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"Bayern feiern": Trubel beim Bürgerfest in Gaibach | BR24

© BR/Jürgen Gläser

"Bayern feiern": Bürgerfest in Gaibach

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    "Bayern feiern": Trubel beim Bürgerfest in Gaibach

    Ausnahmezustand im 530-Einwohner-Ort Gaibach: Söder war da, Stamm auch - und 2.000 Feiernde beim Bürgerfest an der Konstitutionssäule. Anlass war das Doppeljubiläum "200 Jahre Verfassungsstaat und 100 Jahre Freistaat Bayern". Von Jürgen Gläser

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    "Bayern feiern" hieß es gestern an der Konstitutionssäule in Gaibach (Lkr. Kitzingen). Gleich zwei Jubiläen wurden gefeiert: 200 Jahre Verfassungsstaat und 100 Jahre Freistaat Bayern. Bei ihrer Festrede im voll besetzten Festzelt sagte Landtagspräsidentin Barbara Stamm:

    "Die Verfassungssäule im Gaibacher Schlosspark ist ein einzigartiges Symbol für den Beginn der schrittweisen Demokratisierung unseres Landes." Landtagspräsidentin Barbara Stamm

    Gaibacher Konstitutionssäule als Monument der Verfassung von 1818

    In den Jahren 1821 bis 1828 ließ Franz Erwein von Schönborn die Konstitutionssäule auf dem Sonnenhügel im Gaibacher Schlosspark bauen - zu Ehren der bayerischen Verfassung von 1818. Dazu sagte Ministerpräsident Markus Söder dem BR:

    "Die Geschichte Bayerns hat mit diesem Ort zu tun, aber auch mit der Idee, die dahinter stand. Denn es war ja gar nicht so einfach, Bayern zusammen zu führen, die verschiedenen Stämme: Die Franken, die Altbayern, die Schwaben und das ging nur über einen Verfassungspatriotismus, über eine Idee. Dieses Leben und Leben lassen ist damals eigentlich begründet worden und bis heute Teil unserer Identität." Ministerpräsident Markus Söder

    "Verfassungslinde" vor Gaibacher Kircher gepflanzt

    Gegen 17 Uhr war Söder am Schloss Gaibach eingetroffen. Im Konstitutionssaal hielt er eine Festrede vor 200 geladenen Gästen aus Politik, Gesellschaft und Kirche. Dann pflanzte Söder gemeinsam mit Barbara Stamm eine "Verfassungslinde" vor der Gaibacher Kirche. In einer offenen Kutsche ging es dann hoch zur Konstitutionssäule im Schlosspark, vorbei an Alphornbläsern aus dem Ostallgäu, der Egerländer Blasmusik der Sudetendeutschen und der Musikkapelle Wildsteig aus dem oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau. An der Säule begrüßte das Symphonische Blasorchester der Stadt Volkach die Ehrengäste.

    Proppenvolles Festzelt: 500 mussten draußen bleiben

    Über 500 Besucher mussten vor dem Zelt ausharren - für sie gab es keinen Platz mehr. Der kleine Volkacher Ortsteil Gaibach war im Ausnahmezustand. Einen deratigen Auflauf an Polizei, Feuerwehr, Sicherheitspersonal und politischer Prominenz hat der Ort seit Jahrzehnten nicht erlebt. Am Nachmittag kam es zu einem mittleren Verkehrschaos in und um Gaibach. Gäste aus Würzburg benötigten rund eine Stunde Fahrzeit für die knapp 30 Kilometer-Strecke. Der Schlusspunkt war dann ein Feuerwerk gegen 22 Uhr, dann kehrte wieder Ruhe ein in Gaibach.