Bayern 2 - Sozusagen!

Bemerkungen zur deutschen Sprache

Sozusagen! Bemerkungen zur deutschen Sprache

Statt sich zu mokieren über den falschen Apostroph in "Anke's Bierstüberl", befasst sich "Sozusagen!" lieber mit Thomas Manns eigenwilliger Verwendung dieses Satzzeichens, die kein Duden ihm durchgehen ließe. Oder fragt, warum wir uns mit französischen Fremdwörtern ohne Probleme "arrangieren", weshalb sich aber alles in uns sträubt, ein dem Englischen entlehntes Wort wie "recyceln" zu flektieren. Eine Sendung für Liebhaber und nicht für Rechthaber der deutschen Sprache.

Studentinnen, die eine Pause machen | Bild: Getty Images zum Audio Sozusagen! Krass: 500 Jahre deutsche Jugendsprache

Wissen die Chabos noch, wer der Babo ist? Sagt außer Papa noch jemand LOL? Ist dies ein cringy Text? Jugendsprache, schwere Sprache... Der Berliner Sprachautor Matthias Heine geht die Sache jetzt ganz anders an. Er untersucht in seinem neuen Buch nicht die Jugendsprache der Gegenwart, sondern die der vergangenen 500 Jahre - und gelangt zu krassen Erkenntnissen. Mashallah super Sendung! [mehr]


Berggipfel mit Blick auf Wolken am Horizont  | Bild: picture alliance / Zoonar | MindScape Photography - Michael Pedrotti zum Audio Sozusagen! Was Hochwertwörter mit dem Wetter zu tun haben

Meteorologen teilen den Himmel in acht Bereiche. Je nachdem, welcher Anteil mit Wolken überzogen ist, heißt es dann: bedeckt, heiter bis wolkig oder wolkenlos. Aber warum braucht es für solche Prognosen ein "Wetterkompetenzzentrum?" Vinzenz Schwab (Bayerische Akademie der Wissenschaften) beantwortet die Fragen der Hörer:innen und klärt dabei auch über "Hochwertwörter" auf. [mehr]


Der Literaturwissenschaftler Uwe Lindemann untersucht jetzt in seinem Buch "Der Krake" die "Geschichte und Gegenwart einer politischen Leitmetapher" (Kadmos Kulturverlag) - und ergründet, seit wann es diese achtarmigen Sprachbilder gibt, warum sie so beliebt sind und wer sie verwendet. | Bild: Alphonse de Neuville/Wikimedia Commons zum Audio Sozusagen! Der Oktopus der Weltverschwörung

Facebook ist ein Daten-Krake, die Tentakel des Finanz-Riesen Blackrock reichen überall hin - und auch der antisemitische Quatsch von der jüdischen Weltverschwörung kommt oft als Oktopus daher. Der Literaturwissenschaftler Uwe Lindemann untersucht jetzt in seinem Buch "Der Krake" die "Geschichte und Gegenwart einer politischen Leitmetapher" (Kadmos Kulturverlag) - und ergründet, seit wann es diese achtarmigen Sprachbilder gibt, warum sie so beliebt sind und wer sie verwendet. [mehr]



25 Jahre lang war er in aller Munde - nun aber zeichnet sich ab, dass es mit dem "Migrationshintergrund" zu Ende geht ....  | Bild: Harald Tittel/dpa zum Audio Sozusagen! Migrationshintergrund: Abschied von einem Begriff

25 Jahre lang war er in aller Munde - nun aber zeichnet sich ab, dass es mit dem Migrationshintergrund zu Ende geht. Eine Fachkommission empfiehlt seine Abschaffung, Expertinnen und Experten stimmen zu. Zum einen, weil der Migrationshintergrund als Fachbegriff der Bevölkerungs-Statistik seine Schwächen hat. Zum anderen, weil es sich oft so anfühlt, als würde mit ihm zwischen "richtigen Deutschen" und anderen Deutschen unterschieden. Die Abschiedsfeier für diesen Begriff gestaltet mit uns der Migrationsforscher und Soziologe Serhat Karakayali. [mehr]


Quiche  | Bild: picture alliance | Bernd Juergens zum Audio Sozusagen! Was die Quiche und die Quarantäne gemeinsam haben

Warum ist das Corona-Virus ein Neutrum, der Computer-Virus aber männlich? Ist die Quarantäne dem Quark oder der Quiche näher? Und warum sind Dinge, die scheinbar irgendwie sind, in Wirklichkeit anders? Unser Sprachexperte Vinzenz Schwab (Bayerische Akademie der Wissenschaften) beantwortet die Fragen der Hörer:innen. [mehr]


Olga Grjasnowa | Bild: picture alliance / Dave Johnston | EdinburghEliteme | Dave Johnston | EdinburghElitemedia.co.uk zum Audio Sozusagen! Unser Land soll mehrsprachig sein

"Deutschland ist mittlerweile eine wahnsinnig diverse Gesellschaft, in der sehr viele Sprachen gesprochen werden", sagt die Berliner Schriftstellerin Olga Grjasnowa (36). "Aber diese Sprachen werden kaum unterrichtet!" In ihrem so persönlichen wie politischen Essay "Die Macht der Mehrsprachigkeit" (Duden Verlag) wirbt Grjasnowa nun dafür, dass sich in unseren Köpfen und an unseren Schulen etwas ändert: "Türkisch, Arabisch oder Russisch wären für unsere Gesellschaft genauso wichtig wie Latein." [mehr]


Digitale Sprachassistenten  | Bild: picture alliance / Zoonar | Cigdem Simsek zum Audio Sozusagen! Sprich mit mir, Alexa!

Digitale Sprachassistenten hören zu und reden mit uns, per Smart Speaker, über unsere Smartphones, Smart TVs und sogar aus manchen Mikrowellen-Geräten heraus. Aber was sind das für Gespräche? Und welche Auswirkungen hat diese Form der Kommunikation auf unsere Sprachkultur? [mehr]


Die "BasisBibel": neu übersetzt – und arg vereinfacht? | Bild: Sebastian Gollnow/dpa zum Audio Sozusagen! BasisBibel: neu übersetzt – und arg vereinfacht?

Wenn man die Bibel als Gottes Wort begreift, dann fasst Gott sich jetzt deutlich kürzer. In der neuen "BasisBibel" hat kein Satz mehr als 16 Wörter, zentrale Begriffe werden erklärt. Die Neuübersetzung der Lutherbibel richtet sich an Einsteiger, Seltenleser und Jugendliche - und eignet sich besonders für die Lektüre auf dem Smartphone, sagt Christoph Rösel. Im Sozusagen!-Gespräch begegnet der Generalsekretär der Deutschen Bibelgesellschaft auch den Kritikern, die eine Vereinfachung der Bibel für den grundfalschen Weg halten. [mehr]


Latent größenwahnsinnig wie sie sind, wussten es die People From Upper Bavaria ja schon immer – aber jetzt ist es auch wissenschaftlich bewiesen: Bairisch ist genial! Es verfügt über strukturelle, nicht-sichtbare Eigenschaften, die sich im Standarddeutschen nicht finden, dafür in vielen anderen Sprachen der Welt. Der Münchner Linguist Günther Grewendorf macht sie sichtbar und zeigt, wie reich, wie mondän dieser Dialekt ist.  | Bild: picture alliance / Alexandra Stober/dpa zum Audio Sozusagen! Warum Bairisch genial ist

Latent größenwahnsinnig wie sie sind, wussten es die People From Upper Bavaria ja schon immer - aber jetzt ist es auch wissenschaftlich bewiesen: Bairisch ist genial! Es verfügt über strukturelle, nicht-sichtbare Eigenschaften, die sich im Standarddeutschen nicht finden, dafür in vielen anderen Sprachen der Welt. Der Münchner Linguist Günther Grewendorf macht sie sichtbar und zeigt, wie reich, wie mondän dieser Dialekt ist. [mehr]


Zu Gast bei "Sozusagen", der Münchner Bestseller-Autor Axel Hacke  | Bild: dpa/Peter Kneffel zum Audio Sozusagen! "Im Bann des Eichelhechts": Axel Hacke im Gespräch

Irre Schreibfehler. Falsch verstandene Songtexte. Übersetzte Speisekarten, auf denen völliger Blödsinn steht: Da gibt es keinen größeren Fachmann als unseren heutigen Gast, den Münchner Bestseller-Autor Axel Hacke ("Der weiße Neger Wumbaba"). Seine riesige Fangemeinde versorgt ihn seit Jahren mit Belegen für die Sprachunfälle des Alltags. Nun hat Hacke aus den Einsendungen mal wieder ein neues Buch zusammengestellt: "Im Bann des Eichelhechts - und andere Geschichten aus Sprachland" (Kunstmann Verlag). [mehr]


Liebe Hörerinnen, liebe Hörer, Hörer*innen, Hörende! Je länger die Debatte um eine geschlechtergerechte Sprache anhält, desto hitziger wird sie. Am meisten polarisiert ein kleines *.  | Bild: picture alliance / blickwinkel/McPHOTO/C. Ohde zum Audio Sozusagen! Ein kleiner * für mehr Gerechtigkeit?

Liebe Hörerinnen, liebe Hörer, Hörer*innen, Hörende! Je länger die Debatte um eine geschlechtergerechte Sprache anhält, desto hitziger wird sie. Am meisten polarisiert ein kleines *. Für manche bedeutet Gendern Gleichheit, andere fühlen sich bevormundet, wieder andere befürchten eine Beschädigung der Sprache. Aber: "Die Zeiten gendern sich", sagt Nils Pickert, Redakteur bei der Bildungs-Offensive "Pinkstinks". [mehr]


Gibt es eine Sprache, in der es vierzigmal (!) mehr Konsonanten gibt als Vokale? Jawohl, sagt Harald Haarmann – die gibt es. So wie auch ein Idiom existiert, in dem "tuntusssurqatarniksaitengqiggtuq" nicht bedeutet, dass die Katze über die Tastatur gelaufen ist, sondern: "Er hatte noch nicht wieder gesagt, dass er Rentiere jagen würde." Haarmanns neues Buch "Die seltsamsten Sprachen der Welt" (C.H. Beck) ist eine Einladung, die Welt mit anderen Augen zu sehen – und zu staunen, "wie nahezu grenzenlos das menschliche Potenzial ist, mit Lauten zu kommunizieren und Gedanken sprachlich zu organisieren". | Bild: Colourbox zum Audio Sozusagen! Die seltsamsten Sprachen der Welt

Gibt es eine Sprache, in der es vierzigmal (!) mehr Konsonanten gibt als Vokale? Jawohl, sagt Harald Haarmann - die gibt es. So wie auch ein Idiom existiert, in dem "tuntusssurqatarniksaitengqiggtuq" nicht bedeutet, dass die Katze über die Tastatur gelaufen ist, sondern: "Er hatte noch nicht wieder gesagt, dass er Rentiere jagen würde." Haarmanns neues Buch "Die seltsamsten Sprachen der Welt" (C.H. Beck) ist eine Einladung, die Welt mit anderen Augen zu sehen - und zu staunen, "wie nahezu grenzenlos das menschliche Potenzial ist, mit Lauten zu kommunizieren und Gedanken sprachlich zu organisieren". [mehr]


Textmining | Bild: art-in-berlin zum Audio Sozusagen! 10.000 Wörter über Kunst

Bedeutungsebene, Identität, Narration, Quadrat, Radikalität - wenn diese Wörter zu Ihrem ganz normalen Sprachalltag gehören, beherrschen Sie vermutlich die Sprache der Kunst. Eine seltsam abgehobene Begriffswelt tut sich auf, wenn Menschen Gemälde oder Skulpturen beschreiben. Sozusagen! fragt Christoph Thomessen, Sammler von 10.000 Wörtern über Kunst und Begründer des Projekts "Textmining", was hier wirklich verhandelt wird. [mehr]


"Mia san müd" schreibt die SZ über den FC Bayern – und wirft damit Fragen auf, die weit über die nach dem Zustand der Mannschaft hinausgehen: Ist das eine gute Überschrift? Ist das vernünftiges Bairisch? Wie lässt sich Dialekt am besten verschriftlichen?  | Bild: AP/Martin Meissner zum Audio Sozusagen! Mia san müd

"Mia san müd" schreibt die SZ über den FC Bayern - und wirft damit Fragen auf, die weit über die nach dem Zustand der Mannschaft hinausgehen: Ist das eine gute Überschrift? Ist das vernünftiges Bairisch? Wie lässt sich Dialekt am besten verschriftlichen? Außerdem sprechen wir über den Unterschied zwischen "Sinn machen" und "Sinn ergeben" und befassen uns mit Situationen, in denen "nicht" etwas anderes meint als sonst. Für die Zuschriften danken wir unseren Hörern F.E. Gnettner und Jürgen Großmann sowie unseren Hörerinnen Renate Seitz und Dunja Weis. [mehr]


Overall „Machine Learning Applied“, 2019
© Flora Miranda
| Bild: Laetitia Bica zum Audio Sozusagen! Die Sprache der Mode

Der Text und das Textil haben den gleichen Wortursprung - das lateinische "Textus", was "Gewebe" oder "Zusammenhang" bedeutet. Insofern haben wir es mit sehr alten und bedeutungsschwangeren Zusammenhängen zu tun, wenn heute z.B. Gucci sein Logo auf einen Pullover sticken und für knapp 1000 Euro verkaufen kann oder ein T-Shirt mit der Aufschrift "Feminist" plötzlich massentauglich ist. Sozusagen! entschlüsselt mit Angelika Riley vom Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe die Sprache der Mode. [mehr]


Büroklammern  | Bild: Colourbox zum Audio Sozusagen! Weil wir wollen das so

"Denn" ist nicht "weil", schreibt uns Peter G. aus Berlin. Recht hat er! Unser Sprachwissenschaftler Vincenz Schwab greift mit uns die Hörerpost auf und erzählt uns etwas über die Stellung des Verbs im Nebensatz, weil er kennt sich da richtig aus. Außerdem stößt sich Norbert S. aus Geretsried am Ausdruck "Behindertenwerkstatt". Und Eva J. aus München fragt uns: Gibt es schöneres als den Klang einer Gitarre? [mehr]


ARCHIV - 20.11.2020, Berlin: Bernd Baumann (l-r), parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Beatrix von Storch (AfD), Armin-Paul Hampel und Alexander Gauland, Fraktionsvorsitzender der AfD, reagieren bei der Sitzung des Bundestags. (zu dpa "AfD kritisiert Impfstrategie - Vier Fraktionsmitglieder infiziert") Foto: Kay Nietfeld/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Bild: BR-Bild / dpa-Bildfunk/Kay Nietfeld zum Audio Sozusagen! Wieviel Störung verträgt die Demokratie?

Mit der AfD ist der Ton in deutschen Parlamenten in den letzten Jahren schärfer, hitziger, provozierender geworden - das ist nicht nur so ein subjektives Gefühl, das zeigt auch eine neue Studie: Prof. Heidrun Kämper hat am Leibniz-Institut für Deutsche Sprache in Mannheim die veränderte Debattenkultur untersucht - am Beispiel des Stuttgarter Landtags. Außerdem: Ein Kommentar zum aus unserer Sicht nervigsten Wort 2020: "Vorpreschen". [mehr]


Gedenket der Toten! Oder: Gedenket den Toten? Unser Experte Vincenz Schwab weiß nicht nur, was richtig ist, er kann es auch gut erklären. Verben, die ein Genitivobjekt regieren, das ist schon was für Genießerinnen und Kenner. Außerdem in dieser Hörerfragen-Sendung: "Die Weinschorle trinkt die Dame" - wenn Sätze zwar korrekt sind, aber trotzdem verwirrend. | Bild: Colourbox zum Audio Sozusagen! 400 Flüchtlinge wollen zehn EU-Länder aufnehmen

Gedenket der Toten! Oder: Gedenket den Toten? Unser Experte Vincenz Schwab weiß nicht nur, was richtig ist, er kann es auch gut erklären. Verben, die ein Genitivobjekt regieren, das ist schon was für Genießerinnen und Kenner. Außerdem in dieser Hörerfragen-Sendung: "Die Weinschorle trinkt die Dame" - wenn Sätze zwar korrekt sind, aber trotzdem verwirrend. [mehr]


Kommunikation und Corona | Bild: picture alliance / Andreas Franke zum Audio Sozusagen! Kommunikation und Corona

Aerosol, Ct-Wert, Viruslast, Impfstoff-Tracker: Im Gefolge von COVID-19 haben medizinische Fachbegriffe die Alltagssprache infiziert. Was bedeutet das für die Kommunikation? Verstehen wir all diese Begriffe, die seit ein paar Monaten so selbstverständlich zirkulieren, überhaupt richtig? Und wie beeinflusst es die Verständigung mit Ärzten? Antworten an der Schnittstelle zwischen Sprache und Krankheit gibt Theresa Schnedermann vom DFG-Netzwerk "Linguistik und Medizin". [mehr]


Clemens J. Setz über Kunstsprachen und Sprachkünstler | Bild: Karl Schöndorfer / picture-alliance zum Audio Sozusagen! Clemens J. Setz über Kunstsprachen und Sprachkünstler

Menschen, die sich Sprachen ausdenken - darum geht es im neuen Buch von Clemens J. Setz. Der Österreicher nimmt uns mit in die Welt der Plansprachen, zu deren Erfindern, Dichterinnen und Nutzern. Da ist ein blinder Russe, dessen Esperanto-Netzwerk die ganze Welt umspannt. Da ist der oberste Wächter der Sprache Volapük, ein älterer Herr in Bad Godesberg. Da ist der Emigrant Blitz, der verzweifelt gegen die Einzigen kämpft, denen sein Lebenswerk etwas brachte. Einiges davon erzählt Setz hier im Interview - alles andere in seinem Buch "Die Bienen und das Unsichtbare" (Suhrkamp). [mehr]


"Flugblätter", sagt Lenin, "sind eine sehr ernst zu nehmende Sache und von allen Arten der Literatur die allerwichtigste." Die Autoren Tobias Roth und Moritz Rauchhaus haben den Revolutionsführer beim Wort genommen und in einem neuen Buch die immense Flugblattproduktion des Zweiten Weltkriegs ergründet: Was für Botschaften werden da vermittelt? Wie? Und: An wen? Einblicke in eine irre Textsorte, die auf alle nur denkbaren Arten das Allerschwierigste versucht: Den Feind zum Aufhören zu bewegen. | Bild: Verlag Das kulturelle Gedächtnis. zum Audio Sozusagen! Feindflugblätter des Zweiten Weltkriegs

"Flugblätter", sagt Lenin, "sind eine sehr ernst zu nehmende Sache und von allen Arten der Literatur die allerwichtigste." Die Autoren Tobias Roth und Moritz Rauchhaus nehmen den Revolutionsführer beim Wort und ergründen in einem neuen Buch die immense Flugblattproduktion des Zweiten Weltkriegs: Was für Botschaften werden da übermittelt? Wie? Und: An wen? Einblicke in eine irre Textsorte, die auf alle nur denkbaren Arten das Allerschwierigste versucht: Den Feind zum Aufhören zu bewegen. [mehr]


Bis vor 100 Jahren haben Politiker in öffentlichen Reden eine ausgefeilte, komplexe Sprache benutzt. Mit dem Radio, dem Fernsehen, dem Internet änderte sich das. Im Fokus der politischen Rhetorik heute: Volksnähe. „Donald Trump ist mit seinen Tweets die extremste Weiterführung dieses Wandels“, sagt die Sprachwissenschaftlerin Ulrike Schneider, die gemeinsam mit KollegInnen einen Sammelband zum Thema herausgegeben hat. Wir zerlegen mit ihr Trumps Sprache und die Rhetorik der Populisten.  | Bild: dpa-Bildfunk / Evan Vucci  zum Audio Sozusagen! Trumps Sprache und die Rhetorik der Populisten

Bis vor 100 Jahren haben Politiker in öffentlichen Reden eine ausgefeilte, komplexe Sprache benutzt. Mit dem Radio, dem Fernsehen, dem Internet änderte sich das. Im Fokus der politischen Rhetorik heute: Volksnähe. "Donald Trump ist mit seinen Tweets die extremste Weiterführung dieses Wandels", sagt die Sprachwissenschaftlerin Ulrike Schneider, die gemeinsam mit KollegInnen einen Sammelband zum Thema herausgegeben hat. Wir zerlegen mit ihr Trumps Sprache und die Rhetorik der Populisten. [mehr]


Welchen Beitrag leistet Sprache bei der Verbreitung von Judenfeindlichkeit? - Diese Leitfrage stellt (und beantwortet) der Autor und Journalist Ronen Steinke in seinem neuen Buch "Antisemitismus in der Sprache: Warum es auf die Wortwahl ankommt". Bei uns erklärt er auch, was es eigentlich mit dem merkwürdigen Begriff "Antisemitismus" auf sich hat - und warum Münchens Jüdische Gemeinde so oft mit einem Konsulat verwechselt wird.  | Bild: Ronen Steinke zum Audio Sozusagen! Wieso Du besser nicht "Mischpoke" sagst

Welchen Beitrag leistet Sprache bei der Verbreitung von Judenfeindlichkeit? - Diese Leitfrage stellt (und beantwortet) der Autor und Journalist Ronen Steinke in seinem neuen Buch "Antisemitismus in der Sprache: Warum es auf die Wortwahl ankommt". Bei uns erklärt er auch, was es eigentlich mit dem merkwürdigen Begriff "Antisemitismus" auf sich hat - und warum Münchens Jüdische Gemeinde so oft mit einem Konsulat verwechselt wird. [mehr]


"Phänomene der Schmähung und Herabwürdigung, der Beschämung und der Bloßstellung" – die werden jetzt an der TU Dresden in einem eigenen Sonderforschungsbereich unter die Lupe genommen. Als "kulturelles Fundamentalphänomen", wie Lars Koch das nennt. Der Dresdner Beleidigungsforscher erzählt uns, welche Rolle die "Invektivität" heute spielt – in den sozialen Medien genauso wie im US-Wahlkampf. | Bild: Walter G. Allgöwer/imageBROKER zum Audio Sozusagen! Ein Beleidigungsforscher berichtet

"Phänomene der Schmähung und Herabwürdigung, der Beschämung und der Bloßstellung" - die werden jetzt an der TU Dresden in einem eigenen Sonderforschungsbereich unter die Lupe genommen. Als "kulturelles Fundamentalphänomen", wie Lars Koch das nennt. Der Dresdner Beleidigungsforscher erzählt uns, welche Rolle die "Invektivität" heute spielt - in den sozialen Medien genauso wie im US-Wahlkampf. [mehr]


„Im Mai 1968 träumte die Jugend von einer Welt, in der es verboten ist zu verbieten. Die neue Generation denkt nur daran, zu zensieren, was sie kränkt", schreibt die französische Autorin Caroline Fourest in ihrer neuen Streitschrift "Generation Beleidigt". Wir fragen: Welche Rolle spielt dabei die Sprache – in den sozialen Netzwerken wie im wirklichen Leben?  | Bild: dpa/ picture alliance zum Audio Sozusagen! „Generation Beleidigt“

"Im Mai 1968 träumte die Jugend von einer Welt, in der es verboten ist zu verbieten. Die neue Generation denkt nur daran, zu zensieren, was sie kränkt", schreibt die französische Autorin Caroline Fourest in ihrer neuen Streitschrift "Generation Beleidigt". Wir fragen: Welche Rolle spielt dabei die Sprache - in den sozialen Netzwerken wie im wirklichen Leben? [mehr]


Mit den Wörtern ist's wie mit den Menschen: Manche sieht man immer zusammen. Die Träume sind oft kühn, die Hoffnungen berechtigt, die Gründe triftig und die Farben allerbuntest. Der Autor Hans Hütt und die Dudenredaktion haben solche typischen Wortverbindungen nun genauer untersucht – ihre Zusammensetzung, ihre Sinnhaftigkeit und ihre Beliebtheit im Wandel der Zeit. | Bild: Duden Verlag, Montage: BR zum Audio Sozusagen! "Wilde Jahre, kühne Träume"

Mit den Wörtern ist's wie mit den Menschen: Manche sieht man immer zusammen. Die Träume sind oft kühn, die Hoffnungen berechtigt, die Gründe triftig und die Farben allerbuntest. Der Autor Hans Hütt und die Dudenredaktion haben solche typischen Wortverbindungen nun genauer untersucht - ihre Zusammensetzung, ihre Sinnhaftigkeit und ihre Beliebtheit im Wandel der Zeit. [mehr]


Joana Ortmann und Hendrik Heinze  | Bild: Hendrik Heinze zum Audio Sozusagen! Akzente haben, Akzente setzen

Sag mir, wie Du sprichst - und ich sage dir, woher Du kommst. Eine Sendung über richtige und falsche Akzente, präsentiert von der neuen Doppelspitze unseres Magazins: Joana Ortmann und Hendrik Heinze berichten hier künftig im Wechsel aus der Welt der Sprache(n). Das wird toll! [mehr]


Sprachwissenschaftler Vincenz Schwab vom Bayerischen Wöterbuch.
| Bild: Vincenz Schwab zum Audio Sozusagen! Das Buch, WAS wir heute empfehlen

"Das Versehen, WAS uns am Freitag, DEN 11. August in unserer großen LEICHTSINNIGKEIT unterlaufen ist, blieb zum Glück GANZ ODER GAR ohne Folgen." Ein Beispielsatz, der alles enthält, was unsere Hörerinnen und Hörer heute beschäftigt. Wie es richtig heißen muss, weiß unser Studiogast, der Sprachwissenschaftler Vincenz Schwab vom Bayerischen Wörterbuch. [mehr]


Michael John Gorman | Bild: Sebastian Gabriel/Picture Alliance zum Audio Sozusagen! Lieblingswort "Wischiwaschi": Ein Deutschlerner erzählt

Da kommt ein Ire nach München, tritt seine Stelle an - und lernt "in Windeseile perfekt Deutsch", wie es die Zeitung voll Anerkennung über ihn schreibt. Wir fragen Michael John Gorman vom neuen "Biotopia"-Museum, wie er unsere Sprache so schnell gelernt hat. Was ihm zu schaffen gemacht hat. Und wieso "Wischiwaschi" und "Zukunftsmusik" seine Lieblingswörter sind. [mehr]


Humboldt | Bild: Norbert Michalke / imageBROKER zum Audio Sozusagen! Warum uns bald die „Sprachdämmerung“ droht

Wir geben es zu: Der Buchtitel "Sprachdämmerung. Eine Verteidigung" (C.H. Beck) hat uns erst mal recht ratlos gemacht. Im Gespräch aber wird alles sehr schnell klar: Der bekannte Wissenschaftler Jürgen Trabant erzählt uns, wieso er eine Rückbesinnung auf Humboldt empfiehlt und den Niedergang der Sprache befürchtet - den der deutschen Sprache ganz besonders. [mehr]


Jakob Hessing | Bild: imago / gezett zum Audio Sozusagen! Warum ist das Pferd hier?

Wir stellen ein hochinteressantes neues Buch vor, "Der jiddische Witz" (C.H. Beck). Keine Scherzesammlung, sondern eine Studie über den Esprit, den Witz einer Sprache und seiner Sprecher*innen. Der in Polen geborene, in Deutschland aufgewachsene und in Israel lebende Germanist und Schriftsteller Jakob Hessing erzählt darin, wieso gerade im Jiddischen das Absurde so gut gedeihen konnte, das Witzige, das Mehrdeutige und Deutungsoffene. [mehr]


Er prägte uns: Zum Tod von Thomas Meyerhöfer | Bild: BR BILD zum Audio Sozusagen! Er prägte uns: Zum Tod von Thomas Meyerhöfer

Manche Sendungen möchte man überhaupt nie machen müssen - oder zumindest nicht so bald, so unverhofft und früh. Thomas Meyerhöfer war viele Jahre lang Stimme und Herz unseres Sprachmagazins. Jetzt ist er gestorben. Und lebt doch weiter in den Erinnerungen der Kollegen, die "Sozusagen!" mit ihm aufgebaut haben. [mehr]


Unser Sprachmagazin geht unter Leute – zu Gast im Gartengespräch ist heute der ehemalige Lehrer Bruno Habersetzer. Er hat sein ganzes Berufsleben lang die schönsten Schülerfehler gesammelt und erzählt, wie er daraus – mit Gottes Segel! – ein Buch machen will. | Bild: Colourbox zum Audio Sozusagen! Dann fiel er ins Komma

Unser Sprachmagazin geht unter Leute - zu Gast im Gartengespräch ist heute der ehemalige Lehrer Bruno Habersetzer. Er hat sein ganzes Berufsleben lang die schönsten Schülerfehler gesammelt und erzählt, wie er daraus - mit Gottes Segel! - ein Buch machen will. [mehr]


Buchcover "A Death in the Rainforest" von Don Kulick | Bild: Algonquin Books; Montage: BR zum Audio Sozusagen! Er war dabei, als eine Sprache starb

Wenn einer jahrzehntelang im Dschungel das Sterben einer Sprache dokumentiert, dann hat er was zu erzählen: Wir sprechen mit dem schwedischen Anthropologen Don Kulick über seine Arbeit in Papua-Neuguinea, über sein Buch "A Death in the Rainforest" und auch darüber, was ihn wirklich traurig macht. [mehr]


"Fermentierte Pfirsiche, weiße Gummibärchen, überreife Ananas, verrottete Bananen. Dazu kommt eine dezente Teernote, etwas Plastik, Apfelessig und ein Hauch von Lakritze." So klingt es, wenn der Schnaps-Sommelier Helmut Barro auf schlimmerdurst.net über Spirituosen schreibt. Wir sprechen mit ihm über richtige Ausdrücke für sinnliche Eindrücke, über Anklänge von Katzenurin und Erinnerungen an Wintergrünöl – kurzum also: Über die Kunst des Wahrnehmens und Beschreibens. | Bild: Carsten Koall/dpa. zum Audio Sozusagen! Anklänge von Katzenurin: Ein Schnapstester erzählt

"Fermentierte Pfirsiche, weiße Gummibärchen, überreife Ananas, verrottete Bananen. Dazu kommt eine dezente Teernote, etwas Plastik, Apfelessig und ein Hauch von Lakritze." So klingt es, wenn der Schnaps-Sommelier Helmut Barro auf schlimmerdurst.net über Spirituosen schreibt. Wir sprechen mit ihm über richtige Ausdrücke für sinnliche Eindrücke, über Anklänge von Katzenurin und Erinnerungen an Wintergrünöl - kurzum also: Über die Kunst des Wahrnehmens und Beschreibens. [mehr]


Wissen Sie, was uns besonders freut? Dass wir in Thailand genauso gehört werden wie in Teisendorf, in West Jordan (Utah) genauso wie in Wessobrunn. Wir wissen das, weil Sie uns immer wieder schreiben. Danke! Heute sucht der Sprachwissenschaftler Vincenz Schwab
mit uns nach Antworten auf Ihre Fragen. Er schaut, was es mit der im Radio so beliebten „Schalte“ auf sich hat und nimmt Sie mit in die Geheimwelt der „Heckenausdrücke“.
| Bild: Marcel Bieri/Keystone/picture alliance zum Audio Sozusagen! Funkjargon und Heckenausdruck

Wissen Sie, was uns besonders freut? Dass wir in Thailand genauso gehört werden wie in Teisendorf, in West Jordan (Utah) genauso wie in Wessobrunn. Wir wissen das, weil Sie uns immer wieder schreiben. Danke! Heute sucht der Sprachwissenschaftler Vincenz Schwab mit uns nach Antworten auf Ihre Fragen. Er schaut, was es mit der im Radio so beliebten "Schalte" auf sich hat und nimmt Sie mit in die Geheimwelt der "Heckenausdrücke". [mehr]


Buchcover "Sprachwitze" von Robert Sedlaczek
| Bild: Getty Images zum Audio Sozusagen! Robert Sedlaczek über Sprachwitze

Ich habe nicht nur einen Witz, sondern viele: Der Österreicher Robert Sedlaczek hat ein Buch über die Formen, Techniken und die jüdischen Wurzeln der "Sprachwitze" verfasst (Haymon) Zwischenspeicher: Pressesprecher und der Glaube an ihre Verlautbarungen. Von Friedrich Ani [mehr]


Ein "Pappenstiel" – kommt das: a) von einem böhmischen Fastnachtsbrauch, bei dem man sich mit einem Papp-Stab prügelte? b) vom niederdeutschen Wort für den verblühten Löwenzahn? Oder c) von Stühlen aus minderwertigem Pappel-Holz, die dauernd kaputtgingen? Mit solch schönen Rätselfragen zur Wortherkunft haben unser Gesprächsgast Andrea Schomburg und die Illustratorin Irmela Schautz jetzt ein ganzes Buch gestaltet, "Der geheime Ursprung der Wörter. Auf den Spuren von Mumpitz, Firlefanz und Wischiwaschi" (Verlag DuMont). | Bild: Martina Raedlein/chromorange. zum Audio Sozusagen! Mumpitz, Firlefanz und Wischiwaschi

Ein "Pappenstiel" - kommt das: a) von einem böhmischen Fastnachtsbrauch, bei dem man sich mit einem Papp-Stab prügelte? b) vom niederdeutschen Wort für den verblühten Löwenzahn? Oder c) von Stühlen aus minderwertigem Pappel-Holz, die dauernd kaputtgingen? Mit solch schönen Rätselfragen zur Wortherkunft haben unser Gesprächsgast Andrea Schomburg und die Illustratorin Irmela Schautz jetzt ein ganzes Buch gestaltet, "Der geheime Ursprung der Wörter. Auf den Spuren von Mumpitz, Firlefanz und Wischiwaschi" (Verlag DuMont). [mehr]


Buch "Die geheime Muster der Sprache" Ein Sprachprofiler verrät, was andere wirklich sagen
Patrick Rottler
Leo Martin | Bild: Redline Verlag, Montage: BR zum Audio Sozusagen! "Die geheimen Muster der Sprache"

"Was jemand willentlich verbergen will, sei es nur vor anderen, sei es vor sich selber, auch was er unbewusst in sich trägt: Die Sprache bringt es an den Tag." Wie recht Victor Klemperer mit seinem Ausspruch hat, das weiß wohl kaum jemand besser als unsere heutigen Gäste: Leo Martin und Patrick Rottler arbeiten als "Sprachprofiler" - sie erkennen Sprachmuster und überführen auf diese Weise Stalker und Erpresserinnen, Drohbriefschreiber und Fälscher. Was genau sie machen, erzählen sie bei uns und in ihrem Buch "Die geheimen Muster der Sprache" (Redline Verlag). [mehr]


“Empathy is a quality of character that can change the world” – so hat Barack Obama das mal formuliert. Und auch ohne eine Meile in seinen Schuhen gelaufen zu sein: Da könnte er recht haben, Einfühlungsvermögen hat noch selten geschadet. Medium aller Interaktion ist dabei meist die Sprache – und so beschäftigt sich jetzt auch die Linguistik mit der Empathie. Wir sprechen mit der Heidelberger Wissenschaftlerin Katharina Jacob über ihr Forschungsprogramm, erschienen unter dem Titel „Sprache und Empathie“ im Verlag de Gruyter. | Bild: Jens Büttner/dpa zum Audio Sozusagen! Neues Forschungsfeld: Sprache und Empathie

"Empathy is a quality of character that can change the world” - so hat Barack Obama das mal formuliert. Und auch ohne eine Meile in seinen Schuhen gelaufen zu sein: Da könnte er recht haben, Einfühlungsvermögen hat noch selten geschadet. Medium aller Interaktion ist dabei meist die Sprache - und so beschäftigt sich jetzt auch die Linguistik mit der Empathie. Wir sprechen mit der Heidelberger Wissenschaftlerin Katharina Jacob über ihr Forschungsprogramm, erschienen unter dem Titel "Sprache und Empathie" im Verlag de Gruyter. [mehr]


Rechte Wörter von Abendland über Klimawahn bis Zigeunerschnitzel | Bild: Carl-Auer Verlag zum Audio Sozusagen! Rechte Wörter - Lexikon von Andreas Graf Bernstorff

Rechte Wörter von Abendland über Toleranzfaschist bis Zigeunerschnitzel - Gespräch mit Andreas Graf von Bernstorff über sein Wörterbuch rechter Schlüssel-Begriffe (Carl Auer Verlag), über Henryk M. Broders Etikettierung der Stuttgarter Krawallnacht als "kleine Kristallnacht" und den Rechtsruck in der Alltagssprache. [mehr]


taz, Bürogebäude | Bild: picture alliance zum Audio Sozusagen! Das Zeitalter des Kolumnismus

Das Zeitalter des Kolumnismus. Wie eine taz-Kolumne zur Staatsaffäre wurde. Über keinen anderen Zeitungsartikel wurde in den vergangenen Tagen in Deutschland so viel gestritten, wurden so viele weitere Kolumnen geschrieben wie über die Kolumne "All cops are berufsunfähig" von Hengameh Yaghoobifarah. Etliche Strafanzeigen sind gestellt worden, Horst Seehofer beließ es schlussendlich bei einer Androhung derselben und lud stattdessen die Chefredaktion der Zeitung ins Bundesinnenministerium ein. Knut Cordsen über eine satirenumwobene Kolumne, die Selbstreferentialität des Kolumnismus-Betriebs und eine Kolumnismus-Aussteigerin früherer Tage [mehr]


„Jemand ist gegang', hat was mitgenomm', ist nicht wiedergekomm'!“, schreibt uns unsere Hörerin Monika Kunz – und will mit diesem Beispielsatz einen Missstand aufzeigen:  Immer mehr SprecherInnen, sagt Frau Kunz, verschleifen die Endungen oder lassen sie weg. „Ich empfinde diese Sprechweise als schlampig“, schreibt sie. Und fragt: „Gibt es Rettung? Einen Ausweg? Ein Machtwort?“ Antworten auf diese und weitere Zuschriften sucht mit uns der Münchner Sprachwissenschaftler Vincenz Schwab.  | Bild: Stephan Schulz/dpa/picture alliance zum Audio Sozusagen! Frau Kunz und die Verschlampung der Sprache

"Jemand ist gegang', hat was mitgenomm', ist nicht wiedergekomm'!", schreibt uns unsere Hörerin Monika Kunz - und will mit diesem Beispielsatz einen Missstand aufzeigen: Immer mehr SprecherInnen, sagt Frau Kunz, verschleifen die Endungen oder lassen sie weg. "Ich empfinde diese Sprechweise als schlampig", schreibt sie. Und fragt: "Gibt es Rettung? Einen Ausweg? Ein Machtwort?" Antworten auf diese und weitere Zuschriften sucht mit uns der Münchner Sprachwissenschaftler Vincenz Schwab. [mehr]


Als junge Frau findet Lena Zeise auf dem Flohmarkt ein altes Poesiealbum. Die Schrift kann sie nicht lesen, aber das Interesse ist geweckt. Über Jahre hinweg beschäftigt sich Zeise nun mit Schriften – ihrer Schönheit, ihrer Geschichte und ihrem Gebrauch. Nun liegt das Resultat ihrer Studien vor, ein so reich bebildertes wie anregend geschriebenes, rundherum einnehmendes Buch: „Schreibschriften – eine illustrierte Kulturgeschichte“ (Haupt Verlag). | Bild: Haupt Verlag zum Audio Sozusagen! Schreibschriften – eine Kulturgeschichte

Als junge Frau findet Lena Zeise auf dem Flohmarkt ein altes Poesiealbum. Die Schrift kann sie nicht lesen, aber das Interesse ist geweckt. Über Jahre hinweg beschäftigt sich Zeise nun mit Schriften - ihrer Schönheit, ihrer Geschichte und ihrem Gebrauch. Nun liegt das Resultat ihrer Studien vor, ein so reich bebildertes wie anregend geschriebenes, rundherum einnehmendes Buch: "Schreibschriften - eine illustrierte Kulturgeschichte" (Haupt Verlag). [mehr]


Straßenschild auf russisch | Bild: Alexander Welscher/picture alliance/dpa zum Audio Sozusagen! Russisch auf dem Rückzug

Am 6.6. ist "Internationaler Tag der russischen Sprache" - aber so viel Grund zum Feiern hat die womöglich gerade gar nicht. Wie unsere Moskau-Korrespondentin Sabine Stöhr uns berichtet, verliert das Russische in den einstigen Sowjetrepubliken rapide an Bedeutung. Noch aber hat Russland in der Region große Macht - und will sie auch für seine Sprache einsetzen. [mehr]


Autor Rolf-Bernhard Essig mit seinem Buch "Hand aufs Herz" | Bild: Duden-Verlag zum Audio Sozusagen! Menschliche Extremi- und neue Normalitäten

Willkommen in der "neuen Normalität": Anmerkungen von Friedrich Ani "Hand aufs Herz. Redensarten von Kopf bis Fuß und ihre wunderbaren Geschichten": Ein Gespräch mit dem Bamberger Sprichwort-Experten Rolf-Bernhard Essig über sein neues Buch (Duden) [mehr]


Mit dem Behelfsmundnasenschutz durch die Anderthalb-Meter-Gesellschaft: Eine Sozusagen-Sondersendung über die Sprache unserer Tage. | Bild: Willfried Gredler-Oxenbauer/APA zum Audio Sozusagen! Echt ansteckend: Die Sprache der Corona-Zeit

"Bayern senkt Grenzwert für Hotspots auf 35 Neuinfektionen". Oder: "RKI relativiert gestiegene Reproduktionsrate". Noch vor 100 Tagen hätte kein Mensch gewusst, was das bedeuten soll. Dann aber kam die Corona-Krise - und mit ihr die Versuche, das völlig neuartige Weltgeschehen in Worte zu fassen. Mit dem Behelfsmundnasenschutz durch die Anderthalb-Meter-Gesellschaft: Eine Sozusagen-Sondersendung über die Sprache unserer Tage. [mehr]


Stadtverwaltung Namibia | Bild: Reinhard Kaufhold/dpa-Zentralbild. zum Audio Sozusagen! Braai mit den Oukies: So spricht Namibia Deutsch

Echt irre, wo überall Deutsch gesprochen wird - zum Beispiel in Namibia! In Südafrikas Nachbarland ist Deutsch sogar Nationalsprache und auf vielen Schildern und Produkten zu sehen, für etwa 20.000 Namibier ist es auch die Muttersprache. Der Linguist Christian Zimmer erzählt uns, was das spezielle Deutsch der Namibier kennzeichnet - und welche Chancen er sieht, dass es die Sprache dort auch in 30 oder 50 Jahren noch gibt. [mehr]

Hörer fragen Sozusagen!