Bayern 2 - Breitengrad

Reportagen aus aller Welt

Breitengrad Reportagen aus aller Welt

Für die Sendung Breitengrad gilt: Kein Ort zu weit, kein Thema zu abgelegen, keine Reise zu beschwerlich: Von Tromsö bis Sydney, von Novosibirsk bis Bogota - die Korrespondenten des Bayerischen Rundfunks berichten aus der ganzen Welt. In halbstündigen Auslandsreportagen über fremde Kulturen und Länder - anregend, authentisch, anders.

Redaktion: Jörg Paas

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Sendungen zum Nachhören

Joseph Ekaran ist mit Spürhund und Rangern zum Begleitschutz auf Wilderer-Suche | Bild: BR/Bettina Rühl zum Audio Corona in Kenia Gute Zeiten für Wilderer?

Weil die Touristen infolge umfangreicher Lockdown-Maßnahmen in Kenia wegbleiben und die Viehmärkte geschlossen sind, brechen insbesondere der Landbevölkerung die Einnahmen weg. Die Versuchung, den Speiseplan durch Wildfleisch aufzubessern, ist dementsprechend groß. Das Wildern ist außerdem einfacher geworden, denn durch den Zusammenbruch des Tourismus haben Naturschutzgebiete weniger Geld, die Ranger können nicht mehr so oft patrouillieren. [mehr]

Die buddhistische Tempelanlage Taktsang im Parotal in Bhutan | Bild: picture-alliance/dpa zum Audio Vom Druck glücklich zu sein Bhutans junge Demokratie

Bhutan, das letzte Paradies auf Erden? Ein Shangri-La? Das Königreich mit seinen 770.000 Einwohnern liegt im Himalaya eingeklemmt zwischen China und Indien. Technologievergessene, sinnsuchende Touristen haben den Mini-Staat als Hort der Ruhe und der nachhaltigen Lebensweise für sich entdeckt. Denn hier zählt Bruttonationalglück - und erst dann das Bruttosozialprodukt. Was steckt hinter diesem Glücksfilter, den alle Regierungsentscheidungen passieren müssen? Als eines der letzten Länder der Welt führte Bhutan vor 20 Jahren Fernsehen und Internet ein. Negativfolgen wie Drogenmissbrauch, Jugendarbeitslosigkeit und eine wachsende Selbstmordrate bleiben nicht aus. Schafft das Land diesen Spagat zwischen Vergangenheit und Zukunft? Und wie steht es um den Journalismus in der konstitutionellen Monarchie? [mehr]

Ein Mann aus der Volksgruppe der Punan mit einem Blasrohr im Dschungel von Borneo | Bild: picture alliance/robertharding zum Audio Letzte Regenwald-Nomaden Eine Suche im Herzen Borneos

Abholzung, Kohleabbau und Palmölplantagen lassen den Dschungel auf Borneo immer weiter schrumpfen. Mittlerweile existiert vom ursprüngliechem Gebiet nur noch die Hälfte. Für die dort lebenden rund 20.000 Punan ist diese Entwicklung dramatisch und dementsprechend versuchen sie, dagegen vorzugehen. Doch können sie wirklich mit Blasrohren und Giftpfeilen mehrere 100.000 Quadratkilometer Regenwald dauerhaft gegen in- und ausländische Konzerne verteidigen? [mehr]

Eine Fähre fährt in Helsinki an der protestantischen Kathedrale und dem Marktplatz am Hafen vorbei | Bild: picture-alliance/dpa zum Audio Jahrhunderttunnel Estland und Finnland rücken zusammen

Es soll der längste Eisenbahntunnel der Welt werden: eine direkte, gut 100 Kilometer lange Verbindung zwischen den Hauptstädten Helsinki und Tallinn, unter der Ostsee hindurch. Geht es nach den Investoren, sollen im Dezember 2024 die ersten Züge rollen. Das Großprojekt soll nicht nur die Metropolregion "Talsinki" weiter beflügeln, sondern auch ein Teil der "neuen Seidenstraße" werden. [mehr]

Bewohner der Grenzregion protesieren mit einem Marsch an der deutsch-dänischen Grenze bei Harrislee gegen den von Dänemark errichteten Grenzzaun | Bild: picture-alliance/dpa zum Audio Dänemark machte schon vor Corona dicht Ein grenzwertiger Zaun

70 Kilometer lang und 1,50 Meter hoch ist der Zaun, den Dänemark entlang seiner Grenze zu Deutschland gebaut hat. Wenige Wochen vor der Corono-Pandemie wurde er fertig. Dänemark will damit Wildschweine aussperren, die mit der afrikanischen Schweinpest infiziert sein könnten. In der Tat ist das kleine skandinavische Land einer der weltweit wichtigsten Schweinefleisch-Exporteure. Doch das Zaunprojekt ist voller Widersprüche. Und sollen wirklich nur Wildschweine ferngehalten werden? [mehr]

Zwei Jungen mit aus T-Shirts gebastelter Atemmaske in Durban | Bild: picture alliance / abaca zum Audio Schattenseiten und Lichtblicke Südafrika 30 Jahre nach dem Neuanfang

30 Jahre ist es her, seit der politische Wandel in Südafrika angefangen hat. Inzwischen hat sich das Land zu einem traumhaften Urlaubsziel entwickelt. Gleichwohl ist der Alltag für viele Südafrikaner weiterhin schwierig. Jetzt hat das Land auch noch mit den Folgen des Coronavirus schwer zu kämpfen. [mehr]

Fischer im Boot im karibischen Cayo Espanto, Belize | Bild: picture alliance/Bildagentur-online zum Audio Das Multi-Kulti Land Belize Ministaat mit viel Abwechslung

Belize ist karibisch, obwohl auf dem mittelamerikanischen Festland gelegen. Belize hat eine Königin, allerdings lebt die weit weg in London. Belize verdankt seine Existenz den Piraten und britischen Siedlern: die verhinderten die Einnahme des Landes durch Spanier. Deshalb gab es hier das Britisch-Honduras, bis es 1981 als der Staat Belize unabhängig wurde. Englisch ist die Landessprache, aber auch Spanisch, diverse Maya-Sprachen und Plattdeutsch sind hier zu hören.In dem kleinen Land, mit gut 400.000 deutlich weniger Einwohner als Nürnberg, ist Multikulti keine politisches Schlagwort, weder im positiven noch im niedermachenden Sinne, sondern gelebte Realität. Die Belizer sind Kreolen (afro-europäisch), Mestizen (Latinos), Maya, Garifuna, Deutsche (Mennoniten), Inder, Indonesier und alle denkbaren Mischungen daraus. Kurzum: Der kleine Staat an der mittelamerikanischen Ost-Küste bietet viel Abwechslung als einzigartiger ethnischer und kultureller Schmelztiegel. [mehr]

Französische Truppen 1956 in Algier | Bild: picture alliance/AP Photo zum Audio 60 Jahre nach der Unabhängigkeit Frankreich und seine Ex-Kolonien in Afrika

Bis Ende des 19. Jahrhunderts hatte Frankreich den Maghreb, die Sahelzone und den größten Teil West- und Zentralafrikas unter seiner Kontrolle, dazu Djibouti und Madagaskar. In den 1950er- Jahren begehrten die Kolonien immer mehr auf und Frankreich musste fast alle in die Unabhängigkeit entlassen. Sind die Wunden immer noch offen? Betrachtet Frankreich sein ehemaliges Territorium immer noch als Hinterhof? Und wie sehen sich Franzosen und Afrikaner gegenseitig? [mehr]

Wehrkloster auf Solowkij | Bild: BR/Christine Hamel zum Audio Archipel des Glaubens und des Schreckens Die Solowezkij-Inseln im Norden Russlands

Die russischen Solowezkij-Inseln gelten als Archipel des Glaubens und Schreckens. Sie sind Pilgerort der Orthodoxie und waren lange ein gefürchteter Deportationsort für Andersdenkende. Christine Hamel hat sich ein Bild vom Alltag heute auf dem Archipel gemacht. [mehr]

Windräder drehen sich bei Mariehamn | Bild: picture alliance / Alexander Farnsworth zum Audio Das Ökostrom-Archipel Wie Aland zu 100 Prozent erneuerbar werden will

Die skandinavische Inselgruppe Åland hat einen ambitionierten Plan: sie will ihre Stromversorgung auf erneuerbare Energiequellen umstellen. Damit soll Åland zu einem Modell für andere Regionen werden. Wolfgang Landmesser über ein Ökostrom-Modell der Zukunft. [mehr]

Frankreich, Paris: Ein Kran steht neben der Pariser Kathedrale Notre-Dame, die von Besuchern der Stadt betrachtet wird. Im April 2019 wurde die Kathedrale bei einem Brand schwer beschädigt. | Bild: dpa-Bildfunk/Marcel Kusch zum Audio Die Kathedrale und die Menschen Ein Jahr nach dem Brand von Notre Dame in Paris

Am Abend des 15. April 2019 schossen hohe Flammen aus dem Dach der Pariser Kathedrale Notre Dame, zerstörten große Teile der Kirche. Die Bilder des brennenden Wahrzeichens von Paris erschütterten Menschen weltweit. Einen Tag später verkündete Präsident Macron, die Kathedrale solle in fünf Jahren wieder stehen. Ambitioniert, wenn nicht gar unmöglich, sagen Experten. Die Aufräumarbeiten laufen schleppend, die Bauarbeiten haben noch nicht begonnen, die Zukunft der Kathedrale ist ungewiss und mit ihr auch die Zukunft vieler Menschen, für die Notre Dame mehr war als die wohl bekannteste Kirche von Paris, nämlich Teil ihres täglichen Lebens. Trotz des Spendenaufkommens von mehreren hundert Millionen Euro musste die Chorschule Lehrer entlassen, mussten sich die Organisten neue Engagements suchen, musste die Diözese Mitarbeiter entlassen. Ein Jahr nach dem schweren Brand hat Sabine Wachs Menschen getroffen, die eine ganz besondere Verbindung zu Notre Dame haben und hatten. [mehr]

Wasserfall im Great Smokys Mountain National Park | Bild: picture alliance / united archives zum Audio Amerikas Wälder Vernichtung und Verklärung

Der Great Smokys Mountain National Park ist der meistbesuchte Nationalpark der USA. Elf Millionen Besucher wälzen sich pro Jahr durch den einmaligen dichten Mischwald an der Grenze zwischen North Carolina und Tennessee. Viele genießen die Natur nur vom Auto aus. Ein Beispiel für das zwiespältige Verhältnis der Amerikaner zu ihren Wäldern: sie lieben sie - und bedrohen sie gleichzeitig durch ihren Lebensstil. Der Wald ist einerseits die Keimzelle der US-amerikanischen Kultur: er lieferte den Brenn- und Rohstoff für die Erschließung des Landes und die Industrialisierung, ist Inspiration und Zufluchtsort. Und er ist gleichzeitig ständig in Gefahr: durch Abholzung, Feuer, Klimawandel. [mehr]

Demonstranten mit Transparenten und algerischen Flaggen im Dezember 2019 auf den Straßen von Algier | Bild: picture-alliance/dpa zum Audio "Âllo System!" Algeriens langer Weg zur Demokratie

Tausende Algerier demonstrieren seit einem Jahr gegen die Regierung. Den Rücktritt von Langzeit-Machthaber Bouteflika haben sie erreicht. Der erhoffte Systemwandel ist jedoch bisher ausgeblieben. Eine Reportage von Dunja Sadaqi. [mehr]

Der Naschmarkt in Wien menschenleer | Bild: BR / Andrea Beer zum Audio "Bleiben Sie zuhause!" Österreich und die Corona-Krise

Das Alltagsleben in Österreich hat sich durch Corona schon deutlich früher als in Deutschland deutlich verändert. Nur Lebensmittelläden, Apotheken, Drogerien, die Post und Tankstellen haben noch offen. Wie lebt es sich unter den neuen Bedingungen? Die Autoren werfen zudem einen Blick nach Tirol. Dort wird der Landesregierung vorgworfen, sie habe viel zu spät reagiert und kommerzielle Interessen über den Gesundheitsschutz gestellt. [mehr]

Ein Demonstrant angemalt mit den indischen Nationalfarben und einer Gesichtsmaske mit der Aufschrift "Don't divide us" | Bild: BR / Bernd Musch-Borowska zum Audio Hindus gegen Muslime Der Streit um Staatsbürgerschaften in Assam

Seit Mitte Dezember erlebt Indien eine beispiellose Protestbewegung. Erstmals in der Geschichte des Landes soll die Staatsbürgerschaft künftig auf Basis der Religionszugehörigkeit vergeben werden. Im Bundesstaat Assam werden Haftanstalten gebaut für Personen, die nicht nachweisen können, dass sie oder ihre Vorfahren seit 1971 in Indien leben. Die Angst vor Abschiebung oder Internierung ist groß, die Spannungen zwischen der hinduistischen Mehrheit und ethnischen und religiösen Minderheiten, vor allem den Muslimen, wachsen. [mehr]