Bayern 2 - Breitengrad

Reportagen aus aller Welt

Breitengrad Reportagen aus aller Welt

Für die Sendung Breitengrad gilt: Kein Ort zu weit, kein Thema zu abgelegen, keine Reise zu beschwerlich: Von Tromsö bis Sydney, von Novosibirsk bis Bogota - die Korrespondenten des Bayerischen Rundfunks berichten aus der ganzen Welt. In halbstündigen Auslandsreportagen über fremde Kulturen und Länder - anregend, authentisch, anders.

Redaktion: Jörg Paas

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Sendungen zum Nachhören

Windräder bei Elounda auf Kreta | Bild: picture alliance/imageBROKER zum Audio Umweltzerstörung in Griechenland befürchtet Windkraftanlagen bedrohen die Ägäis

Inselbewohner und Naturschützer schlagen Alarm: Die Ägäis steht vor der größten menschengemachten Veränderung ihrer Geschichte. Die einzigartige Landschaft mit ihren zahlreichen Inseln dürfte es in zehn Jahren so nicht mehr geben. Der Grund: gigantische Windkraftanlagen, die auf den kleinen Felseninseln, aber auch auf Amorgos oder Kreta errichtet werden sollen. [mehr]

Gibsons Albatros (Diomedea gibsoni) schwimmt in Neuseeland, Keikoura  | Bild: picture alliance / blickwinkel zum Audio Albatrosse Wanderer der Meere in Gefahr

Eigentlich ist Neuseeland das Paradies für Albatrosse schlechthin. Hier leben hunderttausende Brutpaare. Doch sie sind bedroht. Und während die Delfine ab Oktober geschützt werden, kommt den Albatrossen niemand zur Hilfe. Ihr Feind sind die Fischer und ihre Köderhaken. [mehr]

Schaufelraddampfer mit amerikanischen Flaggen auf dem Fluss Mississippi in New Orleans, Louisiana, USA. | Bild: Bewegte Zeiten Filmproduktion GmbH/BR/Deborah Stöckle zum Audio Oxford, Mississippi Auf William Faulkners Spuren

William Faulkner war einer der bedeutendsten US-amerikanischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Der Niedergang des Südens der USA prägte ihn und viele seiner Romane. Vor dem amerikanischen Bürgerkrieg zählte Mississippi mehr Millionäre als jede andere Region des Landes. Der Reichtum wurde auf Kosten der schwarzen Sklaven verdient, die auf den Baumwollplantagen schuften mussten. Nach dem Bürgerkrieg und der Sklavenbefreiung ging es steil bergab. [mehr]

Symbolbild Konflikt USA - China: sich gegenüber stehende Silhoutten von US-Präsident Trump und Chinas Staatschef Xi in ihren jeweiligen Flaggen | Bild: picture alliance / Geisler-Fotopress zum Audio Gekommen, um zu bleiben Der neue Großkonflikt zwischen China und den USA

Die Beziehungen zwischen China und den USA sind so schlecht wie seit 40 Jahren nicht mehr. Die Regierungen in Peking und Washington streiten unter anderem über Wirtschafts- und Handelspolitik, die Menschenrechtslage in Xinjiang, Tibet und Hongkong, Industriespionage, die Sicherheitslage im Südchinesischen Meer, den Taiwan-Konflikt und den Ursprung des Coronavirus. Experten sind sich einig: Der Konflikt wird sich weiter hochschaukeln - egal, wer Anfang November die US-Präsidentenwahl gewinnt. [mehr]

Blick auf das "Edgar Thomson Stahl Werk", das zu den "Mon Valley Works" gehört in Pennsylvania, südlich von Pittsburgh.  | Bild: picture alliance / AP Images zum Audio Renaissance des Rust Belt Was ist aus Trumps Wahlkampfversprechen geworden?

Es war eines der zentralen Wahlkampfversprechen von US-Präsident Trump im Wahlkampf 2016: Die Renaissance des Rust Belt. Die Region zwischen den Großen Seen und Pennsylvania ist seit den 80er Jahren im Niedergang — Stahlhütten und Fabriken dicht, die Arbeitsplätze ins Ausland verlagert. Das wollte Trump ändern: Unter anderem mit saftigen Sonderzöllen auf chinesischen und europäischen Stahl, um US-Stahl wenigstens im Land selbst wieder wettbewerbsfähig zu machen. Aber hat es funktioniert? Wie sieht es aus mit der Wiederbelebung des Rust Belt? Und wie zufrieden sind die Arbeiter dort, denen Trump seine Wahl 2016 teilweise verdankt? Ein Besuch im Mon Valley in Pennsylvania, südlich von Pittsburgh. Früher das Herz der Stahlindustrie — und jetzt hart umkämpfter Battleground in einem entscheidenden Swing State. [mehr]

Die Familie und Opfer der Bombenanschläge auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania 1998 stehen am 24. Februar vor dem Gebäude des Supreme Cours in Washington. | Bild: picture alliance / AP Photo / Jacquelyn Martin zum Audio Zurück ins Motherland Schwarze Migrant*innen zwischen Afrika und Amerika

In den USA gehören Einwanderer*innen aus afrikanischen Ländern zu den Spitzenkräften. Vor allem Menschen aus der Subsahara kommen in die Staaten zum Studieren, arbeiten als Ärzt*innen oder Ingenieur*innen. Dunja Sadaqi und Katharina Wilhelm (Studio Los Angeles) porträtieren Einwander*innen aus ihren Berichtsgebieten - spannen so einen roten Faden zwischen zwei Kontinenten und stellen die Frage nach afrikanischer und Schwarzer Identität - von Westküste zu Westküste. [mehr]

Griechische Marine bei einem Manöver vor Kreta Anfang September. Die Türkei und Griechenland streiten über die Rechte an entdeckten Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer und untermauern ihre Ansprüche durch die Entsendung von Kriegsschiffen. | Bild: picture alliance / AP Images zum Audio Zündeln im Mittelmeer Der Gas-Streit zwischen der Türkei und Griechenland

Es ist ein gefährlicher Streit um Bodenschätze im östlichen Mittelmeer zwischen der Türkei und Griechenland: Der deutsche Außenminister Maas sprach von einem Spiel mit dem Feuer, das in eine Katastrophe zwischen den beiden Nachbarländern und Nato-Partnern münden könnte. Jetzt haben beide Seiten zwar Sondierungsgespräche vereinbart. Eine schnelle Lösung bedeutet das aber noch lange nicht. [mehr]

Trümmer in Beirut nach der verheerenden Explosion | Bild: Julia Neumann / BR zum Audio Nach der Explosion im Libanon Das Vertrauen in den Staat ist verloren

Am 4. August explodierten im Hafen von Beirut 2 750 Tonnen Ammoniumnitrat. Die Detonation tötete 191 Menschen, 6 000 wurden verletzt, 300 000 verloren ihr Zuhause. Auch über einen Monat nach der Katastrophe ist der genaue Hergang noch ungeklärt. Die Wut der Libanesen auf ihre Politiker ist groß - und das nicht erst seit der Explosion Anfang August. Land und Wirtschaft kollabierten schon vorher. Nun ist die Regierung zwar zurückgetreten, den Schaden aber beheben Hunderte Freiwillige. [mehr]

Migranten und Flüchtlinge protestieren im Juni 2020 auf dem Campidoglio in Rom gegen die Flüchtlingspolitik in Corona-Zeiten | Bild: picture alliance / NurPhoto zum Audio Neue Routen, alte Probleme Italiens Migrationspolitik

Seit Jahresbeginn sind in Italien viermal so viele Flüchtlinge und Migranten angekommen wie im gleichen Zeitraum 2019. Die Aufnahmelager sind überfüllt, die Furcht vor Corona-infizierten Migranten wächst. Gleichzeitig ändern sich die Fluchtrouten - und Italiens Migrationspolitik. 5 Jahre nach "Wir schaffen das" beleuchten Christine Auerbach, Lisa Weiß und Christoph Schäfer die aktuelle Situation in Italien - einem Land, das sich beim Thema Migration immer noch von der EU alleine gelassen fühlt. Und versuchen, Ansätze zu finden, wie die verfahrene Lage verbessert werden könnte. [mehr]

Porträt der französischen Weltumseglerin und Abenteuerin Jeanne Baret, die von 1740-1807 lebte.  | Bild: picture-alliance / Leemage zum Audio Jeanne Baret Die (vermutlich) erste weibliche Weltumseglerin

Weil Frauen damals nicht auf Marineschiffe durften, hat Jeanne Baret sich als Mann ausgegeben. Und konnte so als Assistentin eines Botanikers an der Expedition von de Bougainville zwischen 1766 und 1769 teilnehmen. Sie soll dabei die später nach dem Expeditionsleiter benannte Bougainvilléa entdeckt haben. Geboren wurde sie 1740 im burgundischen Dorf La Comelle. Martin Bohne hat diesen Ort besucht. [mehr]

Wiedergutmachung gefordert - Protest am Kongolesischen Unabhängigkeitstag mitten in Brüssel | Bild: Alex Göbel zum Audio Schatten der Geschichte Eine belgisch-kongolesische Familienaufstellung

Vor 60 Jahren endete eine der brutalsten Kolonialherrschaften der Geschichte - die Demokratische Republik Kongo erklärte ihre Unabhängigkeit vom Königreich Belgien. Das kleine Belgien hatte das riesige Gebiet des Kongo mit eiserner Hand regiert, König Leopold II. errichtete eine Schreckensherrschaft. Der Ausbeutung des Kongo kostete fast die Hälfte der damaligen Bevölkerung das Leben. Diese Vergangenheit belastet bis heute das Verhältnis zwischen beiden Ländern. Es geht um Wiedergutmachung, Aufarbeitung und den Umgang mit der Kolonialgeschichte. Letztlich geht es auch hier um "Black Lives Matter"... [mehr]

Praia Nova bei Armacao de Pera an der Südküste der Algarve, Portugal. | Bild: picture alliance / Zoonar zum Audio Touristen verzweifelt gesucht Portugals Ferienindustrie leidet unter den Corona-Folgen

Eigentlich sollten die Strände der Algarve jetzt überfüllt sein mit ausländischen Touristen. Doch die kommen wegen der Coronavirus-Pandemie in diesem Sommer nicht. Die Kneipen in der Tourismushochburg Albufeira sind so leer wie die Strände, die Restaurants bleiben auf ihrem Fisch sitzen, in den Straßencafés sitzen vor allem Einheimische und Portugiesen, viele Tische sind frei. Die Folgen für die Wirtschaft sind katastrophal, denn der Tourismus macht rund 15 Prozent des BIP aus. [mehr]

Stacheldraht in Nicosia zwischen dem griechischen und türkischen Teil von Zypern | Bild: picture alliance/Pacific Press Agency zum Audio Keiner will feiern 60 Jahre Republik Zypern

Am 16. August 1960 wurde die Mittelmeer-Insel Zypern unabhängige Republik, nachdem sie zuvor jahrzehntelang britische Kolonie war. Doch auf Zypern ist niemandem zum Feiern zumute, denn die Insel ist seit dem kurzen Zypern-Krieg vom Sommer 1974 geteilt: im Süden leben die griechischen Zyprer; im Norden die türkischen Zyprer. Verhandlungen über eine Wiedervereinigung scheiterten immer wieder. Hinzu kommt jetzt der Streit um Gas- und Öl-Vorkommen unter dem Meeresboden vor der zyprischen Küste - und wegen Corona bleiben die Touristen aus. [mehr]

Die "Elektronik-Straße" im Pekinger Innovationsviertel Zhongguancun  | Bild: picture alliance/Cai Fuliang/HPIC/dpa zum Audio Chinas Wirtschaft Zuversicht und Unsicherheit nach Corona

Was die Bekämpfung des Coronavirus angeht, hat China das Schlimmste bereits überstanden. Aus dem Ursprungsland der Pandemie werden kaum noch neue Infektionen gemeldet. In Fabriken und Büros wird wieder gearbeitet, auch bei deutschen Unternehmen in China läuft das Meiste wieder mindestens auf Vor-Corona-Niveau. Gleichzeitig aber gibt es landesweit viel Unsicherheit: Im Zuge der Viruskrise haben viele Menschen ihren Arbeitsplatz verloren. Die Staats- und Parteiführung versucht deswegen demonstrativ, Zuversicht zu verbreiten und setzt dabei durchaus auch auf originelle Wirtschaftskonzepte. [mehr]

Ein Foto des Atombomben-Angriffs auf Hiroshima am 6. August 1945 | Bild: picture-alliance/dpa zum Audio Hiroshima Wie die Bombe bis heute nachwirkt

Für viele Menschen bedeutet der 8. Mai 1945 das Ende des Zweiten Weltkrieges. Das stimmt einerseits und andererseits auch nicht, denn im Pazifik wird zu dieser Zeit noch heftig gekämpft. Erst die beiden Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki zwingen die Japaner schließlich in die Knie. ARD-Ostasienkorrespondentin Kathrin Erdmann zeichnet die letzten Kriegsmonate nach, hat mit Opfern von damals gesprochen und beschreibt den heutigen Umgang Japans mit seiner Vergangenheit. [mehr]