Franken - Kultur


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Traditionsfest in der Bamberger Altstadt

Published at: 25-8-2015 | Archiv

Bamberger Sandkerwa | Bild: picture-alliance/dpa

In Bamberg haben 250.000 Besucher die 65. Sandkerwa gefeiert. Das sind etwas weniger Gäste als in den Jahren zuvor, nicht zuletzt wegen der Regentage zum Auftakt und zum Abschluss. Die Sandkerwa kam in den Vorjahren schon auf rund 300.000 Gäste. Das Traditionsfest endete auch in diesem Jahr mit einem großen Feuerwerk.

Im Vorfeld der diesjährigen Sandkerwa hatte es Diskussionen um die Sicherheit gegeben, da das Festgelände mit den kleinen Straßen und Hinterhöfen als sehr unübersichtlich gilt. Zwischenzeitlich stand das Traditionsfest sogar auf der Kippe. Schließlich einigten sich die Stadt Bamberg und der veranstaltende Bürgerverein aber auf einen Kompromiss.

Sandkerwa mit neuem Sicherheitskonzept

Zusätzliche Sanitäter und Sicherheitsleute sowie eine Lautsprecheranlage für Durchsagen im Notfall sollten die Sandkerwa sicherer machen. Außerdem sind vier Stände und Buden weggefallen, um Fluchtwege zu schaffen. Mit Blick auf die Sandkerwa 2016 denken Stadt und Veranstalter auch über eine Verkleinerung nach. Hintergrund der Diskussion um die Sicherheit war das Loveparade-Unglück 2010 in Duisburg.

Positive Polizeibilanz 2015

Bei der 65. Sandkerwa gab es deutlich weniger Polizeieinsätze, als in den Jahren zuvor. Lediglich 60 Mal mussten die Beamten eingreifen. 2014 waren es noch 142 Einsätzen. Die deutliche Aufstockung privater Sicherheitsdienste habe sich somit ausgezahlt, so die Polizei. Die Körperverletzungen lagen mit 13 Fällen etwa auf gleichem Niveau wie im Vorjahr. Trauriger Höhepunkt war eine Massenschlägerei in einer Gaststätte in der Oberen Sandstraße mit bis zu 20 Beteiligten und fünf Verletzten. Deutlich gestiegen ist allerdings die Zahl der Sachbeschädigungen.

Feiern zwischen "Klein Venedig" und Dom

Traditionelles Fischerstechen auf der Sandkerwa

Die Sandkerwa ist über die Grenzen der Region hinaus berühmt. Vor allem das traditionelle Fischerstechen, das Wasserfest sowie das einmalige Ambiente in den malerischen Gassen zwischen "Klein Venedig" und dem Domberg machen den Reiz des Festes aus. Die Kirchweih wurde erstmals 1951 ausgerichtet und lockt Besucher aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland an.

Auf Sand gefeiert

Ihren Namen hat die Sandkerwa vom sogenannten Sandgebiet entlang der Regnitz. Besonders in der Sandstraße findet sich praktisch in jedem Gebäude eine Wirtschaft – auch ohne Kerwa ist die verwinkelte Altstadtgasse ein Publikumsmagnet. Doch wenn die Sandkerwa ruft, steht die Altstadt Kopf. Auch für Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) vermittelt die Sandkerwa "ein Lebensgefühl, das nichts mit dem künstlichen Frohsinn anderer Volksfeste gemein hat".

Zwischen Bier und Brauchtum

Kerwa-Treiben entlang der Regnitz

Zu den wichtigsten Anziehungspunkten der Sandkerwa gehören die vielen Stände, an denen Bier aus Bamberg und Umgebung ausgeschenkt wird. Kaum ein freier Fleck, an dem nicht eine der zahlreichen Privatbrauereien ihren Gerstensaft anbietet oder ein fränkisches Gasthaus regionale und internationale Leckerbissen verkauft.

Und auch die Bamberger selbst nutzen das Fest, um zwischen Buden und Ständen in ihren Hinterhöfen zu feiern und zu grillen.

Sandkerwa: Bamberg im Ausnahmezustand


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Ich, Donnerstag, 28.August 2014, 00:55 Uhr

2. Klar

die Bamberger Politiker dachten ja alle sie wären schlauer als alle Studien. Führt man eine so strenge Sperrzeit wie in Bamberg ein haben die Leute viel weniger Zeit sich zu betrinken, dadurch sind die Menschen insgesamt betrunkener und gleichzeitig frustrierter. Deshalb kommt es zu diesen Schlägereien. Konnte man ja jahrelang in England sehen.

Alois Hingerl, Mittwoch, 27.August 2014, 12:38 Uhr

1. Sandkerwa

Liebe Betrunkene und sonstige Schläger, wenn ihr nichts verträgt, dann lasst das Saufen einfach sein.
Wegen euch Volldeppen werden wieder Sperrzeiten eingeführt oder traditionsreiche Veranstaltungen einfach abgesagt (Auflagen).