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Theater Augsburg wird im September Staatstheater | BR24

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Eine Skulptur steht vor dem Theater Augsburg

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    Theater Augsburg wird im September Staatstheater

    Das Theater Augsburg hat sein Programm für die Spielzeit 2018/2019 vorgestellt. Und - das war die Überraschung - es gilt auch für das neue Staatstheater, denn schon im September wird aus dem Stadttheater ein Staatstheater.

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    Der Intendant des Theaters Augsburg, André Bücker, hat einen Fünfjahresvertrag. Damit wird er schon im September der erste Intendant des neuen Staatstheaters werden. Die Mitarbeiter werden einen neuen Tarifvertrag bekommen und dann hängt alles davon ab, was die Stadt mit dem Freistaat aushandelt.

    Welches Staatstheater-Modell für Augsburg?

    Wird es laufen wie beim Staatstheater Nürnberg, dann teilen sich Stadt und Freistaat die Kosten. Oder es läuft wie in München, dann zahlt der Freistaat 100 Prozent der laufenden Kosten. Das - so glauben hier eigentlich alle - wird aber wohl nicht passieren. In Augsburg wird es wohl laufen wie in Nürnberg. Wirklich sparen wird sich die Stadt Augsburg dann nichts.

    Programm für die neue Spielzeit des Theaters

    André Bücker hat sich so was wie ein Motto für die Spielzeit überlegt – nämlich Geistzeit:

    "Und Geistzeit ist natürlich die Umkehrung von Zeitgeist, grade in heutiger Zeit, wo große populistische Strömungen, wo wir damit zu tun haben, wo man sich fragt, wo bleibt denn der Geist in dieser Zeit. Aber es kann natürlich auch bedeuten, die Gespenster und Geister der Vergangenheit, die man heraufbeschwört." André Bücker

    Im Ballet stehen zum Beispiel Vivaldis 4 Jahreszeiten auf dem Programm, im Musiktheater Dalibor – eine sehr selten gespielte Oper von Bedrich Smetana. Und dann die historischen Stoffe – also die Orestie, eine griechische Tragödie oder auf der Brechtbühne Europe Central, eine Reise durch das Europa des 20. Jahrhunderts und all seinen Verwerfungen.

    Wieviel Bildung muss man für das neue Staatstheater mitbringen?

    Das klingt vielleicht elitär und bildungsbürgerlich. Aber dem Intendaten André Bücker ist es ganz wichtig, dass man eben nicht vor einer Vorstellung drei Geschichtsbücher gelesen haben muss. Er will wirklich alle Schichten in der Stadt ansprechen. Und dazu gehört zum Beispiel auch das Sozialticket. Damit kommt man schon für einen Euro ins Theater.