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Aufräumen mit Plan So räumen Sie richtig auf

Ordnung macht auf Dauer glücklicher: Mit diesen Tricks geht Aufräumen ganz einfach. Auch Ausmisten ist immer erleichternd, weil es Platz schafft. Wir zeigen, mit welchen Regeln das gut klappt.

Stand: 10.01.2019

Ordentlich aufgeräumtes Wohnzimmer | Bild: Mauritius

Aufräumen nach Marie Kondo

Alles hat seinen Platz: Das alte Sprichwort hat immer noch Gültigkeit: "Jedes Ding an seinem Ort, erspart viel Zeit und böse Wort'." Das ist im Kern auch einer der Leitsätze von Marie Kondo, deren Aufräumbücher Millionen-Bestseller sind. Jedes Ding hat seinen Ort in der Wohnung und dorthin kehrt es auch immer zurück.

Ausmisten nach der KonMari-Methode

Wir sollten nur Dinge besitzen, die uns glücklich machen, das empfiehlt Marie Kondo. Sie hat ihre KonMari-Methode bereits als ordnungsliebender Teenager entwickelt. Alle Dinge, die uns Freude machen, behalten wir, alles andere kann weg.

Ungetragenes ausmisten - das geht.

Vorgehen: Im ersten Schritt alle Dinge einer Kategorie - zum Beispiel Tücher oder T-Shirts - kommen auf einen Stapel. Danach nehmen wir jedes Teil einmal in die Hand und warten auf die Reaktion. Bereitet mir das Ding oder das Kleidungsstück, das ich in der Hand halte, Freude, dann behalte ich es. Wenn nicht - weg damit. Ganz egal, was es einmal gekostet hat. Immer erst ein Kategorie Dinge fertig sichten und aufräumen. Erst dann geht es weiter.

Aufräumen - wie anfangen

Schlachtplan: Wenn Sie gar nicht wissen, wo Sie anfangen sollen, überlegen Sie sich einen Ablauf. Sie können im Wohnzimmer anfangen, in die Küche weiterziehen, dann ins Schlafzimmer - ganz wie Sie wollen. Bleiben Sie dann immer bei einer Reihenfolge, dann treten schneller Erfolgserlebnisse ein.

Wecker stellen: Weil Aufräumen wirklich keine Lieblingsbeschäftigung ist, stellen Sie sich einen Wecker auf 15 oder 30 Minuten. Fangen Sie dann gleich an, die Zeit läuft bereits. Ist die Uhr abgelaufen, können Sie mit ruhigem Gewissen wieder etwas anderes machen.

Gute Atmosphäre schaffen: Schalten Sie alles, was Sie ablenken könnte, ab, zum Beispiel den Fernseher oder das Handy. Sie wollen schließlich aufräumen. Machen Sie stattdessen Ihre Lieblingsmusik an. Schnellere Lieder motivieren zusätzlich.

Kleiderschrank aufräumen

Einfach ausmisten: Zum Kleiderschrank aufräumen gehört es, auszumisten und Platz zu schaffen. Gehen Sie am besten nach der 1-Jahres-Regel vor: Hatten Sie dieses Kleidungsstück im vergangenen Jahr an? Oder haben Sie dieses Parfum wirklich verwendet? Alles, was Sie ein Jahr lang nicht gebraucht haben, werden Sie höchstwahrscheinlich auch in Zukunft nicht benutzen. Deswegen weg mit allem, was durchs 1-Jahres-Regel-Raster fällt!

Jedes Kleidungsstück ist gut sichtbar - Vorteil der Faltmethode von Marie Kondo.

Oder Sie fragen sich: Macht mir das Kleidungsstück wirklich Freude? Wenn nicht, dann weg damit. Aufräumexpertin Marie Kondo rät, jedes Kleidungsstück so zu falten, dass es in der Schublade steht. Vorteil: Wir sehen, was wir besitzen, besser. Und haben dadurch weniger oft das Gefühl, nichts anzuziehen zu haben.

Kleiderparty veranstalten: Wohin mit der alten Kleidung? Statt Kisten zu füllen und sie im Keller zu stapeln, veranstalten Sie eine Kleiderparty für Freunde und Verwandte. Vielleicht finden einige aussortierte Kleidungsstücke einen glücklichen, neuen Besitzer.

Gute Stücke verkaufen: Viele Textilien lassen sich auch noch gut zu Geld machen: Wie Sie alte Kleidung verkaufen können, lesen Sie hier.

Aufräumen mit 5-Minuten-Regel im Alltag

Tägliche Routine mit der 5-Minuten-Regel: In jedem Zimmer jeden Tag nur fünf Minuten - mit gestelltem Timer - aufräumen. Das hilft, dass es länger schön ordentlich bleibt.

Oberflächen freihalten: Kaum ist der Tisch freigeräumt, sammeln sich schon wieder 100 Gegenstände darauf. Aber Schlüssel, Brille, Fernbedienung und Co müssen nicht herumliegen. Besorgen Sie eine schöne Schale, in die Sie alles platzieren. So sieht es gleich aufgeräumter aus.

Mehr Mülleimer: Eine Verpackung hier, eine Zeitschrift da - Müll häuft sich in jedem Zimmer schnell an und vieles findet den Weg zum Abfalleimer in der Küche nicht. Eine Lösung: Stellen Sie mehrere Behälter in Ihrer Wohnung auf.

Wartezeiten nutzen: Wie oft sehen Sie sich Werbung im Fernsehen an? Oder warten auf den Braten oder die Pizza im Backofen? Solche Phasen können Sie nutzen, um schnell in ein paar Minuten alles Unnötige von den Oberflächen wegzuräumen. Wenn Sie häufiger ein wenig aufräumen, wird die große Ordnungs-Aktion insgesamt viel kürzer.


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