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Vor der Wahl USA-Schwerpunkt in ARD-alpha

Selten zuvor hat ein US-amerikanischer Präsident stärker polarisiert als Donald Trump. Die USA sind tief gespalten, Amerikas Ansehen und Vorbildrolle in der Welt beschädigt. Die Corona-Pandemie verschärft die Krise zusätzlich. Unmittelbar vor den Präsidentschaftswahlen am 3. November zieht ein einwöchiger USA-Schwerpunkt in ARD-alpha Bilanz. Dokumentationen, Reportagen und Gespräche beschreiben von Samstag, 24. Oktober, bis Sonntag, 1. November 2020 den politischen und kulturellen Zustand der Vereinigten Staaten nach vier Jahren Donald Trump.

Stand: 21.10.2020

Bereit für die 2. Runde als US-Präsident: Donald Trump im Wahlkampf. | Bild: BR/NDR

Der Schwerpunkt wird abgerundet durch Dokumentationen, die einen Blick zurück auf die Anziehungskraft des amerikanischen Traums und auf das Amerika der 1950er- und 1970er-Jahre richten. Die meisten Filme stehen nach der Ausstrahlung in der BR Mediathek zur Verfügung.

Der zweiteilige Dokumentarfilm "Mission Wahrheit – Die New York Times und Donald Trump", am Samstag, 24. und 31. Oktober um 20.15 Uhr, zeigt den Kampf einer Zeitungsredaktion gegen "Fake News" und für die Wahrheit in einer neuen Ära.

Zum Thema "Die US-Wahl, die Lobbys und die Medien" spricht Moderator Tilman Seiler am Montag, 26. Oktober um 19.30 Uhr, in "alpha-demokratie" mit Prof. Dr. Ursula Münch, Direktorin der Akademie für Politische Bildung Tutzing. Für die Dokumentation "Trumps Amerika – Die fremd gewordene Supermacht" (21.00 Uhr) sind zwei ARD-Reporterinnen durch die noch nicht auf einen Präsidentschaftskandidaten festgelegten "Swing-States" Arizona, Wisconsin und Michigan gereist und haben Menschen getroffen, die davon erzählen, wie sie die Wirtschafts- und Gesundheitskrise trifft und was Trumps Politik in diesen Zeiten für sie bedeutet.

Um "Wahlkämpfe in den USA" geht es in "alpha-demokratie" am Dienstag, 27. Oktober um 19.30 Uhr. Moderatorin Birgit Kappel spricht dazu mit Prof. Dr. Christian Lammert vom John-F.-Kennedy-Institut der FU Berlin.
Im Sommer 2017 starb der US-Student Otto Warmbier, kurz nach seiner überraschenden Überführung aus Nordkorea, an den Folgen schwerer Hirnschäden. 18 Monate zuvor war er vom Regime zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt worden, weil er ein Propagandaplakat habe stehlen wollen. Wie der Student zum Spielball zwischen den USA und Nordkorea wurde und warum er starb, rekonstruiert die Dokumentation "Die Akte Otto Warmbier – Was geschah wirklich in Nordkorea?" um 21.00 Uhr. Im Anschluss daran gibt die Dokumentation "Rose, Du musst jetzt stark sein" um 21.45 Uhr Einblick in Donald Trumps Einwanderungs- und Abschiebungspolitik. Rose ist in den USA geboren. Doch ihr Mann kam als Kind vor Jahrzehnten illegal aus El Salvador. Bei einer Verkehrskontrolle wurde er verhaftet und sofort abgeschoben. Rose und ihre beiden Kinder blieben allein zurück.

Am Mittwoch, 28. Oktober erläutert Prof. Dr. Christof Mauch von der Ludwig-Maximilians-Universität München im Gespräch mit Moderatorin Birgit Kappel die Bedeutung des Umweltschutzes in der politischen Debatte der USA ("alpha-demokratie", 19.30 Uhr).
Um 21.00 Uhr dokumentiert der Film "Die gespaltene Seele Amerikas – Die kulturelle Zeitenwende in den USA" den Kulturkampf um die Zukunft einer zerstrittenen Nation: Verbitterte, sich vernachlässigt fühlende Bürger stehen einer vermeintlichen Elite des Landes unversöhnlich gegenüber. Der Filmemacher Jörg Daniel Hissen reiste in die USA, um den Quell des Konflikts zu ergründen.
Im "alpha-thema Gespräch: Amerika wohin?" um 21.50 Uhr diskutieren die Politikwissenschaftler und USA-Experten Prof. Dr. Andrea Römmele und Prof. Dr. Christian Hacke über die politische Zukunft Amerikas. Um 22.20 Uhr schildert die Dokumentation "Never again – Amerikas Jugend gegen den Waffenwahn" den Einsatz amerikanischer Jugendlicher für schärfere Waffengesetze: eine Reise in ein Land, in dem die junge Generation aufsteht und nicht mehr länger zusehen will, wie Geschwister und Freunde getötet werden.

Die Dokumentation "Erzfreunde Trump und Putin – Moskaus Mann im Weißen Haus" am Donnerstag, 29. Oktober um 21.00 Uhr analysiert das dramatische Auf und Ab der russisch-amerikanischen Beziehungen sowie das persönliche Verhältnis der beiden Präsidenten. Mit zum Teil unbekannten Archivaufnahmen führt der Film "Die US-Präsidenten und der Krieg" am Sonntag, 1. November um 20.15 Uhr an die Originalschauplätze amerikanischer präsidialer Machtausübung als oberster Kriegsherr, denn der US-Präsident ist nicht nur Staatsoberhaupt und Regierungschef, sondern auch Oberbefehlshaber der Streitkräfte. "Wenn man die Anzahl der Kriege zusammenzieht, die asymmetrischen und verdeckten Kriege eingeschlossen, dann gab es praktisch in jedem Jahr der amerikanischen Geschichte Krieg", sagt William R. Polk, Historiker und Diplomat unter Präsident John F. Kennedy.

Warum kehrten Millionen Europäer zwischen 1840 und 1939 ihrer Heimat den Rücken und suchten ihr Glück in der neuen Welt? Davon erzählt die aufwändige vierteilige Doku-Reihe "Der Traum von der neuen Welt" von Montag, 26. bis Donnerstag, 29. Oktober um 20.15 Uhr. Zu Wort kommen die Auswanderer selbst, die in Briefen, Tagebüchern und Memoiren ihre Motive und ihr Erlebnisse hinterlassen haben. Doch auch Kapitäne und Erfinder, die die Atlantiküberquerung möglich machten, erhalten eine Stimme, ebenso wie die Reeder, für die das Geschäft mit den Auswanderern zur Goldgrube wurde.

"alpha-retro: Amerika-Bilder" lädt am Freitag, 30. Oktober ab 21.30 Uhr zu einer Zeitreise quer durch das Amerika der 1950er- und 1970er-Jahre ein. Zu sehen ist u. a. ein Film aus der berühmten Reportagereihe "Bilder aus der neuen Welt" von Peter von Zahn: Der erste Amerika-Korrespondent des deutschen Fernsehens fuhr 1956 mit dem PKW quer durch die USA, samt Ehefrau, fünf Töchtern und zwei Hunden.


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