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Durchgehender Empfang Radio im Tunnel

Das Lieblingsprogramm rauscht im Tunnel? Das ist nicht nur lästig, sondern auch ärgerlich. Umso mehr, wenn der Verkehr länger stockt. Deswegen hat der BR in den letzten Jahren viele Tunnel mit aktiver Einspeisung der digiatlen BR-Radioprogramme via DAB+ zusätzlich zu UKW ausgestattet. Außerdem gibt es Tunnel in denen der Radioempfang wegen der Sendernähe auch ohne weitere Zusatzmaßnahme möglich ist.

Stand: 17.04.2019

Autotunnel mir Radio-Symbol | Bild: colourbox.com; Montage: BR

Lange Jahre waren Tunnel meist nur mit wenigen Servicewellen versorgt, wie beispielsweise BAYERN 3. Denn an erster Stelle stand und steht beim Verkehr immer die Sicherheit: Bei einem Brand oder Unfall müssen die Autofahrer schnell informiert werden, was zu tun ist – mit einer Radiodurchsage, die natürlich nur im Tunnel zu hören ist.

Tunnelversorgung

ausgerüstet mit UKW und DAB+:

Eching, Etterschlag (A96): Tunnel Etterschlag, Tunnel Eching (bei UKW-nur Bayern 3)
Erkheim (A96): Kohlbergtunnel (bei UKW - vorerst nur Bayern 3)
Farchant / Garmisch-Partenkirchen (B2): Tunnel Farchant
Furth im Wald (B 20): Deschlbergtunnel
Haßfurt (A70): Tunnel Schwarzer Berg
Isny (B12):Felderhaldetunnel
Landshut: Josef-Deimer-Tunnel
München (Stadtgebiet): Altstadtring-Tunnel, Brudermühl-Tunnel, Heckenstallertunnel, Luise-Kiesselbach-Tunnel, Petueltunnel, Richard- Strauss-Tunnel, Trappentreutunnel
München (A 99): Tunnel Allach und Aubing
Regen (B11): Riedbergtunnel
Regensburg (A93): Pfaffensteintunnel, Tunnel Prüfening
Ruhpolding: Schlosstunnel
Traunstein (B304): Ettendorfer Tunnel
Würzburg (A3): Katzenbergtunnel

Wichtige Durchsagen im Notfall

Petueltunnel in München

Die "Richtlinien für die Ausstattung und den Betrieb von Straßentunneln" (RABT) schreiben deshalb vor, in Straßentunneln mindestens ein Radioprogramm einzuspeisen.
Dabei gilt: Je mehr Autofahrer Radio hören, desto eher hören sie im Notfall die Durchsagen und reagieren schneller. Und je mehr Radiostationen empfangbar sind, umso besser erreicht man dieses Ziel.

In den vergangenen Jahren hat der BR deshalb viele Tunnel mit allen BR-Hörfunkprogrammen (UKW und Digitalradio) ausgerüstet. Hohe Priorität hatten alle Tunnel, die stark befahren sind. Autofahrer in der Landeshauptstadt München können beispielsweise inzwischen in nahezu allen Tunneln alle BR-Radioprogramme via UKW oder wahlweise DAB+ empfangen. Mit Durchfahrtzahlen von mehr als 100.000 Fahrzeugen pro Tag haben die Tunnel auf dem Mittleren Ring ein besonders hohes Verkehrsaufkommen. Der neue gebaute Tunnel am Luise-Kiesselbachplatz, hat von Beginn an eine vollwertige Radioversorgung erhalten. Der Landshuter-Allee-Tunnel wird aufgrund des geplanten Neubaus vorab nicht mehr nachgerüstet.

Eine große Zahl an bayerischen Tunnel bietet inzwischen einen durchgehenden Empfang. Dort wo das noch nicht der Fall ist, sind in der Regel Nachrüstungen bereits in Planung. Außerdem gibt es Tunnel in denen der Radioempfang wegen der Sendernähe auch ohne zusätzliche Einspeisung möglich ist.

Technik in aller Kürze

Die Radiosignale werden an der Oberfläche mit einer Richtantenne empfangen und auf ein im Tunnel verlegtes Schlitzkabel geleitet. Dieses Koaxialkabel besitzt kleine Schlitze in der Schirmung und strahlt wie eine lang gestreckte Sendeantenne die Radioprogramme auf derselben Frequenz wieder ab. Eine "Durchsage"-Einrichtung ist dazwischen geschaltet und kann bei Notfällen von der Polizei aktiviert werden.


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