Bayern 2 - Sozusagen!

Bemerkungen zur deutschen Sprache

Sozusagen! Bemerkungen zur deutschen Sprache

Statt sich zu mokieren über den falschen Apostroph in "Anke's Bierstüberl", befasst sich "Sozusagen!" lieber mit Thomas Manns eigenwilliger Verwendung dieses Satzzeichens, die kein Duden ihm durchgehen ließe. Oder fragt, warum wir uns mit französischen Fremdwörtern ohne Probleme "arrangieren", weshalb sich aber alles in uns sträubt, ein dem Englischen entlehntes Wort wie "recyceln" zu flektieren. Eine Sendung für Liebhaber und nicht für Rechthaber der deutschen Sprache.

Die Bildkombo zeigt eine Frau, die am 17.11.2012 auf der Bühne bei der 34. Bundesdelegiertenkonferenz von Bündnis 90/DieGrünen in der Eilenriedehalle in Hannover die Reden in Gebärdenspräche übersetzen | Bild: Julian Stratenschulte/Jochen Lübke/dpa zum Audio Sozusagen! "Gebärdensprache ist international" – von wegen!

Der wohl größte Irrglaube unter Hörenden ist, dass die Gebärdensprache überall auf der Welt gleich ist - dabei gibt es weltweit mehr als 200 verschiedene! Die Deutsche Gebärdensprache (DGS) war lange Zeit unterdrückt; erst 2002 wurde sie als eigenständige Sprache anerkannt. Höchste Zeit, sie sich einmal genauer anzusehen. Im Sozusagen!-Gespräch gibt die taube Journalistin Iris Meinhardt Einblicke in ihre Muttersprache: Wie setzt man eine Gebärde in den Plural? Gibt es eigentlich Dialekte? Und: Erhitzen Anglizismen und das Gendern auch die Gemüter der Gehörlosen? (Eine schriftliche Version finden Sie unter br.de/kultur) [mehr]


Das Wort Rasse durchgestrichen in einem Wörterbuch
| Bild: picture alliance / Bildagentur-online/Ohde zum Audio Sozusagen! Wie umgehen mit dem rassistischen Erbe in unserer Sprache?

Dass das N-Wort nicht mehr geht, ist klar. Doch nicht immer sind die sprachlichen Spuren von Kolonialismus und Rassismus so leicht zu identifizieren wie in diesem Fall. Das zeigt die Literaturwissenschaftlerin Susan Arndt in ihrem neuen Buch "Rassistisches Erbe". Bei uns erklärt sie nicht nur, wie man problematische Wörter entdeckt - sondern auch, wie man sie umgeht. [mehr]


Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) redet bei der 1. Mai-Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) zum Tag der Arbeit. | Bild: picture alliance/dpa | David Young zum Audio Sozusagen! Rhetorische Kampfzonen: Wie der Krieg den Diskurs verschiebt

Hier "Kriegstreiber", dort "Lumpenpazifisten": Je länger der Krieg in der Ukraine andauert, desto schärfer wird die Debatte über ihn geführt. Eine Analyse mit der Diskurslinguistin Kristin Kuck. [mehr]


Florian Hornig (TSV Bayer 04 Leverkusen); Tag der Uberflieger am 12.07.2020 im Bezirkssportanlage in Essen-Ueberruhr Essen (Nordrhein-Westfalen).  | Bild: picture alliance / Beautiful Sports / Bernd Hoffmann zum Audio Sozusagen! Von Überfliegern und Shootingsstars

In dieser Folge geht es wieder um Aussprache und Ausdrucksweisen, die unseren Hörerinnen und Hörern auf die Nerven gehen: Warum häufen sich bei Fernsehmoderationen Konstruktionen wie "Kanzler Scholz, der reiste nach Paris"? Wie spricht man Journalismus korrekt aus? Und sind die Bezeichnungen "Shootingstar" und "Überflieger" nicht völlig unpassend - weil sie eigentlich das Gegenteil dessen bedeuten, was wir damit ausdrücken wollen? Sprachliche Phänomene - kurz erklärt (und erzählt!) von unserem Experten Vincenz Schwab! [mehr]


Lehrer Fabian Kirchmann (l) unterrichtet eine zweite Klasse der Liebenauschule.
| Bild: picture alliance/ dpa / Marijan Murat zum Audio Sozusagen! Wir sind eine (Schul-)Familie!

Eine Hörerin ist genervt davon, dass ständig von der "Schulfamilie" die Rede ist - und fragt, was man mit dieser Bezeichnung eigentlich bezweckt. Unser Sprachexperte Vincenz Schwab (Bayerische Akademie der Wissenschaften), der den Begriff ebenfalls abgedroschen findet, gibt Antworten. Außerdem geht er der Frage nach, ob uns Fortbildungen oder Gespräche "Spaß machen" oder eher "Freude bereiten". Und er erklärt, wie man den Namenszusatz von Iwan dem Schrecklichen richtig beugt. [mehr]


Schlacht der Worte: Sprache im französischen Wahlkampf  | Bild: picture alliance / ASSOCIATED PRESS zum Audio Sozusagen! Sprache im französischen Wahlkampf

Seit jeher geht es im französischen Wahlkampf sprachlich derb zu: Man teilt aus, provoziert, spitzt zu. Und bei den großen politischen Veranstaltungen gilt es, der Menge mit Worten einzuheizen. Dabei setzen die Kandidierenden von extrem rechts und links bewusst auf populistische Strategien. Sie wettern etwa gegen "die da oben", schüren Ängste vor einem "Untergang Frankreichs" - und verwenden auch mal Kriegsmetaphorik. Wie radikal ist die Rhetorik in diesem französischen Wahlkampf? Und was bedeutet es, wenn der Präsident den vulgären Begriff "emmerder" verwendet? Das ordnet der Romanist und Linguist Franz Lebsanft in unserem Sprachmagazin ein. [mehr]


Rindfleisch-Etikettierung-Scrabble | Bild: Picture alliance/dpa zum Audio Sozusagen! Warum die Wörter im Deutschen so lang sind

Im Internet gibt es millionenfach geklickte Videos über zungenbrecherische deutsche Bandwurmwörter. Auch Mark Twain klagte bereits 1880 über Wortungetüme wie "Generalstaatsverordnetenversammlungen". Warum sind die Wörter im Deutschen so lang - und sind sie wirklich so viel länger als in anderen Sprachen? Zu diesen Fragen hat der Sprachwissenschaftler, Dozent und Linguistik-YouTuber Ralf Methling ein Buch geschrieben. In unserem Sprachmagazin gibt er Antworten. [mehr]


Diplomatie/Eskalation | Bild: picture alliance / SULUPRESS.DE | Torsten Sukrow/SULUPRESS.DE zum Audio Sozusagen! Aufrüstung oder Ausrüstung? Wie der Krieg unsere Sprache verändert

Auch in unserem Sprachmagazin kommen wir am Krieg in der Ukraine nicht vorbei. Schließlich verändert er die Art und Weise wie wir sprechen. Und er wird auch sprachlich geführt, findet so seine rhetorische Fortsetzung. Denn Sprache ist nicht nur ein Abbild der Welt, in der wir leben, wir erzeugen sie damit. Sprache konstruiere die Wirklichkeit, sagt auch der Diskurslinguist Kersten Sven Roth im Interview. Trotzdem sei es wichtig, zwischen russischer Propaganda und der politischen Rhetorik in Deutschland zu unterscheiden. Ein Gespräch über den Sprachwandel nach der "Zeitenwende". [mehr]


Ukrainische Flagge auf dem die Straße gemalt | Bild: picture alliance / CHROMORANGE | Michael Bihlmayer zum Audio Sozusagen! Kiew oder Kyiv? Bemerkungen zur ukrainischen Sprache

Sprache ist Identität. Und die ukrainische Identität dem russischen Despoten ein Dorn im Auge. Kein Wunder also, dass der seine Angriffe auch gegen die ukrainische Sprache richtet. Nicht mehr als ein Dialekt des Russischen sei sie, hört man aus dem Kreml. Nun - offensichtlich hat man dort keine Ahnung. Das sagt die Slawistin und literarische Übersetzerin Claudia Dathe. Im Interview erzählt sie von der wechselhaften Geschichte des Ukrainischen. Berichtet von der "unaufgeregten Mehrsprachigkeit", die sie in der Ukraine kennengelernt hat. Und erklärt, warum wir in Zukunft Kyiv statt Kiew sagen sollten. Sozusagen! - In dieser Folge mal nicht mit Bemerkungen zur deutschen, sondern zur ukrainischen Sprache. [mehr]


Ein großer Äh-Sager: Edmund Stoiber | Bild: picture alliance zum Audio Sozusagen! Fabelhafte Floskel: Mehr "Äh" wagen!

In der Politik fürchtet man sie wie die Pest, im Rundfunk schneidet man sie einfach raus: Füllwörter wie "Äh" und "Ähm" haben einen ziemlich besch... eidenen Ruf. Zu Unrecht. Die Sprachwissenschaft hat Häsitationen längst rehabilitiert. Woran das liegt, erklärt die Linguistin Prof. Kerstin Fischer im Gespräch. Außerdem: Warum "Äh"-Sagen beim Absagen unerlässlich ist. Und: Wieso sogar Roboter mehr Mut zum "Äh" haben sollten. [mehr]


Traditionelle Mennoniten (Altkolonier) in Paraguay, Mutter mit Kind
| Bild: picture alliance / imageBROKER / zum Audio Sozusagen! Plautdietsch - eine Sprache auf Wanderschaft

Plautdietsch ist die Sprache der Mennoniten, die Ende des 18. Jahrhunderts aus dem Weichseldelta nach Südrussland, in die heutige Ukraine, auswanderten. Dort lebten sie in isolierten Dörfern, wo sie ihren Glauben, ihre Kultur und ihre Sprache pflegten und erhielten, bis sie in den folgenden Jahrhunderten wieder weiterzogen. Weltweit sprechen nur noch rund 500.000 Menschen Plautdietsch. Wie klingt diese "eingefrorene Sprache" heute, wie hat sie sich entwickelt? In unserem Sprachmagazin gibt die Russlandmennonitin Elina Penner Antworten auf diese Fragen. [mehr]


Die Anrede "Mitarbeiter*innen" ist in der Handreichung "Hinweise zur Umsetzung der geschlechtersensiblen Sprache für die Verwaltung der Landeshauptstadt Stuttgart" markiert und auf einem Bildschirm zu sehen.
| Bild: picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow zum Audio Sozusagen! Sternchen*Trouble

Doppelpunkte, Sternchen und Binnen-Is: Bei keinem Sprachthema sind die Lager so gespalten, wie in der Frage des geschlechtergerechten Sprechens. Was die einen als Bevormundung erleben, ist für die anderen nur ein Ausdruck von Respekt. Für manche ist es ein Spiel, andere halten es für eine Stolperfalle. In solchen Fällen hilft manchmal der Schritt zurück. Mit anderen Worten: Objektivität. Eine neue, repräsentative Studie hat danach gefragt, was junge Menschen zwischen 14 und 35 Jahren von der Genderdebatte halten. Im Sozusagen-Gespräch gibt die Studienleiterin Judith Barbolini Antworten. [mehr]


Die Operndiva Maria Callas vor einem Spiegel  | Bild: picture-alliance / dpa | Publifoto zum Audio Sozusagen! Die Callas, die Dietrich, die Merkel

Welches Signal wird gesendet, wenn insbesondere Frauen so bezeichnet werden? Bestimmter Artikel plus Eigenname. Mal sorgt das für mehr Glamour, mal aber auch für mehr Distanz. Vincenz Schwab (Bayerische Akademie der Wissenschaften) sondiert die Lage. [mehr]


Prikspijt wurde zum Wort des Jahres gewählt, einer jährlichen Initiative von Van Dale Publishers.  | Bild: picture alliance / ANP | Remko de Waal zum Audio Sozusagen! Letternkonfusion

Der Sprachakrobat Stephan Krass hat sich in seinem neusten Buch auf die "Spur der Buchstaben" begeben, und zeigt: Sie sind soziale Singles, super promiskuitiv - und möglicherweise Schuld an unser aller Vergesslichkeit. [mehr]


A Palestinian competitor shows his muscles during the Palestine Bodybuilding
Championship, in the West Bank city of Ramallah, on Dec. 18, 2021 | Bild: picture alliance / Xinhua News Agency | Chen Lin zum Audio Sozusagen! JE mehr Muskeln, JE besser?

Der zuweilen sehr freie umgangssprachliche Umgang mit Konjunktionen wundert unsere Hörerinnen und Hörer immer wieder. Vincenz Schwab (Bayerische Akademie der Wissenschaften) bringt Ordnung ins Chaos der Bindewörter, u.a. mithilfe der Versprecherforschung. [mehr]


Books written in the Quechua Indigenous language sit behind a student during aclass on medicinal plants, at a public primary school in Licapa, Peru.  | Bild: picture alliance/AP/Martin Mejia zum Audio Sozusagen! Billie Eilish auf Quechua

Wie klingt Billie Eilishs "Bad Guy" in der Andensprache Quechua? Was haben die Vereinten Nationen damit zu tun? Sind Bayerns Mundarten bedroht? Und: Wo käme das Gendersternchen in "Französinnen" hin? Viele Fragen (und einige Antworten) - hier in unserem Sprachmagazin. [mehr]


Eine Frau trägt eine Uniform der Bundeswehr. | Bild: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Patrick Pleul zum Audio Sozusagen! Ist die Bundeswehr eine Frau?

Diese Frage provoziert gleich die nächste: Kann man Sachbezeichnungen gendern? Vincenz Schwab (Bayerische Akademie der Wissenschaften) antwortet gewohnt präzise und diplomatisch - und markiert dabei auch die linguistische Grenze zwischen Höflichkeit und "Verständniserzwingung". [mehr]


Constanze Spieß präsentiert «Pushback» , das «Unwort des Jahres» 2021, auf
einem iPad bei einer Pressekonferenz an der PhilippsUniversität Marburg. | Bild: dpa-Bildfunk/Nadine Weigel zum Audio Sozusagen! PUSHBACK und IEL: Das Unwort und ein neues Pronomen

Flüchtende erreichen eine Grenze und werden dort zurückgedrängt - zum Beispiel, indem Grenzpolizisten sie mitsamt ihren Menschenrechten und in ihren Schlauchbooten zurück aufs offene Meer schleppen. Der Fachausdruck für solch gewaltsamen Grenzschutz heißt "Pushback" - und ist nun zum Unwort des Jahres 2021 gewählt worden. Was die Jury sich dabei dachte, sagt uns deren Sprecherin Constanze Spieß. Außerdem bei uns: Warum Französisch jetzt um ein geheimnisvolles neues Pronomen reicher ist. [mehr]


Deutschlands Gesundheitsminister Karl Lauterbach auf einer Pressekonferenz
| Bild: picture alliance / NurPhoto | Emmanuele Contini zum Audio Sozusagen! Geschockt oder doch lieber schockiert?

Welche Form ist richtig, welche "besseres" Deutsch? Warum ist der Dramatiker weit verbreitet, während der Drastiker kaum auftaucht? Und was unterscheidet die Katastrophe von der "Katastrofe"? Sprachexperte Vincenz Schwab (Bayerische Akademie der Wissenschaften) klärt auf. [mehr]


Zeichnung:Johann Gottfried Schadow/Digitalisat: Akademie der Künstle Berlin | Bild: Creativ Collection zum Audio Sozusagen! Als Humboldt Hawaiianisch lernte

"Als Humboldt lernte, Hawaiianisch zu sprechen": Die Autorin Rita Mielke erzählt in ihrem tollen neuen Buch die Geschichte der Menschheit als Geschichte der Sprachbegegnungen - da verschlägt es baskische Walfänger nach Island, einen Polynesier nach Berlin, eine Engländerin an den Hof von Thailand und einen Deutschen zu mongolischen Nomaden. [mehr]


Hello in the round | Bild: C. H. Beck zum Audio Sozusagen! Der Trouble mit unserem Englisch und wie man ihn shootet

Die gute Nachricht: Unser Englisch ist insgesamt besser geworden. Die schlechte: Es ist für Muttersprachler oft zum Brüllen komisch. Der Sprach-Kolumnist Peter Littger analysiert in seinem neuen Buch typische Symptome von uns "Denglischen Patienten". Let's become concrete! [mehr]


Ölgemälde von Joseph Karl Stieler  | Bild: gemeinfrei via Wikipedia/Ausschnitt: BR zum Audio Sozusagen! An diesem Wörterbuch wird seit 75 Jahren gearbeitet

Goethes gesamter Wortschatz, ermittelt aus all seinen Schriften: Im Dezember 1946 wurde dieses Mammutprojekt begonnen - und heute, im Dezember 2021, sind die Arbeiten auf der Zielgeraden. Warum dauert das so lange? "Manch einer mag‘s kaum glauben", sagt Undine Kramer vom Goethe-Wörterbuch - "aber 70 oder 80 Jahre sind nun wirklich kein besonders langer Zeitraum in der Lexikografie." [mehr]


Doggerland, Buchcover | Bild: Penguin zum Audio Sozusagen! Auf nach „Doggerland“ - Ein Trip an den Ursprung der Sprache

Die Schriftstellerin Ulrike Draesner hat sich auf die Suche nach den Wurzeln der Kommunikation begeben. Wie haben die Urzeit-Menschen gelebt, gedacht, gesprochen? Die Quellen sind rar. Hier sind Fantasie und Poesie gefragt. [mehr]


Carmen Wegge (SPD, Bundestagskandidatin für den Wahlkreis Starnberg - Landsberg am Lech) | Bild: BR BILD / SPD zum Audio Sozusagen! MdB Carmen Wegge - Poetry Slam und Politik

Die Hassmails an Markus Söder, das Fachchinesisch der Politik, Sonette über den Mindestlohn und natürlich das Gendern: Wir sprechen mit der Politikerin und Poetryslammerin Carmen Wegge (32, SPD), die im neuen Bundestag einiges vorhat - vor allem auch sprachlicher Art. [mehr]


Aus: Karl Krall, Denkende Tiere, Beiträge zur Tierseelenkunde auf Grund eigener Versuche | Bild: picture alliance / akg-images zum Audio Sozusagen! Mit Pferden ins dunkle Herz der Sprache

Clemens J. Setz, frisch gekürter Georg-Büchner-Preisträger, lässt in seiner Dankesrede den Tierpsychologen Karl Krall wieder aufleben. Einen Mann, der Pferden das Sprechen und Denken beibringen wollte. [mehr]


Schriftsteller Michael Hugentobler | Bild: @Dominic Nahr/dtv zum Audio Sozusagen! Allein die Beschreibung des Otters! Das Glitzern seines Fells!

"Diese sichtbare Arbeit an einzelnen Definitionen! Dieses allmähliche Entstehen einer fremden Welt!" - Michael Hugentoblers Roman "Feuerland" hat eine ungewöhnliche Hauptfigur: Ein Wörterbuch der untergegangenen südamerikanischen Yamana-Sprache, verfasst per Hand und in jahrzehntelanger Liebesmüh von einem Missionar. Wer diesen Schatz in die Hände bekommt, gerät ins Schwärmen und Träumen. Wieviel Wirklichkeit in diesem Roman steckt und wieviel Melancholie, erzählt uns Hugentobler im Sozusagen!-Gespräch. [mehr]


The Phoenix a fabulous bird which at the end of life makes a nest which it sets on fire and burns
itself to ashes, then comes to life again. Woodcut from a 1669 edition of ''Historiae animalium' 'by Conrad
Gesner.' | Bild: picture alliance/United Archives/WHA zum Audio Sozusagen! Europa - wie ein "Phönix aus der Asche"?

Die Euro-Staaten verhalten sich oft "wie Hund und Katze", an der Sprache aber zeigt sich, dass sie "ein Herz und eine Seele" sind. Rolf-Bernhard Essig beweist in seinem Buch "Phönix aus der Asche" an Sprichwörtern, wie nah wir uns in Europa sind. [mehr]


Szenenbild  | Bild: colourbox.com zum Audio Sozusagen! Die Lingua Franca der Unterwelt

Spitzbubensprache, Gaunersprache, Geheimsprache: Was in den vergangenen Jahrhunderten über das Rotwelsch geschrieben wurde, das strotzte meist nur so vor Ablehnung. Anders bei Martin Puchner: Unser Gast ist Harvard-Professor und erzählt in seinem neuen Buch nun SEINE Geschichte dieser Sprache - als Liebes- und als Familiengeschichte. [mehr]


Nobelpreisträgerin Herta Müller | Bild: picture alliance / Horst Rudel zum Audio Sozusagen! Herta Müller: „Jede Sprache hat andere Augen“

Herta Müller bekommt den Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache 2021 - als "Kämpferin gegen Totalitarismus jeder Färbung, auch in der Sprache", so begründet es die Jury. Im Exklusiv-Interview erzählt die Literaturnobelpreisträgerin in Bayern 2, wie sie mit Sprache die Angst überwunden hat. [mehr]


Eine Lehrerin schreibt in einer Grundschule Wörter mit «Sp» am Anfang auf eine Tafel | Bild: dpa/Sebastian Gollnow zum Audio Sozusagen! Mittendrin in der Rechtschreibkatastrophe

Wie schreibt man das? Wie ist es richtig? Wenn das einer weiß, dann ja wohl die Deutschlehrerin. Unser Gast Fabian Bross von der Universität Stuttgart hat uns da allerdings Ernüchterndes mitzuteilen: Er erzählt, wie er angehende Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer die Rechtschreibfehler in einem Text suchen ließ - und wie beklagenswert schlecht seine Probanden dabei abschnitten. Nun sagt er: "Wir sind mittendrin in der Rechtschreibkatastrophe. Die Lehramtsausbildung muss sich verändern!" [mehr]


Tausende demonstrieren beim 8. Globalen Klimastreik mit Fridays for Future in der
Kölner Innenstadt. | Bild: picture alliance / Geisler-Fotopress | Christoph Hardt zum Audio Sozusagen! Aktivismus: Ein Wort und seine Karriere

Aktivistinnen und Aktivisten, die sich fürs Klima, für Gleichberechtigung, für Menschenrechte einsetzen, sind heute eine mediale Macht. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter diesem Wort? Knut Cordsen über einen weltweit populären Begriff und seine über 100-jährige Geschichte. [mehr]


Boxer im Anzug  | Bild: Colourbox zum Audio Sozusagen! Ich bäx' ihn auf die Augen, bis sie trüffen

"Sterben" ist ein starkes Verb. Beugt man es, dann ändert es seinen Stammvokal: sterben - starb - gestorben. "Erben" klingt zwar ganz ähnlich, ist aber ein schwaches Verb: erben - erbte - geerbt. Für die "Gesellschaft zur Stärkung der Verben" (GSV) ist das eine große Ungerechtigkeit. Sie eilt den schwachen Verben zu Hilfe - und erfindet Formen wie: erben - arb - georben. Kilian Evang von der GSV erzählt uns mehr über die Sprache "Neutsch", die so entstanden ist - und gibt auch Auskunft, wie ernst er das alles meint. [mehr]


Kanzlerin Merkel stellt sich Fragen der Hauptstadtjournalisten | Bild: picture alliance/dpa | Wolfgang Kumm zum Audio Sozusagen! Angela Merkels Sprache – was bleibt?

Bald tritt Angela Merkel als Bundeskanzlerin ab. Sie hat Deutschland in der Finanz-, Migrations- und Corona-Krise regiert und dabei die Politik geprägt. Was wird sie sprachlich hinterlassen? Ihr Stil gilt als nüchtern. Aber im Merkel-Duktus steckt mehr. Zum Beispiel Humor. [mehr]


Afrikanischer Elefant, Weibchen mit Baby, Suedafrika, Lowveld, Krueger Nationalpark | African elephant (Loxodonta africana), female with pup, South Africa, Lowveld, Krueger National Park | Bild: picture alliance / blickwinkel/McPHOTO/B. Fraatz zum Audio Sozusagen! Von singenden Mäusen und quietschenden Elefanten

Tiere sind kreative Sprachkünstler. Sie erfinden die ungewöhnlichsten Laute. Wie sie kommunizieren und was Menschen lernen können, wenn sie ihnen richtig lauschen, beschreibt die Bioakustikerin Angela Stöger in ihrem neuen Buch. [mehr]


Paar winkt in die Kamera | Bild: Colourbox zum Audio Sozusagen! Schreiben Sie uns, wir begrüßen das!

"Politiker begrüßen Einigung über Gaspipeline" - solche Überschriften sind unserem Hörer Ernst B. nicht geheuer. Ob unser geschätzter Sprachwissenschaftler Vincenz Schwab da Rat weiß? Heute beschäftigen ihn auch der Unterschied zwischen "sicher" und "sicherlich" sowie die indirekte Rede: "Der Wetterdienst hätte gut gewarnt" und "Der Wetterdienst habe gut gewarnt", das ist eben doch nicht ganz das Gleiche. Und wenn Sie auch Fragen haben: sozusagen@bayern2.de. [mehr]


Auf einer Deutschlandfahne liegt ein Schriftzug mit Gendersternchen.
| Bild: picture alliance / ZB | Z6944 Sascha Steinach zum Audio Sozusagen! Wahlkampf als Sprachkampf

Hate Speech, Deutsch light, Gendern: Sprachbezogene Themen spielen eine immer größere Rolle in den Wahlprogrammen. In seinem Buch "Sprachkampf" (Dudenverlag) beleuchtet Prof. Henning Lobin, Direktor des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache, die Hintergründe dieser Entwicklung. [mehr]


Bayern, Vaterstetten: Leichtathletik: Deutsche Meisterschaft im Mehrkampf im Sportzentrum, Siebenkampf, Frauen: Eine Teilnehmerin testet vor dem Start über 100m Hürden ihren Startblock. Am 02.06.2021 findet der jährliche Welttag des Laufens (Global Running Day) statt. (zu dpa-Korr "Die Geschichte des Laufens - vom Jäger bis zum Jogger") Foto: Sven Hoppe/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Bild: BR BILD / dpa / Sven Hoppe zum Audio Sozusagen! Hier ist Ambiguität am Start

"Früher starteten 100m-Läufer und Flugzeuge, heute startet fast alles", schreibt uns unser Hörer Günter D. aus München. Ihn befremdet's, uns interessiert's! Außerdem sprechen wir mit unserem Experten Vincenz Schwab über die Mode, einen Satz mit "ja?" zu beenden. Und es geht um "Ambiguität" - die auch für Sprachfreunde interessante Frage also, was man wohl bekommt, wenn man sagt: "Ich nehme das Schnitzel mit Pommes oder Salat." [mehr]


Christine Coring, Das Levikon | Bild: Christine Coring, Das Levikon / Kunstmann Verlag  zum Audio Sozusagen! Das Levikon

Wo der Duden mit seinem Latein am Ende ist, beginnt "Das Levikon". Eine Sammlung, in der Wörter aus Alltag, Mundart, Dialekt und Slang völlig gleichberechtigt nebeneinanderstehen. Ergänzt von fast vergessenen Begriffen und solchen, die gerade erst erfunden wurden. Sprache als schier grenzenloses Spiel. [mehr]


Bienenwabe | Bild: Colourbox zum Audio Sozusagen! Wissenswertes über Tamazight und Yaakunte

In Marokko spricht man nur Arabisch - oder? Und in Algerien doch auch? Was viele gar nicht wissen: Viele Millionen Nordafrikanerinnen und Nordafrikaner unterhalten sich gern und häufig in einer der sogenannten "Berbersprachen", etwa Tamazight. Unsere Korrespondentin weiß mehr. Außerdem besuchen wir eine Volksgruppe in Kenia, die sich auf die Bienenzucht spezialisiert hat - und deren Sprache mit all dem darin gesammelten Fachwissen gerade stirbt. [mehr]


Autokorso
| Bild: picture alliance/dpa | ZB zum Audio Sozusagen! Belastete Begriffe

Ist der "Patriotismus" nur der nette Bruder des "Nationalismus" oder selbst ein Kampfbegriff? Ist die "Heimat", die der AfD-Abgeordnete meint eine andere als die des Grünen-Kandidaten? Und wer gehört zur Elite? Der Sammel-Band "Sprachgewalt" (Dietz Verlag) verhandelt belastete Begriffe. [mehr]


Tu Dus Projekt anläßlich der 70. Berlinale in Berlin, Deutschland
| Bild: picture alliance/dpa | Karl-Heinz Spremberg zum Audio Sozusagen! Ich denke, also notiere ich

Denken wir eigentlich in Sprache? Darüber debattieren Sprachphilosophen und Neurolinguisten. Der Medienwissenschaftler Hektor Haarkötter findet in diesem Kontext Notizzettel bemerkenswert und hat ihnen ein Buch gewidmet. Wer den Menschen beim Notieren zusieht, schreibt er, kann ihnen beim Denken zusehen. [mehr]


Das Wort Notausgang spiegelverkehrt auf einer Tür, aufgenommen am 22.08.2017 | Bild: Frank May / picture alliance zum Audio Sozusagen! Dominik kann fließend rückwärts sprechen

Als wir neulich von diesem Mann erfahren haben, da war uns sofort klar: Der muss in unsere Sendung! Jetzt ist Dominik Kalus da - und erzählt uns von seinem ganz besonderen Talent. [mehr]


Werbung der für Wohnungen, Wasserstadt Mitte, Heidestraße, Mitte, Berlin, Deutschland
| Bild: picture alliance/Bildagentur-online/Schöning zum Audio Sozusagen! Terrorsprache

"Wörter sind nicht unschuldig", hieß es 1957 im Nachschlagewerk "Aus dem Wörterbuch des Unmenschen". Damals ging es darum zu zeigen, wie die Nazis die Sprache prägten. Der Autor Stefan Gärtner knüpft mit seinem "Wörterbuch des modernen Unmenschen" locker daran an - nur enttarnt er heute die aktuelle "Terrorsprache" in Politik, Medien, Werbung und Sport. [mehr]


Heißt es „im Iran“ oder „in Iran“? Bin ich ein Revanchist, wenn ich „Warschau“ sage statt „Warszawa“? Wieso heißt Birma eigentlich jetzt Myanmar? Und wer legt das alles fest? Antworten auf diese Fragen gibt uns der „Ständige Ausschuss für geographische Namen“ -  in Gestalt seiner Mitglieder Elfriede Wischhöfer, Lutz Kuntzsch und Helge Paulig. | Bild: Colourbox zum Audio Sozusagen! So heißen diese Orte wirklich

Heißt es "im Iran" oder "in Iran"? Bin ich ein Revanchist, wenn ich "Warschau" sage statt "Warszawa"? Wieso heißt Birma eigentlich jetzt Myanmar? Und wer legt das alles fest? Antworten auf diese Fragen gibt uns der "Ständige Ausschuss für geographische Namen" - in Gestalt seiner Mitglieder Elfriede Wischhöfer, Lutz Kuntzsch und Helge Paulig. [mehr]


Konvent, Roskilde Festival 2019
| Bild: picture alliance / Photoshot zum Audio Sozusagen! Vincenz Schwab beantwortet Fragen der Hörer:innen

Das Kopfschütteln gehört seit Jahrhunderten zur alltäglichen Verständigung. Doch der Nick-Schüttel-Code, wie es die Kommunikationswissenschaft nennt, kann für viele Missverständnisse sorgen, auch rein sprachlich betrachtet: Heißt es nun etwa "den Kopf schütteln" oder "mit dem Kopf schütteln"? Antworten von Vincenz Schwab von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. [mehr]


Soll unser Land wirklich mehrsprachig sein? So zumindest durfte es ja die Schriftstellerin Olga Grjasnowa neulich bei uns fordern. Wir schauen nun, was die Wissenschaft dazu sagt, genauer gesagt: Die Professorin Claudia Maria Riehl und ihre "Internationale Forschungsstelle für Mehrsprachigkeit".  | Bild: Arno Burgi/dpa zum Audio Sozusagen! Türkisch-Kurse für alle

Soll unser Land wirklich mehrsprachig sein? So zumindest durfte es ja die Schriftstellerin Olga Grjasnowa neulich bei uns fordern. Wir schauen nun, was die Wissenschaft dazu sagt, genauer gesagt: Die Professorin Claudia Maria Riehl und ihre "Internationale Forschungsstelle für Mehrsprachigkeit". [mehr]

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