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Lebenshilfe Schweinfurt sucht mit Detektiv abgetauchte Firma | BR24

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    Lebenshilfe Schweinfurt sucht mit Detektiv abgetauchte Firma

    Einen echten Wirtschaftskrimi erlebt derzeit die Lebenshilfe Schweinfurt: Der Bau einer 3,3 Millionen teuren Förderstätte für Menschen mit Behinderung steht still. Grund: ein Bauunternehmen ist spurlos verschwunden.

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    Die fast fertige Förderstätte soll Platz für 16 Menschen mit schweren Behinderungen bieten. Zusätzlich soll der Bau ein integriertes Wohnheim mit 24 Plätzen beherbergen. Der Baustopp besteht seit Anfang des Jahres, bestätigt Martin Groove, der Geschäftsführer der Lebenshilfe in Schweinfurt dem BR.

    Kriminalpolizei ermittelt

    Ein Unternehmen hatte an der Außenfassade unter anderem Dämmmaterial verbaut, das nicht den gesetzlichen Anforderungen entspricht oder zu wenig Mörtel für die Befestigung angebracht. Das Problem ist nun: Das zuletzt in Nürnberg ansässige Unternehmen ist verschwunden. Der Geschäftsführer ist abgetaucht. An der Firmenadresse gibt es keine Geschäftsräume mehr. Die Kriminalpolizei ermittelt. Die Lebenshilfe Schweinfurt hat sogar eine Privatdetektei mit der Suche nach dem Geschäftsführer des Bauunternehmens beauftragt.

    Mietausfall von rund 200.000 Euro

    Laut Groove sollte die voraussichtlich 3,3 Millionen Euro teure Einrichtung spätestens im Februar dieses Jahrs bezogen werden. Er hat im Augenblick einen jährlichen Mietausfall von rund 200.000 Euro. In einem Gerichtsverfahren muss nun geklärt werden, ob Versicherungen den Ausfall tragen. Laut Groove wird die Einrichtung "im günstigsten Fall" im Frühjahr nächsten Jahres bezugsfähig sein. Ein Bezug ohne Dämmung an der Außenfassade ist aus brandschutzrechtlichen Gründen nicht möglich.