Bayern 2 - Breitengrad

Reportagen aus aller Welt

Breitengrad Reportagen aus aller Welt

Für die Sendung Breitengrad gilt: Kein Ort zu weit, kein Thema zu abgelegen, keine Reise zu beschwerlich: Von Tromsö bis Sydney, von Novosibirsk bis Bogota - die Korrespondenten des Bayerischen Rundfunks berichten aus der ganzen Welt. In halbstündigen Auslandsreportagen über fremde Kulturen und Länder - anregend, authentisch, anders.

Interaktive Karte: Interaktive Karte der Breitengrad-Sendungen

Interaktive Karte - es werden keine Daten von Google Maps geladen.

Interaktive Karte: Interaktive Karte der Breitengrad-Sendungen

Sendungen zum Nachhören

USA, New York: Ein Mann geht einen verschneiten Bürgersteig entlang, nachdem mehrere Zentimeter Schnee gefallen sind.  | Bild: dpa-Bildfunk/Kathy Willens zum Audio "Nach Grau kommt Farbe" New Yorker erfinden sich in der Krise neu

"New York ist wie eine Maschine. Sie hält niemals an. Vielleicht wird sie langsamer, ruhiger. Aber sie läuft immer wieder an. Und nach jeder Krise wird sie stärker." Corinne Samios hat alle Krisen ihrer Heimatstadt erlebt - vom Pleite- und Drogenkollaps in den 1970ern über 9/11 bis zur Finanzkrise 2008. Kein Schlag hat New York so getroffen wie Corona. Aber nicht nur Künstlerin Corinne weiß: Die Stadt steht wieder auf. Ob der Fotograf, der den berühmten "Falling Man" beim Sprung aus dem World Trade Center festgehalten hat. Ob die Bankerin, die ihren Pappkarton beim Aus von "Lehman Brothers" durch die panische Menge trug. Alle wissen: New York bleibt immer New York. Die Stadt passt sich an wie ihre widerstandsfähigen Bewohner. Die die Krise als Chance nehmen: Ob der 28jährige, der gerade jetzt ein schickes Restaurant mitten in Manhattan eröffnet, wo rundherum alle anderen sterben. Ob die junge Nachhaltigkeitsexpertin, die durch Corona ihren Job verlor und sich einfach ein neues Geschäft ausdachte, das es sonst nie gegeben hätte. Oder Modedesigner Omar Salam, der sagt: "Nach grau wirken Farben besonders. Ich glaube, dass wir aus dieser Zeit sehr gestärkt hervorgehen. Und wir wissen, wie wichtig es ist, dass für füreinander sorgen." Das Feature zeigt die starken New Yorker, die ihrer Stadt mit Mut, Kreativität und Zusammenhalt dabei helfen, sich neu zu erfinden. Und mit diesem Spirit vielleicht auch den ein oder andern in Deutschland anstecken könnten. [mehr]

Moai-Figuren auf der Osterinsel | Bild: picture-alliance/dpa zum Audio Sebastian Englert Ungekrönter König der Osterinsel

Sie gilt als eine der einsamsten Inseln der Welt: die Osterinsel oder Rapa Nui, wie sie in der Eingeborenensprache heißt. Der schwäbische Mönch Pater Sebastian Englert hat das Eiland mitten im Pazifik seit seiner Ankunft 1937 wie kein Zweiter geprägt. Neben seiner missionarischen Tätigkeit wirkte er auch als Lehrer, Sprachforscher und Archäologe - und hat so bis heute sichtbare Spuren auf der Insel hinterlassen. [mehr]

Iranerinnen und Iraner in lokaler Tracht feiern in Teheran das bevorstehende iranische Neujahrsfest (Nouruz), das am 20.03.2021 stattfand. Das Fest markiert den Frühlings- und Jahresbeginn im iranischen Kalender.  | Bild: dpa-Bildfunk/Ahmad Halabisaz zum Audio Menschen im Iran Ein bisschen Glück trotz Sanktionen, Isolation und Corona

Seit Joe Biden als neuer US-Präsident im Amt ist, ist auch Bewegung in den Streit um das iranische Atomabkommen gekommen. Zwar gibt es noch keine konkreten Schritte, die die Sanktionen lockern und damit auch die Isolation des Iran aufbrechen, doch immerhin wird über erste kleine Schritte geredet - wenn auch auf informellen Kanälen. Die Menschen im Iran erwarten die Aufhebung der Sanktionen ungeduldig, denn auch deshalb ist das Land in eine akute Wirtschaftskrise gerutscht, die sich durch die Corona-Pandemie noch verschärft hat. [mehr]

Flüchtlinge landen im Dezember 2020 in einem offenen Boot am Strand von Los Cristianos auf Teneriffa zwischen sich sonnenden Touristen. | Bild: picture alliance/dpa | Andreas Jütte zum Audio Wenn die Stimmung kippt Migrations-Hotspot Kanaren

Die Kanarischen Inseln haben sich zum Migrations-Hotspot in Europa entwickelt. Im vergangenen Jahr kamen rund 23.000 Menschen in Booten auf der spanischen Inselgruppe an, in den ersten Wochen dieses Jahres waren es rund 2.000. Die Behörden haben Schwierigkeiten, die Migranten adäquat unterzubringen. Dazu kommen Spannungen in der Bevölkerung: Berichte von einzelnen Übergriffen auf Camps und Gewaltandrohungen machen die Runde. Das sorgt für gereizte Stimmung unter den Canarios und den Migranten. [mehr]

Hunspach im Elsass | Bild: picture alliance/dpa/MAXPPP | Laurent Rea zum Audio Hunspach im Elsass Im Lieblingsdorf der Franzosen

Es liegt abseits der Touristenströme und ist derzeit das "beliebteste Dorf der Franzosen" - Hunspach, eine kleine Gemeinde im Elsass. Jeden Sommer strahlt ein großer französischer TV-Sender die gleichnamige Sendung aus. Und fast 800 000 Franzosen stimmten über das beliebteste Dorf der Franzosen ab. Am Ende hatte das kleine elsässische Dorf Hunspach die Nase vorn. Jetzt, wo noch Ruhe vor dem Sturm herrscht, hat Stefanie Markert das Siegerdorf besucht. Ein Dorf mit 653 Einwohnern, das nur scheinbar im Dornröschenschlaf liegt. [mehr]

Juden in Serbien - Ester Bajer vor einer Gedenktafel aus sozialistischer Zeit. | Bild: BR / Andrea Beer zum Audio Das Baby aus der Schachtel Jüdisches Leben in Serbien

Nur wenige Juden haben nach den Greueltaten der Nationalsozialisten und ihrer Verbündeten im früheren Jugoslawien überlebt. Gut 80 Jahre danach leben im heutigen Serbien noch rund 3000 Jüdinnen und Juden. Die meisten von ihnen haben eine wechselvolle und entbehrungsreiche Vergangenheit hinter sich. Andrea Beer hat sich in Serbien mit Zeitzeugen getroffen, die als jüdische Kinder den Terror der Nationalsozialisten überlebten, und die zeitlebens auf der Suche nach ihrer Identität waren. [mehr]

Schafe lecken an einem Salzstein in Neuseeland. | Bild: stock.adobe.com/Dmitry Pichugin zum Audio Neuseeland Neuseeland scheint zu perfekt, um von dieser Welt zu sein

Atemberaubende Landschaften, geprägt durch Fjorde und Vulkane, verschneite Berggipfel und Strände, Gletscher und subtropische Wälder - All das ist Neuseeland. Kein Wunder, dass Filmregisseur Sir Peter Jackson dorthin Mittelerde verlegte, und dort auch den "Herrn der Ringe" und den "Hobbit" filmte. ARD-Korrespondentin Lena Bodewein geht in ihrer Reportage der Frage nach, ob Neuseeland nicht ein bisschen zu perfekt scheint, um von dieser Welt zu sein. [mehr]

Imran Ahmad Khan Niazi, Premierminister von Pakistan, spricht in einer vorab aufgenommenen Video-Botschaft während einer Sondersitzung der Vollversammlung der Vereinten Nationen im UN-Hauptquartier in New York im Dezember 2020. | Bild: dpa-Bildfunk/Uncredited zum Audio Pakistan Zwischen Islam und Modernisierung

Gegen den Premierminister hat sich eine Oppositionsbewegung formiert, die seit Monaten gegen die Regierung auf die Straße geht. Der frühere Star der pakistanischen Kricket-Nationalmannschaft war im Sommer 2018 zum Regierungschef gewählt worden. Unter Mithilfe des Militärs, behaupten seine Kritiker. Das Militär gillt in Pakistan als die eigentliche Machtzentrale. Die wirtschaftliche Krise des Landes konnte er nicht beenden und auch nicht den Einfluß von islamistischen Organisationen. [mehr]

Ein Migrant aus dem Aufnahmelager Lipa sitzt in einer provisorischen Unterkunft in eine Decke gewickelt auf einem Stuhl. Die Internationale Organisation für Migration (IOM) hat am 23.12.2020 das Lager Lipa geschlossen. | Bild: dpa-Bildfunk/Kemal Softic zum Audio Symbol des Versagens Der Streit um das bosnische Flüchtlingscamp Lipa

Wenn Bosnien und Herzegowina in die EU will, muss es ein effizientes Migrationsmanagement etablieren - so kommentierte die EU-Kommission die katastrophale humanitäre Lage im bosnischen Flüchtlingscamp Lipa. Tatsächlich wirft die Situation im Camp Lipa kein gutes Licht auf die bosnischen Behörden. Doch die Lage vor Ort hat auch mit der Flüchtlingspolitik der EU zu tun, denn die Flüchtlinge und Migranten kommen vor allem aus Griechenland, Einen Tag vor Weihnachten wurden sie in Lipa obdachlos, denn die Internationale Organisation für Migration IOM zog ihre Mitarbeiter ab; ein Brand zerstörte am gleichen Tag fast alle Zelte. Auch rund 20 beheizte Armeezelte haben die Situation nicht entspannt. [mehr]

01.06.2020, USA, Washington: Donald Trump, Präsident der USA, hält eine Bibel, während er die St. John's Episcopal Church besucht. Der Park der Kirche wurde während der Proteste in Brand gesteckt. Trump hat die Mobilisierung aller verfügbaren zivilen und militärischen Kräfte seiner Regierung angekündigt, um die Ausschreitungen in den USA zu stoppen. Foto: Patrick Semansky/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Bild: dpa-Bildfunk/Patrick Semansky zum Audio Amerikas Evangelikale Auf der Suche nach einer neuen politischen Heimat

Bei der zurückliegenden Präsidentschaftswahl in den USA ging es nicht nur darum, wer in den kommenden vier Jahren die Geschicke des Landes im Weißen Haus lenkt. Beide Kandidaten hatten den Urnengang zur Schicksalswahl stilisiert, bei der es um nicht weniger als die Seele Amerikas gegangen sei. Und tatsächlich schien es, als würden zwei konkurrierende Moralsysteme um die Vorherrschaft ringen. Hier Joe Biden, der Trumps Charakter zum Wahlkampfthema machte und versprach, die Würde des Landes wieder herzustellen. Und da Trump, der seine konservative Kulturrevolution zu Ende bringen wollte. Für diesen Kulturkampf begeisterte sich keine Wählergruppe so enthusiastisch, wie die religiöse Rechte in den USA. Feature von Sebastian Hesse [mehr]

Luftaufnahme der Straße zu Lake Dundas in Westaustralien | Bild: picture alliance / paul mayall | paul mayall zum Audio Blaupause für Distanzunterricht Australiens "School of the Air"

Die Corona-Pandemie hat unser Leben gehörig durcheinandergewirbelt. Das gilt auch für die Schulen. Homeschooling lautet hier das Stichwort. Eine Praxis, die hierzulande heftig diskutiert wird, weil es vorne und hinten hakt. In Australien kann man die Aufregung nicht so recht verstehen. Der Fernunterricht ist seit 70 Jahren Alltag für die Kinder im Outback. Nicht wegen Corona, sondern aufgrund der weiten Entfernungen. Weil Schülerinnen und Schüler in entlegenen Gegenden und auf Farmen im Hinterland nicht in die Schule gehen können, kommt die Schule eben zu ihnen. Anfangs, in den 1950-iger Jahren, noch über Kurzwellenradio und -funk, heute per Internet, Satellit und mit Live-Videounterricht und Email-Hausaufgaben. Andi Stummer über die Blaupause für den Distanzunterricht - Australiens "School of the Air". [mehr]

Dalit Frauen in der Region Hathras im Dorf Baghana - Im Kastensystem stehen sie ganz unten. Sie gelten immer noch als die Unberührbaren | Bild: ARD/Silke Diettrich zum Audio Verstoßen, vergewaltigt, verdammt Leben als "Unberührbare" in Indien

Seit mehr als zwei Tausend Jahren ist die Gesellschaft in Indien an die starren Regeln des Kastensystems gebunden. Ganz unten in diesem System stehen die Dalits, früher wurden sie die "Unberührbaren" genannt. Auch wenn die indische Verfassung "Unberührbarkeit" und Diskriminierung aufgrund der Kaste unter Strafe stellt, kann vor allem in den ländlichen Gebieten niemand der festen Hierarchie des Kastenwesens entkommen. Eine Reportage von Silke Diettrich. [mehr]

Mit Flechten und Moos bewachsene Bäume im Anden-Nebelregenwald, Ecuador, Mindo | Bild: picture alliance / blickwinkel/G. Fischer zum Audio Aufstand im Kupferwald Bedrohtes Naturparadies in Ecuador

Der Nebelregenwald von Ecuador gehört zu den artenreichsten Flecken, die der Welt noch geblieben sind. Hier lagern aber auch milliardenschwere Kupfervorkommen. Der Run auf E-Mobilität und der weltweit steigende Kupferbedarf auch wegen der Energiewende lassen die Begehrlichkeiten internationaler Konzerne immer größer werden. Das Naturparadies ist bedroht. [mehr]

28.10.2020, Indien, Patna: Narendra Modi, Premierminister von Indien, spricht vor den Regionalwahlen vor dem Parlament des Bundesstaates Bihar. Im drittgrößten indischen Bundesstaat Bihar mit mehr als 70 Millionen Wahlberechtigten begannen heute Regionalwahlen. Es ist die erste größere Wahl im Land seit der Corona-Pandemie und ein Test für die Popularität von Premierminister Modi, der sich an vielen Fronten Kritik ausgesetzt sieht. Die Wahlkommission hat strenge Corona-Maßnahmen ergriffen, um die Übertragung des Coronavirus während der Wahl zu verhindern.  | Bild: dpa-Bildfunk/Aftab Alam Siddiqui zum Audio Hindu first Religiöse Spannungen in Indien

Unter Premierminister Modi von der hindu-nationalistischen Partei BJP gilt in Indien Hindu first. Radikale Hindus stellen den säkularen Charakter der Republik Indien infrage. Muslime, Christen und andere religiöse Minderheiten fühlen sich diskriminiert. [mehr]

05.12.2020, Indonesien, Bali: Eine Frau, die einen Mund-Nasen-Schutz trägt, fotografiert ein Plakat, das die Menschen dazu auffordert, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.  | Bild: dpa-Bildfunk/Firdia Lisnawati zum Audio Lockdown statt Fernreise Asien-Tourismus in Corona-Zeiten

Bali, Thailand und Kambodscha, Vietnam, Philippinen, Singapur - die Traumziele westlicher Touristen sind im Moment beinahe nur noch das: ein unerfüllbarer Traum. Dabei lebt ein Großteil der dortigen Bewohner vom Tourismus, in Hotels, Gaststätten, als Tourbegleiter, Bootsvermieter, Tauchlehrer, Souvenirproduzent, als Tuktukfahrer oder Tempelguide. Wie geht es diesen Menschen jetzt? Setzen sie auf ein Ende der Reisebeschränkungen oder satteln sie um? Verändert Corona den Tourismus für immer? [mehr]