Bayern 1 - Musik


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Star der Woche Phil Collins

Kräftig und konzentiert - so mag der Weltstar die Musik. Schließlich ist der frühere Genesis-Frontmann auch Schlagzeuger. Unser Star der Woche!

Stand: 03.02.2014

Illustration "Phil Collins" | Bild: Warner Music/Neale Haynes; Montage: BR

Die Musik ist sein Ventil. Jede Menge Persönliches hat Eingang in seine Songs gefunden. Dreimal geschieden - verarbeitet er immer wieder mal Eheprobleme in seiner Musik. So beständig seine Kunst, so zerrissen sein Privatleben - ein Wechselbad. Bei der dritten Scheidung kassierte seine Ex 32 Millionen Euro. Es soll die teuerste im britischen Showgeschäft gewesen sein.

Schon früh ein Showtalent

Phil Collins ist 1951 in London geboren. Als Fünfjähriger hat er auf einem Spielzeug-Schlagzeug mit dem Trommeln begonnen. Auch seine schauspielerischen Talente brachte er schon in jungen Jahren zur Geltung. 1964 hat er als Komparse in dem Beatles-Film "A Hard Day's Night" mitgespielt.

Genesis-Mitglied

Genesis-Mitglieder 1983: Phil Collins, Mike Rutherford, Tony Banks

Er war Mitglied in einer Schulband und bewarb sich 1970 als Drummer bei Genesis. Als Peter Gabriel 1975 die Rockband verließ, übernahm Collins den Part des Leadsängers. Der Stil der Band änderte sich: vom progressiven Rock hin zum Mainstream Rock-Pop. Die Alben kletterten in die Hitparaden, der Titelsong von "Invisible Touch" wurde 1986 sogar Nummer 1 in den US-Charts.

Solo-Karriere

1996 trennte er sich von Genesis für seine Solokarriere, die Bande wurden aber nie völlig zerschnitten. 2007 trat die Band noch einmal zu einer gemeinsam Welttournee an.

Schon mit seiner ersten Single "In The Air Tonight" konnte Collins weltweit einen Hit landen. Sein erfolgreichstes Album: die 1985-er Scheibe "No Jacket Required" mit den drei Tophits "Sussudio", "One More Night" und "Separate Lives".

Collins ist auch als Schauspieler und Filmmusik-Komponist erfolgreich. In dem Film "Buster" über den Großen Postraub in England spielte er 1988 die Hauptrolle. Er komponierte den Soundtrack zu dem Disney-Trickfilm "Tarzan" und bekam für den Song "You'll Be In My Heart" einen Oscar.

Abschied auf Raten?

Phil Collins beim Tarzan-Musical in Stuttgart

Für "Another Day in Paradise" gab es 1989 einen Grammy. In 1990-er Jahren wollte es mit den Hits dann nicht mehr so klappen. Als Live-Musiker füllte Collins aber immer noch Stadien. 2003 gab er seine erste Abschiedstournee bekannt. Der Titel "The First Final Farewell Tour" war eine ironische Anspielung auf die um sich greifende Manier von Künstlern, jedes Jahr aufs Neue "Good-bye" zu sagen.

2009 erklärte er, definitiv keine Live-Konzerte mehr zu spielen. Collins war gesundheitlich anschlagen. Schon 2002 hörte er auf dem linken Ohr kaum mehr. 2009 war nach einer Operation eine Hand taub, er konnte nicht mehr Schlagzeug spielen. 2011 hieß es dann, jetzt sei wirklich Schluss. Schon bald darauf gab es ein Dementi. Gerade schreibt Phil Collins zusammen mit Adele, die den 007-Hit "Skyfall" sang, an neuen Songs.


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