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"Manifesto" Videokunstprojekt mit Cate Blanchett

Der Videokünstler Julian Rosefeldt hat mit Oscar-Preisträgerin Cate Blanchett ("Herr der Ringe"-Trilogie, "Blue Jasmine", "Aviator") das Videokunstprojekt "Manifesto" realisiert. "Manifesto" ist in Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk entstanden, gefördert vom Medienboard Berlin-Brandenburg. Rosefeldt lässt Cate Blanchett zwölf Künstlermanifeste zu verschiedenen Kunstgattungen rezitieren. Das Projekt wird sowohl als multikanale Installation, als auch als Festivalauswertung mit späterer Fernsehnutzung veröffentlicht.

Stand: 06.02.2017

Dr. Cornelia Ackers (Redaktion Kino und Debüt, BR), Cate Blanchett in ihrer Rolle als Nachrichtensprecherin und Julian Rosefeldt (Regisseur).

Die dreizehnteilige Filminstallation „Manifesto“ des in Berlin lebenden Film- und Videokünstlers Julian Rosefeldt (geb. 1965 in München) ist eine Hommage an die poetische Sprengkraft der großen Künstlermanifeste der letzten hundert Jahre. Die australische Schauspielerin und zweifache Oscar-Preisträgerin Cate Blanchett spielt darin verschiedene moderne Charaktere in Alltagssituationen und zitiert dabei Passagen aus Manifesten von bildenden Künstlern, Schriftstellern, Architekten, Performern und Filmemachern. Zu neuen Textcollagen arrangiert, treten die rebellischen Texte von Filippo Tommaso Marinetti, André Breton, Tristan Tzara, Kasimir Malewitsch, Sol LeWitt, Claes Oldenburg, Goerge Maciunas, Lebbeus Woods, Yvonne Rainer, Guy Debord, Jim Jarmusch und vielen anderen in einen unerwarteten Dialog miteinander. Cate Blanchett übernimmt mit diesen zum Teil pamphletischen und hoch emotionalen Texten z.B. die Rolle einer Trauerrednerin, einer Nachrichtensprecherin oder eines Obdachlosen. In jeder dieser unterschiedlichen Rollen zeigt sie ihre Wandlungsfähigkeit und spricht oder singt ihre Rollentexte auch in verschiedenen Sprechweisen - etwa in schottischem, amerikanischem oder britischem Akzent.

Die Installation stellt die Frage, inwieweit diese Manifeste – geschrieben im Geist eines Korrektivs gegenüber der Gesellschaft ihrer Zeit – heute noch aktuell sind und die darin formulierten Visionen umsetzbar wären. Julian Rosefeldts komplexe Bildwelten, Cate Blanchetts schauspielerische Verwandlungskunst und die appellative Kraft der zitierten Texte verschmelzen in Manifesto zu einem vielschichtigen Gesamtkunstwerk. Julian Rosefeldt, dessen Werke unter anderem im Museum of Modern Art, New York, in der Royal Academy of Arts, London und im Kunstmuseum Bonn gezeigt wurden, hat die Manifeste in eine eigene Sprachform gebracht, sie in unerwartete heutige Kontexte gesetzt und bei "Manifesto" Regie geführt.

"Manifesto" wird sowohl als multikanale Installation - für die Julian Rosefeldt bekannt ist - veröffentlicht, als auch als Festivalauswertung mit späterer Fernsehnutzung. Die Fernsehpremiere wird voraussichtlich 2018 im BR Fernsehen sein.

Informationen zum Projekt 
Buch und Regie:Julian Rosefeldt
Darstellerin:Cate Blanchett
Redaktion BR:Cornelia Ackers
Produktion:Julian Rosefeldt und Schiwago Film GmbH in Koproduktion BR
Festival:Sundance Filmestival, Januar 2017
Drehzeitraum:Dezember 2014 bis Januar 2015
Drehort:Berlin, Cottbus

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