Bayern 2 - radioWissen


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Von Winterschlaf bis Winterruhe

Von: Christian Sepp / Sendung: Brigitte Schulz

Stand: 07.12.2018

Europäischer Igel im Winterschlaf | Bild: picture-alliance/dpa
Mensch, Natur und UmweltMS, RS, Gy

Die kalten Wintermonate mit Eis und Schnee stellen für alle Tiere in freier Wildbahn eine große Herausforderung dar. Im Laufe der Evolution haben sie verschiedenste Mechanismen entwickelt, diese schwere Zeit zu überstehen.

Wenn die Tage kürzer werden und der Winter ins Land zieht, dann brechen für die Tiere in freier Wildbahn harte Zeiten an. Langsam fallen die Temperaturen, Schnee und Eis bedecken die Landschaft und das Nahrungsangebot wird immer weniger. Wer sich nicht den Strapazen des Winters aussetzen möchte, hat längst das Land in Richtung wärmerer Gefilde verlassen, wie beispielsweise die Zugvögel. Und wer keine Flügel hat muss sehen, wie er mit Kälte und Futterknappheit zurechtkommt. Im Laufe der Evolution hat die Natur mehrere Mechanismen entwickelt, mit deren Hilfe die Wildtiere die kalte Jahreszeit überstehen. Entscheidend dafür ist die Fähigkeit, die eigene Körpertemperatur regulieren zu können. Gleichwarme Tiere, die in der Lage sind, ihre Körpertemperatur unabhängig von der Umwelt steuern zu können, halten Winterschlaf oder Winterruhe. Wechselwarme Tiere, deren Körpertemperatur der Umgebungstemperatur entspricht, fallen in Kältestarre.

Säugetiere

Haselmaus im Winterschlaf | Bild: picture-alliance/dpa zur Übersicht Tierische Überlebensstrategien Winterschlaf und Winterruhe

Tiere, die Winterschlaf oder Winterruhe halten, haben ein Merkmal gemeinsam: Sie sind in der Lage, ihre Körpertemperatur unabhängig von der Temperatur ihrer Umwelt auf einen konstanten Temperaturwert regulieren zu können. [mehr]

Wechselwarme Tiere

Grasfrosch im Schnee | Bild: picture-alliance/dpa zur Übersicht Tierische Überlebensstrategien Kältestarre

Sogenannte wechselwarme Tiere, die nicht in der Lage sind, ihre Körpertemperatur zu regulieren, fallen bei niedrigen Temperaturen in einen Zustand, den man als Kältestarre bezeichnet. Dieser Zustand gleicht einer Art Ohnmacht. [mehr]

Ab in den Süden?

Schwarm mit Staren | Bild: picture-alliance/dpa zur Übersicht Tierische Überlebensstrategien Zugvögel

Fast die Hälfte der einheimischen Vogelarten fliegt im Herbst gen Süden, um den winterlichen Strapazen zu entfliehen. Vogelarten, die verschiedene Jahreszeiten an unterschiedlichen Orten verbringen, bezeichnet man als Zugvögel. [mehr]

Hätten Sie's gewusst?

Quiz - Fragezeichen | Bild: colourbox.com zur Übersicht Tierische Überlebensstrategien Testen Sie Ihr Wissen!

Schon lange fasziniert der Winterschlaf die Wissenschaft. Wie schaffen es die Tiere, monatelang kalt und fast bewegungslos zu verbringen, ohne Schaden zu nehmen? Was wissen Sie über die Überlebensstrategien der Tiere? [mehr]

Audio

Darstellung: Bär erwacht aus Winterschlaf | Bild: picture-alliance/dpa zum Audio Tierisches Überleben Von Winterschlaf bis Winterruhe

Die Natur hat die unterschiedlichsten Mechanismen entwickelt, damit Tiere auch durch den härtesten Winter kommen: Sie lassen sich ein dickes Fell wachsen, fallen in Winterschlaf oder Kältestarre und legen Vorräte an. (Lernmaterialien zum Thema unter http://www.radiowissen.de) [mehr]


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