Bayern 2 - radioWissen


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Zwischen Magmafluss und Meeresbeben

Von: Florian Hildebrand

Stand: 07.02.2013 | Archiv

Planet ErdeGy

Faszinierend und bedrohlich zugleich, was da im brodelnden Erdinneren, in "Hot spots" und an den Randzonen der Erdplatten passiert. In den unterseeischen Landschaften sind die geologischen Veränderungen sehr dynamisch. Tausende von wissenschaftlichen Horchposten registrieren die Unruhe der Erde und versuchen rechtzeitig zu warnen, denn das Zerstörungspotenzial von Erdbeben ist oft enorm. Wirtschaftlicher Nutzen durch Erdölvorräte, Gas oder Gashydrate, wirtschaftlicher Schaden durch Naturkatastrophen - der Meeresgrund hat alles zu bieten.

Das zähflüssige Erdinnere kreist in der Schale des Erdmantels. Heißes drängt nach außen, Kaltes sinkt nach innen. Die kontinentalen und die ozeanischen Platten treiben auf dem zähflüssigen Erdmantel. Plattenteile stoßen zusammen und treiben auseinander, verschieben sich gegeneinander und lösen bei Kollisionen an ihren Randzonen gewaltige Erdbeben aus. Diese Unruheherde werden von so genannten "Hot spots" markiert (u.a. die Kamtschatka-Halbinsel, der Kurilen-Graben, Hawaii und Galapagos, aber auch Island).

Außerdem lagern im Meeresboden große Öl- und Gasreserven. Derzeit wird 2.000, bald auch 3.000 Meter tief gebohrt, um neue Quellen zu erschließen. Und es werden andere Energieträger gesucht, wobei eine besonders vielversprechende Energiereserve die Gashydrate sind. Sie zu erschließen ist aber derzeit noch mit erheblichem Risiko verbunden...


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