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Alte Kleidung verkaufen So verdienen Sie mit alter Kleidung Geld

Wohin mit der alten Kleidung? Container, Kleiderspende, Second-Hand-Laden oder Verkaufen per App? In der Corona-Krise gelten zudem bestimmte Regeln.

Stand: 26.04.2021

Frau fotografiert einen Bikini für den Online-Verkauf  | Bild: mauritius images

Corona-Krise: Online-Verkaufsportale profitieren

Viele nutzen die Zeit der Corona-Krise, um zu Hause aufzuräumen und auszumisten. Online-Portale profitieren deutlich davon: Bei Ebay-Kleinanzeigen stellten Nutzer in der letzten Märzwoche 2020 gut 25 Prozent mehr Anzeigen ein als in den beiden Vorwochen, sagte ein Sprecher des Unternehmens zur Deutschen Presse-Agentur (dpa). Das gilt auch für die Anbieter vinted (ehemals Kleiderkreisel und Mamikreisel), Momox und Medimops - auch dort wurde 2020 ein Zuwachs der Aktivitäten seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen verbucht. Bei der Abwicklung der Käufe und Verkäufe wird geraten, die Dinge zu verschicken, um persönliche Begegnungen zu vermeiden.

Unsere Tipps für die Zeit der Corona-Krise und für danach: Haben Sie sich entschieden, welche Stücke rausfliegen, überprüfen Sie den Zustand. Fehlkäufe, die quasi ungetragen sind, oder sehr teure Stücke lassen sich gut noch verkaufen. Kaputte Kleidung kann immer noch recycelt werden und sollte deshalb nicht in den Restmüll, wo sie zusammen mit anderen Abfällen verbrannt wird.

1. Geld verdienen

Eine Möglichkeit mit Ihrer alten Kleidung noch Geld zu verdienen, sind Second-Hand-Läden, die Kleidung meist erst prüfen und sie dann auf Kommission und gegen eine Gebühr verkaufen - Geld bekommen Sie also erst, wenn das Stück einen neuen Besitzer gefunden hat.

Wer vor allem viele, aber nicht unbedingt wertvolle Teile hat, für den sind auch Flohmärkte eine gute Adresse. Im Winter gibt es häufig auch Kleidermärkte in Hallen oder gleich Kleidertauschbörsen, bei denen Sie sich für die alten Klamotten Tauschstücke aussuchen können. In Corona-Zeiten ist dies aktuell aber leider keine Option, wobei Veranstalter für den Sommer 2021 schon wieder mit den ersten Outdoor-Flohmärkten rechnen.

Bei besonders hochwertigen Teilen bieten sich Onlinedienste an: Neben klassischen Auktionsplattformen wie Ebay sowie Ebay Kleinanzeigen und Flohmarkt-Apps wie Shpock sind das vor allem auf Kleidung spezialisierte Angebote wie vinted. Wer hier verkaufen will, muss allerdings erst Fotos machen und eine Beschreibung des Kleidungsstücks schreiben, um es dann verkaufen zu können. Der Nachteil: Sie brauchen Platz, um die aussortierten Teile bis zum Verkauf aufzubewahren.

Der bequemste Weg, Klamotten zu verkaufen, sind Ankaufportale wie momox, die neben Büchern mittlerweile auch Kleidung ankaufen. Mit wenigen Klicks kann man auf der jeweiligen Homepage erfahren, was das Portal für das Kleidungsstück zahlt. Sie senden ihre Klamotten ein und sobald diese angekommen sind, wird Ihnen das Geld überwiesen.

Seit knapp einem Jahr können beispielsweise auch Zalando-Kunden gebrauchte Kleidung direkt bei Zalando verkaufen. Im Gegenzug erhalten Sie einen Gutschein von dem Online-Händler. Allerdings hat es Zalando dabei vor allem auf ungetragene Kleidung abgesehen, die unbenutzt in den Schränken der Verbraucher liegt und noch mit Etikett versehen ist. Je besser die Kleidung noch erhalten ist, umso höher fällt der Gutschein aus. Die Beurteilung der Altkleider übernehmen Experten von Zalando, heißt es auf der Website.

2. Gutes tun

Mit Kleiderspenden kann man auch Gutes tun. In vielen Gemeinden gibt es Kleiderkammern, die Aussortiertes an Menschen weitergeben, die sich neue Kleidung nicht leisten können. Hier sollten Sie vorher unbedingt nachschauen (häufig finden sich alle Informationen auf der Homepage), ob und vor allem was gerade benötigt wird. Gerade Damenbekleidung ist nämlich häufig ausreichend vorhanden.

Auch Spenden-Kaufhäuser wie Oxfam sind eine Möglichkeit: Nachdem Sie Ihre gut erhaltene und saubere Kleidung abgegeben haben, wird sie verkauft und der Erlös in soziale Projekte investiert. Wegen der begrenzten Lagerfläche sollten Sie allerdings nur zur Saison passende Teile abgeben, also keine Winterjacken im Hochsommer. Wer seine alte Kleidung im Sammelcontainer entsorgt, unterstützt damit womöglich nicht Bedürftige, sondern große Firmen, die gut erhaltene Teile an Second-Hand-Läden im In- und Ausland weiterverkaufen. Achten Sie deshalb darauf, ob Container-Aufsteller darüber informieren, wie sie die gesammelte Kleidung weiterverwenden. Das Deutsche Rote Kreuz klärt mit Aufklebern auf den Containern über die Verwendung auf.

Manche Abfallwirtschaftsbetriebe verkaufen die Kleidung und investieren die Erlöse, um ihre Gebühren zu stabilisieren. Um sicherzugehen, dass die Kleidung in Ihrem Sinne verwertet wird, suchen Sie den Namen des Aufstellers im Internet. Auf der Homepage finden Sie meistens Informationen zur Verwendung.

3. Recyceln

Auch, wenn die Kleidung nicht mehr gut in Schuss ist - das Material kann immer noch recycelt werden. Zum Beispiel als Dämm- oder Füllmaterial oder Putzlappen. Die Kleidung kann dafür in den Altkleidercontainern der Abfallwirtschaftsbetriebe abgegeben werden, die sich dann um die richtige Verwertung kümmern.


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