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Was darf nicht in den Trockner Diese Kleidungsstücke gehen im Wäschetrockner kaputt

Bettwäsche und Handtücher werden im Wäschetrockner weich und flauschig. Viele andere Textilien dürfen nicht in den Trockner. Welche das sind und wieso sie besser an der Luft trocknen, lesen Sie hier.

Stand: 10.05.2021 16:56 Uhr

Katze liegt in einem Wäschetrockner | Bild: mauritius images

Was nicht in den Trockner darf - Liste

  • Empfindliche Textilien aus Seide, reiner Wolle, Kaschmir oder auch Viskose, Modal und Lyocell
  • Kunstfasern wie Polyamid oder Polyacryl
  • Feine Dessous und jeder BH
  • Bademode
  • Feinstrumpfhosen
  • Viele Trikots und Oberbekleidung mit Aufdrucken, Applikationen oder Nieten
  • Alle Haushaltstextilien, die eine Gummierung haben - zum Beispiel Badezimmermatten mit gummierter Unterseite
  • Kleidungsstücke aus Leder oder Kunstleder, Fell oder Kunstfell
  • wasserdichte Textilien

Warum all das Trockner-Verbot hat? Weil diese Textilien durch die Hitze im Trockner entweder einlaufen und schrumpfen (Strickwaren), ausleiern (Bademode) oder schlicht kaputt gehen (Shirts mit Kunststoffaufdrucken). Je nach Trocknerart werden Temperaturen von 50 bis über 100 Grad in der Trommel erreicht und das kann für manche Kleidungsstücke ihr vorzeitiges Ende bedeuten. Immer mehr moderne Trockner, besonders Wärmepumpentrockner, die mit den im Vergleich niedrigsten Temperaturen arbeiten, haben allerdings auch Programme für Empfindliches.

Gefährlich wird es, wenn Dinge im Trockner getrocknet werden, die Gummi oder Schaumgummi enthalten. Da besteht, laut Herstellern, sogar Brandgefahr. Aus dem gleichen Grund sind auch Füllungen, die sich zum Beispiel aus Jacken oder Kissen lösen, gefährlich.

Was darf in den Trockner-Symbol

Darf ganz normal im Trockner getrocknet werden: Das Trockner-Symbol plus die zwei Punkte für höhere Temperatur sagen es.

Wer sich bei seinem Kleidungsstück nicht sicher ist, dem hilft schnell ein Blick auf die Textilpflegesymbole auf dem eingenähten Etikett. Das Symbol für den Trockner ist ein Quadrat mit einem Kreis darin. Ist dieses Zeichen mit einem Kreuz durchgestrichen, muss die Textilie auf der Leine trocknen und eignet sich nicht für die Hitze im Wäschetrockner. Sieht man nur das Symbol (ohne Kreuz und ohne Punkte darin), darf das entsprechende Teil in den Trockner.

Findet sich in dem Kreis ein einzelner Punkt, darf das gute Stück im Schongang mit niedriger Temperatur maschinengetrocknet werden. Sind zwei Punkte zu sehen - darf ganz normal im Trockner getrocknet werden. Generell gilt: Fast alles, was sich mit 60 Grad waschen lässt, darf auch im Wäschetrockner getrocknet werden. Mit Textilien aus reiner Baumwolle wie Bettwäsche, Handtücher und Unterwäsche aus 100 Prozent Baumwolle ist man auf der sicheren Seite.

Ausnahmen gibt es allerdings auch: Manche Handtücher mit einer Zierborte oder Stickereien sollten besser auf der Leine trocknen. Denn, diese Borten und Verzierungen können Kunstfasern enthalten und in der Hitze des Trockners schrumpfen oder sich verziehen. Auch bei Unterwäsche gilt: Vor dem ersten Trocknergang unbedingt Pflegesymbole checken.

Tipps für den Wäschetrockner

Wer seine Wäsche im Trockner trocknet, sollte diese vorher besonders gut schleudern in der Waschmaschine - das heißt, schleudern Sie mit der höchstmöglichen Drehzahl. Das spart eindeutig Strom beim anschließenden Wäsche trocknen. Auch das regelmäßige Reinigen der Trockner-Siebe hilft, die Stromkosten zu drücken.

Trocknen Sie neue dunkle Textilien nie zusammen mit hellen Sachen, denn auch im Wäschetrockner können die Kleidungstücke Farbe abgeben.

Tipps für den Wäschetrockner

  • Flusensieb nach jedem Gebrauch reinigen.
  • Wärmepumpensiebe regelmäßig kontrollieren.
  • Bei Kondensations-Trocknern: Wasser ausschütten und Tank immer gut trocknen lassen.
  • Tür des Trockners nach dem Gebrauch schließen - um zu verhindern, dass Kinder oder Haustiere in den Trockner krabbeln.

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