Bayern 2 - Breitengrad

Reportagen aus aller Welt

Breitengrad Reportagen aus aller Welt

Für die Sendung Breitengrad gilt: Kein Ort zu weit, kein Thema zu abgelegen, keine Reise zu beschwerlich: Von Tromsö bis Sydney, von Novosibirsk bis Bogota - die Korrespondenten des Bayerischen Rundfunks berichten aus der ganzen Welt. In halbstündigen Auslandsreportagen über fremde Kulturen und Länder - anregend, authentisch, anders.

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Sendungen zum Nachhören

Ausblick vom Restaurant des Sky Tower auf Tirana mit modernen Hochhäusern und einem Park | Bild: picture alliance / imageBROKER | F. Scholz zum Audio Tirana Hauptstadt des Stolzes

Tirana trägt sein Haupt hoch, sehr hoch. Etliche Silvertower und farbig akzentuierte Wolkenkratzer kündigen von einem zukunftsorientierten und architektonisch anspruchsvollen Aufbruch der albanischen Hauptstadt. Die ohnehin quirlige Metropole ist von umtriebiger Dynamik erfasst. Unter dem programmatischen Titel "Tirana 2030" entsteht am rechten Ufer der Lana ein neuer Stadtteil: Lebensraum für Menschen aus unterschiedlichen Kulturen mit unterschiedlichem wirtschaftlichen Hintergrund. Die Vergangenheitsbewältigung der sozialistischen Ära unter Enver Hodscha geht Hand in Hand mit europäischer Zukunftserwartung. Christine Hamel über eine Stadt im Spagat. [mehr]

An der Küste von Viti Levu, der Hauptinsel Fidschis, sind die Auswirkungen der Klimakrise deutlich zu spüren: Erosion und immer heftigere und häufigere Wirbelstürme | Bild: NDR / Lena Bodewein zum Audio Fidschi Urlaubsparadies in Gefahr

Fidschi-Inseln: ein Paradies am Ende der Welt. Bekannt für Rugby, Kokos, Mineralwasser und für die Blaue Lagune. Für viele Reisende ist Fidschi seit jeher ein Traumziel. Der Pazifikstaat lässt kaum Wünsche offen. Doch auch auf Fidschi gibt es wegen des Klimawandels zunehmend Probleme. Die Küstendörfer erleben die Erosion durch das Meer und immer heftigere und häufigere Wirbelstürme. Lena Bodewein berichtetüber das Urlaubsparadies Fidschi-Inseln. [mehr]

Jugendliche vom American Exchange Project auf Tour in Texas.  | Bild: David McCullough zum Audio Die Brückenbauer Wie Amerikaner versuchen ihr gespaltenes Land zu einen

Die politischen Gräben spalten in den USA Gesellschaft und Familien. Immer mehr Amerikaner wollen das mit dem Besuch von Workshops ändern. Helfen solche Initiativen wirklich das gespaltene Land zu einen? Julia Kastein über die gesellschaftlichen Brückenbauer in den USA. [mehr]

Größter Verschrottungsplatz ausgedienter Schiffe in Indien, auf dem Arbeiter aus den ärmsten Teilen Indiens auch heute unter schrecklichen Bediengungen arbeiten. Archivbild von 1998. | Bild: picture alliance / imageBROKER | Frank Bienewald zum Audio Schrottschiffe in Indien Die letzte Reise der "Westerhamm"

Erstmals gehen Staatsanwaltschaften in großem Stile gegen deutsche Reedereien vor, die Schrottschiffe illegal in Südasien entsorgt haben sollen. In Hamburg und Kiel werden Ermittlungsverfahren geführt, in Rendsburg stehen erstmals zwei Reeder vor Gericht. Die meisten der Schiffe wurden im indischen Alang auf den Strand gefahren. Auf diesem - wie er genannt wird - "größten Schiffsfriedhof der Welt" werden von zehntausenden Wanderarbeitern alte Kähne unter oft fragwürdigen Arbeits- und Umweltbedingungen zerlegt. [mehr]

Dorfbewohner von Lomoputh im Norden Kenias. | Bild: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Brian Inganga zum Audio Echo des Ukraine-Krieges Hunger, Unruhen oder Chance für Afrika?

Der Ukraine-Krieg hat direkte Folgen für den afrikanischen Kontinent. Der Anstieg bei Lebensmittelpreisen und Transportkosten bringt viele Staaten und deren Einwohner nach über zwei Jahren Pandemie an ihre Grenzen. Hilfsorganisationen warnen vor der schlimmsten Ernährungskrise des Kontinents seit zehn Jahren. Aber der Krieg in Europa könnte einige Staaten möglicherweise auch krisensicherer machen. So reisen derzeit europäische Politiker mit dicken Geldkoffern und Versprechungen durch den Kontinent - auf der Suche nach einer Alternative zu russischem Gas. [mehr]

Norbert und Elijah am Meer  | Bild: BR / Verena Schälter zum Audio Ruhestand unter Palmen Deutsche Rentner in Griechenland

Es ist der Traum vieler: Auswandern in den Süden. Eines der bevorzugten Länder ist Griechenland. Neben dem angenehmen Klima und den niedrigeren Lebenshaltungskosten können Auswanderwillige dort auch von saftigen Steuervorteilen profitieren. Auch die griechische Regierung möchte gezielt Rentner aus dem kühlen Norden in den sonnigen Süden locken, sie verspricht sich davon ein nachhaltiges Geschäftsmodell. Doch für viele wird es eine Fahrt ins Ungewisse, die Hürden sind häufig hoch. [mehr]

08.05.2022, Hongkong: Pro-Demokratie-Demonstranten werden von Polizisten umringt, während sie in der Nähe eines Wahllokals in Hongkong Transparente gegen die Wahl des Chefs der Exekutive tragen. Ein Hongkonger Wahlausschuss stimmt am Sonntag über den einzigen Spitzenkandidaten der Stadt, John Lee, ab, von dem weithin erwartet wird, dass er die Wahl gewinnt und Hongkongs nächster Regierungschef wird. Auf dem Transparent ist zu lesen: "Die Menschenrechte stehen über dem Regime. Eine Person, eine Stimme für den Chef der Exekutive, sofortige Einführung des allgemeinen Wahlrechts".  | Bild: dpa-Bildfunk/Kin Cheung zum Audio Hongkong heute Wie Chinas Führung Hongkong umbaut

Am 1. Juli 1997 wurde die britische Kolonie Hongkong an die Volksrepublik China übergeben. 50 Jahre sollte das Prinzip "Ein Land, zwei Systeme" gelten. Doch die chinesische Staats- und Parteiführung hat sich nicht an internationale Verträge gehalten. Die Regierung in Peking hat Hongkong in den vergangenen Jahren systematisch umgebaut, auf Linie der Kommunistischen Partei gebracht, die Zivilgesellschaft abgewickelt. [mehr]

Afghanistan, Kabul: Ein Taliban-Kämpfer hält im Mai 2022 sein Gewehr in der Hand, während Menschen in Kabul auf die Verteilung von Lebensmittelrationen durch eine Hilfsorganisation warten.  | Bild: dpa-Bildfunk/Ebrahim Noroozi zum Audio Zwischen "Tugend" und "Laster" Wie die Taliban Afghanistan verändern

Neun Monate nach der Machtübernahme durch die Taliban hat sich Afghanistan verändert. Trotz aller Beteuerungen der Radikal-Islamisten wird die Freiheit der Menschen von Woche zu Woche weiter beschnitten. Das bekommen vor allem die Frauen zu spüren - die durch die jüngst eingeführte Burkapflicht oder das Gebot, nur noch mit einem männlichen "Vormund" zu reisen. Afghanistan wandelt sich - hin zu einem totalitären Gottesstaat. [mehr]

Mitarbeiter des UNEP vor einem Plastikmüll-Kunstwerk in Nairobi | Bild: picture alliance / Xinhua News Agency | Fred Mutune zum Audio UNEP wird 50 Der Planet als Notfallpatient

50 Jahre nach seiner Gründung sieht sich das UN-Umweltprogramm - kurz UNEP - mit Sitz in Nairobi vor großen Herausforderungen. Der Klimawandel ist Hauptthema der vergangenen Jahre. UNEP setzt sich gegen Plastikmüll und Luftverschmutzung ein. Gleichzeitig wirbt das Programm dafür, die Artenvielfalt zu erhalten. Keine einfache Aufgabe, Die jetzige UNEP-Exekutivdirektorin Inger Andersen jedenfalls bezeichnet im Jubiläumsjahr den Planeten als Notfallpatient. [mehr]

Skyline von New Orleans | Bild: ARD/Jan Bösche zum Audio Ein Zug erzählt die Geschichte Amerikas Unterwegs mit dem "City of New Orleans“

Der "City of New Orleans" verbindet New Orleans im Süden mit Chicago im Norden. An seinen Gleisen entstanden Städte, in seinen Waggons reisten frühere Sklaven in ein freieres Leben. Heute dauert die Fahrt rund 20 Stunden. Der "City of New Orleans" mag langsam sein, nur einmal am Tag verkehren - aber er bringt Annehmlichkeiten mit, die es in Europa kaum noch gibt: Einen Speisewagen mit Koch und Kellnern, einen Loungewagen mit großen Fenstern und breiten Sesseln. Einst half die Eisenbahn mit, die USA aufzubauen. [mehr]

Statue von Federico Garcia Lorca auf einer Bank sitzend in Granada | Bild: picture alliance / imageBROKER | Hans Zaglitsch zum Audio Andalusien Auf den Spuren von Federico García Lorca

Federico García Lorca gilt als der bedeutendste spanische Lyriker und Theaterautor des 20. Jahrhunderts: einerseits weit gereist, etwa in die USA, nach Kuba, und nach Südamerika - andererseits tief verwurzelt in seiner andalusischen Heimat. Ein Lyriker voller Widersprüche: politisch links und so offen schwul, gleichzeitig der Chronist einer archaischen, ländlichen Gesellschaft voller Zwänge. Eine literarische Reise auf den Spuren von Federico García Lorca in Andalusien. [mehr]

An der Nationalstraße bei Cabanillas de la Sierra wurde seinerzeit der erste Stier aufgestellt | Bild: BR / Reinhard Spiegelhauer zum Audio Eine spanische Ikone Auf der Fährte des "Osborne"-Stiers

Der riesige schwarze Stier am Rand spanischer Landstraßen und Autobahnen ist fast jedem Spanien-Reisenden schon begegnet. Ursprünglich war er einfach eine Werbefigur für spanischen Cognac beziehungsweise Brandy, der erste Stier wurde im Mai 1957 aufgestellt. In Andalusien gilt er seit 25 Jahren auch als historisches Kulturerbe. Dabei ist das Symbol nicht unumstritten, katalanische Separatisten haben mehrfach Osborne-Stiere zerstört. [mehr]

Besucher auf einer Waffenmesse in den USA begutachtet Sturmgewehre | Bild: picture-alliance / dpa | epa afp John Gurzinski zum Audio „Helft uns, dass unsere Kinder nicht sterben!“ New Yorks Kampf gegen Schusswaffengewalt

Die Waffengewalt in den USA wächst kontinuierlich. Forderungen den illegalen Handel endlich zu stoppen, bleiben auf der Strecke. Was auch an der Waffenlobby liegt. Antje Passenheim über New Yorks offenbar vergeblichen Kampf gegen Schusswaffengewalt. [mehr]

In this Feb. 9, 2017 photo, culinary historian Michael Twitty, left, laughs as he comments on current politics with Harold Caldwell, a historical interpreter, as his black-eyed pea soup cooks over an open fire at Colonial Williamsburg in Williamsburg. | Bild: picture alliance/AP Images | Vicki Cronis-Nohe zum Audio Amerika ist, was es isst Jenseits des Burgers

Der Kult um die richtige Zubereitung von Brisket in Texas, die kreolische Esskultur Louisianas, geprägt von französischen, afrikanischen, karibischen Einwanderern, zeigt: Die Küche jeder amerikanischen Region ist so einzigartig wie die Menschen, die dort leben. [mehr]

Eine Angehörige der Ixel-Maya in Guatemala trägt eine Schüssel auf dem Kopf durch ein Dorf | Bild: picture alliance / AP Photo | Rodrigo Abd zum Audio Das Virus und der Hunger Düstere Aussichten für die Mayas in Guatemala

Laut UN gelten weltweit rund 370 Millionen Menschen als Angehörige eines indigenen Volkes. Der Grad der Armut innerhalb der rund 5.000 Bevölkerungsgruppen ist überproportional hoch. Die Corona-Krise hat die Ureinwohner vieler Länder weiter ins Elend und an den Rand der Gesellschaften gedrängt. Immer mehr Familien leiden an Unterernährung. In Guatemala hat gerade unter den Mayas die Zahl der chronisch unterernährten Kinder deutlich zugenommen. [mehr]