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Podcast "Seitenwechsel" Folge 10: Herzblut kennt keine Liga - mit den Löwen auf dem Betze

Der BR Sport-Podcast "Seitenwechsel" widmet sich einmal im Monat Sporthintergründen und Sportpolitik. In der neuesten Folge war das Seitenwechsel-Team beim Drittliga-Auftakt 1. FC Kaiserslautern - 1860 München.

Stand: 02.08.2018

Münchens Phillipp Steinhart (l) und Benjamin Kindsvater stehen nach Spielende auf dem Spielfeld.  | Bild: dpa-Bildfunk/Uwe Anspach

Direkt neben dem Fritz-Walter-Stadion wohnt Jürgen Cusminus-Schuster. Er ist seit 60 Jahren FCK-Fan und lädt fast genauso lange schon Fans aus ganz Deutschland zu Spielen in seinen Garten ein. Egal ob FCK- oder 1860-Fan.

Jürgen sagt: "Ich freue mich auf 'ehrlichen Fußball' in der dritten Liga mehr als auf die erste Liga." Seitenwechsel fragt: Ist die dritte Liga mit den ganzen Traditionsklubs die bessere erste Liga? Und wieso haben so viele Fans das Gefühl, dass der Profifußball ihnen fremd geworden ist? Natürlich waren unsere Podcaster beim 1:0-Sieg des FCK auch live im Stadion. Außerdem haben sie mit 1860-Spieler Stefan Lex gesprochen und einen ehemaligen Zweitligaspieler getroffen.

Folge 9: Die WM-Halbzeitbilanz

Halbzeit bei der WM – das Seitenwechsel-Team zieht zusammen mit ZEIT Online-Reporter Olli Fritsch eine Zwischenbilanz. Natürlich geht es auch um die deutsche Nationalmannschaft und den DFB, aber auch um bisher kaum besprochene Themen dieser WM.

So wurden in Russland LGBT-Veranstaltungen von Schwulen und Lesben z.B. kurzfristig verboten, es kam zu Studentenprotesten in Moskau. In der neuen Ausgabe geht es aber auch um die große Samba-Party der Südamerikaner in Russland. Außerdem blicken die Moderatoren kritisch auf die Pressearbeit des DFB. "Die ganze Pressearbeit ist immer austernhafter. Gleichzeitig werden die DFB-Kanäle die ganze Zeit bespielt. Das ist bedenklich, führt aber auch dazu, dass man zu so einer Selbstgefälligkeit neigt, wie sie Löw ja selbst zugegeben hat. Also gut ist das nicht", meint ZEIT-Reporter Olli Fritsch.

Fritsch ist seit mehreren Wochen in Russland und erklärt, wieso die deutsche Mannschaft schon so früh ausgeschieden ist. Einer seiner zentralen Ansätze: "Ich habe da keine Mannschaft gesehen. Vor vier Jahren haben eben noch andere mitgespielt, die aus einer anderen Generation kommen: Lahm, Schweinsteiger, Klose, Podolski, Mertesacker. Die sind nicht mehr dabei, und jetzt haben wir eine Generation, die durch das Internat geprägt ist. Ein Fußballer-Typ, der aus anderen Motiven Fußballer geworden ist. Die begreifen Fußball mehr als Beruf. Anders als vorherige Generationen. Das wäre die Lehre dieser WM, dass man da gegensteuert. Sowohl in Leistungszentren als auch in der Nationalmannschaft".

Folge 8: Im Radllabor - wie sauber ist Froome?

Wie sauber ist der Radsport? Diese Frage ist nach Chris Froomes unglaublichem 80 Kilometer-Soloritt beim Giro d´Italia aktueller denn je. Kann man solch eine Leistung ohne Doping erbringen? Und wieso durfte Froome trotz Dopingsperre antreten? Die Seitenwechsel-Moderatoren Michi Bartle und Niklas Schenk diskutieren das in der neuen Seitenwechsel-Folge mit dem Nürnberger Dopingforscher Prof. Fritz Sörgel.

Außerdem wagen sich die Moderatoren im Münchner "Radlabor" selbst aufs Rad. Niklas fährt einen Leistungsdiagnostik-Test auf dem Ergometer, um zu sehen, wo die Belastungsgrenzen eines Amateursportlers liegen und was ein Profifahrer im Gegensatz dazu leistet. Beim Test mit dabei: Pascal Ketterer, Leiter des Radlabors und früher selbst deutscher Vize-Meister im Mountainbike.

Folge 7: Auf Reise in Russland - darf man sich auf die Fußball-WM freuen?

Das Seitenwechsel-Team berichtet von einer Recherchereise in Russland. Gut einen Monat vor der WM: Wie ist die Stimmung im Land? Wie sicher wird die WM? Und darf man sich trotz Korruption und Hooligans auf die WM freuen?

Elf Tage ist Niklas Schenk mit dem Journalistenverein "Journalist Networks" durch Russland gereist. Zusammen mit zehn anderen Kollegen hat er mit Anwohnern, Politikern und Künstlern aus Moskau, Kasan und Sotschi – den drei Spielorten der deutschen Nationalmannschaft bei der Vorrunde der bald beginnenden Fußball-WM in Russland - gesprochen. Hier schildert er seine Eindrücke.

Folge 6: Das Skandalspiel von Prag

Dieses Mal geht es um das Skandalspiel von Prag vom 1. September 2017. Damals hatten in der WM-Quali beim Spiel Tschechien-Deutschland ca. 250 "Störer" "Sieg Heil" gerufen, Nationalspieler rassistisch begleitet und eine Schweigeminute unterbrochen. Sammy Khamis und Niklas Schenk haben für das WDR-Magazin "Sport inside" ein halbes Jahr die Ermittlungen nach Prag verfolgt.

Letztlich wurde kein einziger der sogenannten "Fans" verurteilt, sowohl in Deutschland als auch Tschechien sind die Ermittlungen aktuell beendet. In der neuen Ausgabe diskutieren wir darüber, warum das so ist, welche Rolle der DFB in dem Ganzen spielt und wieso es Probleme mit rechtsextremen Fußballfans bei Länderspielen schon seit den 80er Jahren gibt. Autor Sammy Khamis ist als Gast im Studio.

Folge 5: Dürfen AfD-Mitglieder in einem Fußballverein sein?

Kann ein AfD-Mitglied oder AfD-Wähler auch Mitglied eines Fußballvereins sein? Peter Fischer, Präsident von Eintracht Frankfurt, hat mit seinem Vorstoß für viel Aufsehen gesorgt: Er will zwar keine Gesinnungsprüfung bei den Eintracht-Mitgliedern durchführen, hält eine AfD- und Eintracht-Mitgliedschaft aber für "unvereinbar".

Das ist das Thema der fünften Ausgabe von "Seitenwechsel – die andere Seite des Sports". Wir sprechen mit Simon Müller, Bayern-Ultra seit mehr als 20 Jahren und Mitglied der Kurt-Landauer-Stiftung und berühmten FCB-Ultragruppe "Schickeria". Warum hat sich der FC Bayern gar nicht zum Frankfurter Vorstoß geäußert? Verhält sich der FCB  scheinheilig? Und wie stehen die Bayern-Fans zu der Frankfurter Debatte?

Außerdem sprechen wir mit dem Präsidenten des FC St. Pauli, Oke Göttlich. Er unterstützt Peter Fischer und hat ihm für seine Initiative auch schon in einem persönlichen Brief gedankt. Göttlich findet: Die Zeit des Abwägens ist vorbei, wir müssen mehr Klartext reden – so wie es Peter Fischer für ihn getan hat. Außerdem fordert Göttlich auch von den anderen Fußballvereinen, auch dem FC Bayern, ein, sich stärker zu solchen gesellschaftlichen und politischen Themen zu äußern.

Folge 4: Nordkorea & Olympia

In der aktuellen Folge blicken wir gemeinsam mit BR-Korrespondent Frank Hollmann, der seit Ende November in Korea vor Ort ist und von dort berichtet, auf die olympischen Winterspiele von Pyeongchang (09-25. Februar). Die Themen sind Nachhaltigkeit und Südkorea vor Ort. Zum Theam Doping kommt unser BR-Experte Sebastian Krause zu Wort.

Wir reden über den heiligen Wald am Mount Gariwang, der für die Skiabfahrt bei Olympia abgeholzt wurde. Über die 8 Milliarden, die Olympia wohl kosten wird (mehr als doppelt so viel wie angenommen!) - und natürlich auch darüber, was sich Südkorea von diesen Investitionen erhofft.

Vor dem CAS wurde am Donnerstag enschieden, ob einige - eigentlich lebenslänglich gesperrte - russische Athleten doch noch bei Olympia starten dürfen. Es geht darum, ob diese wissentlich beim russischen Staatsdoping gemacht haben. Mit unserem BR Doping-Experten Sebastian Krause blicken wir nochmal auf den russischen Dopingskandal von Sotschi 2014 zurück und ordnen die IOC-Bestrafungen dazu ein. 

Wie läuft der Vorverkauf? Gibt es schon Public Viewing-Stände und Fanmeilen? Verstehen sich Nord- und Südkoreaner plötzlich blendend? Südkorea will in jedem Fall unter die Top 5 im Medaillenspiegel - und bürgert dafür fleißig amerikanische und kanadische Sportler und Trainer ein.

Folge 3: Der Videobeweis

Wir widmen unsh einem der größten Themen der aktuellen Saison in der Fußball-Bundesliga: dem Videobeweis. Lukas Brud, Chef des International Football Association Board (IFAB), gibt ein klares Votum pro Videobeweis ab. "Wir sind grundsätzlich schon sehr zufrieden mit der ersten Testphase. Wir wussten, dass nicht alles reibungslos läuft. (...) Die Ergebnisse zeigen, dass es in die richtige Richtung geht. Wir müssen nur ein paar Kinderkrankheiten abschaffen, aber alles in allem sind wir sehr zufrieden.“

In jedem dritten Spiel gebe es einen groben Fehler des Schiedsrichters. Mit Hilfe des Videobeweises seien 75 bis 90 Prozent der Fehler, die gemacht wurden, korrigiert worden. Ex-Profi Simon Rolfes ist deshalb sicher, dass der Videobeweis bleibt: "Wenn der Videobeweis funktioniert, sind wir alle glücklich, dass es ihn gibt. Die Generation, die nachkommt, ist so technikaffin, dass man das nicht mehr stoppen kann."

Auch über die Möglichkeit, den Videobeweis als sogenannte Challenge einzuführen, bei der jedes Team ähnlich wie im American Football oder Tennis eine bestimmte Anzahl von Entscheidungen pro Spiel prüfen lassen kann, wird im aktuellen "Seitenwechsel" diskutiert. Interessant: Während sich das Lukas Brud nicht vorstellen kann (für uns ist das keine Lösung") findet Simon Rolfes diese Möglichkeit durchaus charmant. Er sagt: "Der Gedanke ist interessant."

Folge 2: Sport und HIV

In Folge 2 dreht sich alles um das Thema Sport und HIV: Können HIV-positive Menschen Sport machen? Können sich Mitspieler beim Sport anstecken? Warum gibt es immer noch so wenige Profisportler, die sich als HIV-positiv geoutet haben – und wie groß sind die Vorbehalte gegenüber HIV-Positiven noch immer in der Gesellschaft?

Die Moderatoren haben dafür außergewöhnliche Gäste getroffen: André und Fabian sind ein schwules Pärchen, André ist HIV-positiv, Fabian negativ. Zusammen haben sie "Andre's Ride" ins Leben gerufen und wollen durch den Radsport über HIV aufklären. Außerdem sprechen die Moderatoren mit Alexandra Frings, einer HIV-positiven Marathonläuferin, die sich vor mehr als 15 Jahren bei ihrem Mann angesteckt hat. Der Münchner Arzt und HIV-Experte Dr. Nils Postel kommt ebenfalls zu Wort.

Folge 1: Neue Interessensvertretung für Spitzensportler

Bei der Premiere des Podcasts geht es um eine kleine Revolution im deutschen Sport: Mitte Oktober haben 45 Vertreter deutscher Spitzensportverbände den Verein "Athleten Deutschland" gegründet, mit dem Deutschlands Top-Athleten ihre Interessen besser als bisher vertreten wollen – und zwar unabhängig von Verbänden wie dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Mit dessen Vorstandschef Michael Vesper und der Schwimmerin Amélie Ebert, Vorstandsmitglied bei "Athleten Deutschland", kommen im Podcast Vertreter beider Seiten ausführlich zu Wort.


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Seppl, Donnerstag, 01.März, 18:34 Uhr

31. Angst vor diesen Deutschen

In einem Interview mit der Baseler Zeitung hat der syrischstämmige Deutsche Professor Bassam Tibi auf die Frage, was er von der Willkommenskultur halte, geantwortet:
Tibi: Im Januar 2016 schrieb die Zeit: «Sind wir verrückt oder sind das die anderen?» Die Zeitung beschrieb eine direkte Linie von der Empfangs- Euphorie der Deutschen zu Auschwitz. Die Deutschen sind nicht an den Münchner Bahnhof gegangen, weil sie die Flüchtlinge lieben, sondern weil sie versuchen, ihre Schuldgefühle am Mord an den Juden mit Willkommenskultur zu kompensieren. Das ist keine gute Grundlage. Der Historiker August Winkler nennt das eine Kultur der Selbstgefälligkeit.
Frage: Das ist eine grosse Unterstellung. Sie und Winkler massen sich an, die Motive der Menschen, die helfen, zu kennen.
Tibi: Ich kann Ihnen nur sagen: Ich habe Angst vor diesen Deutschen.
Liest man hier die Kommentare der Antifa, dann kann man Tibi nur zustimmen.
Ein demokratisches Bewußtsein ist scnheinbar nicht verankert.

Wolf, Donnerstag, 01.März, 18:29 Uhr

30. Problemlösung

Also liebe AfD-Mitglieder,wenn euch die Eintracht nicht will dann geht doch zu Dynamo Dresden.....die haben bestimmt noch ein Plätzchen für euch. Ganz rechts unten auf der Tribüne.......

Erich, Donnerstag, 01.März, 17:45 Uhr

29. Schämt man sich hier nicht mehr,

Forderungen die einen offensichtlichen Grundgesetzbruch fordern, zu verteidigen???

In was für einem Land lebe ich mittlerweile?

  • Antwort von Wolf, Donnerstag, 01.März, 17:52 Uhr

    Ließ das Vereinsrecht....und noch was,ich halte euch nicht......

  • Antwort von Kats, Donnerstag, 01.März, 17:52 Uhr

    Erich, im falschen Land !
    Wenn Sie im Richtigen angekommen sind, ne Postkarte senden und aufpassen,
    dass diese nicht zensiert wird.

  • Antwort von Erich, Donnerstag, 01.März, 17:59 Uhr

    Kats und Wolf, daß Ihnen beiden die Demokratie nix wert ist, brauchen Sie nicht noch durch einen Kommentar zu beweisen. Die Tatsache ist seit Jahren hier nachzulesen.
    Nur soviel, an unsereins werden Sie sich die Zähne ausbeissen! Versprochen!

  • Antwort von forist, Donnerstag, 01.März, 18:03 Uhr

    @Erich

    ......möglicherweise in einer "republique bananiere":-)

  • Antwort von Kats, Donnerstag, 01.März, 18:37 Uhr

    @ Erich
    Ein AfDler möchte mir Demokratie beibringen ? Selten so gelacht.
    Meine Zähne brauche ich bei Ihnen nicht, ein Finger reicht :).

forist, Donnerstag, 01.März, 17:20 Uhr

28. Dürfen Erdogan-Anhänger....

.....in einem deutschen Fussballverein sein!!!

  • Antwort von Wolf, Donnerstag, 01.März, 17:35 Uhr

    Natürlich,wenn er sich zu Toleranz ud Antirassismus bekennt......könnt ihr ja auch....na?

thorie, Donnerstag, 01.März, 17:20 Uhr

27. ausgrenzung

ist die beste und günstigste wahlwerbung für die afd..

  • Antwort von Erich, Donnerstag, 01.März, 17:47 Uhr

    Nicht nur das!

    Es ist der Haupttreibstoff sich ausdauernd und massivst zu wehren!

    Was hat Merkel nur aus diesem Land gemacht?

  • Antwort von Wolf, Donnerstag, 01.März, 17:53 Uhr

    Die Ausgrenzer beschweren sich über Ausgrenzung....ich fasse es nicht....