BR Heimat

"Hampel und Pigor und wie sie die Welt sehen"

Schmankerl "Hampel und Pigor und wie sie die Welt sehen"

Thomas Pigor und Schorsch Hampel | Bild: Thomas Nitz/Mary Reich / Collage: BR

Mit Schorsch Hampels „hoamwehblues“ und Pigors spitzen „100 Chansons“

Von wegen: Behaglichkeit, Gemütlichkeit, Friede, Freude, Eierkuchen … Wer sich die neuen Erzeugnisse von Schorsch Hampel und Thomas Pigor anhört, der ist als Zuhörer gefordert: Da wird nämlich Salz in offene Wunden gestreut. Keine falsche Harmonie, sondern so ehrlich und hart, schonungslos, wie das Leben halt oft ist. Schorsch Hampel hat eine schwere Krankheit überstanden – seine neue Platte „hoamwehblues“ hat er vorher schon konzipiert und jetzt, nach seiner Gesundung, fertiggestellt: Ehrliche, nachdenkliche Töne, spärlich instrumentiert, aber sehr eindrucksvoll vorgetragen vom Münchner Bluespoeten Schorsch Hampel. Und Thomas Pigor (der eine Teil des mehrfach preisgekrönten Duos Pigor und Eichhorn) hat 100 Chansons auf einer CD mit Buch versammelt: Eine Art akustisches Tagebuch der letzten 8 Jahre, in denen er Monat für Monat ein Lied zur aktuellen Lage verfasst hat … Spitzzüngige Songs, die auch manchmal richtig weh tun können und in denen er gelegentlich auch bayerische Themen behandelt. Denn: Der Kabarettist Thomas Pigor (der schon lange Jahre in Berlin lebt) hat fränkische Wurzeln – und über die erzählt er auch ausgiebig, in den Schmankerln mit Arthur Dittlmann. Nebst Gedanken über Heimat, Herkunft, Bayern und den Rest der Welt …

Infos zu den CDs

Pigor: 100 Chansons. Buch und mp3 CD; Details gibts bei www.pigor.de

Schorsch Hampel: hoamwehblues. BSC-Music. Mehr Infos unter www.bscmusic.com

Ihr Schmankerl

Traditionelles und neues Kabarett, frech, hinterkünftig und schlitzohrig, aber nie „g’schert“ oder gar verletzend.

Im „Schmankerl“-Visier: der Alltag und nicht allzu Alltägliches, immer wieder und gerne ein bisserl neben der Spur. Exotisch und skurril – wie das Leben eben auch. Oft bayerisch, aber auch weltoffen für Künstler aus deutschsprachigen Regionen. Und zwar in Wort und Musik! Pflicht im Schmankerl-Programm sind frech-fröhliche Lieder und Melodien, die ihre Kraft aus der Tradition schöpfen, sich aber an Text- und Musik-Experimente heranwagen.

Jeden Samstag auf BR Heimat von 13.05 bis 14.00 Uhr und eine Woche bei uns im Netz zum Nachhören.

Klick-Tipps

Max-Joseph-Platz 1968 | Bild: Wolfgang Schellhorn zur Bildergalerie München in alten Bildern "Mei München, mei Blues"

Der Blues-Poet Schorsch Hampel ist im Münchner Stadtteil Neuhausen aufgewachsen. Der Musiker zeigt, wie das Viertel 1968 ausgesehen hat. [mehr]