Bayern 2 - Breitengrad

Reportagen aus aller Welt

Breitengrad Reportagen aus aller Welt

Für die Sendung Breitengrad gilt: Kein Ort zu weit, kein Thema zu abgelegen, keine Reise zu beschwerlich: Von Tromsö bis Sydney, von Novosibirsk bis Bogota - die Korrespondenten des Bayerischen Rundfunks berichten aus der ganzen Welt. In halbstündigen Auslandsreportagen über fremde Kulturen und Länder - anregend, authentisch, anders.

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Sendungen zum Nachhören

Weithin sichtbare Rauchwolken am Kilimandscharo. Auf dem mit 5.895 Metern höchsten Berg Afrikas war im Oktober 2020 ein Feuer ausgebrochen | Bild: picture-alliance/dpa zum Audio Klimawandel in Afrika Kein Schnee auf dem Kilimandscharo

Die weiße Spitze auf dem höchsten Berg Afrikas schrumpft seit Jahren. Experten befürchten, dass der Kilimandscharo bald ganz schneefrei sein wird. Denn durch den Klimawandel gibt es deutlich weniger Niederschläge. Das setzt auch den Wäldern am Berg zu. Sie werden trockener und es drohen Waldbrände wie zuletzt im Oktober 2020. Die Maasai sehen die Veränderungen mit Sorge. Ihre Felder werden immer häufiger zum Ziel von Elefantenherden, die nicht genug zu fressen finden. Auch andere Tiere kommen in die Dörfer. Der Klimawandel führt so auch zu neuen Konflikten zwischen Menschen und Tierwelt. [mehr]

Ein Rettungsring hängt an einem Geländer im Hafen. Immer wieder wagen Migranten eine gefährliche Reise von Frankreich aus über den Ärmelkanal, in der Hoffnung auf ein sicheres Leben. | Bild: picture alliance/dpa | Larissa Schwedes zum Audio Bootsflüchtlinge im Ärmelkanal Ein Kleinkrieg am Rande Europas

Der Streit zwischen Paris und London über die steigende Zahl von Migranten, die über den Ärmelkanal nach England wollen, spitzt sich wieder zu. Dabei zahlt die britische Regierung den Franzosen viel Geld, um zu verhindern, dass die Flüchtlinge überhaupt in See stechen. Während die britische Regierung mit harten Maßnahmen ein Exempel statuieren will, wollen die Franzosen die zahllosen Lager, die sich an der nordfranzösischen Küste erstrecken, loswerden. Eine Lösung ist nicht in Sicht. Erneut stehen die menschlichen Schicksale im Konflikt zu den politischen Interessen. [mehr]

Der Wasserstand im größten Wasserreservoir am Colorado Fluss ist so niedrig, wie noch nie.  | Bild: BR/Claudia Sarre zum Audio Megadürre und Gluthitze Der Westen der USA trocknet aus

Im Kampf gegen die fortschreitende Erderwärmung sind schnelle und effektive Lösungen buchstäblich lebenswichtig. Etwa im Westen der USA. Dort leiden rund 90 Prozent der Gebiete unter einer Dürre, mehr als 60 Prozent sogar unter einer "extremen" Dürre. Von Arizona über Kalifornien bis Oregon sind Landwirtschaft, Tierwelt und die Vegetation von der schon seit Jahren andauernden Trockenheit betroffen. Im Westen der USA wird der Kampf gegen Austrocknung, Wassermangel und der Waldbrandgefahr daher immer wichtiger. Doch es gibt Widerstände. [mehr]

Ansicht der Laliderer Nordwand | Bild: BR/Kilian Neuwert zum Audio Ausflug in den Schatten Die Laliderer-Nordwand in Tirol

Die Laliderer Nordwand in Österreich zählt zu den bedeutendsten und höchsten Wänden der Alpen. Hier wurde Alpingeschichte geschrieben. Doch heute hat die Wand viel von ihrem Nimbus eingebüßt. An ihr und an ihrem direkten Umfeld lassen sich Veränderungen, denen die Alpen unterliegen, beispielhaft ablesen. [mehr]

Junge Leute auf der Straße in Kirklareli | Bild: picture alliance / AA | Ozgun Tiran zum Audio Job und Freiheit verzweifelt gesucht Türkische Jugend unter Druck

Die Türkei hat eine sehr junge Bevölkerung, der Altersdurchschnitt liegt bei gut 30. Viele haben allerdings zu kämpfen, zum einen wirtschaftlich: Im Alter zwischen 15 und 24 ist jede bzw. jeder Vierte arbeitslos. Besonders hart betroffen sind die Kurden-Gebieten im Südosten. In den Tourismus-Gegenden gehen Jugendliche oft immer noch früh von der Schule ab, um Geld für die Familie zu verdienen. Andere wiederum kämpfen mit den politischen Zwängen, wie die Studenten an der renommierten Bosporus-Universität. [mehr]

Archivbild: Drogen und Waffen beschlagnahmt in Boston.
Fentanyl und anderes Pulver in Plastikpäckchen.  | Bild: picture alliance/AP Photo | Nancy Lane zum Audio Die endlose Krise: Der fast aussichtslose Kampf der USA gegen Opioid-Missbrauch

Los ging es Anfang der 2000er Jahre mit dem Schmerzmittel Oxycontin: Hunderttausende Amerikaner schluckten das Opioid auf Rezept und wurden süchtig. Danach stiegen viele auf Heroin und andere Drogen um. Inzwischen ist Fentanyl das Hauptproblem. Besonders dramatisch ist die Situation in West Virginia und dort der ehemaligen Hafenstadt Huntington am Ohio River. Früher bekannt als Umschlagplatz für Rohstoffe aus den Appalachen. Jetzt berüchtigt als "Opioid-Hauptstadt" der USA. Über 10 Prozent der gut 45.000 Einwohner sind laut Schätzungen süchtig. Es gibt eine regelrechte Industrie, um ihnen bei Entzug und Reha zu helfen. Mrd. Dollar wurden investiert. Und trotzdem: die Zahl der Überdosis-Opfer ist im vergangenen Jahr dramatisch gestiegen. Ein Grund ist die Corona-Pandemie. Und: Für die vielen Süchtigen gibt es in dieser ärmlichen Region mit hoher Arbeitslosigkeit und Armut kaum Perspektiven. [mehr]

Ein Baumstamm in Flammen und qualmender Boden bei einem Waldbrand in Nordostsibirien nach der Stadt Jakutsk im August 2021 | Bild: dpa-Bildfunk/Vasily Kuper zum Audio Klimawandel in Sibirien Wenn der Permafrostboden ins Rutschen gerät

Über die sibirische Stadt Jakutsk zogen diesen Sommer riesige Rauchschwaden. Mehr als zwei Millionen Hektar Wald wurden in der Gegend zerstört. An etlichen Stellen brechen in schmelzenden Permafrostböden "Thermokrater" auf: Schlammlöcher, die zum Teil bis zu 100 Meter tief sind. Damit hinterlässt der Klimawandel gerade im Norden Sibiriens besonders deutliche Spuren. Doch Putins Pläne zur Reduzierung von Treibhausgasen wirken trotzdem wie eine Mogelpackung. [mehr]

Künstlich aufgeschüttete Sandbank zwischen Den Haag und Hoek van Holland zur Kompensation der Sandverluste (Projektname: Sandmotor) | Bild: www.dezandmotor.nl zum Audio Die Wasserbauer Wie sich die Niederlande gegen den Klimawandel wappnen

Wenn der Meeresspiegel steigt, sind vor allem tiefliegende Küstengebiete bedroht. Auf keine Region in Europa trifft das so sehr zu, wie auf die Niederlande. An kaum einem anderen Ort wird der Klimawandel so schnell und einschneidend spürbar werden, warnt der aktuelle Bericht des Weltklimarats IPCC. Doch es wird gegengesteuert. Gegen die Fluten kämpfen war gestern - heute wird mit der Kraft der Natur gebaut. So ist für die Niederländer das Wasser nicht nur Feind, sondern auch Verbündeter. [mehr]

Die 1991 errichtete Menora, ein Denkmal für die während der deutschen Besatzungszeit 1941-1943 ermordeten Juden in Babi Jar (Weiberschlucht) in Kiew (Ukraine). Während der deutschen Besatzung von September 1941 bis November 1943 wurden in der «Weiberschlucht» bis zu 200 000 Menschen erschossen.  | Bild: picture alliance / dpa | Andreas Stein zum Audio Umkämpfte Erinnerung Babyn Jar, die Ukraine und der Holocaust

In der Schlucht Babyn Jar am Stadtrand der ukrainischen Hauptstadt Kiew fand die größte Massenerschießung des Zweiten Weltkrieges statt. Mehr als 33.000 vor allem jüdische Männer, Frauen und Kinder wurden hier von Nationalsozialisten ermordet. Heute 80 Jahre danach gleicht die Suche nach einem würdigen Gedenken an die Opfer einem Kampffeld, in dem die Ukraine um ihr eigenes Selbstverständnis ringt. Jerzy Sobotta und Aleksander Palikot mit einem Streifzug durch Babyn Jar, wo Erinnerung und Politik nicht zu trennen sind. [mehr]

Jerry Douglas und Daniel Kimbro spielen Bluegrass Musik am Festy 2020 Festival in Earlysville, Virginia, im Oktober 2020 | Bild: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Jeff Moore zum Audio Banjo und Mandoline Wie Bluegrass den demographischen Wandel in den USA spiegelt

Die USA sind nicht nur eine gespaltene Nation, sondern auch eine im Wandel. Vielerorts verändert sich die Bevölkerung durch Zuzug und inneramerikanische Migration dramatisch. Und das verändert auch die örtliche Kultur. Wie sehr sich die Zusammensetzung der US-Bevölkerung und damit auch ihre Lebenseinstellungen wandeln, zeigt sich besonders deutlich am Beispiel der Bluegrass-Musik - neben Jazz und Blues einer der ur-amerikanischen Musikstile. [mehr]

Inkastadt Machu Picchu | Bild: picture alliance zum Audio Das Inka-Heiligtum als Öko-Vorreiter Machu Picchu wird klimaneutral

Machu Picchu ist Weltkulturerbe und eines der neuen sieben Weltwunder. Jetzt hat sich die Zitadelle der Inka ehrgeizige Ziele gesetzt: Bis zum Jahr 2030 sollen ihre Emissionen um 45 Prozent reduziert werden und bis 2050 auf null sinken. [mehr]

Morteratschgletscher im Engadin. Bild aus dem Herbst 2019. Man sieht schon viele eisfreie Stellen, wo einst seine Zunge lag.  | Bild: picture alliance / Bildagentur-online/Protze-McPhot | Bildagentur-online/Protze-McPhoto zum Audio Schmelzende Landschaften Das Sterben der Gletscher

Schweizer Gletscherforscher sind alarmiert. Die Erderwärmung lässt das Eis der Alpen in Rekordtempo schmelzen. Erste Gletscher sind komplett verschwunden, viele haben deutlich an Volumen verloren. Lassen sich Gletscher mit Abdeckungen und künstlicher Beschneiung retten? Dietrich-Karl Mäurer über schmelzende Landschaften und was dagegen unternommen werden kann. [mehr]

Der Rotfuchs läuft auf dem Gehweg entlang vor Schloss Bellevue. | Bild: picture-alliance /Geisler-Fotoexpress / Frederic Kern zum Audio Evolution Tierleben im Großstadt-Dschungel

Weltweit dehnen sich die Städte immer weiter aus, naturbelassene Regionen schrumpfen. Auf der Landflucht sind auch die Tiere: Obwohl es in den Städten immer voller und wärmer wird, Umweltgifte wie Feinstaub die Luft belasten, wandern viele Tiere ein und unterliegen einer urbanen Turbo-Evolution, die neue Arten hervorbringt. Inzwischen gibt es eine höhere Artenvielfalt in der Stadt als auf dem Land, - das behauptet der renommierte niederländische Evolutionsbiologe Menno Schilthuizen, der die Evolution der Tiere in den Städten erforscht: Achim Nuhr führt uns in einer Stadtsafari durch das niederländische Leiden. [mehr]

Fahrzeuge mit Wohnmobilen auf dem Highway 85 in Wyoming | Bild: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | David Zalubowski zum Audio Wilder Westen, Rockies und viel Wind Cowboy-Staat Wyoming und der harte Ritt in die Zukunft

Millionen Menschen besuchen Wyoming, um den Herzschlag des "wahren amerikanischen Westens" zu spüren. Doch längst wirken die endlosen Prärien im Süden und die Berge im Norden nicht mehr so zeitlos wie einst. Der Massentourismus sorgt in der Hauptsaison für Staus mitten im Nirgendwo des Yellowstone-Nationalparks, Milliardäre kaufen in der Nähe der Rocky Mountains Luxus-Ranches und verdrängen die alteingesessenen Einwohner. Dazu kommt der Strukturwandel: Alte Kohle-Städte sterben, und am Horizont entstehen riesige Wind-Farmen. Denn kaum irgendwo brettert der Wind so hart wie über die weiten Ebenen dieser Region. [mehr]

Ein Arbeiter steht im April 2021 in der Nähe eines Buntglasfensters unter den Gewölben auf der Wiederaufbaustelle der Kathedrale Notre-Dame de Paris. | Bild: dpa-Bildfunk/Ian Langsdon zum Audio Notre Dame de Paris Erstaunliches in der bloßgelegten Kathedrale

Die hohen Flammen, die am Abend des 15. April 2019 aus Notre Dame de Paris schlugen, sorgten rund um den Globus für Entsetzen. Mit knapper Not konnte das über 850 Jahre alte Monument gerettet werden, das Dach aber brannte ab und herabstürzende Balken durchschlugen die Gewölbedecke. Wie durch ein Wunder blieb die Statue der Heiligen Jungfrau mit dem Kind, Schutzpatronin der Kathedrale, unbeschädigt. Unterschlupf hat sie derzeit in einer anderen Pariser Kirche gefunden, denn seit zwei Jahren ist die weltberühmte Kathedrale Großbaustelle. Dort im Einsatz sind nicht nur Handwerker - sondern auch Wissenschaftler, auf den Spuren der Geheimnisse von Notre Dame. Suzanne Krause über Restaurationsarbeiten mit Detektivcharakter. [mehr]