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Sirenen Wann Sirenen erklingen und was die Signale bedeuten

Sirenen und ihren Alarm kennt man noch. Wann werden Sirenen eingesetzt und was bedeutet welches Signal. Und: Nach den Hochwasser-Katastrophen sollen auch in Bayern Sirenen wieder in Betrieb genommen werden.

Stand: 27.07.2021

Auf einem Hausdach ist eine Sirene angebracht | Bild: dpa-Bildfunk/Jens Büttner

Sirenen laufen unter den so genannten Zivilschutzsignalen. Sie sollen dem Bevölkerungsschutz dienen und gemeinsam mit Durchsagen im Rundfunk und Lautsprecherfahrzeugen dafür sorgen, dass die Bevölkerung vor bevorstehenden Katastrophen oder luftgetragenen Schadstoffen gewarnt wird.
Aber auch bei Bränden und anderen Notständen werden Sirenen zur Warnung eingesetzt.

Sirene drei Mal - was bedeutet das?

Ertönt die Sirene dreimal in einem Dauerton von je 12 Sekunden und mit je 12 Sekunden Pause dazwischen, dann dient das Signal zur Alarmierung der Einsatzkräfte der Feuerwehr, so das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration.

Sirenenalarm - ein langer Ton

Erklingen die Sirenen einmalig, dafür aber für die Dauer von einer Minute und mit einem auf- und abschwellender Heulton, soll das die Bevölkerung dazu veranlassen, auf Rundfunkdurchsagen zu achten - denn dann sind schwerwiegende Gefahren für die öffentliche Sicherheit in Verzug.

Entwarnung gibt ein einminütiger aber dann gleichbleibender Heulton.

In der Verordnung über öffentliche Schallzeichen hat die Bayerische Staatskanzlei noch weitere Sirenensignale festgelegt. So können Sirenen unter anderem auch zur Warnung vor Sprengungen oder Notsituationen in Justizvollzuganstalten eingesetzt werden.

Ausbau der Sirenenwarnung 2021

Ministerpräsident Markus Söder erklärte am 27. Juli nach der bayerischen Kabinettssitzung, dass das Sirenen-Warnsystem nach den verheerenden Hochwasser-Katastrophen wieder vorangebracht werden soll. So sollen 26.000 Sirenen in ganz Bayern wieder in Betrieb genommen werden, um in Zukunft vor Gefahrenlagen und Katastrophen warnen zu können. Laut Bericht aus der Kabinettssitzung vom 27. Juli sollen künftig alle Bürgerinnen und Bürger innerhalb geschlossener Bebauungen mit einer Sirenenwarnung erreicht werden können.

Zwar gibt es Katastrophenschutz-Apps wie KATWARN und NINA, die Bayerische Staatsregierung will jedoch auch auf die zusätzliche Versendung von "Warn-SMS" setzen. Durch das sogenannte "Cell Broadcasting" soll ein Warnhinweis an alle Bürgerinnen und Bürger versendet werden, die mit ihrem Smartphone in den Funkzellen der Gefahrenzone eingeloggt sind. Dazu muss aber zunächst die Bundesregierung die gesetzlichen Voraussetzungen schaffen.


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