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Bürgersendung im BR Fernsehen "jetzt red i": Deutschlands erste Bürgersendung wird 50

"jetzt red i" sollte nach der Vorstellung seines Erfinders Franz Stefani eine Sendung von Bürgern für Bürger sein und wurde 1971 erstmals im Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt. Das Sendungskonzept sah vor, dass die Menschen im Freistaat ihre persönlichen Probleme vortragen konnten, auf die Politiker direkt antworten sollten – eine Neuheit in der damaligen deutschen Fernsehlandschaft. Mit seiner Sendung am Mittwoch, 10. März 2021 um 20.15 Uhr im BR Fernsehen feiert die erste Bürgersendung im Deutschen Fernsehen ihren 50. Geburtstag.

Stand: 09.03.2021

Die Moderatoren Franziska Eberl und Tilman Schöberl | Bild: BR / Ralf Wilschewski

Eine weitere Besonderheit dieses Formats war, dass die Fernsehmacher zu den Bürgerinnen und Bürger in ein Wirtshaus kamen, wo sich diese ähnlich wie an einem Stammtisch zu lokalen, regionalen und auch überregionalen Themen und Problemen äußern konnten. Die Menschen schilderten ihre Erfahrungen und konfrontieren die an der Sendung teilnehmenden bayerischen Politiker mit konkreten Problemen und Vorschlägen. Dazu wurde jeweils einmal im Monat ein Ort in Bayern ausgewählt, in den das BR-Team kam und im jeweiligen Gasthaus den ortsansässigen Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit gab, ihre Anliegen vorzubringen.

"Eine tolle Aufgabe und eine Verpflichtung: Immer für die Menschen da sein, um mit Ihnen vor Ort das Leben in Bayern besser zu machen. Experten und Politiker reden oft genug (gerne und lang), bei uns kämpfen seit fünf Jahrzehnten die Bürgerinnen und Bürger für ihre Interessen."

Tilmann Schöberl

Das Format und seine Entwicklung

Von 1971 bis 2014 bestand die Sendung aus zwei separaten Elementen: zum einen aus der Aufzeichnung der im Saal vor Ort angesprochenen Themen und Probleme, zum anderen aus der ein paar Tage später live übertragenen Studiorunde in München mit den Äußerungen der Politikerinnen und Politiker. Dabei wurde immer abwechselnd ein Thema aus dem Saal eingespielt und direkt danach im Studio diskutiert. In der Regel ergänzten Informationen und Eindrücke über den jeweiligen Veranstaltungsort die Sendung.

Ab 2014 wurden die Politiker direkt in das Gasthaus eingeladen und standen dort den Bürgerinnen und Bürgern in der Live-Sendung Rede und Antwort.

Seit April 2016 läuft "jetzt red i" als feste Bürgersendung im 14-täglichen Wechsel mit der Münchner Runde. Seitdem ist die Sendung monothematisch und behandelt ein aktuelles Thema der Woche, das die Menschen in Bayern bewegt. Diskutiert wird seitdem auch nicht mehr in einem Wirtshaus, sondern in einem mobilen Studio.

Die Moderatorinnen und Moderatoren der Sendung

Die Sendung wird aktuell von Tilmann Schöberl und Franziska Eder moderiert, die sich beide im Saal vor Ort befinden. Dabei ist Schöberl für die Gespräche mit den Ortsbürgern und Politikern zuständig, Eder verfolgt die Diskussion in den sozialen Netzwerken.

Weitere Moderatorinnen und Moderatoren waren Carolin Reiber (1971 bis 2005), Franz Schönhuber (1971 bis 1982) und Dietmar Gaiser (1988 bis 2005) vor Ort bei den Bürgern sowie Heinz Burghart (1971 bis 1990), Gerhard Fuchs (1991), Sigmund Gottlieb (1992 bis 2003) und Andreas Bönte (2005 bis 2016) bei den Politikern im Studio.

Infos zur Sendung

Anzahl der "jetzt red i"-Sendungen:
- bis Ende 2020 wurden 511 "jetzt red i"-Sendungen ausgestrahlt
- mit Bilanz und Extra-Sendungen waren es 536 Sendungen

So viele Bürger sind zu Wort gekommen….
- pro Sendung kommen rund 10 Rednerinnen und Redner zu Wort
- seit der ersten Sendung am 10.3.1971 sind also bei "jetzt red i" weit über 5.000 Bürgerinnen und Bürger zu Wort gekommen

In 50 Jahren "jetzt red i" haben die Teams mehr als 230.000 Kilometer quer durch Bayern zurückgelegt


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