Bayern 2 - Breitengrad

Reportagen aus aller Welt

Breitengrad Reportagen aus aller Welt

Für die Sendung Breitengrad gilt: Kein Ort zu weit, kein Thema zu abgelegen, keine Reise zu beschwerlich: Von Tromsö bis Sydney, von Novosibirsk bis Bogota - die Korrespondenten des Bayerischen Rundfunks berichten aus der ganzen Welt. In halbstündigen Auslandsreportagen über fremde Kulturen und Länder - anregend, authentisch, anders.

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Sendungen zum Nachhören

01.06.2020, USA, Washington: Donald Trump, Präsident der USA, hält eine Bibel, während er die St. John's Episcopal Church besucht. Der Park der Kirche wurde während der Proteste in Brand gesteckt. Trump hat die Mobilisierung aller verfügbaren zivilen und militärischen Kräfte seiner Regierung angekündigt, um die Ausschreitungen in den USA zu stoppen. Foto: Patrick Semansky/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Bild: dpa-Bildfunk/Patrick Semansky zum Audio Amerikas Evangelikale Auf der Suche nach einer neuen politischen Heimat

Bei der zurückliegenden Präsidentschaftswahl in den USA ging es nicht nur darum, wer in den kommenden vier Jahren die Geschicke des Landes im Weißen Haus lenkt. Beide Kandidaten hatten den Urnengang zur Schicksalswahl stilisiert, bei der es um nicht weniger als die Seele Amerikas gegangen sei. Und tatsächlich schien es, als würden zwei konkurrierende Moralsysteme um die Vorherrschaft ringen. Hier Joe Biden, der Trumps Charakter zum Wahlkampfthema machte und versprach, die Würde des Landes wieder herzustellen. Und da Trump, der seine konservative Kulturrevolution zu Ende bringen wollte. Für diesen Kulturkampf begeisterte sich keine Wählergruppe so enthusiastisch, wie die religiöse Rechte in den USA. Feature von Sebastian Hesse [mehr]

Luftaufnahme der Straße zu Lake Dundas in Westaustralien | Bild: picture alliance / paul mayall | paul mayall zum Audio Blaupause für Distanzunterricht Australiens "School of the Air"

Die Corona-Pandemie hat unser Leben gehörig durcheinandergewirbelt. Das gilt auch für die Schulen. Homeschooling lautet hier das Stichwort. Eine Praxis, die hierzulande heftig diskutiert wird, weil es vorne und hinten hakt. In Australien kann man die Aufregung nicht so recht verstehen. Der Fernunterricht ist seit 70 Jahren Alltag für die Kinder im Outback. Nicht wegen Corona, sondern aufgrund der weiten Entfernungen. Weil Schülerinnen und Schüler in entlegenen Gegenden und auf Farmen im Hinterland nicht in die Schule gehen können, kommt die Schule eben zu ihnen. Anfangs, in den 1950-iger Jahren, noch über Kurzwellenradio und -funk, heute per Internet, Satellit und mit Live-Videounterricht und Email-Hausaufgaben. Andi Stummer über die Blaupause für den Distanzunterricht - Australiens "School of the Air". [mehr]

Dalit Frauen in der Region Hathras im Dorf Baghana - Im Kastensystem stehen sie ganz unten. Sie gelten immer noch als die Unberührbaren | Bild: ARD/Silke Diettrich zum Audio Verstoßen, vergewaltigt, verdammt Leben als "Unberührbare" in Indien

Seit mehr als zwei Tausend Jahren ist die Gesellschaft in Indien an die starren Regeln des Kastensystems gebunden. Ganz unten in diesem System stehen die Dalits, früher wurden sie die "Unberührbaren" genannt. Auch wenn die indische Verfassung "Unberührbarkeit" und Diskriminierung aufgrund der Kaste unter Strafe stellt, kann vor allem in den ländlichen Gebieten niemand der festen Hierarchie des Kastenwesens entkommen. Eine Reportage von Silke Diettrich. [mehr]

Mit Flechten und Moos bewachsene Bäume im Anden-Nebelregenwald, Ecuador, Mindo | Bild: picture alliance / blickwinkel/G. Fischer zum Audio Aufstand im Kupferwald Bedrohtes Naturparadies in Ecuador

Der Nebelregenwald von Ecuador gehört zu den artenreichsten Flecken, die der Welt noch geblieben sind. Hier lagern aber auch milliardenschwere Kupfervorkommen. Der Run auf E-Mobilität und der weltweit steigende Kupferbedarf auch wegen der Energiewende lassen die Begehrlichkeiten internationaler Konzerne immer größer werden. Das Naturparadies ist bedroht. [mehr]

28.10.2020, Indien, Patna: Narendra Modi, Premierminister von Indien, spricht vor den Regionalwahlen vor dem Parlament des Bundesstaates Bihar. Im drittgrößten indischen Bundesstaat Bihar mit mehr als 70 Millionen Wahlberechtigten begannen heute Regionalwahlen. Es ist die erste größere Wahl im Land seit der Corona-Pandemie und ein Test für die Popularität von Premierminister Modi, der sich an vielen Fronten Kritik ausgesetzt sieht. Die Wahlkommission hat strenge Corona-Maßnahmen ergriffen, um die Übertragung des Coronavirus während der Wahl zu verhindern.  | Bild: dpa-Bildfunk/Aftab Alam Siddiqui zum Audio Hindu first Religiöse Spannungen in Indien

Unter Premierminister Modi von der hindu-nationalistischen Partei BJP gilt in Indien Hindu first. Radikale Hindus stellen den säkularen Charakter der Republik Indien infrage. Muslime, Christen und andere religiöse Minderheiten fühlen sich diskriminiert. [mehr]

05.12.2020, Indonesien, Bali: Eine Frau, die einen Mund-Nasen-Schutz trägt, fotografiert ein Plakat, das die Menschen dazu auffordert, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.  | Bild: dpa-Bildfunk/Firdia Lisnawati zum Audio Lockdown statt Fernreise Asien-Tourismus in Corona-Zeiten

Bali, Thailand und Kambodscha, Vietnam, Philippinen, Singapur - die Traumziele westlicher Touristen sind im Moment beinahe nur noch das: ein unerfüllbarer Traum. Dabei lebt ein Großteil der dortigen Bewohner vom Tourismus, in Hotels, Gaststätten, als Tourbegleiter, Bootsvermieter, Tauchlehrer, Souvenirproduzent, als Tuktukfahrer oder Tempelguide. Wie geht es diesen Menschen jetzt? Setzen sie auf ein Ende der Reisebeschränkungen oder satteln sie um? Verändert Corona den Tourismus für immer? [mehr]

Der Tasmanische Teufel ist der größte Beutelräuber der Erde. Er galt als ausgestorben, bis er mehrfach in den letzten Jahren wieder gesichtet wurde. | Bild: BR/Angelika Sigl zum Audio Tasmanien? Zum Teufel! Sträflinge, Tiere und Kunstverrückte

Tasmanien ist ein vom Festland getrennter Bundesstaat Australiens, etwa so groß wie Bayern, und liegt rund 250 Kilometer südlich von Melbourne. Die Insel gilt als Schmelztiegel der Kulturen und als Naturparadies für Wanderer mit der saubersten Luft der Welt. Zudem hat Tasmanien auch Überraschendes zu bieten: nicht allein den Beutelteufel - eine Tierart, die es nur hier gibt. Sondern zum Beispiel auch die größte privat finanzierte Kunstsammlung der südlichen Hemisphäre. [mehr]

Wütende Demonstranten mit einem Bild "ihres" Märtyrers, des Gemüsehändlers Mohamed Bouazizi, im Januar 2011 in Tunis | Bild: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Salah Habibi zum Audio 10 Jahre Arabischer Frühling Was von der Revolution in Nordafrika bleibt

Vor 10 Jahren erschütterte der Tod eines Mannes eine ganze Region. Damals verbrannte sich der tunesische Gemüsehändler Mohamed Bouazizi aus Protest gegen die Willkür des Staates selbst. Er wurde damit zum Märtyrer und löste Massendemonstrationen aus, die zu einer Revolution weit über Tunesien hinaus führten: der "Arabische Frühling". Während sich Tunesien seit dem Sturz des Langzeit-Präsidenten Ben Ali auf einem steinigen Weg zur Demokratie befindet, sieht es in Marokko und Algerien weniger rosig aus. Was ist geblieben von der Wut in den Straßen und dem Willen zum Umbruch? [mehr]

Umstrittenes Monument: das Siegesdenkmal in Bozen | Bild: BR zum Audio Die Südtiroler Autonomie Ein Modell für Europa?

Vor 60 Jahren galt Südtirol als verarmte Unruheprovinz, erschüttert von Sprengstoffanschlägen. Der Streit zwischen den italienisch- und den deutschsprachigen Südtirolern war auf seinem Höhepunkt angelangt. Erst als sich die UNO mit dem Konflikt befasste, beruhigte sich die Lage wieder. Ein Autonomie-Statut wurde vereinbart, das bis heute in Kraft ist. Seit 1992 gilt der Konflikt somit als gelöst. Heute ist Südtirol Urlaubsziel und Wohlstandsregion. Gleichwohl, ein richtiges Miteinander einzelner Volksgruppen scheint weiterhin schwierig zu sein. [mehr]

17.10.2020, Spanien, Kanaren: Ein Holzboot, mit dem Flüchtlinge aus Marokko über den Atlantischen Ozean gefahren sind, liegt an der Küste der Kanarischen Inseln. | Bild: dpa-Bildfunk/Javier Bauluz zum Audio EU-Migrationspolitik Das erneute Ringen um Europas Werte

Noch immer ertrinken jeden Tag Menschen im Mittelmeer oder im Atlantik auf ihrem gefährlichen Weg nach Europa. Weiterhin werden Seenotrettern sichere Häfen versagt, die Debatten über Aufnahme und Verteilung von Geflüchteten in den EU-Mitgliedsstaaten scheinen endlos. Zugleich nehmen auch die Dramen an den Außengrenzen der EU kein Ende - das inzwischen abgebrannte Lager auf der griechischen Insel Lesbos ist längst zur Chiffre einer gescheiterten Flüchtlingspolitik geworden. Dabei will die EU-Kommission endlich den Neuanfang: Sie hat einen Pakt für Asyl und Migration vorgeschlagen und will damit eines der giftigsten Dossiers der EU neu ordnen. [mehr]

Frankreich, Saint-Denis: Polizisten evakuieren Migranten aus einem Zeltlager nördlich von Paris Mitte November 2020. | Bild: dpa-Bildfunk/Christophe Archambault zum Audio Frankreichs Migrationspolitik Härte statt Menschlichkeit

Bilder von Migranten-Zeltlagern in der Pariser Peripherie oder andernorts im Land sorgen seit einiger Zeit immer wieder für Schlagzeilen. Frankreich ist mittlerweile das EU-Land mit der höchsten Zahl von Asylbewerbern. Doch für die Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge reichen die Mittel bei weitem nicht aus. Der politische Wille, daran wirklich etwas zu ändern, fehlt. Hilfsvereine sprechen beim Thema Asyl von einer "Nicht-Aufnahme-Politik". Dabei galt Frankreich einst als Einwanderungsland, als europäischer Vorreiter in Sachen der Migrationspolitik. Was ist passiert? [mehr]

Gefertigt in Bayern: Der prunkvolle Kronleuchter in der Sultan Qabus Moschee in Muscat | Bild: Hilde Stadler / BR zum Audio Das Erbe des Sultans Oman vor großen Herausforderungen

Fast 50 Jahre lang stand Sultan Qaboos bin Said Al-Said an der Spitze des Oman. Eine Herrschaftsspanne, die die aller anderen Herrscher im Nahen Osten übertrifft. Seinem Nachfolger, Sultan Haitham, hat Qaboos bin Said Al-Said allerdings ein schwieriges Erbe hinterlassen: Die Einnahmen aus der Erdölförderung reichen längst nicht mehr aus, um die üppigen Staatsausgaben zu finanzieren. Der neue Sultan muss Reformen durchführen, u.a. im Bildungssystem, auf dem Arbeitsmarkt und in der Wirtschaft [mehr]

Everest Nationalpark, Blick vom Himalaya Trail | Bild: BR/SR/Carsten Heider zum Audio Kalter Krieg im Hochgebirge Der Grenzkonflikt zwischen Indien und China

Seit vielen Jahren streiten die beiden Atommächte Indien und China um den Grenzverlauf im Himalaya - zwischen dem indischen Hochgebirgs-Territorium Ladakh und der von China kontrollierten Autonomen Region Tibet. Zuletzt haben beide Seiten ihre Truppen entlang der inoffiziellen Grenzlinie verstärkt. Im Juni kamen bei blutigen Zusammenstößen Dutzende Soldaten auf beiden Seiten ums Leben. Seither wächst die Sorge vor einer weiteren Eskalation, wie ARD-Korrespondent Bernd Musch-Borowska beschreibt. [mehr]

Windräder bei Elounda auf Kreta | Bild: picture alliance/imageBROKER zum Audio Umweltzerstörung in Griechenland befürchtet Windkraftanlagen bedrohen die Ägäis

Inselbewohner und Naturschützer schlagen Alarm: Die Ägäis steht vor der größten menschengemachten Veränderung ihrer Geschichte. Die einzigartige Landschaft mit ihren zahlreichen Inseln dürfte es in zehn Jahren so nicht mehr geben. Der Grund: gigantische Windkraftanlagen, die auf den kleinen Felseninseln, aber auch auf Amorgos oder Kreta errichtet werden sollen. [mehr]

Gibsons Albatros (Diomedea gibsoni) schwimmt in Neuseeland, Keikoura  | Bild: picture alliance / blickwinkel zum Audio Albatrosse Wanderer der Meere in Gefahr

Eigentlich ist Neuseeland das Paradies für Albatrosse schlechthin. Hier leben hunderttausende Brutpaare. Doch sie sind bedroht. Und während die Delfine ab Oktober geschützt werden, kommt den Albatrossen niemand zur Hilfe. Ihr Feind sind die Fischer und ihre Köderhaken. [mehr]