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Kriegsende 1945 | KZ-Befreiung (1) Die Befreiung der Konzentrationslager

"Jetzt wissen wir, wofür wir kämpften": Für die amerikanischen Soldaten war die KZ-Befreiung ein schockierendes Erlebnis. Die Rettung kam für viele Häftlinge jedoch zu spät: Sie starben auf einem der Todesmärsche oder an Entkräftung im Lager.

Von: Ernst Eisenbichler

Stand: 07.04.2015 | Archiv

KZ Dachau: Häftlinge jubeln den amerikanischen Befreiern zu | Bild: picture-alliance/dpa

Als die US-Truppen die Konzentrationslager vom NS-Terror befreiten, entdeckten sie auch die zahllosen Leichen ermordeter Häftlinge. Selbst der hartgesottenste GI war vor Erschütterung sprachlos.

"Wir haben Dachau gesehen. Jetzt wissen wir, wofür wir kämpften."

Schlagzeile des Nachrichtenblattes der 45. US-Infanterie-Division in Dachau

Nach der Befreiung des KZ Dachau am 30. April 1945 finden US-Soldaten die Leichen vieler ermordeter Häftlinge.

Da die alliierten Truppen sich von West nach Ost, in Bayern zum Teil von Nordwest nach Südost voranarbeiteten, gehörten die bayerischen KZs zu den am spätesten befreiten NS-Terrorstätten. Erst Ende April 1945 erreichten die Amerikaner Dachau und Flossenbürg. Endlich waren die überlebenden Häftlinge befreit. Doch für viele kamen die Retter zu spät: Kurz vor dem Eintreffen der US-Armee hatte die SS viele der Gefangenen auf den KZ-Appellplätzen zusammengetrommelt und hinaus in die so genannten "Todesmärsche" getrieben.


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