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Aquaplaning Sicher Autofahren bei Regengüssen

Regennasse Straßen fordern besondere Vorsichtsmaßnahmen von Autofahrern. Wir haben für Sie kompakt die wichtigsten Verhaltensregeln bei Wasserglätte zusammengestellt.

Stand: 09.10.2019

Ein Autoreifen bei Regen | Bild: mauritius-images

Wenn sich der Regen auf der Fahrbahn wie ein Keil zwischen den Straßenbelag und den Autoreifen schiebt, spricht man vom Aquaplaning. Die Reifen haben nicht mehr den Grip, die Wassermassen zu "verdrängen" und verlieren den direkten Kontakt zur Straße, werden damit unbeherrschbar und unberechenbar. Die erste Maßnahme ist hier: Runter vom Gas!

Geschwindigkeit bei Aquaplaning

Der ADAC rät, deutlich unter 80 km/h zu fahren. Bereits ab einer Wassertiefe von 7 mm auf den Straßen setzt das Aquaplaning ein - und diese Werte stammen aus Tests mit neuen Reifenprofilen, die die wenigsten Autofahrer tatsächlich haben.

Lenkbewegungen bei Aquaplaning?

Bitte nicht lenken bei Aquaplaning! Da die Reifen keinen Kontakt mehr zur Fahrbahn haben, können Lenkbewegungen zu ungewollten Bewegungen und Schleuderpartien führen, sobald die Reifen wieder Grip haben. Am besten ist es, wenn Sie das Lenkrad gerade halten. Sollten Sie abdriften, bitte nur vorsichtig dagegen lenken.

Bremsen bei Aquaplaning?

Nicht bremsen, auch das kann zu Schleudern führen! Besser: Kupplung treten und den Fuß vorsichtig vom Gas nehmen. Sollten Sie Ihr Auto schnell zum Stillstand zwingen müssen, beispielsweise weil sie auf ein Stauende zufahren, wird empfohlen, mit pumpartigen Bewegungen zu bremsen: So haben Sie blockierende Räder besser im Griff und laufen weniger Gefahr, bei erneutem Grip ins Schleudern zu geraten.

Helfen ESP oder ABS gegen Aquaplaning?

Leider nicht - die elektronischen Helfer brauchen den Kontakt zur Straße, um wirken zu können.

Aquaplaning und Automatikgetriebe: Fahrstufe nicht wechseln

Immer wieder hört man den Tipp, dass Fahrer von Autos mit Automatikgetrieben auf Fahrstufe "N" wechseln sollen. Davon rät der ADAC entschiedend ab:

"Tipp für Automatikfahrer: Fahrstufe in keinem Fall wechseln."

ADAC

Aquaplaning beim Motorrad

Und manchmal erwischt es eben auch bestens vorbereitete Motorradfahrer, dass sie trotz Wetter-Apps und Co. in einen Regenguss - oder eben nur auf regennasse Fahrbahn - geraten. Das Aquaplaning setzt bei Motorrädern tatsächlich erst bei einer etwas höheren Geschwindigkeit ein, weil die Räder eine runde Form haben und sich so nicht so schnell der Wasserkeil aufbauen kann. Aber dennoch sollten Motorradfahrer schon früh ihre Fahrweise den Regenbedingungen anpassen, denn oft bildet sich ein schmieriger Film auf der Straße, der besonders in Kurven zu Stürzen führen kann.

Zusatztipp: Reifenprofil checken

Vor Fahrtantritt bei Regenwetter sollten Sie am besten ihre Reifen überprüfen: Die Reifenprofiltiefe sollte mindestens 4 Millimeter betragen - empfiehlt der deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR). Weisen ihre Reifen nur noch die gesetzlich vorgeschriebenen 1,6 Millimeter Profiltiefe auf, so verlieren sie bereits ab einer Geschwindigkeit von 50 km/h den Kontakt zur Straße, wie der TÜV Süd berichtete.

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Vorsicht bei AquaplaningWenn plötzlich alle Reifen den Kontakt zur Fahrbahn verlieren ist Aquaplaning angesagt. Doch keine Panik, der ADAC gibt Tipps, was zu tun ist.Gepostet von BAYERN 1 am Mittwoch, 22. Mai 2019


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