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Schlafapnoe Was hilft gegen Schnarchen und ab wann ist es gefährlich?

Schnarchen kann harmlos sein. Es kann aber auch der Hinweis auf Schlafapnoe sein. Wie Sie erkennen, ob Sie nachts häufig, längere Atemaussetzer haben und was Sie dagegen tun können, das erfahren Sie hier.

Stand: 06.06.2019

Mann schnarcht, während Frau sich die Ohren zuhält | Bild: picture-alliance/dpa

Schnarchen - jeder zweite tut es

Laut einer Studie schnarcht jeder zweite Erwachsene in der westlichen Welt. In 90 Prozent der Fälle ist das nächtliche Sägen ungefährlich. Manche schaffen dabei allerdings die Lautstärke eines vorbeifahrenden LKWs. Wer hier leidet? Der Partner, der nebenan liegt. Dr. Bernhard Gallenberger ist HNO-Arzt. Viele Patienten suchen ihn auf, "weil der Partner sich beschwert hat."

Es gibt viele Ursachen des Schnarchens. So können zu große Mandeln oder eine Fehleinstellung des Kiefers zum Schnarchen führen. Anatomische Ursachen also, die mit einer sogenannten Schnarch-Schiene oder einer Operation behandelt werden.

Die meisten Menschen schnarchen, weil es beim Einschlafen zu einer Erschlaffung der Rachenmuskeln kommt. Der Rachen verengt sich und die vorbeiströmende Luft verursacht das Schnarchen. Um dem entgegenzuwirken schlägt Dr. Gallenberger Folgendes vor.

Diese Tipps können gegen Schnarchen helfen

  • Kein Alkohol vor dem Schlafen gehen. Das verstärkt die Erschlaffung der Rachenmuskeln, was wiederum Grund für das Schnarchen ist.
  • In der Seitenlage schlafen - die Rückenlage befördert das Schnarchen, da sich der Rachenraum verengt.
  • Bleiben Sie sportlich - starkes Übergewicht kann ein Grund für das Schnarchen sein, da Fetteinlagerungen im Halsbereich den Rachen verkleinern.

Schlafapnoe - Was sind die Symptome?

Auch für den Schnarcher selbst, der von dem lauten Getöse meist nichts mitbekommt, kann Schnarchen zur Belastung werden. Lautes und unregelmäßiges Schnarchen kann nämlich auf eine Schlafapnoe hinweisen. Eine Krankheit, bei der im Schlaf für einige Sekunden der Atem aussetzt. In schwerwiegenden Fällen denkt der Körper 30-mal in der Stunde, er ersticke. Laut HNO-Arzt Dr. Bernhard Gallenberger wird dieses laute, unregelmäßig Schnarchen oft unterschätzt. Ein Fehler, schließlich haben Schlafapnoepatienten ein zehn bis zwölf Mal erhöhtes Schlaganfallrisiko und leiden unter Tagesmüdigkeit.

Wie erkennt man eine Schlafapnoe, wenn man keinen Partner hat?

Wer keinen Partner hat, der einen auf das Schnarchen oder etwaige Atemaussetzer aufmerksam macht, der kann durch die Beobachtung seines Körpers und einiger Symptome erkennen, ob er möglicherweise unter Schlafapnoe leidet. Angela Oppenberger von der Klinik Professor Sailer Zürich, einer Spezialklinik für Gesichts-, Kiefer- und Oralchirurgie mit besonderem Fokus auf Schlafapnoe, bringt die Symptome auf den Punkt. Dabei handelt es sich um eher allgemeine Symptome, die, wenn sie gemeinsam auftreten ein Hinweis auf Schlafapnoe sein können:

  • nächtliches Schwitzen
  • nächtlicher Harndrang
  • verminderte Leistungsfähigkeit
  • starke Müdigkeit tagsüber
  • plötzliches Einnicken
  • Kurzatmigkeit
  • Bluthochdruck
  • Schnarchen

Nur der Arzt kann hier helfen

Sollten Sie bei sich die oben genannten Symptome erkennen oder bei Ihrem Partner längere Atemaussetzer (mehr als 10 Sekunden) und ein daraufhin lautes, unregelmäßiges Schnarchen wahrnehmen, so sollten Sie oder Ihr Partner für eine erste Diagnose einen HNO-Arzt aufsuchen. In einem Schlaflabor werden dann Atmung und Beinbewegung während des Schlafens aufgezeichnet. "Je nach Schweregrad der Apnoe gibt es unterschiedliche Therapiemöglichkeiten. So kann eine Schnarch-Schiene schon helfen, in schweren Fällen nutzen wir eine Schlaf-Maske oder eine Radiofrequenz-Therapie, die das Gaumensegel strafft."

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Gute Gründe für den MittagsschlafWer von Ihren FreundInnen sollte unbedingt erfahren, dass die Kombination Kaffee und Mittagsschlaf in genau dieser Reihenfolge eine sehr gute Idee ist 😴😉Gepostet von BAYERN 1 am Donnerstag, 14. März 2019


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Martina Kutschinski, Samstag, 18.März 2017, 01:51 Uhr

5. Schnarchen

Seit ca. 2 Jahren bleibe ich jeder Nacht auf weil bei meinem Mann einfach nicht an Schlaf zu denken ist. Sein Schnarchen ist unerträglich. Um 22.30 Uhr geht er ins Bett und muss um 4.20 Uhr wieder raus. Wenn mein Mann dann aufgestanden ist dann kann ich ins Bett um noch einige Stunden zu schlafen. Es ist zwar nicht toll aber ich versuche so gut es geht die Nacht gut rum zukriegen.

Gaby Eyrich, Freitag, 17.März 2017, 11:54 Uhr

4. Tipp gegen das Schnarchen

Ich - Ehefrau eines Schnarchers -habe einenTipp für Frauen gegen das Schnarchen in der Nacht.
Wenn ich durch sein starkes Schnarchen in der Nacht aufwache, mache ich 2-3 mal ein Schnalzgeräusch im Mund - und - er ist still. Meistens
dreht er sich dann auf die Seite und alles vorbei. Anfangs habe ich ihn gefragt, ob er in der Nacht das mitbekiommt, aber er weiß von nichts.
Leute ausprobieren.
Viel Glück

Thiel-Siglbauer, Elke, Freitag, 17.März 2017, 10:01 Uhr

3. Schnarchen

Bei mir wurde nach jahrelangem Schnarchen durch Zufall ein Termin in einem Schlaflabor vereinbart. Dort wurde festgestellt, dass ich extreme Atemaussetzer hatte. Seit dem ich das Schlafapnoegerat mit Luftbefeuchter habe, schlafe ich wieder wesentlich besser und fühle mich morgens ausgeschlafen..Kann nur jedem den Gang in ein Schlaflabor empfehlen.

Manfred Spengler , Freitag, 17.März 2017, 08:48 Uhr

2. Schnarchen

Hallo Br1 Team das beste Mittel gegen Schnarchen ist eine Scharchschiene. Diese fertigt jeder Zahnarzt an. Meine habe ich von Dr. Maximilian Wieland aus Pfaffenhofen. Ich habe diese seit 3 Jahren ! Perfekt ! Daß Schöne ist das ich jetzt nicht mehr so gerädert bin sondern ausgeschlafen. Meine Lebensgefährtin und ich haben dadurch eine völlig neue Lebensqualität.
[private Kontaktdaten aus Datenschutzgründen, Bayern 1-Onlineredaktion] entfernt. Macht weiter so
Und viele Grüße Manfred Dieser Kommentar wurde von der BR-Redaktion entsprechend unseren
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Su-she, Freitag, 17.März 2017, 06:29 Uhr

1. Bei Verdacht auf Atemaussetzer sofort zum Arzt

Dem kann ich nur beipflichten. Auch ich habe mein "wenig" schnarchen nicht überbewertet. Dabei kam heraus das ich bis zu 23 Aussetzer in der Stunde hatte. Dies ist behandlungsbedürftig. Eine Schlafmaske kam für mich aufgrund der Handhabung nicht in frage. Jetzt trage ich eine Schlafweste und komme prima damit zurecht. Diese verhindert das Schlafen auf dem Rücken.