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Krautkrapfen Bodenständige Allgäuer Spezialität

Im Grunde bestehen sie nur aus Nudelteig und Sauerkraut und ein paar Zutaten, die jeder nach Geschmack dazugeben kann. Doch der Geschmack der frisch in der Pfanne gebratenen Krautkrapfen hat das Zeug zum Lieblingsgericht.

Stand: 28.10.2017 | Archiv

Krautkrapfen mit Roter Beete | Bild: BR

Krautkrapfen galten früher auch als "Arme-Leute-Essen", denn die dafür benötigten Grundzutaten, wie Mehl und Ei, konnten sich auch weniger gut situierte Menschen leisten - und Sauerkraut wurde in der Regel sowieso selbst hergestellt. Inzwischen hat sich das Gericht zu einer jederzeit willkommenen Speise gemausert und auch während der Fastenzeit kommt sie als fleischlose Variante bei Vielen auf den Tisch.

Für Gerda Bartholl aus Waal im Ostallgäu gehören Krautkrapfen auf jeden Fall zu ihren Lieblingsgerichten. Sie würde sie am liebsten jede Woche essen! Dass sie ihr so gut schmecken, liegt sicher auch an den besonders feinen Zutaten, die sie dafür verwendet - denn sie und ihr Mann Felix machen das Sauerkraut dafür schon seit vielen Jahren selbst. Und auch sonst stammen alle für die Krautkrapfen verwendeten Zutaten aus biologischem Anbau. Denn die Bartholls haben ihre Ernährung schon vor über 20 Jahren konsequent auf Bio umgestellt. Felix Bartholl produziert sogar selbst Bio-Käse, den er auf Märkten, etwa in Türkheim oder Diessen, anbietet und verkauft.

Gerda Bartholl hat uns das Rezept für ihre Variante der Allgäuer Krautkrapfen verraten. Genaue Mengenangaben gibt es für die benötigten Zuatetn allerdings nicht, denn sie bereitet das Gericht immer nach Gefühl zu.

Rezept für Krautkrapfen

Zutaten

Gekochtes Sauerkraut
Dinkelmehl
1 Ei
Wasser
Salz
1 EL Öl
Frischkäse
Oliven

Zubereitung

Aus Dinkelmehl, Ei, Wasser und Salz einen Teig kneten. Nur so viel Wasser verwenden, dass es ein fester Teig wird. Den Teig in Stücke zerteilen, so dass aus jedem ein Teigfleck gewalkt werden kann. Mit dem Nudelholz auswalken, nicht zu dünn, denn das Sauerkraut würde wegen seiner Feuchtigkeit einen zu dünnen Teig durchbrechen.

Gerda Bartholl gibt auf den Nudelteig Frischkäse, Sauerkraut und Oliven und rollt ihn anschließend zusammen.

Den Teigflecken mit etwas Frischkäse bestreichen und anschließend so viel Sauerkraut darauf verteilen, dass sich der Teig gut zu einem Strudel zusammenrollen läßt. Vor dem Zusammenrollen kleingeschnittene Oliven darüberstreuen. Man könnte auch Grieben, Speck oder geröstete Zwiebel über dem Kraut verteilen.

Die strudelartigen Krautrolle in vier Teile schneiden. Man kann versuchen, die Enden mit dem Teig zu schließen, dann fällt weniger Kraut beim Braten aus den Krapfen. In Butterschmalz rundum braun braten. Wenn man unmittelbar vorher gekochtes Kraut verwendet, ist die Bratzeit nicht lang. Anschließend noch heiß auf einem Teller anrichten und beispielsweise mit etwas Roter Beete zusammen servieren.


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