Bayern 2


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Was kann schiefgehen?

Von: Marlene Mengue

Stand: 04.09.2020

Ein junger Mann mit Piercings in Ohr, Nase, Ober- und Unterlippe und einer Tätowierung am rechten Hals. | Bild: picture-alliance/dpa

Millionen von Menschen in Deutschland sind gepierct oder tätowiert. Jeder Fünfte hat ein Tattoo, wie aus einer Umfrage des Ipsos-Instituts im Auftrag der Apotheken-Umschau hervorgeht. Und rund sieben Prozent der Deutschen haben ein Piercing – Ohrlöcher wurden bei der Umfrage der Ruhr-Universität Bochum nicht mitgezählt.

Experte:

Prof. Dr. med Philipp Babilas, gründete 2014 das Hautzentrum Regensburg und ist Dozent an den Universitäten Regensburg und Greifswald.

Tattoos und Piercings sind im Trend - Tendenz steigend, sagt auch der Dermatologe Prof. Dr. Philipp Babilas. Wie viele Kolleginnen und Kollegen beschäftigt er sich häufig mit dem Körperschmuck. Denn was die wenigsten vor dem Gang zum Piercing- oder Tattoostudio beachten: Ein Tattoo oder Piercing zu stechen, kann schwere Komplikationen mit sich bringen.

Dem Text liegt ein Interview mit Prof. Dr. med Philipp Babilas zugrunde, Gründer des Hautzentrums Regensburg und Dozent an den Universitäten Regensburg und Greifswald.

Eine Frau mit Piercings in Zunge und Nase. | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Zunge, Bauchnabel, Intimbereich Piercings: Körperschmuck mit Risiken

Beim Piercen (auf Deutsch: durchbohren, stechen) wird die Haut durchbohrt und ein Schmuckstück aus Metall eingesetzt. Es können Infektionen oder allergische Reaktionen auftreten. Das Risiko für Komplikationen hängt auch davon ab, an welcher Stelle im Körper gepierct wurde. [mehr]

Ein Tätowierer bei der Arbeit | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Vor und nach dem Gang zum Studio So verringern Sie gesundheitliche Risiken bei Piercings und Tattoos

"Am besten gar nicht erst machen", ist der Rat des Dermatologen Philipp Babilas, um den Risiken von Tattoos und Piercings vorzubeugen. Wer aber trotzdem seinen Körper schmücken will, sollte einiges beachten, um Komplikationen zu vermeiden. [mehr]

Ein Tätowierer bringt am Oberarm eines jungen Mannes ein buntes Tattoo auf. | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Unbekannte Gefahren Tattoofarben werden kaum kontrolliert

Mit hundert Stichen pro Sekunde injiziert die Tätowiermaschine Farbpigmente in die Lederhaut. Die Farbmischungen entsprechen industriellen Standards, für kosmetische Zwecke sind sie nicht geprüft. Was sie im Körper anrichten, ist unklar. [mehr]

Tattoos und Piercings | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Von Infektionen bis zu unentdecktem Hautkrebs Tattoos: Schwere Folgen sind möglich

Beim Tätowieren entsteht eine Wunde. Infektionen sind eine häufige Folge. Aber es gibt noch andere Risiken, die erst als Spätfolgen auftauchen. Die Hautkrebsvorsorge zum Beispiel wird durch ein Tattoo erschwert. [mehr]

Ein Mann lässt sich mittels Laser eine Tätowierung entfernen. | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Der Körperkunst überdrüssig Tattooentfernung: Schmerzhaft und langwierig

Ein Tattoo bleibt eigentlich für immer. Aber was, wenn man sich daran satt gesehen hat - oder sich mit dem gestochenen Motiv nicht mehr identifiziert? Mithilfe moderner Lasertechnologie kann man sein Tattoo wieder loswerden - der Prozess ist allerdings noch schmerzhafter als das Tätowieren selbst. [mehr]

Eine Frau hält zwei Silikonbrusteinsätze vor ihre Brust | Bild: picture-alliance/dpa zum Thema Schönheits-OPs Die Ästhetische Chirurgie

Die meisten von uns finden irgendetwas an ihrem Körper, das ihnen nicht gefällt. Warum also nicht nachhelfen? Möglichkeiten und Risiken der Ästhetischen Chirurgie. [mehr]


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