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Wieskirche Ein Rokoko-Kleinod

Die Wieskirche gilt als eine der schönsten Rokoko-Bauten der Welt. Bis heute zieht das von den Gebrüdern Zimmermann geschaffene Gotteshaus im Pfaffenwinkel jährlich rund eine Million Besucher an.

Stand: 18.05.2011 | Archiv

Das Wunder vom weinenden Heiland

Innen-Ansicht der Wieskirche

Es ist der 14. Juni des Jahres 1738 auf dem Bauernhof der Familie Lory in der Wies bei Steingaden: Dort steht die Figur des gegeißelten Heilandes. An jenem Tag meint das Ehepaar Lory, Tränen in den Augen des Gegeißelten zu sehen. Rasch spricht sich das Wunder herum in der christlichen Welt. Eilig wird eine kleine Kapelle errichtet, die den Wallfahrern als Ziel dienen soll. Sieben Jahre später kann sie die herbeiströmenden Pilger nicht mehr fassen.

Begründung der UNESCO

Besuchermagnet Wieskirche

Die Wieskirche "ist ein Meisterwerk menschlicher Schöpferkraft und ein außergewöhnliches Zeugnis einer untergegangenen Kultur". Das Bauwerk gilt als "eines der vollendetsten Kunstwerke des bayerischen Rokoko". Im Jahr 1983 wurde die Wieskirche in die Liste des Welterbes aufgenommen.

1754 wird die Wieskirche geweiht

Trachtenwallfahrt am Pfingstmontag zur Wieskirche

Da entschließt sich Abt Hyazinth Gaßner in Steingaden zum Bau einer Kirche. Der Auftrag geht an Dominikus Zimmermann. Zusammen mit seinem Bruder Johann Baptist macht er sich ans Werk. Beide stammen aus dem kleinen Dorf Gaispoint, das zum Kloster Wessobrunn im Landkreis Weilheim-Schongau gehört. Am 1. September 1754 wird die Wieskirche bei einem Schutzengelfest feierlich eingeweiht.

Beteiligte Künstler

Leitung: Architekt Dominikus Zimmermann, Stuckateur und Marmorierer.
Johann Baptist Zimmermann, Hofmaler des bayerischen Kurfürsten, Freskomaler und Stuckateur.
Der Münchner Hofmaler Balthasar August Albrecht malte das Altarbild. Anton Sturm schuf die vier abendländischen Kirchenväter an den Säulenpaaren des Kirchenschiffes und die Figuren der Seitenaltäre. Die vier Evangelisten und zwei Propheten des Hochaltares sind ein Werk von Ägidius Verhelst. Das südliche Altarbild stammt von Joseph Mages, das nördliche Seitenaltarbild von Johann Georg Bergmüller.

Besichtigungen der Wieskirche

  • Besichtigungen sind zur Sommerzeit von 08.00 bis 19.00 Uhr, zur Winterzeit von 08.00 bis 17.00 Uhr möglich.
  • Ab Mai bis Mitte Juli 2010 gelten wegen Orgelrenovierung teilweise andere Öffnungszeiten. Nähere Informationen dazu gibt es auf der Homepage der Wieskirche unter "Öffnungszeiten".
  • Während der Gottesdienste ist eine Besichtigung der Kirche nicht möglich.
  • Jeden Mittwoch von Mai bis Oktober können Besucher an der Aktion "Ein Tag in der Wies" teilnehmen: Programm von 08.15 bis 16.30 Uhr mit Gebeten, Führung durch die Kirche und das Wiesmuseum sowie eine Begehung des Pilgerwegs.
  • Führungen außerhalb dieser Zeiten können vereinbart werden - siehe dazu den Punkt "Führungen" auf der Homepage.

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