneliese Müller heißt.
Das "r" kann Wumme mittlerweile sprechen, doch fragen tut sie immer noch viel. Vor allem ihren Vater.

Seit ihrem ersten Auftritt im Programm des BR-Kinderfunks am 13. Oktober 1970 ist Wumme unzähligen Kindern ans Herz gewachsen. Die Erstausstrahlung begann mit der Folge "Wumme erfährt, warum und wie sie ohne Mutter zurechtkommen soll." Da ihre Mutter gestorben ist, wächst Wumme bei ihrem Vater auf. Und was sie dabei alles erleben, erzählt Autorin Ernestine Koch in über 150 Folgen.

Ernestine Koch, geboren 1922 in München, arbeitete seit 1947 für den Bayerischen Rundfunk. Sie schrieb für den Sender Glossen, Berichte, Features, verfasste unzählige Schulfunk-Sendungen und wurde vor allem durch die Hörfunk-Reihen "Er und Sie" mit Ruth Kappelsberger und Walter Sedlmayr, "Die Familie Brandl" u.a. mit Liesl Karlstadt und "Wumme" bekannt. Aus dem Erzählstoff zu Wumme entstanden auch drei Bücher.

Hörfunkdirektor Dr. Ernst Emrich 1991 in einer Laudatio für Ernestine Koch über "Wumme"

Wummes Mutter ist tot. So lebt das Kind allein mit dem Vater. Die Gespräche und Erlebnisse der beiden machen Wumme aus. Welt wird erfahren, beredet, erlitten und durchgespielt, spontan und mit viel Zufall im Gepäck.
"Wumme", das sind nur zwei Stimmen, aufregend, liebevoll, streitend, versöhnlich, immer aufeinander bezogen und einander akzeptierend. Der Nebeneffekt: Über die zuhörenden Kinder hinaus hat hier eine ganze Generation Eltern hören können, wie man auch mit Kindern reden kann, wie man sie ernst nimmt in ihrer Naivität und verborgenen Weisheit.

Einzelne Folgen der legendären Radiogeschichten mit Wumme nimmt der Bayerische Rundfunk immer wieder ins Programm. Nachhören und Herunterladen einzelner Folgen können Sie auch auf den Seiten des BR-Kinderfunks sowie als Podcast bei "Geschichten für Kinder"


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