Bayern 1


18

Schlafen Reden im Schlaf: Dieses Wort wird am häufigsten gemurmelt

Im Schlaf sprechen: Manche murmeln, manche lachen, aber die meisten sagen genau ein Wort und das besonders häufig. Welches das ist und ob Männer oder Frauen häufiger im Schlaf reden, fand jetzt eine Studie heraus.

Stand: 17.01.2020

Ein junger Mann schläft in einem hellblauen T-Shirt. | Bild: mauritius-images

Grundsätzlich stellt das Sprechen im Schlaf kein gesundheitliches Problem dar. Deswegen ist dieses Phänomen auch noch weitestgehend unerforscht. Die meisten Menschen wissen gar nicht, dass sie sich im Schlaf einiges von der Seele reden. Häufig stört das Reden im Schlaf nur den Partner oder erschreckt ihn gar, denn einer Studie zu Folge sind unsere Selbstgespräche im Schlaf nur selten positiv.

Viel "Nein", wenig "Ja"

Bei dieser Studie lauschten die sieben Forscher, um Professor Isabelle Arnulf, Präsidentin der French Society for Sleep Research and Sleep Medicine (SFRMS), 232 Probanden in einem Schlaflabor. Die Wissenschaftler der Universitäten Sorbonne, Lyon und Franche-Comté analysierten dabei jeden Laut, den die Schlafenden von sich gaben.

883 Sprachfetzen wurden dabei herausgefiltert. 60 Prozent davon waren nonverbal. Darunter fallen Laute wie Murmeln, Flüstern, Stöhnen, Lachen, Weinen und Schreie. Insgesamt wurden 3.349 erkennbare Worte im Schlaf gesprochen. Wobei ein großer Anteil davon das Wort "Nein" ausmachte, dicht gefolgt von "Du" und dem Verb "sein". Ein "Ja" kam den Probanden eher selten über die Lippen. Grundsätzlich wurden zu 21,4 Prozent Verneinungen ausgesprochen.

Im Schlaf wird häufig geflucht

Jede zehnte aller im Schlaf getätigten Aussagen war ein Schimpfwort. Wobei hier zwischen dem Schlaf im REM und NREM-Status unterschieden werden muss. Im Rapid-Eye-Modus-Status - so genannt, weil wir in diesem Stadium unsere Augen schnell bewegen - wurde eher beleidigt, verurteilt oder etwas angeprangert. Im darauffolgenden Non-Rapid-Eye-Modus-Schlaf wurde vermehrt geflucht. Scheinbar lassen wir im Schlaf aufgestauten Frust raus.
Und noch eine Erkenntnis brachte die Studie aus Frankreich: Männer sprechen nicht nur häufiger im Schlaf, sondern fluchen auch häufiger. So war der Anteil, der im Schlaf ausgeprochenen Schimpfworte bei Männern höher als bei den Frauen.

Grundsätzlich wurden alle gesprochenen Sätze grammatikalisch richtig gebildet, was bedeutet, dass unser Großhirn, das als Sitz der Sprache gilt, auch im Schlaf auf hohem Niveau aktiv ist. In diesem Sinne: Schlafen Sie gut!

Facebook-Vorschau - es werden keine Daten von Facebook geladen.

BAYERN 1

Gute Gründe für den Mittagsschlaf! Wer von Ihren FreundInnen sollte unbedingt erfahren, dass die Kombination Kaffee und Mittagsschlaf in genau dieser Reihenfolge eine sehr gute Idee ist 😴😉Gepostet von BAYERN 1 am Donnerstag, 14. März 2019


18