Themen - Unterwegs in Bayern


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Anwärter für 2018 Vier wollen den großen Titel

Insgesamt 13 Orte, Stätten und Landschaften hatten sich für die bayerische Vorauswahl zum "UNESCO-Weltkulturerbe"-Titel 2018 beworben. Eigentlich dürften nur zwei beim bundesweiten Vorentscheid mitmischen. Doch eine Expertenkommission entschied sich für vier Kandidaten: die Ludwigschlösser, die Augsburger Wasserwirtschaft, die voralpinen Moorlandschaften und den Schwurgerichtssaal 600 in Nürnberg.

Stand: 21.08.2012 | Archiv

Zum Ende der "Bewerbungsfrist" am 1. März 2011 hatten sich insgesamt 13 Kandidaten gemeldet. Normalerweise darf jedes Bundesland nur zwei Vorschläge an die Kultusministerkonferenz weiterreichen. Es können aber auch mehr sein, wenn es sich um Vorschläge aus so genannten unterrepräsentierten Kategorien handelt. Und dazu zählen alle vier von der Expertenkommission ausgewählten Kandidaten.

Vier Empfehlungen fürs Welterbe

Die vier bayerischen Empfehlungen gehen zunächst an die Kultusministerkonferenz. Daraufhin erarbeiten die Kultusminister der 16 Bundesländer einen gesamtdeutschen Vorschlag, der schließlich darüber entscheidet, welche Orte und Stätten tatsächlich für Deutschland ins Rennen gehen und bei der UNESCO eingereicht werden. Bis 2017/2018 will die UNESCO die Liste aus Deutschland abgearbeitet haben.

Weltkulturerbe als Tourismusmagnet

Außenansicht von Schloss Neuschwanstein | Bild: Bayerische Schlösserverwaltung zum Thema Königsschlösser Schöner wohnen mit Ludwig II.

Linderhof, Herrenchiemsee, Neuschwanstein – diese Schlösser baute König Ludwig II. in Bayern. Und verbrauchte für die Realisierung seiner architektonischen Träume Unsummen an Geld. Doch der "Kini" ließ sich davon nicht beirren. [mehr]

Aus der Sicht des Allgäu-Tourismus wäre eine Aufnahme von Schloss Neuschwanstein in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbe "stark zu begrüßen". Nach Einschätzung von Bernhard Joachim, dem Geschäftsführer der u.a. für Tourismus-Marketing zuständigen Allgäu GmbH in Kempten, bekäme das "Märchenschloss" bei Schwangau dann noch mehr weltweite Aufmerksamkeit als bisher. Als Weltkulturerbe würde Neuschwanstein demnach vor allem ein "hohes Maß an Internationalität" gewinnen und wäre "noch leichter auffindbar".


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