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Jahn-Investor Schober will nicht verkaufen | BR24

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Sportmanager Philipp Schober

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    Jahn-Investor Schober will nicht verkaufen

    Der SSV Jahn Regensburg hat sich erneut entschieden gegen Investor Philipp Schober positioniert und erwägt einen Kauf seiner Anteile. Doch Schober hat an einem möglichen Verkauf kein Interesse. Das gab er jetzt bekannt.

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    Der SSV Jahn Regensburg denkt schon länger darüber nach, die Anteile wieder zurückzukaufen.

    "Das wäre eine Möglichkeit, ist aber natürlich auch eine Preisfrage. Selbstverständlich haben wir ein Interesse daran, dass die Anteile mehrheitlich beim Verein beziehungsweise dann bei Unternehmen aus der Region sind. Das könnte Gegenstand von weiteren Gesprächen mit Herrn Schober sein", sagte der Vorstandsvorsitzende des Fußball-Zweitligisten, Hans Rothammer, heute der dpa.

    Jetzt äußerte sich erstmals Schober über seine Anwälte:

    "Unser Mandant hat die Anteile rechtswirksam erworben mit dem Ziel, diese langfristig zu halten. Es besteht für unseren Mandanten derzeit keinerlei Veranlassung, diese wieder zu verkaufen. Im Übrigen ist festzustellen, dass der SSV Jahn eine Ausgliederung des Profispielbetriebs vorgenommen hat, um Investoren anzulocken." Anwälte von Philipp Schober

    Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Schober

    Vergangene Woche war bekannt geworden, dass die Staatsanwaltschaft München I gegen Philipp Schober wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung und Betrugs ermittelt. Gegen den 31-jährigen aus Vohenstrauß (Lkr. Neustadt an der Waldnaab) stammenden Sportmanager sind mehrere Anzeigen im gesamten Bundesgebiet gestellt worden, unter anderem vom FC Bayern München. Das bestätigte der Münchner Traditionsverein auf BR-Anfrage. Im Kern geht es um unbezahlte Rechnungen für Hotels und Sportevents. Das bestätigte Oberstaatsanwältin Hildegard Bäumler-Hösl von der Staatsanwaltschaft München I, wo die Ermittlungen derzeit zusammenlaufen. Zuerst hatte die "Mittelbayerische Zeitung" darüber berichtet.

    Staatsanwaltschaft startete Gläubigeranfrage

    Das Ermittlungsverfahren kam laut Staatsanwaltschaft ins Rollen, nachdem die Anwälte eines Hotelbetreibers Strafanzeige gegen Schober wegen Insolvenzverschleppung gestellt hatten. Zuvor soll Schober Hotelrechnungen nicht bezahlt haben.

    In der Folge hat die Staatsanwaltschaft nach eigenen Angaben dann routinemäßig eine sogenannte Gläubigeranfrage gestartet, um abzuklären, ob weitere Forderungen gegen Schober bestehen. Daraufhin habe sich der FC Bayern München gemeldet und Strafanzeige wegen Betrugs gestellt. Der mitgliederstärkste deutsche Sportverein wirft Schober demnach vor, Eintrittskarten für Fußball- und Basketballspiele des FC Bayern nicht bezahlt zu haben.