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Leipziger Messe Tourismuswerbung der ersten Stunde

Klappern gehört zum Geschäft: schon 1866 stellte sich Leipzig seinen Besuchern auf dieser Lithographie als Messestadt mit 400-jähriger Tradition vor.

Stand: 29.05.2012 | Archiv

Denn bereits 1466 hatte Leipzig durch Kaiser Friedrich III das Messerecht erhalten. Das war der Startschuss der Bedeutung Leipzigs als Handelsstadt, die sich bis heute fortsetzt.

Dieses "Erinnerungsblatt zur 400jährigen Jubelfeier 1866", eine aquarellierte Federlithographie, wirbt mit verschiedenen, farbigen Szenen für die Stadt: dem Rossmarkt, der Manufakturstelle, den Rauchwarenhändlern, der Garnbörse und vielen anderen. Wie ein Panorama unterschiedlichster Möglichkeiten des Handels, der Vergnügungen und des 'Sightseeings' breiten sich die Miniaturbilder vor dem Betrachter aus.

Eine Darstellungsform, wie sie Moritz von Schwind für Märchendarstellungen entwickelt hatte, um die Chronologie des Lesens durch die Gleichzeitigkeit des Schauens zu ergänzen. Oder auch ähnlich einem Comic-Heft, dessen Bilder unterhaltsam und anschaulich, kurz und knapp die ganze Geschichte illustrieren. Und die ist hier – werbegerecht plakativ – schnell erzählt: 'Kommt nach Leipzig, bei uns ist für jeden was geboten!'.

Fakten:

  • Geschätzter Wert: 50 bis 60 Euro
  • Datierung: 1866
  • Herkunft: Leipzig
  • Sendung vom 2. Juni 2012

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